Erfahrungsbericht über "Gibson Les Paul Studio"

veröffentlicht 02.11.2009 | Ciaobock
Mitglied seit : 12.11.2008
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Über sich :
Bin ein manchmal netter aber immer ehrlicher Zeitgenosse... - ich bitte auf JEGLICHE Bewertung meiner Berichte ohne sinnvollen Kommentar zu verzichten und es gibt KEINE Gegenlesungen! "Beam me up Scotty... - there is no intelligent life down here..."
Ausgezeichnet
Pro Sehr gute Klangvariabilität, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, tolle Optik
Kontra Nicht so verbreitet und bekannt wie die Les Paul Standard (wenn es darauf ankommt)
sehr hilfreich
Klangqualität:
Verarbeitung
Design
Bedienkomfort:
Zuverlässigkeit

"Manchmal ist weniger mehr... - sagt Gibson!"

Meine hübsche Gibson Les Paul Studio

Meine hübsche Gibson Les Paul Studio

Vorwort:

Bevor ich mich meiner Gibson Les Paul Studio widme, möchte ich ein paar Worte zu meiner Person schreiben damit ihr euch auch ein Bild davon machen könnt, in welchem Kontext die Bewertung dieser Gitarre erfolgt.

Ich spiele seit meinem 16 Lebensjahr mit einigen Unterbrechungen Gitarre, das sind also schon gut über 30 Jahre in der Zwischenzeit. Ich bin kein Profi-Musiker und spiele auch schon seit Jahren nicht mehr in Bands, trotzdem habe ich mein Hobby Musik nie ganz aufgegeben, im Gegenteil. In den letzten 10 Jahren habe ich mich wieder intensiver damit beschäftigt, ein eigenes kleines Homestudio eingerichtet und meine Instrumentensammlung inzwischen auf 24 Gitarren, zwei Bässe und vier Keyboards ausgebaut, dazu das übliche Equipment an Verstärkern, Effekten, Mischpulten, etc.
Musikalisch gibt es fast nichts, was ich nicht höre, aktiv ist meine Bandbreite da schon deutlich eingeschränkter, da kreist das allermeiste um die Eckpfeiler Jazz und Blues und genehmigt sich gelegentlich Ausreißer in die Richtungen Hardrock oder ChillOut, das war's dann auch. Aktiv bin ich eher ein Freund der leisen als der zu lauten Töne...

Insgesamt besitze ich heute vier Les Paul Gitarren:
Eine Gibson Les Paul Standard Faded, eine Epiphone Les Paul Ultra-II, eine Epiphone Les Paul Standard Plus und halt diese Gibson Les Paul Studio in Arctic White.


Ich bin ein recht kritischer Mensch und bewerte so rational wie möglich, d.h. auch eine meiner teuren und eigentlich guten Gitarren kann bei mir mit nur 3 Sternen bewertet werden, wenn ich zu viele Nachteile finde. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Gitarrenfan ja noch an früher von mir unter dem Namen "Almstedt" verfasste Berichte...

Okay, genug der Vorrede, hier nun mein Bericht über meine zweite Gibson Les Paul die meine Sammlung bereichert:

Kaufen oder nicht kaufen?

2008 hatte ich das "Glück" beruflich einige Monate in Los Angeles verbringen zu dürfen, genauer gesagt in Santa Monica, nur ein paar Meilen weg von Hollywood.
Einer der berühmtesten Gitarrenläden der Welt ist das Guitar Center und das erste und prächtigste Geschäft dieser Musikladen-Kette ist das Guitar Center in Hollywood am nicht minder berühmten Sunset Boulevard und genau dahin zog es mich eines schönen heißen Sonntags im September 2008.
Im Guitar Center Hollywood stehen tausende Gitarren aller Preisklassen, vom Einsteigermodell bis zur Vintage Gitarre für mehr als 100.000 Dollar, in vielen großen Räumen zum anschauen, anfassen, überwiegend sogar zum antesten parat und bei all diesen Gitarren ist es nicht einfach aus der Masse herauszustechen doch meiner weißen Gibson Les Paul Studio ist dieses Kunststück gelungen...

Wer ist Gibson und was ist eine Les Paul?

Nun, Gibson ist einer der ältesten noch existierenden Gitarrenbauer der Welt. Gibson wurde 1902 in Nashville gegründet und baute (und baut auch immer noch) neben Akustikgitarren auch Banjos, Mandolinen, Verstärker, Bassgitarren und seit 1936 halt auch E-Gitarren. Das war damals zwar noch nicht die Les Paul, sondern die ES-150, aber es war die erste serienmäßige Gitarre mit einem Tonabnehmer.

Die Les Paul kam erst 1952 als zweite serienmäßige Solid-Body E-Gitarre nach der Fender Telecaster auf den Markt. Der Name stammt vom legendären amerikanischen Gitarristen und Hobby-Erfinder Les Paul (bürgerlicher Name: Lester William Polfus).

Das Interessante daran ist, das Mr. Les Paul diese Bauweise bereits in den 40er Jahren erfunden und Gibson vorgestellt hatte, allerdings wurden die Gibson Bosse erst wach als Leo Fender mit seiner Telecaster Gitarre begann, Gibson das Wasser abzugraben…

Trotz dieses Fehlstarts erwies sich die Gibson Les Paul letztlich als Siegertyp – fast alle Guitar-Heros haben irgendwann in ihrer Karriere mal eine Les Paul gespielt oder sogar nie etwas anderes und so ist es kein Wunder, das die Gibson Les Paul zusammen mit ihrer härtesten Konkurrenz, der Fender Stratocaster auf den Wunschzetteln von Gitarristen immer sehr weit oben angesiedelt war.

Natürlich weckt soviel Erfolg auch die Nachahmer und so gibt es ähnliche Gitarren von dutzenden von Herstellern wobei die besten und preiswertesten Kopien im eigenen Hause unter dem Namen Epiphone gebaut und verkauft werden. Nach etlichen Jahren eher zweifelhafter Qualität werden die meisten Epiphone Les Pauls nun in durchaus hochwertiger Qualität in Gibson eigenen Fabriken in Fernost gebaut, wenn auch die Qualität meistens noch nicht ganz an die teureren und mit hochwertigeren Hölzern ausgestatteten US-Modelle von Gibson heranreichen. Trotzdem kann man auch bei Epiphone den einen oder anderen Glücksgriff landen und dabei sehr viel Geld sparen…

Optik und Bauweise:

Eine Gibson Les Paul Studio ist im Prinzip mehr oder weniger baugleich mit der Masse der "normalen" teureren Gibson Les Paul Standard oder Custom Gitarren. Auch bei der Studio besteht der Korpus aus einem Stück hochwertigem Mahagoni und der - in diesem Fall meist deckend lackierten - Decke aus Ahorn. Lediglich die optische Qualität der Ahorn-Decke ist meist weniger hochwertig als die der teureren Les Paul Modelle, die meist mit semi-transparenten Finishes aufwarten, die die optische Qualität des verwendeten Ahorns besonders betonen... - je schöner desto teurer lautet hier die einfache Gleichung. Da meine Gitarre allerdings deckend lackiert ist, fällt dieser optische Unterschied natürlich sowieso nicht auf.

Der größte sichtbare Unterschied zwischen der Studio und den teureren Modellen ist das Fehlen der sonst üblichen "Bindings" am Korpus und den Griffbrettkanten, bei der Les Paul Standard ist die Vorderseite des Gitarrenkorpus mit einem meist einlagigen Binding versehen, bei den Les Paul Custom Gitarren verziert auch die Korpusrückseite ein Binding.
Das Griffbrett der Les Paul Studio wird durch sogenannte Trapez-Inlays (Nomen est omen) aus Perlmutt verziert, während die teureren Custom Modelle mit rechteckigen Block-Inlays verziert sind.

Wie auch bei den teureren Les Paul Modellen ist der einteilige Mahagoni-Hals fest mit dem Korpus verleimt. Diese Bauweise ist zwar nicht so „reparaturfreundlich“ wie bei den geschraubten Hälsen preiswerterer Gitarren, dafür sorgt aber diese aufwändigere Bauweise für ein längeres Sustain und eine lebendigere Obertonentfaltung.

Ein nicht sichtbarer aber durchaus hörbarer Unterschied ist, das die Studio Gitarren mit „Tone-Chambers“ ausgestattet sind. Hierbei werden per CNC-Maschine genau definierte Hohlräume in den sonst massiven Mahagoni-Korpus gefräst, welche die ansonsten eher schwergewichtigen Les Paul Gitarren deutlich leichter machen (Differenz zwischen 500 und 1000 Gramm!) und dem Klangbild ein wenig mehr akustische Elemente beifügen – nicht viel aber doch ein wenig mehr „Luft“ und „Attack im Ton.

Der Hals der meisten Les Paul Gitarren der letzten paar Jahre ist wieder im 50er Jahre Profil ausgeführt, d.h. man bekommt wieder ein recht kräftiges Stück Holz in die Hand gelegt, was auch die Tonentfaltung sehr positiv unterstützt. Dies gilt auch für meine Les Paul Studio.
Im Vergleich zum „Wizard“ Halsprofil meiner „Flitzefinger“-Ibanez ist der Hals meiner Gibson Les Pauls um etliches massiger, lässt sich aber trotz meiner eher kleinen Hände überraschend komfortabel und ergonomisch bespielen – auch wenn hier ausgedehnte Shredding-Aktionen deutlich mehr Kraft und Präzision benötigen als diverse High-Speed-Hälse.
Dafür aber entschädigt diese Bauweise mit grandiosem Ton – hier wird Druck und Substanz und Sustain bis zum Abwinken geboten, unterstützt durch die Tone-Chambers im Korpus der Les Paul Studio. So soll es sein, der Ton schwebt je nach Pickup-Einstellung recht flexibel zwischen einer kultigen 60er Jahre Les Paul Standard und einer nicht minder kultigen ES-335 Semi-Acoustic von Gibson. Toll!

Meine Les Paul Studio im Speziellen:

Auch die Les Paul Studio Gitarren waren und sind in unterschiedlichen Varianten lieferbar und eine besonders auffällige Variante ist die Arctic White Version, die ich mir zugelegt habe.
Bei dieser Version ist die gesamte Hardware vergoldet ausgeführt – Stimm-Mechaniken, Tonabnehmer, Brücke, Stop-Tail – und das Griffbrett ist aus erstklassigem, tiefschwarzen und superharten Ebenholz!!! Ohne Aufpreis wohlgemerkt!!!

Gibson schreibt zur Les Paul Studio auf seiner Homepage „sometimes less is better“ (manchmal ist weniger mehr) und nur selten konnte ich einer Werbeaussage so uneingeschränkt zustimmen wie hier.
Im Gegensatz zu meiner deutlich teureren Les Paul Standard Honeyburst Faded sieht die weiße Les Paul Studio erheblich nobler, teurer und schicker aus. Warum heißt die eigentlich Studio? So eine wunderschöne Gitarre gehört ins Rampenlicht auf die Bühne, auch wenn sie dafür schon fast wieder zu schön ist – es könnte ja ein Kratzer drankommen…

Elektronik:

Von Gibson ist hier aus Tradtion nicht viel "exotisches" zu erwarten und das ist auch gut so! Als Pickups dienen die altbekannten und auch in anderen Baureihen verwendeten Tonabnehmer 490R mit Alnico II Magneten in der Halsposition und 498T mit Alnico V Magneten in der Steg-Position.
Diese „modernen“ Tonabnehmer sind mit Heißwachs versiegelt um die Mikrofone-Empfindlichkeit zu reduzieren und betonen die oberen Mitten etwas stärker als die alten PAFs, klingen also etwas „heißer“. Insbesondere der Steg-Tonabnehmer legt nicht nur in der Ausgangsleistung ein Pfund drauf (im Vergleich zu den Original-PAF Pickups oder den 57er Classics), er klingt auch deutlich bissiger und heller und rockiger als die klassischen Gibson Pickups, läßt sich diesbezüglich aber per Lautstärke- und Tonregler gut kontrollieren und auch gut auf "traditionell" trimmen.

Ansonsten alles wie gehabt, jeder Tonabnemer wird über ein eigenes Lautstärke-Poti (Volume) sowie eine eigene Höhenblende (Tone) gesteuert und per Drei-Weg-Schalter lassen sich die Tonabnehmer sowohl individuell als auch zusammen anwählen.

Handhabung und Klang:

Kommen wir zu den wichtigsten Elementen einer Gitarre – der Handhabung und dem Klang. In beiden Bereichen sticht die Les Paul im Vergleich zur Konkurrenz heftig! Vielleicht in der Handhabung sogar noch mehr als im Klang.

Normale Les Paul Gitarren sind häufig schwer, manchmal sogar heftig schwer! So ein dicker Mahagoni-Korpus wiegt halt einiges! Durch die ausgefrästen Hohlkammern ist die Les Paul Studio deutlich leichter als eine Standard oder Deluxe Les Paul. Wer stundenlang im Studio oder auf der Bühne stehen muss, wird dies als grandiose Erleichterung empfinden. Im Vergleich zu einer "normalen" Les Paul Standard bringt eine Les Paul Studio ungefähr ein gutes Kilogramm weniger auf die Waage.

Auch die Les Paul Studio verwendet (leider) noch die klassischen Gibson-Mechaniken, deren Qualität im Laufe der Jahre zwar wieder besser geworden ist, hinsichtlich der Stimmstabilität aber nicht mehr mit den Grover-Mechaniken meiner preiswerteren Epiphone Les Pauls mithalten kann. Trotzdem reicht es auch auf der Bühne aus um zwei bis vier Songs ohne nachstimmen zu müssen absolvieren zu können.

Klanglich bringen die beiden Pickups das Beste aus zwei Welten – auf der einen Seite können sie, natürlich nur mit heruntergeregeltem Ton, den alten PAFs in Sachen Schmelz und Sanftheit Paroli bieten, auf der anderen Seite aber hängen sie eng dran an den famosen Burstbucker 3 Pickups aus dem gleichen Hause, wenn es um Attack und Transparenz geht, allerdings sind die Burstbucker 3 immer noch ein Stück heißer (vor allem im Vergleich zum 490R Hals-Pickup der Studio) und wenn es darum geht, einen Röhrenamp früh in die Verzerrung zu bringen, sind dann doch eher die Burstbucker 3 oder Burstbucker Pro erste Wahl, wenn man unbedingt Gary Moore nacheifern will.

Wie üblich ist der Halstonabnehmer für die warmen, vollen und weichen Sounds zuständig, erledigt seinen Job mit viel Atem und Definition und verzichtet auf jeglichen Mulm im Klang während der Steg Tonabnehmer selten druckvoll und durchsetzungsfähig zu Werke geht, wie man sich das von jedem guten Stegtonabnehmer wünscht. Vor allem überrascht die gute Einsetzbarkeit auch bei heruntergeregelter Lautstärke und Ton. Andere Steg-Pickups fangen dann schnell an zu "nuscheln" und klingen platt, mittig und ohne viel Dynamik, nicht aber der 498T der selbst bei halber "Drehzahl" noch lebendig und akzentuiert klingt.

Deshalb ist es nicht sehr verblüffend wie variabel der Klang ist, den ich meiner Studio entlocken kann. Das ist alles, aber nicht das berüchtigte „One-Trick-Pony“, für das die Gibson Les Paul bei so vielen Gitarristen steht. Bei "offenem" Tonregler spürt man die akustische Komponente der Tone-Chambers deutlich, regelt man die Höhen runter dann geht's wieder in Richtung klassischer Les Paul Sounds, auch wenn selbst dann beim Hals-Tonabnehmer immer auch ein wenig ES-335 erahnt werden kann.

Mit entsprechenden guten Verstärkern bedient die LesPaul Studio genauso gut klassisch-mumpfige Jazz-Sounds mit viel Bauch wie auch schneidende BluesRock Ausbrüche, trocken-bissige Funk-Sounds genauso wie die großen Hardrock Eruptionen - stilistisch gibt es kaum Einschränkungen bis auf die unvermeidbaren Limits jeder Humbucker bestückten Gitarre - Eierschneidersounds à la Telecaster Stegpickup oder klingelnde Gretsch-Sounds gehen halt nicht, logischerweise.

Meine teurere Gibson Les Paul Standard Faded kann zwar mit entsprechenden Röhrenamps noch dreckiger oder bluesiger klingen als die Studio, ist aber klanglich nicht so flexibel und kommt auch nicht so nah an die Sounds einer ES-335 oder Epiphone Sheraton heran.

Meine Epiphone Les Pauls klingen im Vergleich dagegen auch nicht wirklich schlecht, aber das letzte Quentchen Transparenz, Druck, meinetwegen auch „Leben“ fehlt dann im Vergleich doch.
Hierbei sollte man aber auch nicht den Preisunterschied vergessen. Für meine Les Paul Studio habe ich damals umgerechet ca. 970€ gezahlt, während mich meine Epiphone Les Paul Standard nur 420€ und meine Les Paul Ultra II auch „nur“ 525€ gekostet haben.

Im Vergleich dazu erscheint meine "reguläre" Les Paul Standard Faded mit über 1600€ Neupreis nicht nur absolut gesehen etwas überteuert, auch wenn es zweifellos eine durchaus empfehlenswerte Gitarre ist.


Fazit:

Die Gibson Les Paul Studio ist eine professionell gebaute Gitarre mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und einem sehr gitarristenfreundlichen Gewicht! Wer sich für die klassischen LesPaul Sounds interessiert, bisher aber wegen des Gewichts und des Preises Vorbehalte hatte, sollte die Les Paul Studio ruhig mal antesten. Wer sich dann auch noch an der noblen Optik erfreuen kann, wird wohl eine neue Traum-Gitarre finden.

Klar gibt es heutzutage "bessere" Gitarren als die in Ehren ergrauten Les Paul Originale, die heute weder bei der Ergonomie, noch in der Flexibilität noch in der Tonvariabilität die Messlatte darstellen. Dafür ist aber eine Les Paul ihre ganz eigene Messlatte und wer diesen Ton will und auch die notwendige Spielweise "aufgezwungen" haben will kommt nicht darum herum, sich irgendwann einmal eine Les Paul oder zumindest eine gute Kopie zuzulegen. Es mag schräg klingen, aber man spielt eine Les Paul einfach anders als andere Gitarren.

Im Preis der Gitarre enthalten ist ein hochwertiger Gitarrenkoffer mit Gibson USA Aufdruck und schicker weißer Innenpolsterung. Hier ist die Gitarre wirklich adäquat aufgehoben. Man sollte die Les Paul Studio übrigens wirklich am besten im Koffer aufbewahren wenn man sie nicht spielt und nicht in einem Gitarren-ständer ausstellen – auch wenn die Gitarre ob ihres Äußeren dazu natürlich einlädt. Leider ist aber der verwendete Nitrozellulose-Lack recht empfindlich auf Weichmacher und die sind in den Gummiauflagen der meisten Gitarrenständer leider enthalten. Also, auch wenn es schwer fällt sollte das Schmuckstück nach der Arbeit wieder im Koffer verstaut werden!

Auf Grund der hohen Fertigungs- und Ton-Qualität meiner Les Paul Studio vergebe ich volle 5 Sterne. Auch nach einem Jahr macht die Gitarre immer noch sehr viel Spaß und wird gerne immer wieder als „Muse“ aus dem Koffer herausgeholt. Es macht wirklich Laune und inspiriert ungemein, diese Gitarre zu spielen.


Achtung!!!
Anders als bei „normalen“ technischen Geräten ist jede Gitarre – auch jede E-Gitarre – quasi ein Unikat. Selbst bei teuren Gitarren kann es teils heftige Schwankungen in der Verarbeitungs- und Klangqualität geben.
Ich habe häufig dutzende „gleicher“ Gitarren angetestet (manchmal über viele Jahre!) bevor ich meine Gitarren gekauft habe. Bevor ihr viel Geld ausgebt, testet die Gitarre gründlich (!!!) an, mit eurem Verstärker, mit eurem Plektrum und am Besten direkt bei euch zu Hause! Nur so könnt ihr eine Gitarre wirklich beurteilen!

Ich hoffe, das ihr mit diesem Bericht etwas anfangen könnt und das ich niemanden unterwegs „verloren“ habe.

© 2009 Bernd Almstedt

PS.: Dieser Bericht ist Fritz aus Wien gewidmet, der zwei Jahre auf einen neuen Gitarrenbericht von mir gewartet hat... ;o))

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • zocker40 veröffentlicht 24.03.2013
    --bh--- Ob es immer Gibson sein muss, ist natürlich die Frage.
  • Galvos veröffentlicht 08.11.2010
    ...und ich dachte ich hätte mit 5 Gitarren schon zu viele... ;)
  • Juke veröffentlicht 11.03.2010
    Die Gibson Les Paul Studio durfte ich erst vor kurzem ausgiebig testen, da ein Freund von mir sich diese in schwarz gekauft hat. Sie wäre auf die Dauer nichts für mich, aber nicht weil es keine gute Gitarre ist, sondern weil wir zwei nur bedingt zusammenpassen... Dein Bericht ist eine perfekte Basis für eine Kaufentscheidung. Dein letzter Absatz zeigt insbesondere, dass du Ahnung von diesem Metier hast. Denn in der Tat sind Zehn Strats oder Zehn Les Pauls immer 10 KOMPLETT unterschiedliche Instrumente. Kommentare von Verkäufern wie: "Och, ich geb dir eine originalverpackte mit", nachdem man ein Exemplar stundenlang getestet hat, sind daher ein Witz! Carpe diem, Juke
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Produktdaten : Gibson Les Paul Studio

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Hersteller: Gibson

Typ: E-Gitarre

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 21/06/2000