Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Der fieserweise süß anlockende Einband |
| Kontra: |
Geschichte, Preis (siehe Bericht) |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo Liebe Ciao-Gemeinde,
vor einer ganzen Weile habe ich bei Ciao mehrere Produktvorschläge gemacht. Durch meinen Umzug konnte ich ja nicht mein ganzes Manga-Sortiment in eine 12m² Studentenbude mitnehmen. Deshalb habe ich dafür gesorgt, dass alle meine Manga hier als Kategorie zu finden sind. Nun studiere ich aber schon eine Weile und in den letzten Tagen sah ich zu, wie eine nach der anderen Kategorie gefüllt wurde, so dass nun 1/3 meiner Vorschläge bereits einen Beitrag haben. Bei einigen war ich froh, da ich nicht wirklich darüber schreiben wollte - bei anderen traurig, da der Erstbericht nicht sehr gelungen war. Nun habe ich gedacht, dass es Zeit wird mich auch mal wieder auf den Hosenboden zu setzen. Das habe ich hiermit getan. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und bedanke mich jetzt schon für Kommentare und Bewertungen.
[Vorneweg: Was ist ein Manga?]
Das Wort Manga [gesprochen: Man-gaa] kommt aus dem japanischen. Schlägt man in einem Wörterbuch Japanisch-Deutsch darunter nach findet man als Übersetzung: Comic.
Doch nicht jeder Comic ist gleich ein Manga. Manga werde von Mangaka gezeichnet. In einem Manga kommen typisch japanische Dinge vor, Mythen und Alltagsleben. Ein Manga liest man von der letzten Seite bis zur ersten Seite. Für Gewöhnlich steht die Lesereihenfolge auf der ersten Seite des Manga. Ein Manga ist so gut wie immer in einem Buchformat und nicht als Heft vorzufinden. Besondere Merkmale der neuen Manga sind großen Augen, kleine Nasen und kurze Röcke von japanischen Schuluniformen.
(--- Aufbau: ---)
1. Einleitung
2. Story
3. Hauptcharaktere
4. Kurz zum Mangaka
5. Eigene Meinung
6. Informationen zum Manga
7. Schlusswort
[--1-Einleitung---]
Wie bereits erzählt, stelle ich euch hier einen Manga namens "Gib mir Liebe!" vor. Als ich damals den Produktvorschlag gemacht hatte, besaß ich nur Band 1. Mittlerweile habe ich die ersten vier Bände und habe schon fast den Produktvorschlag nur für Band 1 bereut. Das erste Band habe ich mir damals gekauft, weil das Cover süß war und die Geschichte interessant - aber so, wie sich die Geschichte weiter entwickelt... Naja, ich wünsche trotzdem viel Spaß beim Lesen :)
Mit freundlichen Grüßen celes
[--2-Story---]
Wir platzen in die Geschichte und treffen als erstes auf unsere Hauptfigur Seri. Wie in fast allen Manga ist sie scheinbar ein ganz normales Mädchen. Aber gehen wir erst einmal ein Schritt zurück in ihre Vergangenheit. Als Seri noch jünger war, war sie in einem Karate-Club. Der Sohn ihres Meisters, Tamaki, war ihre erste große Liebe. Sie liebte es bei ihm zu sein und mit ihm zu kämpfen. Eines Tages vergaß sie ihr T-Shirt unter ihren Anzug zu ziehen, aber forderte dennoch Tamaki zu einem Kampf heraus. Dieser sah während des Kampfes ihre Brust und war kurz abgelenkt, so dass Seri ihn besiegen konnte. Seit dem Tag an hat Tamaki nicht mehr mit Seri gesprochen. Seri dachte er ist so "kindisch", weil er gegen ein Mädchen verloren hat. Aus Trauer verlässt sie den Club und will nichts mehr mit Karate zu tun haben.
Zurück in die jetzige Zeit. Seri hat immer noch keinen Freund und sieht die Gokon (Kuppeltreffen, gerne von Jugendlichen, die meist so ablaufen: Essen, irgendwelche Spiele spielen, Paare bilden, trennen, Karaoke und bei älteren anschließend Love Hotel) als ihre letzte Chance nen Kerl zu schnappen. Dummerweise kommt genau zu dieser Gokon Tamaki und stellt Seri mit ihrer Karatevergangenheit bloß. Die anderen Jungs halten sie für anormal und trennen sich von Tamaki und Seri. Dafür jedoch kommen sich diese beiden ungewollt näher.
Seri will herausfinden, warum Tamaki nicht mehr mit ihr geredet hat und fordert ihn zu einem Kampf. Da sie selber ewig nicht mehr gekämpft hat, benutzt Tamaki nur seine linke Hand. Wenn Seri gewinnt, muss er ihr die Sache erklären, wenn er gewinnt, darf er einen Wunsch äußern. Natürlich gewinnt Tamaki und sein Wunsch ist es, dass Seri sein Spielzeug wird - für immer. Von nun an, muss Seri alles erdulden, bis hin zu peinlichen und erotischen Sachen und erst spät merkt sie, dass sie nicht mehr ohne ihn Leben kann.
[--3-Hauptcharaktere---]
Seri:
Seri ist ein junges, kleines, naives, aber recht kräftiges Mädchen. Das kräftig ist hierbei auf ihre Kraft bezogen. Ihre erste Liebe war Tamaki, aber dieser hat sie als junges Mädchen nach einem Karatekampf ignoriert. Die beiden treffen ein paar Jahre später wieder aufeinander. Als Seri wissen will, was damals passiert war, begeht sie einen Fehler und ist von nun an Tamakis Spielzeug. Als sie endlich "frei" ist merkt sie, dass sie ihn liebt und kehrt wieder zu ihm zurück.
Tamaki:
Er ist der Sohn des Inhabers eines Karate-Dojos. Er verlor damals den Kampf mit Seri, da er ihre Brust sah und abgelenkt war. Jedoch war er die ganze Zeit über in sie verliebt und versucht sie mit der Wette an ihn zu binden. Tamaki ist sehr klug und besucht auch eine höhere Schule als Seri. Er liebt die Biologie und geht oft nach dem Unterricht zu Frau Kujo.
Sora:
Sora ist der Cousin von Frau Kujo und besucht die gleiche Schule wie Seri. Vor drei Jahren hat er seine Cousine vergewaltigt, was diese wieder rum verwendet um ihn zu erpressen. Sora ist das ASS der Karate-AG der Schule. Als er sieht, dass Seri sich wehren kann, beschließt er, sie zu seiner Freundin zu machen, denn Seri kann sich so gegen die verliebten und eifersüchtigen Verehrerinnen von Sora wehren. Nachdem Sora erfährt, dass Seri das Spielzeug von Tamaki ist, will er sie befreien - die Sache wird in einem Kampf geregelt und Sora gewinnt.
Frau Kujo:
Frau Kujo wird eigentlich erst ab Band 2 interessant, deshalb nehme ich hier schon ein paar Sachen voraus. Sie ist Biologielehrerin an Tamakis Schule und in diesen verliebt. Ihr Cousin hatte sie drei Jahre zuvor vergewaltigt, was sie ihn oft vorwirft. Als sie von Seri erfährt, und von der Angelegenheit, dass Sora sie auch liebt, will sie Tamaki für sich und versucht Sora zu überreden sich Seri wegzuschnappen - dazu ist ihr jedes Mittel recht, auch Drogen.
[--4-Kurz zum Mangaka ---]
"Kanan Minami" ist in Deutschland bisher ein ungeschriebenes Blatt. "Gib mir Liebe!" scheint ihre erste Veröffentlichung hier zu sein, aber sie hat unter anderem auch Manga gezeichnet, wie "Chain of Pearls", "Honey X Honey Drops", "Love Transaction without Overcharging" und "Rhapsody in Heaven".
[--5-Eigene Meinung---]
Vom Äußerlichen her:
Auf der Vorderseite (für westlich-lesende die Rückseite) sehen wir Seri in einem ausgefallen Look. Die ganze Seite ist in einem Rot-Ton angehaucht. Etwa links mittig ist dann ein rot unterlegtes Quadrat in welchem mit weißer Schrift der Titel geschrieben ist. Im unteren Viertel davon steht der Name der Mangaka, sowie die 1 für das erste Band. Die Coverrückseite nimmt das rote Thema wieder auf und wir finden hier in einem kleineren abgerundeten Rechteck ein rotes Bild von Tanami. Um ihn herum ist eine Kurzbeschreibung der Geschichte.
Wie zu erwarten ist der Buchrücken vollständig rot. Hier finden wir Informationen wie das Logo von Tokyopop, den Titel des Manga, die Bandzahl und den Mangaka, sowie das Bild von der Vorderseite in Kleinformat.
Wie ich bereits in der Einleitung schrieb, finde ich das Cover niedlich und anlockend Gestaltet, jedoch gibt es, bis auf den Text hinten, nicht den richtigen Eindruck, den der Inhalt in den darauf folgenden Bänden zeigt - es wirkt eher wie eine Liebeskomödie. Da der Bericht aber nur für Band 1 gilt, gebe ich für das Aussehen volle Punkte, also 5 von 5 Punkten.
Von der Story her:
Die Geschichte ist schon oft da gewesen und sehr oft durchgekaut worden, deshalb ist das irgendwann nicht mehr sonderlich aufregend. Ein Mädchen trifft ihre Jugendliebe wieder und verliebt sich Stück für Stück in sie, aber es gibt welche, die sie aufhalten wollen. Bloß ist die Geschichte erschreckend krass dargestellt und es wird nicht gespart an sexueller Vergewaltigung. Noch schlimmer: Es wird für normal hingestellt. Auch, wenn es in Band 1 noch recht harmlos herüber kommt, aber es wird von Band zu Band schlimmer, was die Geschichte recht mies dastehen lässt. Etwas oft Durchgekautem noch den letzten Funken Realität nehmen bekommt bei mir einen dicken Abzug. Vergewaltigungen und Misshandlungen sollten dann doch lieber so aufgegriffen werden, wie in Confidential Confessions und nicht nebenbei in einer Geschichte laufen lassen ohne jegliche Hilfe. Manche würden jetzt vermutlich sagen, dass es den japanischen Tatsachen entspricht, aber dann müsste der Rest der Geschichte reeller dargestellt werden und das ist es nicht. Deshalb ein großes Minus von mir und nur 1 von 5 Punkten.
Vom Zeichenstil her:
Der Zeichenstil ist weites gehend in Ordnung. Normalerweise sind Mangagesichter oft rundlich, aber Kanan Minami zieht die Gesichter sehr in die Länge, so dass fast alle ein Spitzkinn haben. Hintergründe werden meist weggelassen oder nur angedeutet. An einigen Stellen finde ich die Rasterfolien etwas unpassend verwendet. Es scheint fast als wäre der Manga eines ihrer Erstlings Werke. Trotz alledem ist er auf das wesentliche begrenzt und daher stören diese oben genannten Fakten nicht sehr. Trotzdem muss ich auch hier Abzüge machen, da es nun ein mal nicht das Gelbe vom Ei ist und gebe für den Zeichenstil 3 von 5 Punkten.
Preis <---> Leistung:
Der Manga kostet Original 6,50 Euro, was bei Tokyopop ja momentan Standard ist. Mit seinen 194 Seiten und nur einer Seite Werbung hat er hier einen Pluspunkt verdient. Die letzten zehn Seiten des Manga sind eine Zusatzgeschichte, die eigentlich total hirnlos ist, aber wieder etwas das Niveau widerspiegelt. Ein Mädchen und ein Junge versuchen dort nämlich ein Ort zu finden, wo sie ungestört sind und probieren hierbei mehrere Plätze aus, bis sie letztendlich in einem Hotel landen. Meines Erachtens eine überflüssige Geschichte, aber wenn man Band 2 betrachtet, könnte man sagen es ist Platzfüller, damit nicht zu viel verraten wird.
Ich habe keine 6,50 Euro ausgegeben, aber man bekommt Seiten mäßig zumindest etwas geboten. Hierbei kann ich aber diesmal leider nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis betrachten sondern muss Allgemeines mit einfließen lassen, denn im Großen und Ganzen ist das einfach zuviel Geld für diesen Manga. Da der Punkt aber nur das Verhältnis beinhaltet gebe ich 4 von 5 Punkten.
Das wäre ein Ergebnis von 3,25 von 5 Sternen, was mich letztendlich zur Bewertung von 3 von 5 Sternen bewegt, wobei ich finde, dass man vielleicht sogar 2 Punkte geben könnte, was ich hiermit auch tue - die Geschichte und der Zeichenstil überwiegen vom Negativen mehr.
[--6-Informationen zum Manga---]
Deutscher Titel: Gib mir Liebe!
Original Titel: Renai Shijo Shugi
Mangaka: Kanan Minami
Preis: 6,50 Euro
Anzahl der Bände: 8
ISBN 13: 978-3-86580-691-8
ISBN 10: 3-86580-691-0
Erscheinungsjahr: 2003 in Japan, Anfang 2006 in Deutschland
Verlag: Tokyopop
Seitenanzahl: 194 Seiten
Genre: Lovestory, Romanze
FSK 15
[--7-Schlusswort---]
Wenn ihr noch Fragen zum Manga habt immer her damit :). Ich hoffe euch gefiel mein Bericht.
Mit freundlichen Grüßen celes