Wenn Leute etwas studieren, von dem sie keine Ahnung haben...
30. Sep 2009
Pro:
Aufbau, leicht verständlich, Infokästen
Kontra:
hin und wieder fehlt etwas oder ist verwirrend
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Aufmachung:
Niveau:
mehr
 Riesenkeks
Über sich:
Schuhe verschiedener Größen (jetzt preiswerter) und Ü-Ei-Figuren/-Puzzle bei ebay! (Reiter: Auktione...
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Wer Philosphie studieren möchte, es in der Schule aber nie hatte, und nicht als einzige Person doof auf der Wäsche gucken möchte, wenn von irgendwas Grundlegendem die Rede ist, der schafft sich schon vor Beginn des Studiums wahrscheinlich einen Überblick über die wichtigsten Sachen der Philosophiegeschichte an. So zumindest habe ich es getan, obwohl ich tatsächlich schon mal ein Philosophiebuch in der Hand hielt und auch durchgelesen habe…. Meine Wahl fiel nach einigem hin und her auf das Buch Geschichte der Philosophie von Bryan Magee, welches ich bei Amazon für knapp 10 Euro erstanden habe und das angeblich schon anderen Studenten geholfen hat.
Buchaufbau Das Buch ist in 10 Unterbereiche eingeteilt, wovon einer allerdings nur die Einleitung darstellt. Das eigentlich Interessante des Buches fängt mit den Vorsokratiern an und geht über die großen Philosophen und philosophischen Strömungen des antiken Griechenlandes, hin zur Philosphie im Christentum, zu den Anfängen der
neuzeitlichen Wissenschaft. Ein Kapitel ist den Rationalisten gewidmet, eines den Empiristen. Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist die Französische Revolution und ihre Denker. Eines der umfangreichsten Kapitel stellt die deutschen Philosophen von Kant bis Nietzsche vor. Enden tut das Ganze schließlich mit dem Kapitel Demokratie und Philosophie beziehungsweise mit der Philosophie des 20.Jahrhunderts.
Das Buch ist für meine Begriffe sehr gut aufgebaut. Zu Beginn eines jeden Kapitels und Unterkapitels gibt es eine kleine Einführung, so dass man weiß, was einen erwartet. Die Anfänge der Philosophie sind besonders schön erklärt und äußerst wichtig für den weiteren Verlauf des Buches, da sich immer wieder etwas auf die Thesen von –vor allem- Aristoteles und Platon bezieht. Hierbei ist mir jedoch aufgefallen, dass einige Dinge zwar später erwähnt werden, in dem eigentlichen Kapitel, in dem die Theorie hätte auftauchen müssen, nicht zu finden ist.
Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass sich das Buch besonders an Schüler richtet, denn auf jeder Seite findet sich eine Vielzahl an Abbildungen und kleine Kästen mit geschichtlichen Hinweisen. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass so dem interessierten Laien der Inhalt des Buches näher gebracht werden soll, oder das bestimmte Dinge einfach vertieft werden sollen, beziehungsweise nicht unbedingt als Allgemeinwissen gelten und deswegen Hinweise dazu zu finden sind. Versteht mich nicht falsch – ich mag diese Kästen und finde sie sehr hilfreich, wenn wirklich etwas dabei steht, das man nicht kennt oder wozu man gerade keinen Zusammenhang herstellen kann. So bekommt man nämlich nicht nur Philosophie sondern auch Geschichte und Kunst mit, was ich persönlich sehr wichtig finde, da das eine nicht gut ohne das andere funktioniert. Überhaupt ist dem Autor wohl sehr wichtig gewesen, wirklich die nötigsten Hintergründe für die verschiedenen Theorien und Vorstellungen der Philosophen zu liefern, damit alles klar verständlich erscheint. Gut, hin und wieder passiert ihm der eine oder andere kleine Fehler, da man sich auf etwas bezieht, das in dem Buch nicht zu finden ist (siehe oben), aber darüber kann man auch hinweg sehen.
Was ich etwas schade finde, ist, dass zwar oft berühmte Zitate der Philosophen auftauchen, aber einer der schönsten Sätze, der durch Hobbes berühmt geworden ist (Ich meine natürlich: Homo homini lupus), nicht zu finden ist. Diese Beobachtung habe ich allerdings nur bei ihm und einem oder zwei anderen Philosophen gemacht. Der Schreibstil ist durchweg recht gelungen. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, ist er nicht zu nüchtern und Fremdworte oder fachspezifische Begriffe werden oft genug erklärt, wenn sie das erste Mal auftauchen.
Des Weiteren gibt es immer wieder Buchtipps zu den einzelnen Werken der vorgestellten Philosophen. Fazit Laien empfehle ich, das Buch entweder von vorne nach hinten durchzulesen, oder sich nur die für sie interessanten Stellen rauszupicken und sich dabei damit abfinden, vielleicht nicht alle Zusammenhänge mitzubekommen. Für Leute, die tiefer in dem Fach drinstecken, ist dieses Buch sicherlich nur hübsches Beiwerk und nicht und nicht wirklich zu empfehlen. Wer sich allerdings ein wenig einlesen möchte, um nicht ganz so verloren dazustehen, für den ist dieses Buch sicherlich etwas.
Das Buch führt gut in die Thematik ein, ist jedoch bei weitem nicht vollständig, was man von einem solchen Buch allerdings auch nicht erwarten kann.
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30.10.2009 10:43
Dein EB hat mich sehr überrascht und ist prima zu lesen. Über Philosophie weiss ich gar nix und Du hast mich neugierig gemacht. Werde mich mal auf Wikipedia schlau machen müssen. LG Thomas
26.10.2009 05:26
Ich bewunderte immer schon Menschen die Philosphie studierten, da ich nie genau wusste was das eigentlich ist... weiss ich es heute? ... hmmm...
18.10.2009 19:56
nicht so meins, lg