Glorreichen Sieben, Die

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Sieben Freunde wolln wir sein.

5  18.02.2002

Pro:
Klasse Remake eines Kurosawa - Filmes

Kontra:
Bisschen klischeehaft, aber ok

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Anspruch

Action:

Romantik:

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bboeck

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:577

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 108 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

und schon geht es weiter mit meiner Berichtesammlung über Filmklassiker. Dieses mal möchte ich einen Streifen behandeln der zwar vom Alter her noch nicht ganz in die klassische Linie hineinpasst, von der Story her aber um so mehr. Die Rede ist von „Die Glorreichen Sieben“

Kommen wir also als erstes mal zu Handlung:

Da hätten wir als ersten den Banditen Calvera, dieser und seine Bande tyrannierieren ein kleines Dorf in Mexiiko. Sie nehmen den Bauern alles was sie haben. Nur ihr Leben wird ihnen belassen. Auf der Suche nach einer endgültigen Lösung stösst nun ein unger Mexikaner auf eine Gruppe von Desperados. Jeder von ihnen ist quasi ein Unikat. Im Glauben an eine reiche Beute machen sich diese 7 auf um das Dorf zu schützen. Und es gelingt ihnen. Eine erste Angriffswelle wird abgewehrt und es gelingt den Dorfbewohnern die Ernte einzufahren. Doch das ist bei weitem noch nicht alles.

Während unsere Helden sich allmählich untereinander und auch mit der Dorfbevölkerung anfreunden hat Calvera nicht aufgegeben. Die Ruhe vor dem Stum ist wirklich als solche wahrzunehmen. Die glorreichen 7 verlassen das Dorf, doch sie sind sich ihrer Sache nicht wirklich sicher, das aus gutem Grund. So kehren sie schliesslich zurück und geraten mitten in eine grandiose Schlacht. Aus dieser können sie zwar siegreich hervorgehen, doch nicht jeder von ihnen überlebt das ganze. Gewonnen hat eigentlich nur die Bevölkerung, diese feiert und ehrt ihre Helden auch dementsprechend.

So, mehr gibt es von mir mal wieder nicht als Filminhalt.

Viel wichtiger ist wohl auch dieses mal meine Meinung:

Im Jahre 1960 sammelte der Regisseur John Sturges eine Schar von hochkarätigen Schauspielern um sich. In Zeiten, als das Westerngenre eigentlich schon „tot“ war, schuf er einen legendären Streifen. Dafür hatte er allerdings auch entsprechende Darsteller. Yul Brunner, Steve Mc Queen, Charles Bronson, James Coburn, Horst Buchholz, um nur einige zu nennen. Sie alle stellen einen Haufen voller Ganoven dar, man weiss zuerst nicht ob sie nur Desperados sind oder doch an das gute im Menschen glauben. All diese Fragen beantworten sie schlussendlich in ihrem Handeln und ihrer Befreiung des mexikanishen Dorfes. Seien sie noch so vielschichtig und auf furchteinflössend, im Kern sind sie alle gute Menschen. Und genau diesen Punkt beleuchtet Mr. Sturges in seinem Film. Mag der Revolverheld oder der Messerwerfer noch so grausam sein, sein wahrer Kern überwiegt hier das ganze.

Natürlich stand für dieses Werk der Film die Vorlage von Kurosawa „ Die sieben Samurai“ Pate. Was dem japanischen Klassiker recht war wurde hier jedoch nicht nur billig umgesetzt. Die Riege der Weltstars dieses Filmes macht ihre Sache wirklich gut, herausheben möchte hier insbesondere den jungen Horst Buchholz. Ein deutscher der durch diesen Film in die Elite Hollywoods geschleudert wurde. Aber auch alle anderen Darsteller können in diesem Film glänzen, Yul Brunner ist einfach nur präsent, Steve McQueen ist eben Steve Mc Queen. Über James Coburn brauche ich wohl keine grossen Worte verlieren. Seine Anwesenheit ist vollkommen ausreichend.

Die „bösen“ in diesem Film sind mal wieder etwas stereotyp dargestellt. Es ist einfach nur eine dumpfe Masse mit einem grosspurigen Anführer. Da sticht darstellerisch absolut nicht heraus. Was soll’s, auch Statisten wollen beschäftigt werden.

An den Klassiker „Die sieben Samurai“ kann dieser Sturges Film zwar nicht heranreichen, dafür ist er leider zu sehr abgekupfert. Doch in seinem eigenen Genre, eben dem Western ist er selbst zu einem Klassiker geworden welcher seinesgleichen sucht. Ein Film mit vielen Helden und auch Anti-Helden, ein Meisterwerk seiner Zeit. Gut gelungen und ausgeführt. Dazu eine Crew die wohl niemals wieder in solch geballter Kapazität anzutreffen sein dürfte.

So komme ich auch schon zu meinem Fazit:

Wer Western mag, sich von einer komplexen Story nicht abschrecken lässt und bereit ist sich mit Weltstars einzulassen, der ist hier richtig. Ein überragender Film seines Genres, nicht mehr und auch nicht weniger, anschauen lohn in jedem Fall. Für Westernfreunde ein absolutes „Muss“!


Es gibt diesen Film hin und wieder im Fernsehen zu betrachten. Ansonsten ist er sowohl auf Video und auch DVD erschienen.

Ich spreche eine Empfehlung aus und vergebe alle 5 Sterne.

Wer Tippfehler findet darf seinen Colt damit nachladen.

Wenn euch der Bericht gefallen hat, empfehlt ihn weiter, ansonsten behaltet es für euch.

Respect all Colours (gem. Mr. Matze).
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Schmeling

Schmeling

13.10.2003 21:24

Guter Bericht für einen Kultwestern.

bbwho

bbwho

19.02.2002 20:32

Einfach Kult:

angelika961

angelika961

19.02.2002 18:25

Hi Bernd, ein sehr hilfreicher Bericht für alle, die auf große Namen bzw. gute Western stehen. Ich gehöre leider nicht dazu, was aber meine Bewertung nicht beeinflussen soll. Lieben Gruß Angelika

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  1. Schmeling
  2. roderick
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