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Auch Westernfilme sehe ich mir ab und zu ganz gerne an, so finde ich z.B. „John Wayne“ ziemlich gut. Mein Geschmack ist ziemlich großflächig und so kann ich mich fast mit jedem Genre anfreunden. Dementsprechend möchte ich euch heute auch einen Western-Klassiker vorstellen welcher inzwischen schon ganze 42 Jahre alt ist und den Film „Die 7 Samurai“ zum Vorbild hat. Western-Fans und richtige Cineasten wissen natürlich jetzt schon bescheid, die Meinung wird natürlich den Film „Die Glorreichen Sieben“ behandeln. Was den Film so ausmacht und worum es geht könnt ihr in dieser Meinung erfahren. Viel Spaß dabei wünscht euch euer Neo.
1. Story
Alle Jahre wieder zieht der gewissenslose Ganove Calvera zusammen mit seiner Bande von Gaunern los in ein kleines mexikanisches Dorf welches völlig wehrlos ist. Dort wird den armen Mexikanern fast die gesamte Ernte geraubt, ihnen wird nur gerade genug zum Überleben gelassen, damit Calvera nächstes Jahr wieder fette Beute machen kann. Dann ist einigen Mexikanern dieses brutale Spiel aber zu dumm und man beschließt etwas dagegen zu machen.
So beschließen die Mexikaner auf Rat eines Alten in die Stadt zu gehen um dort Waffen zu besorgen. Schnell treffen sie ihren Mann welcher scheinbar im Besitz von solchen ist und auch Vertrauenswürdig ist, immerhin hat er zusammen mit einer zunächst unbekannten Person einen Schwarzen zu einem Grab auf einem Friedhof für Weiße verholfen, dies gar nicht mal so unblutig.
Dieser Abenteurer, Chris, ein Mann von Ehre möchte den Mexikanern helfen, auch wenn der Lohn von gerade mal 20 Dollar und alles was das Dorf zu bieten hat nicht gerade verlockend wirkt. Er beschließt den Mexikanern keine Waffen zu besorgen, sondern er will Männer für 6 Wochen anheuern welche dafür sorgen sollen das die Mexikaner ihre Ernte ungestört einfahren können, ohne den Atem von Calvera im Nacken haben zu müssen.
Schnell hat er 6 weitere Abenteurer zusammen, welche aus den unterschiedlichsten Gründen diesen Auftrag annehmen, sei es aus Ehre oder aus Habgier, den man vermutet das die Mexikaner im Besitz von viel Gold sind. Dabei sind unter anderem der Typ der zusammen mit Chris den Schwarzen zu einem Grab verholfen hat, Vin, der junge Chico ( habe ich mir nicht ausgedacht ), der geniale Messerwerfer und Schütze Britt, sowie der scheinbar ziemlich übel gelaunte O`Reilly.
Man macht sich auf das Dorf klar für den Angriff von Calvera zu machen, Mauern werden errichtet, die Mexikaner im Gebrauch von Waffen unterrichtet und schon bald taucht Calvera auf und muss herbe Verluste hinnehmen aber leider haben „Die Glorreichen Sieben“ die Rechnung ohne einige Mexikaner gemacht. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, wobei nur die Mexikaner gewinnen können.
2. Atmosphäre
Normalerweise gibt es oftmals das Problem das wenn man einen alten Film ansieht einige Szenen wirklich lustig findet, dies ist in diesem Werk aber nicht der Fall und das obwohl viele Klischees der Desperados erfüllt werden. So wird das Streichholz am Schuhwerk angezündet, es gibt eine richtige Kneipe, Falschspieler und natürlich viel Alkohol.
Dabei hat der Film einen wunderbaren Spannungsverlauf, wobei die Musik dieser wirklich sehr zuträglich ist, die Melodie welche öfters zu hören ist, dürfte wohl sehr vielen Menschen bekannt sein. Sie erhöht das Tempo auch in nicht ganz so schnellen Szenen wirklich ungemein. Da kommt dann auch in vielen Szenen echte Spannung auf welche einen wirklich mitreist.
Der ganze Film ist wirklich sehr Westerntypisch aufgemacht, die Helden reiten durch die Prärie, das Dorf der Mexikaner ist sehr staubig und die üblen Gauner sind wirklich ziemlich übel gelaunt. Die Auseinandersetzungen und Duelle sind oftmals atemberaubend und einfach genial in Szene gesetzt. Dabei sind die Schauspieler enorm wichtig, da die 7 verschiedenen Helden wirklich sehr unterschiedlich drauf sind. So verfolgt fast jeder eigene Ziele mit unterschiedlichen Absichten.
Eben dies macht den Film teilweise sogar aus, so kommt es sogar unter den 7 zu Streitereien welche teilweise ziemlich handfest gelöst werden. Hierbei gefällt mir aber auch das sich die Helden nicht selbst glorifizieren und auch mal darüber nachdenken ob das was sie da machen überhaupt richtig ist, zu Töten anstatt eine eigene Familie zu haben. Dementsprechend hat der Film nach meiner Meinung sogar einen gewissen Tiefgang, die Rassenfrage wird gestellt, Rassismus aufs schärfste kritisiert.
Dementsprechend ist die Atmosphäre auch wirklich genial, ich würde sie als einen Mix aus einem normalen Western mit einem Drama beschreiben wollen in dem die Menschen auch über sich nachdenken und vielleicht auch zu Opfern ihrer selbst werden. Ein absolut genialer Film schon aufgrund des Soundtracks.
3. Schauspieler
Wie schon erwähnt sind besonders die Schauspieler genial, sie machen den Film auch zum größten Teil aus, damals standen die Effekte eben noch nicht so stark wie heute im Vordergrund. Der Chef der Truppe Chris wird von keinem anderen als Yul Brynner gespielt der nach meinen Informationen auch im Film „Westworld“ mitgespielt hat. Dieser spielt den manchmal sehr nachdenklichen Chris welcher aus ideeller Überzeugung den Mexikanern helfen möchte. Mir gefällt er in der Rolle einfach nur sehr gut. Als Held macht er einfach eine perfekte Figur.
Sein Freund Vim wird gespielt von Steve McQueen den ihr sicherlich auch fast alle kennen dürftet z.B. aus „Flammendes Inferno“. Er wollte eigentlich die Rolle von Horst Buchholz übernehmen, aber er kam zu spät und musste Vim spielen. Dies gelingt ihm aber auch sehr gut, sein markantes Gesicht mit seinen strahlenden Augen ist einfach der Blickfang überhaupt. Er ist einfach die perfekte Besetzung für den Gringo welcher seinen Freunden immer beisteht.
Der junge Chico wird vom Deutschen Horst Buchholz gespielt den ich euch sicherlich nicht mehr vorstellen muss. Er scheint für diese Rolle geboren zu sein, er ist ein echter Draufgänger der kein Risiko scheut und fast alle Risiken auf sich nimmt nur um den anderen zu zeigen was er so alles kann. Damit schafft er sich anfangs keine Freunde und hat Streit mit Chris, den er einfach genial spielt. Solche deutschen Schauspieler gab es früher mal.
Auch die restlichen Rollen wurden wunderbar mit hochkarätigen Stars besetzt wie z.B. Charles Bronson, Robert Vaughn oder James Coburn. Diese spielen ihre Rollen auch verdammt gut und machen damit zusammen mit den anderen Darstellern diesen Film zu einem Klassiker des Genres.
4. Die DVD
Der Film ist schon 42 Jahre alt und dementsprechend groß war auch meine Sorge ob die Bildqualität auch heutigen Ansprüchen gerecht wird, immerhin steht auf der Verpackung groß das der Film komplett digital überarbeitet worden ist. Anfangs schienen sich meine Sorgen auch zu bewahrheiten aber nach ca. 3 Minuten wird das Bild spürbar besser, nur sehr selten sind kleine Bildfehler zu sehen, ansonsten ist die Bildschärfe und der Kontrast vollkommen in Ordnung und absolut sehenswert. Wer den Film mal auf VHS gesehen hat wird den Film gar nicht wieder erkennen. Auch der Ton ist wunderbar gemacht, so sind zwar einige Stimmen nicht ganz so leicht zu verstehen, aber auch dies ändert sich nach kurzer Zeit. Die Musik dröhnt richtig aus den Boxen und auch die kleinsten Geräusche kann man wahrnehmen, einfach nur perfekt.
Der Film ist auf spanisch, englisch und deutsch zu sehen. In den selben Sprachen gibt es auch Untertitel. Der Ton ist jeweils im Dolby Digital 5.1 Sound auf den DVDs gepresst. Da können sich einige „James Bond“ DVDs wirklich ein großes Stück von abschneiden.
In der Hülle liegt übrigens ein 8 seitiges Booklet mit teilweise ziemlich interessanten Informationen zu den Dreharbeiten und zu den Schauspieler. Die Menüs der DVD sind übrigens animiert und mit der original Musik versehen worden, mit viel Mühe wie man sichtbar erkennen kann. Dazu kommt dann noch ein mehre Minuten langes Making-Off in dem Schauspieler zu Wort kommen, man sich über die teilweise recht schweren Dreharbeiten ein Bild machen kann, die Kulissen anschauen kann usw. ! Ein wirklich tolles Making-Off, wundert mich das die da noch soviel Material für gefunden haben. Wer möchte kann sich auch noch einige Trailer ansehen die damals zu sehen waren.
5. Fazit
Da der Film auf jeden Fall zu empfehlen ist gibt hier die DVD den Ausschlag für die Empfehlung und die Umsetzung ist einfach als perfekt zu bezeichnen. Für so einen alten Film ist die Qualität einfach nur Top. Damit bleibt mir nicht sehr viel zu schreiben übrig, da ihr den Rest ja schon gelesen habt. Wer den Film noch nicht kennt und auch nur ansatzweise Western mag, sowie gute Schauspieler sehen möchte sollte sich diesen Film unbedingt besorgen. Habe den Film übrigens für ganze 10 € erstanden, ein echtes Schnäppchen. Also dann, auf in die Kaufhäuser ihr Gringos.
einfach ein toller film mit "high noon" zusammen DER Klassiker übrhaupt da haste recht ;-)) schade dass ich keinen dvd player hab..*schnupp* greetz giu
Am nettesten war die Szene, wo sie den jungen Chico in der Hütte vorgeführt haben, weil er nicht schnell genug ziehen konnte. Immer wieder gern gesehen und oft kopiert, aber nie erreicht (obwohl es ja selbst schon ein Remake ist). Gruß Tina
04.02.2002 21:15
So stelle ich mir eine Inhaltswiedergabe einer DVD vor...Sehr guter Bericht....gruß Jürgen
04.02.2002 21:08
einfach ein toller film mit "high noon" zusammen DER Klassiker übrhaupt da haste recht ;-)) schade dass ich keinen dvd player hab..*schnupp* greetz giu
04.02.2002 21:02
Am nettesten war die Szene, wo sie den jungen Chico in der Hütte vorgeführt haben, weil er nicht schnell genug ziehen konnte. Immer wieder gern gesehen und oft kopiert, aber nie erreicht (obwohl es ja selbst schon ein Remake ist). Gruß Tina