Vorsicht, Schönheit gefährdet die Gesundheit
12.10.2004 (08.11.2004)
Pro:
Aufzeigen der Realität ? ! Dunst ist süß , Alley top
Kontra:
Interviews sollten länger sein
Empfehlenswert:
Ja
 RengerT
Über sich:
Ständig führen Bewertungen in eine Sackgasse und nach dem neuladen, darf man nicht direkt bewerten...
Mitglied seit:26.07.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 158 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Was findet man nicht alles, wenn man mal wieder in der Bibliothek ist. „Der Horror ist Brünett und knapp 1,80m“ und über diesen möchte ich euch nun berichten. Zur Geschichte °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Wir befinden uns in einem kleinen beschaulichen Ort im Mittelwesten der USA – Mount Rose. Wie jedes Jahr soll auch in diesem die Teenager Prinzessin der USA gekürt werden und auf unterster Ebene kommt es erst einmal zu den Ausscheiden in den Städten, um dann zum Wettkampf der Schönsten des Bundesstaates und dann der USA zu kommen. Da der Schönheitswettbewerb zum 50. Mal durchgeführt wird, möchte ein Filmteam aus Los Angelos einen Dokumentarfilm über Mount Rose, die Kandidatinnen und die Jury drehen. Und genauso ist auch der Blickpunkt des Betrachters.
Nach und nach werden uns die einzelnen Kandidaten vorgestellt. Das Filmteam macht Interviews und will die Motivation der Mädels ergründen, zum Teil werden auch die Eltern vorgestellt. Auch die Jurymitglieder werden vorgestellt in ihren Berufen. Es könnte so ein schönes, ödes, langweiliges Event sein, wenn da nicht ein Killer sein Unwesen treiben würde. Wenn es denn einer ist, vielleicht hatten die Opfer nur Pech. Es dauert nicht lang und die erste Kandidatin weilt nicht mehr unter den Lebenden. Möchte man auf einem Traktor sterben? Er ist explodiert und die Polizei denkt natürlich es sei ein Unglück gewesen, das Mädchen hat wohl auf dem Traktor geraucht. Aber es gibt auch mutige, die aussprechen, was andere denken. Amber Aktins nimmt auch am Wettbewerb teil. Sie arbeitet in der Schulcafeteria und im Leichenschauhaus. Sie wohnt mit ihrer Mutter in einer Wohnwagensiedlung. Die Anspielungen gehen gegen Becky Leeman, deren Gladys im Organisationskomitees sitzt und man erwartet eine Aufstellung von Becky. Man vermutet, dass nun die großen Konkurrentinnen beiseite geschafft werden. Amber findet auch in ihrem Spint eine Nachricht, die verlauten lässt, dass sie die nächste sei. Aber sie ist es nicht. Nachmittag verabredet sie sich noch mit einem Jungen und am Abend soll sie ihn im Leichenschauhaus MakeUp auftragen. Das wird locker mit „Berufsrisiko“ abgespeist. Der nächste Vorfall ereignet sich bei ihr zu Hause, ein Feuer ist ausgebrochen. Es sollte wohl Amber treffen, aber sie war nicht zu Hause, ihr Mutter allerdings war es aber und liegt nun im Krankenhaus mit einer höchst eigenartigen Verletzung (Bierbüchse und Hand sind eine seltsame Vereinigung eingegangen) . Amber sieht keine Chance und will nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen. Doch es ist ein großer Wunsch ihrer Mutter, Amber soll wie ihre Mutter einst da oben auf der Bühne stehen. Die eigenartigen Ereignisse reißen natürlich nicht ab, aber Amber lässt sich nicht einschüchtern und kann erfolgreich am Wettbewerb teilnehmen und wird zweite. Wer Erste geworden ist, könnt ihr sicherlich leicht erraten, aber damit ist der Film nicht Schluss, es gibt ja noch die Ausscheide auf Bundesstaatebene und auf Landesebene. Und vielleicht passiert ja noch etwas total unerwartetes ....
Meinung °°°°°°°°°°° Der Film ist dokumentarisch aufgebaut. Daher ist es auch etwas schwer eine Handlung nacherzählen zu können. Man sieht halt das, was das Kamerateam gedreht hat: die Interviews mit den Kandidatinen, die Vorstellung der Jury, Interview mit dem Organisationskomitee. Dabei gibt es aber keinen Moderator oder ähnliches. Es scheint zwar jemanden zu geben, der ab und an eine Frage stellt, man bekommt aber nur die Antwort mit. Die Handlung bleibt einigermaßen spannend, da man ja nicht weiß wohin das Kamerateam als nächstes "springt". Die Spannung baut aber doch nach der Handlung in dem Ort Mount Rose etwas ab. Auch wenn dann noch lustige Szenen kommen. Und da sind wird schon bei einem wichtigen Punkt: Die Komik. Es ist schwer den Film grob einzuordnen. Man könnte meinen es sei eine Komödie. Aber für einen geringen Anspruch ist der Film sicherlich nicht gedacht. Es ist eine Satire und mit der Art von Witz muss man auch erst einmal klar kommen. Die Mutter von Amber musste nach dem Feuer ins Krankenhaus und sie hatte eine eigenartige Verletzung. Ihre Hand war mit einer Büchse Bier zu einer seltsamen Einheit verschmolzen, aber das scheint eher nebensächlich, da ist es dann auch vollkommen gleich, dass dann einige Szenen später die Hand ganz fehlt und dann eine alte Prothese den Arm der Frau schmückt. Aber da scheint alles egal. Die Hauptsache ist man hat Zigaretten, Bier und den Schönheitswettbewerb.
Für die gezeigten Eltern ist der Wettbewerb das wichtigste, alles andere kann sich hinten anstellen. Da steigern sich so manche richtig rein. Dabei fragt man sich, was so manche bei diesem Wettbewerb zu suchen haben, mehr als eine Enttäuschung ist für sie da nicht abzuholen. Aber was will der Film nun? Er ist ein böses Abbild der us-amerikanischen Gesellschaft, alles ist vertreten.: Die Kettenraucher, welche jemanden umbringen würden für Tabak, der Alkoholiker, welcher sogar prahlt wie viele Schnapsflaschen in seinen Globus passen (eine kleine Bar), der etwas beleibte, die Schüchterne, die Spanner, die dummer Cherleaderin, die nur zum –ähm naja ihr wisst ja – gut ist, und natürlich die korrupte Polizei. Alles nicht ganz normal, aber was ist in den USA schon normal. Die Provinz sieht nur harmlos aus, sie hat es faustdick und nicht nur hinter den Ohren. Die Machenschaften sind weitreichend und damit ist nicht nur gemeint übers ganze Dorf.
Die Tatsache begrenzt aber das Publikum ungemein, wie ich finde. Sollen wir denn alles verstehen, was uns da vorgesetzt wird. Ich für meinen Teil finde wirklich nicht alles lustig, was mir das als potenzielle Pointe angeboten wird, man freundet sich mit dem bösen Humor an, aber das Gelächter hält sich ins Grenzen. Selbst vor den Magersüchtigen macht man nicht halt. Wenn die letztjährige Gewinnerin zu schwach ist, ein Lied auf der Bühne zu singen, wird nicht etwa darauf verzichtet. Da wird mit Rollstuhl performt und damit man das ausfallende Haar und das eingefallene Gesicht nicht bemerkt, nutzt man eine Perücke und massig MakeUp. Von den Schauspielern kann keiner sonderlich raus stechen, sie haben aber alle eine etwas skurrile Gestalt zu mimen und das stellt schon seine Schwierigkeit da. Die beiden erfahrenen bilden da den ruhigen Pol, auch wenn der Charakter keinesfalls Ruhe ausstrahlt. Alley und Barkin sind in diesem Genre in ihrem Element. Da braucht man sich keine Sorgen machen. Beide stellen den jeweiligen Charakter sehr gut mit großer Überzeugungskraft dar und man erkennt welcher amerikanische Charaktertyp gemeint ist. Die süße Dunst ist wieder was zum hinkucken für Tommy ;-) Hat sie sich mittlerweile die Zähne machen lassen? Ich gebe zu, das ist das erste was ich gedacht habe, als ich sie gesehen haben. Soviel zum Vorurteil wo Männer hinschauen. Sie spielt schon toll, die Steppnummer in dem Bestattungshaus wirkt so richtig grotesk. Aber man merkt den Spaß. Das ist überhaupt bei (fast) allen Mädels des Schönheitswettbewerbs so.
Da fällt mir auf, dass der Film ohne große männliche Rolle auskommt. Es spielen natürlich Männer mit. Und der Vater eines der Kandidatinnen ist auch oft zu sehen, aber mehr als rauchen und trinken braucht er nicht zu tun. Ein anderer ist eher nur für einen Running-Gag zuständig (er ist schwchsinnig). Die DVD °°°°°°°°°°° Auf der Front sieht man vier Mädels, eines ist nicht mehr im Stande zu stehen und eine hält ein blutiges Messer. Da wissen wir auch, warum das eine Mädel da liegt. Man erkennt aber keine Gesichter, denn die Figuren sind nur von Schulter abwärts zu sehen. Drunter dann der Titel „Gnadenlos schön“ die Wörter untereinander und „schön“ zur Hälfte blutrot. Auf der Rückseite nochmals der Titel, ein paar Fotos, der Kurzinhalt, die Beteiligten und die Aufzählung der DVD-Features. Im Inneren findet man dann die DVD, die so aussieht wie das Cover, und ein Inlay. Das Plastik der Hülle ist durchsichtig und so kann man dahinter auch noch Werbung unterbringen und so werden einige DVDs vorgestellt. Das Inlay bietet die Kapitelaufteilung, Informationen zu Darsteller und Regisseur und Produktionsnotizen.
Extras °°°°°°°° Animierte Menüs: Sind ganz chic aber in schlechter Qualität. Die Schrift und das Bild sind etwas unscharf, aber besonders bei der Kapitelanwahl ist es aber eine gute Idee – zu jedem Kapitel wird klein eine Szene abgespielt - aber wie gesagt Schrift unscharf. Kapitelanwahl: Der Film ist in 14 Kapitel unterteilt, welche man einzeln anwählen kann. Sie sind als animierte Bilder dargestellt und diese sind auf 4 Seiten verteilt.
Kinotrailer: Es stehen sowohl der deutsche als auch der US-Kinotrailer zur Verfügung. Abgesehen von der Sprache sind die Trailer gleich. Sie machen den Film interessanter als er ist ;) Der amerikanische wirkt aber irgendwie cooler, ich glaub ich muss mir den Film doch noch auf Englisch anschauen. Besetzung/ Stab: Hier gibt’s noch einmal Infos zu den Darstellern und zum Regisseur. Es handelt sich dabei nicht um identischen Text wie im Inlay. Bis auf Ellen Barkin gibt es für jeden (Kirsten Dunst, Denise Richards, Kirstie Alley und Patrick Jann) eine Filmografie. Mit den Darstellern gibt es dann noch ein Interview, welches in Teile eingeteilt ist, welche man einzeln anwählen kann, aber auch als Ganzes anschauen kann (z.B. Kirstie Allay: „Über Schönheitswettbewerbe“, „Über Mutterliebe“, „Über den Film“). Die Interviews sind natürlich in Englisch, aber sie sind untertitelt. Das längste Interview ist keine 3 Minuten lang.
Produktionsnotizen: Auch hier gibt es wieder einige Informationen. Es handelt sich natürlich nicht um den Text aus dem Inlay. Dieser hier ist länger, auf 6 Seiten verteilt. „Behind-the-Scenes“ – Szenen vom Set: Hierbei handelt es sich um unkommentierte Mitschnitte von den Dreharbeiten. Es zeigt, wie sich Darsteller auf Szenen vorbereiten, wie Szenen gedreht werden, eben solch Dinge, die man sieht, wenn man am Set wäre.
Weitere Trailer: Es gibt noch einen Trailer von „The Astronauts Wife“ und „The Million Dollar Hotel“ Bild & Ton °°°°°°°°°°°° Der Ton ist in 5.1 Dolby Digital auf Deutsch und Englisch verfügbar. Bei mir waren die Sprachen nur über das Menü wählbar. Der Ton ist klar und sauber. Das Bild ist nicht so gut, was mit dem Menü begonnen hat, geht beim Film weiter. Mehr als magere Fernsehqualität ist hier nicht zu erreichen. Aber eventuell ist dies Absicht, um dem Film mehr Dokumentarfilmcharakter zu verleihen.
Infos °°°°°° Spieldauer: auf der DVD steht ca. 100 Minuten, beim Abspielen stellt man dann aber fest, dass es knapp 93 inklusive Abspann sind. Hat da einer großzügig gerundet oder läuft mein Timer falsch? ;) Freigegeben ab 12 Jahren gemäß JÖSchG FSK Originaltitel: Drop Dread Gorgeous Darsteller: Kirstie Alley, Ellen Barkin, Kirsten Dunst, Denise Richards Regie: Micheal Patrick Jann Produktion: Judy Hofflund, Gavin Polone Fazit °°°°°°° Der Film war ganz okay, er trifft aber nicht so mein Geschmack. Ich bin da zur Zeit einfach nicht in der Stimmung. Vielleicht trifft diese Art von Humor einfach nicht auf einen Gegenpart von/in mir. So werde ich natürlich zu wenig vom Film unterhalten. Ähnliches kann man dann auch von den Extras sagen, die Interviews hätten ruhig länger sein können und auch die Szenen am Set hätte man ausdehnen können und dazu noch Kommentare liefern können. Dazu noch der Schwachpunkt mit dem DVD-Menü. Und einen ärgerlichen Schwachpunkt gibt es noch: Immer wenn ich die DVD in meinen Rechner einlege, bekomme ich erst einmal eine schöne Meldung: „Bösartiges Script entdeckt“ – aber nicht wirklich schlimmes. Selbst habe ich für DVD nichts bezahlen müssen, muss sie aber auch wieder zurückgeben ;) aber habe sie in einem Onlineshop schon für 7 € gesehen und das geht doch noch. Der Film hat eine durchschnittliche bis gute Bewertung verdient und ist empfehlenswert.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
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11.01.2005 00:17
Ich liebe diesen Film - kann mich immer wieder drüber totlachen. Was können Frauen doch fies sein! Liebe Grüße, die Nina
12.11.2004 16:30
*lach* Und ich dachte wirklich, es wäre eine Komödie (wegen der Einordnung bei ciao.de), so kann man sich irren. Guter Bericht übrigens!
02.11.2004 14:42
ach, wenn ich bloß noch ein paar b.h. frei hätte...