Erfahrungsbericht über

Glimmerati (N-Gage)

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Innovativer Racer mit kleinen Macken

4  19.03.2008

Pro:
sehr schöne 3d Landschaften, perfekt inszenierte Glämmerwelt

Kontra:
Kamera schlecht positioniert (was zu schlechter Übersicht führt), Autos wenig detalliert, keine Originalwagen

Empfehlenswert: Ja 

Al_Burrito

Über sich:

Mitglied seit:08.01.2008

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Innovativer Racer mit kleinen Macken

Glimmerati ist das erste Spiel auf dem N-Gage, dass auch endlich mal etwas für das Männerauge bietet. Überall, wo man hinschaut begegnen einem wohlgeformte Frauen, die uns um unsere Hilfe bitten. Aber auch Frauen sollten das Spiel gut finden, da es auch einige nette Herren gibt, die alle in der Glämmerwelt von Glimmerati leben. Das Spiel erschien im Sommer 2005 und setzte sowohl grafisch als auch spielerisch die Messlatte sehr hoch an. Das Spiel überzeugte nicht nur die Redakteure hier auf Gamezone, sondern überall heimste Glimmerati Awards ab. Wie das Spiel meiner Meinung nach abschneidet, erfahrt ihr nun in meinem Userreview:

Obwohl das Spiel sich sehr viel um Liebe, Sex und Intrigen dreht, haben unsere Freunde von der USK das Spiel ohne Altersbeschränkung freigegeben. Die Entwickler von Bear Bug haben neben den schönen Frauen allerdings auch noch ein Rennspiel geschaffen, das süchtig macht. Viele werden sich sicherlich an den Fun Racer "Bleifuss Fun" erinnern, der auf den ersten Blick fast genauso aussieht. Es wurde versucht nicht nur ein Rennspiel zu schaffen, in dem man nach und nach seine Rennen abfertigt, sondern welches ähnlich wie DTM Race Driver auf eine Story neben der Rennstrecke setzt. Die Geschichte dreht sich um den Glimmerati Club, in dem man die Rolle eines reichen Erben einnimmt und versuchen muss sich den Respekt bei den anderen Mitgliedern und bei den Medien zu erarbeiten. Nach und nach muss man versuchen sich den Respekt und Ruhm zu sichern, um so am Ende sogar den Präsidenten des Glimmerati Clubs zu stürzen und dessen Rolle einzunehmen. Am Anfang hat man weder Ruhm noch Rennvehikel. Diese muss man sich erst nach und nach durch die so genannten Herausforderungen freispielen. Herausforderungen bekommt man im Spiel immer wieder und kann dort versuchen die Autos der Konkurrenten zu erfahren. Allerdings bestehen die Herausforderungen nicht immer darin, um Autos zu fahren, sondern man hat ebenfalls die Möglichkeit beispielsweise mit Speedbooten einen Gegner zu schlagen. Oder auch eine Fahrt in einem Raketenauto steht auf dem Programm, mit dem man die Rundenbestzeit von 13 Sekunden unterbieten muss. Der Schwierigkeitsgrad bei den Herausforderungen reicht von sehr einfach bis fast unschaffbar. Beispielsweise bei der Fahrt mit dem Raketenauto musste ich mindestens 20 bis 30 Mal das Rennen neustarten, um endlich unter Zeit zu bleiben. Aber nach einer gewissen Zeit schafft man jede Herausforderung. Zur Belohnung gibt es meist das erspielte Auto, aber auch, genau wie im Storymodus, Ruhmpunkte gutgeschrieben. Diese hängen zum einen vom erfolgreichen abschneiden der Herausforderung ab, aber auch eine möglichst geringe Beschädigung des Autos gibt Punkte. Der Storymodus unterscheidet sich in zwei Kategorien: Einmal gibt es die normalen Rennen auf den verschiedenen Kursen und zudem gibt es noch Missionen, die einem ebenfalls Anerkennung bei der Presse und der High Society bringt. Meistens beschränken sich diese Missionen darauf, in einem bestimmten Zeitlimit von A nach B zu fahren und manchmal auch noch von B zu C. Dabei beschränkt man sich aber nicht nur auf die normalen Rennwagen, sondern muss auch mal mit der Strechlimo durch die Straßen fahren. In den Missionen begegnet dem Spieler aber eine Besonderheit: Hier gibt es keine Richtungspfeile, die einem den Weg weisen. Man hält sich in einer von vier großen Städten auf und kann diese theoretisch frei befahren. Einzige Hilfe ist eine Übersichtskarte, auf der das Ziel markiert ist. So muss man sich immer an dieser orientieren, um den kürzesten Weg zum Ziel zu finden. Um dem Spieler das ganze etwas zu erschweren, fahren in diesen Missionen auch noch Zivilfahrzeuge und Polizeiwagen durch die Straßen. Allerdings bekommt man meistens nur ein paar von ihnen zu Gesicht. Also kein Vergleich zu GTA. Zuguterletzt kommen wir zum eigentlichen Hauptteil des Spiels und zugleich zum zweiten Teil des Storymodus´: Das Rennen. Auf jeder der vier Strecken (Angefangen bei den Straßen von Mailand und Paris, bis zu den Serpentinen in den Alpen und Monaco) muss man vier Rennen fahren. In diesen tritt man in drei Runden gegen insgesamt sieben Kontrahenten an. Die Kontrahenten werden einem im Spiel nach und nach vorgestellt und haben alle einen eigenen Charakter. Die Gegner sind Maxwell McCain, Nicole Clayworth, B Dome, Christos Popoulos, Penelope Ashcroft, Jay Pearce und sogar ein Deutscher namens Klaus Schumacher. Im Rennen muss man dann jedes Mal vom letzten Startplatz starten und sich nach vorne durchboxen. Dabei haben die Entwickler darauf geachtete, dass man meist erst in der letzten Runde den ersten Fahrer überholen kann.
Glamouröse Technik?

Wie bereits anfangs erwähnt erinnert Glimmerati etwas an das Mitte der 90er erschienene Bleifuss Fun. Die grafische Qualität ist aber auf dem N-Gage um ein vieles besser. Eine sehr detaillierte 3d Landschaft mit wunderschönen Licht und Schatteneffekten erwartet den Spieler. Ohne jegliche Ruckler kommt das Spiel aus. Schon etwas verwunderlich, dass so eine anspruchsvolle Grafik ohne Framerateprobleme auskommt. Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten: So ist die Kamera über den Wagen in einem sehr hohen Winkel positioniert worden, so dass es gelegentliche Übersichtsprobleme gibt und man manchmal nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve auf einen wartet. Auch die Wagen sind sehr undetalliert anzuschauen. Sie sind zum einen sehr klein, und haben meist nur eine Farbe zu bieten. Da wäre es auch nicht aufgefallen, wenn es Originalwagen gewesen wären, da man sie sicherlich nicht wirklich voneinander hätte unterscheiden können. Positiv fallen aber noch die stimmigen Zwischensequenzen auf, die in einer Bildergeschichte erzählt werden. Hier haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben. Beim Sound des Spiels ist eigentlich alles richtig gemacht worden. Eine stimmige Menümusik sorgt für eine angenehme Atmosphäre und die übrigen Umgebungsgeräusche machen auch einiges her. Allerdings gibt es, zumindest in der deutschen Version, ein großes Manko: die fehlenden Stimmen. Schaltet man das Spiel nämlich auf Englisch, so ertönen die Stimmen der Charaktere aus den Lautsprechern. Schade, dass hierbei auf eine Lokalisierung verzichtet wurde. Die Steuerung macht einem gelegentlich schon Probleme. Das liegt allerdings nicht am Fahrverhalten der Autos, sondern viel mehr an der eigenwilligen Kameraperspektive. So kann man manchmal nicht sehen, dass in 100 Metern eine Haarnadelkurve kommt. Ansonsten ist es aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kein großes Problem mehr. Schade ist auch, dass der Boost recht mickrig ausgefallen ist und dieser so keine große Hilfe ist.

Mein Fazit:

Glimmerati ist endlich mal wieder ein N-Gage Spiel, dass viel Tiefgang und zudem eine gute Technik bietet. Viele werden sicherlich an Micro Machines oder Bleifuss Fun denken. Da aber der Storymodus sehr innovativ und originell ist, kann man schon von einem gelungenen Spiel sprechen. Schade nur, dass es einige Schwächen in Technik und Umfang gibt, so dass man das Spiel locker unter zehn Stunden durchzocken kann. Vielleicht spendiert uns Nokia irgendwann noch einmal einen Nachfolger, in dem dann diese Fehler ausgemerzt werden. Wer aber ein Spiel sucht, welches man mal eben in der Mittagspause zocken kann, ist mit Glimmerati für das N-Gage bestens bedient.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nelleandre

nelleandre

20.03.2008 11:23

sehr interessanter bericht! mfg andre

ChaziChaz

ChaziChaz

20.03.2008 11:20

Wollte früher immer ein NGage haben^^

Darkhound

Darkhound

20.03.2008 09:35

Also das klingt in meinen Ohren schon mal super interessant. Ehrlich gesagt bin ich auch ein bisschen erstaunt, was mit diesem doch verhältnismäßig alten Handy so alles spielbar ist... an 3D-Grafik etc. hätte ich nun gewiss nicht gedacht. Sehr schönes Review! "sh" und LG, Marcus

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  1. ChaziChaz
  2. l.x.klar

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  1. melife
  2. jockel2001
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