So. Und schon auf zum nächsten Bericht.
Erst einmal vielen Dank an das Ciao Team, das meine Kategorie so schnell frei geschaltet hat. Im Bereich Computer dauert das sonst eigentlich immer ewig. Aber gut. Nun zu meinem Bericht.
Ich möchte euch heute was über das letzte Teil in meinem Rechner schreiben, welches ich euch noch nicht vorgestellt habe. Bei diesem Teil handelt es sich um mit das wichtigste Teil im Rechner. Das Mainboard.....
Bei diesem Board handelt es sich um ein Gigabyte Mainboard mit dem vielsagenden Namen GA-7NF-RZ.
Ich werde mir und euch für diesen Bericht eine Gliederung gönnen, da er sicher recht umfangreich ausfallen wird, wen es teilweise nicht interessiert, der kann dann einfach beim nächsten Punkt weiter lesen.
Gliederung:
1. Warum der Kauf von dem GA-7NF-RZ???
1.1 Grundvoraussetzungen, die das Board erfüllen sollte
1.2 Welcher Chipsatz
1.3 Welchen Speichertakt sollte das Board unterstützen???
1.4 Was war mir eher unwichtig
1.5 Welche Voraussetzungen erfüllt das Gigabyte GA-7NF-RZ
2. Was bietet das Board an Zubehör, wie ist es verpackt etc.
2.1 Wie sieht die Verpackung aus???
2.2 Was ist sonst noch so in der Verpackung???
3. Einbau und Inbetriebnahme
3.1 Einbau
3.2 Inbetriebnahme
4. Leistung und Betrieb
4.1 Leistung
4.2 Betrieb
4.3 Funktion der Sound und Netzwerkkarte ONBoard
5. Angaben des Herstellers
Mein Fazit
1. *****Warum der Kauf von dem GA-7NF-RZ???*****
Hauptausschlag war wieder einmal der Preis, der vor ca. 4 Wochen unschlagbare 55 Euro betrug . Da ich mich seit längerer Zeit nicht mehr mit den aktuellen Boards auseinander gesetzt habe stand ich vor einer schier unüberschaubaren Vielfalt, was Chipsätze, Speichertakte und Prozessortypen anging.
Aber dies im Einzelnen:
1.1 ***Grundvoraussetzungen, die das Board erfüllen sollte***
Das neue Board musste bzw. sollte einige Grundvoraussetzungen erfüllen, um die ich nicht herumkam.
Zum einen sollte doch gern mein vorhandener AMD XP 2600+ auf dem Board laufen. Dies schließt schon einmal jegliche Boards aus, die für die neue AMD Generation von 64 Bit Prozessoren geschaffen sind, da dieser schlicht und ergreifend nicht auf den Sockel passt.
Zum anderen sollte es auf keinen fall eine OnBoard Grafikkarte besitzen, weil diese immer Probleme macht, sich nie richtig deaktivieren lässt und immer Arbeitsspeicher frisst. (Eigene Empfindung und Erfahrung)
Als letztes sollte das Board doch bitte noch 5 PCI Steckplätze besitzen, die ich mit Steckkarten belegen kann. Ich bin auf diese freien Steckplätze zwar nicht angewiesen, jedoch ist es immer angenehmer eine Reserve nach Oben zu haben.
1.2 ***Welcher Chipsatz***
Was die Chipsätze auf den zur Verfügung stehenden Boards angeht hatte ich vor dem Kauf überhaupt keinen blassen Schimmer, was denn jetzt aktuell und angebracht ist.
Zur Auswahl standen im Großen und Ganzen die folgenden 4 Chipsätze: KT 400, KT 600, Nvidia Nforce 2 und Nvidia Nforce 2 Ultra 400.
Der Chipsatz KT 400 ist der älteste Chipsatz und wird schon seit längerer Zeit auf den AMD Socket A Boards verbaut er hat sich zwar bewährt, ist aber im Gegensatz zu den anderen ein wenig langsamer.
Genauso sieht es bei Nvidia Nforce 2 und Nforce 2 Ultra 400 aus. Nforce 2 ultra 400, ist wie der Name schon vermuten lässt der Nachfolger des älteren Chipsatzes.
Die Auswahl musste ich also sinnvoller Weise zwischen KT 600 und Nforce 2 Ultra 400 treffen.
Die Internetrecherche ergab einen leichten Vorteil in Sachen Performance für den Nvidia Nforce 2 Ultra 400 Chipsatz, so entschloss ich mich für diesen.
1.3 ***Welchen Speichertakt sollte das Board unterstützen???***
Natürlich hätte ich es gern gesehen, wenn mein neues Board auch den schnellsten erhältlichen Speicher unterstützt.
Doch diese Frage erledigte sich von alleine, da alle Boards, die mit dem Nvidia Nforce 2 Ultra 400 Chipsatz ausgerüstet sind sowieso einen Speichertakt von einer Taktrate bis zu 400 Mhz unterstützen. Ich konnte diesen Punkt also getrost vernachlässigen, da 400 Mhz das schnellste an Speicher ist, der auf AMD Boards verbaut wird.
1.4 ***Was war mir eher unwichtig***
Für unwichtig stellte sich für mich heraus, dass ein Board gute Möglichkeiten zum Overclocking bieten sollte. Ich bin mit dem zufrieden, was meine Bauteile serienmäßig bieten und muss nicht das letzte Quentchen Leistung aus ihnen herausholen. Zudem sind Boards, die zum Beispiel eine manuelle Wahl der Spannungen auf dem Board zulassen um ein vielfaches teurer.
1.5 ***Welche Voraussetzungen erfüllt das Gigabyte GA-7NF-RZ***
Mit einem Wort es erfüllt alles, was ich mir von einem neuen Board erwartet habe. Es besitzt den Nvidia Nforce 2 Ultra Chipsatz, der zur Zeit wohl einer der schnellsten Chipsätze ist, 400 Mhz DDR Speicher wird unterstützt, es gibt 5 PCI Steckplätze und mein Prozessor passt auch.
2. *****Was bietet das Board an Zubehör, wie ist es verpackt etc.*****
2.1 ***Wie sieht die Verpackung aus???***
Verpackt ist das Board in einem stabilen Pappkarton und in einer speziellen, antistatischen Folienpackung, damit es nicht beschädigt wird.
Zum einen ist es dann vor jeglichen Stößen und Erschütterungen geschützt, zum anderen vor den für so ein elektronisches Bauteil sehr gefährlichen statischen Aufladungen, die sich durch den menschlichen Körper auf das Teil entladen. Sie können so stark sein, dass das Board geschädigt oder sogar zerstört wird.
2.2 ***Was ist sonst noch so in der Verpackung???***
Außer dem Mainboard befanden sich zu meiner großen Überraschung noch eine menge weiterer Dinge in der Verpackung. Die einen nützlicher, die anderen nicht für jeden so nützlich. Ich war sehr überrascht, denn für diesen Kampfpreis hätte ich erwartet, dass sich der Zubehör auf ein Minimum beschränkt.
Zu den nützlichen Dingen gehört auf jeden Fall Die TreiberCD, auf der sich alle Treiber befinden, die nötig sind um das Mainboard und die darauf befindlichen Extras(Sound und Netzwerk) unter XP zum laufen zu bekommen.
Des weiteren befindet sich in der Packung eine Bedienungsanleitung, die sehr übersichtlich und verständlich, leider nur auf Englisch verfasst ist. Für jede Art von Mainboard unterschiedlich und sogar ein Muss ist das ATX Blech, welches auf der Rückseite des ATX Gehäuses eingeklemmt wird und die Anschlüsse des Mainboards nach außen legt.
Einbauschrauben und ein IDE-Kabel runden das Paket ab, waren bei mir aber schon vorhanden, weil ich mein Mainboard nur getauscht habe.
Zu den für mich nicht ganz so nützlichen Dingen gehört der Einbauslot, der 2 weitere USB Ports nach außen legt. Für mich überflüssig ist er deshalb, weil sich auf dem Board schon 4 USB Ports befinden, die genutzt werden können.
Verpackung und Zubehör lässt also keine Wünsche offen.
3. *****Einbau und Inbetriebnahme*****
3.1 ***Einbau***
Bei dem Einbau möchte ich nicht jeden einzelnen Schritt beschreiben, der hier sicher den Rahmen sprengen würde. Ich werde hier die wichtigsten Schritte stichpunktartig zusammen fassen.
Und soviel sei gesagt. Bei einem Mainboard Umbau geht es echt ans Eingemachte. Wer sich nicht mir PCs auskennt sollte davon die Finger lassen, denn es gibt soviel, auf das geachtet werden muss, dass man es erfahren Computer Bastlern überlassen sollte.
Nun aber was alles gemacht werden muss, bis das Mainboard getauscht ist.
-Rechner auf
-Alle Steckkarten raus
-Alle Kabel ab(Auch HDDLed und Reset bzw. Power Switch)
-Mainboard raus
-Prozessor und Speicher vom alten aufs neue Mainboard tauschen
-Neues Board wieder rein
-Kabel richtig wieder drauf(Oft sehr kompliziert)
-Steckkarten alle wieder rein
-Deckel wieder zu
-Hoffen, dass der Rechner hochfährt…..
-Treiber neu installieren bzw. Betriebssystem neu aufspielen
Wie man sieht ist das ein recht umfangreiches Programm.
Also nur Umbauen, wenn man selbst den nötigen Plan von der Materie hat.
3.2 ***Inbetriebnahme***
Die Inbetriebnahme gestaltet sich problemlos, wenn das Mainboard erst einmal richtig in den Rechner verbaut wurde. Rechner startet wie gewöhnlich und es wird von XP automatisch nach der CD gefragt, von der aus dann selbstständig alle erforderlichen Treiber installiert werden.
Danach sind keine Änderungen am System mehr von Nöten.
4. *****Leistung und Betrieb*****
4.1 ***Leistung***
Die Leistung, die das Board im Vergleich zu meinem alten (Elitegroup K7VZA) bietet sind enorm. Insgesamt würde ich sagen, dass mein Rechner einen Leistungsschub von ca. einem Drittel seiner alten Leistung erfahren hat. Dies kann ich leider an keinen Daten festmachen, es ist aber mein objektives Empfinden. Wahrscheinlich hängt dies auch damit zusammen, dass ich nicht nur das Board, sondern auch zwangsweise den Speicher von SD 133er RAM auf 400er DDR RAM gewechselt habe.
Aber einen Großteil der Leistungssteigerung schreibe ich dem sehr schnellen Chipsatz und den weiteren technischen Neuerungen des Boards zu.
Das Arbeiten unter Windows wurde beschleunigt, d.h. es werden Daten schneller von A nach B befördert. Will sagen, dass das Kopieren einer 1 GB Datei von einer Partition zu der anderen nicht mehr 4 Minuten dauert, sondern nur noch 3.
Spiele laufen flüssiger und Ladezeiten haben sich sehr verkürzt. Was will man mehr.
4.2 ***Betrieb***
Der Betrieb fällt völlig sorgenfrei aus. Das Mainboard verrichtet seine Arbeit ohne Murren und Probleme. Nur die Wärmentwicklung der Northbridge(Chipsatz) muss gewährleistet werden und heizt das Gehäuse zusätzlich zum Prozessor und Festplatten noch mehr auf.
Insgesamt aber ein problemloser Betrieb.
4.3 ***Funktion der Sound und Netzwerk ONBoard***
Auf dem Board befinden sich eine 5.1 Soundkarte und eine 10/100er Netzwerkkarte, die beide ohne jegliche Probleme funktionieren. Man kann also auf seien alte Sound bzw. Netzwerkkarte verzichten und beide rausschmeißen.
Jedoch gibt es bei der Soundkarte einen kleinen Wehrmutstropfen. Die Tonqualität ist nicht die Beste. Für normale Officeanwendungen und die meisten Computerspiele reicht es, jedoch sollte man sich zum Musik hören eine neue gönnen und die Onboard Karte deaktivieren. Da man sonst mit einem Ton vorlieb nehmen muss, der klirrende Höhen und nur schwache Bässe besitzt.
5. ***Angaben des Herstellers***
Für viele vielleicht noch interessant die Angaben des Herstellers:
Herstellerbezeichnung: Gigabyte GA-7NF-RZ
Format: ATX 244x244mm
geeignet für CPU: AMD Sockel A ab 1100 MHz bis 3400 MHz
Northbridge: NVIDIA nForce2 Ultra400
Southbridge: NVIDIA MCP2
möglicher FSB: 100-200 (200/266/333/400) MHz
möglicher Speichertakt: 100/133/166/200 (PC1600-3200)
unterstützter Speicher: 3x184pin DDR (Singlechannel)
max. Speicher: 3GB
***Fazit***
Mein Fazit ist fast durchweg positiv, denn ich bin überaus zufrieden mit diesem Mainboard. Für einen fairen Preis von damals 55 jetzt nur noch 45 Euro bekommt man ein sehr gutes und schnelles Mainboard, welches genügend Leistungsreserven für spätere Prozessoren bietet und mit einem Zubehör Umfang aufwartet, der auf jeden Fall mehr als gerechtfertigt ist für den Preis.
Wer ein günstiges Board für seinen Athlon XP, Sempron oder Duron sucht und nicht unbedingt Hohe Ansprüche hat, was Overclocking angeht, der sollte zuschlagen, solange noch Boards für die Athlon XP Prozessoren hergestellt werden.
Falls noch Fragen bestehen und/oder Verbesserungsvorschläge da sind, immer her damit. Freue mich auch über negative Kritik.
Man ließt sich.
Christian
03.03.2005 20:33
cool! ich brauch ganz dringend ein neues motherboard! :)
19.01.2005 15:41
Guter Bericht . Ich lese von dir viel übe deine HArdwareausstattung .. Mach doch in deine Berichte hinweise , das du einzelne Bauteile schon getestet hast ... wäre klass . dann ist das ganze System besser zu erkennen ...
13.01.2005 17:04
Leider bin ich wegen meines Gehäuses auf mATX angewiesen, sonst hätte ich wie Du auch die große Auswahl gehabt.