Erfahrungsbericht über "Goldi Sands Hotel, Negombo"

veröffentlicht 20.06.2016 | Zhunami
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Über sich :
Ein Diamant? Ihr verarscht mich doch. °_°
Ausgezeichnet
Pro Zimmer, Verpflegung, Lage, Sauberkeit, Service, Preis
Kontra -
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre

"Honeymoon"

Hoteleigener Strand

Hoteleigener Strand

Ich entschuldige mich bereits im Voraus für die Ausführlichkeit dieses Berichtes, aber es gibt einfach so unheimlich viel zu erzählen, dass ich mich selbst erstmal sammeln muss, damit ich nicht völlig durcheinander komme. Daher heute ausnahmsweise mal eine richtige formelle Gliederung, damit im Zweifelsfall jeder einfach den Punkt lesen kann, den er lesen will.

Außerdem empfehle ich, die Fotos anzuschauen. Ich habe die maximale Kapazität ausgenutzt und gleich 10 Stück hochgeladen. Für spontane Anfälle von Fernweh hafte ich allerdings nicht.
  1. Anlass der Reise
  2. Lage des Hotels
  3. Klima und Jahreszeiten
  4. Anbindung und Anreise
  5. Empfang und erster Eindruck
  6. Aufbau der Hotelanlage
  7. Parterre-Zimmer mit Terrasse
  8. Obergeschoss-Zimmer mit Balkon
  9. Speisen und Getränke
  10. Service und Sauberkeit
  11. Zusatzangebote
  12. Preise und Bezahlung
1. Anlass der Reise

Wie der Titel schon vermuten lässt, war der Anlass der Reise einmalig, es handelte sich um unsere Hochzeitsreise. Und da man diese natürlich möglichst an einem ganz besonderen Ort verbringen möchte, der einem so richtig in Erinnerung bleibt, haben wir uns für Sri Lanka entschieden. Zusammen mit unserer Tochter planten wir also einen zweiwöchigen Urlaub, der sowohl eine mehrtägige Insel-Rundreise als auch ein paar Tage Badeurlaub an der Westküste beinhaltete. Zu Beginn der Reise blieben wir einen Tag im Hotel Goldi Sands, im Anschluss an unsere Rundreise dann noch für 5 weitere Tage.

2. Lage des Hotels

Das Goldi Sands Hotel liegt in der Kleinstadt Negombo direkt an der Westküste Sri Lankas. Es handelt sich um ein 3,5-Sterne-Strandhotel, das den Namen tatsächlich verdient hat. Man schaut von jedem Zimmer aus auf’s Meer (die Aussicht wird gelegentlich von Palmen und Frangipanis verdeckt) und hat den Strand direkt vor der Nase. Bis zum Meer sind es vielleicht 50-100 Meter Fußweg durch den Sand. Noch näher am Meer und das Hotel müsste auf Stelzen stehen. Das Goldi Sands liegt etwas außerhalb von Negombo, so dass man etwa 5 Kilometer weit vom eigentlichen Stadtzentrum entfernt ist. Trotzdem gibt es in unmittelbarer Nähe zum Hotel einen Supermarkt, ein paar Souvenirläden der Einheimischen und kleine Cafés, Obststände und Imbiss-Buden. Selbst wenn man sich so gut wie überhaupt nicht bewegen möchte, ist man trotzdem bestens versorgt.
3. Klima und Jahreszeiten

Sri Lanka ist eine verhältnismäßig kleine Insel in Südostasien in der Nähe von Indien. Das Klima ist hier tropisch, also heiß und feucht. Darauf muss man vorbereitet sein, denn das Wetter kann einem - vorallem am Anfang - ganz schön zu schaffen machen. Negombo liegt unmittelbar an der Küste, so dass man hier meistens einen etwas frischen Meereswind hat. Darauf kann man sich allerdings nicht verlassen, wir haben auch vollkommen windstille Tage erlebt, in denen man schön vor sich hin braten konnte. Die Vegetation rund um Negombo ist ebenfalls tropisch und geprägt von Palmen, Dickblattgewächsen und einer ganzen Menge blühender Büsche und Bäume. Jahreszeiten, wie man sie aus Mitteleuropa kennt, gibt es hier nicht. Es ist das ganze Jahr über gleichbleibend warm (30-35°C), auch nachts ist es wirklich heiß (25-30°C). Im Mai und im Oktober gibt es Monsune, das sind die Zeiten, in denen es unglaublich viel regnet. Den Einheimischen zufolge kann es vorkommen, dass es 3 Wochen lang am Stück durchweg regnet, das ist dort nichts Ungewöhnliches. Während dieser Zeit sollte man also möglichst nicht unbedingt Urlaub buchen, im Zweifelsfall hat man dann nämlich nur Regenwetter. Unsere Reise fand im Ende März/ Anfang April statt, und dieser Zeitpunkt war wirklich gut gewählt. Bäume und Büsche stehen dann in voller Blüte, es regnet nur sehr selten (wir haben nur zwei kleine und einen größeren Regenschauer erlebt, und das war dann abends), und man kann die Zeit für Ausflüge und Badeurlaub optimal nutzen. Diese Informationen bekommt man aber auch vorab im Reisebüro, wir wurden dort über die Monsunzeiten informiert.

4. Anbindung und Anreise

Der Internationale Flughafen von Sri Lanka liegt am Rande der Hauptstadt Colombo und heißt Bandaranaike International Airport. Er ist verhältnismäßig klein, was aber keineswegs störend ist. Nach der Landung und Gepäckabholung verließen wir dann das Flughafengebäude und wurden direkt vor der Tür von einem Fahrer unseres Reiseveranstalters empfangen. Vorher konnten wir noch Geld umtauschen. Mit dem Kleinbus ging es dann nach Negombo und direkt zum Hotel. Das war wirklich alles sehr gut organisiert und bequem. Das Fahrzeug hatte eine Klimaanlage, sodass die Fahrt auch wirklich gut auszuhalten war. Und als Neuankömmling war die Fahrt selbst auch schon wahnsinnig spannend, man wurde regelrecht überflutet von neuen und ungewohnten Eindrücken. In Sri Lanka herrscht Linksverkehr, der einen als deutschen Touristen schon ziemlich irritiert, dazu kommen die Unmengen Tuk Tuks (kleine dreirädrige Fahrzeuge, mit denen Personen und Waren befördert werden), Fahrräder, Motorräder, Busse, Pkw, Lkw - alles augenscheinlich völlig durcheinander, kreuz und quer und gefühlt auch viel zu schnell. Es wird bei jeder Gelegenheit gehupt - und dieses System scheint gut zu funktionieren. Ein ungewohnter Anblick sind natürlich auch die vielen tropischen Gewächse gewesen, aber auch unangenehme Dinge wie Straßenhunde, Dreck und Plastikmüll. Die Anreise war also sehr aufregend, und wir konnten es kaum erwarten, unser Hotel, den Strand und das Meer zu sehen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt kamen wir dann sicher und wohlbehalten und etwas durchgeschüttelt an, unser Gepäck wurde abgeladen, und wir konnten einchecken.
5. Empfang und erster Eindruck

Mein erster Eindruck war ungelogen - wow! Das ist wirklich unser Hotel? Die Eingangshalle ist wirklich beeindruckend, nicht weil sie besonders riesig oder pompös ist, sondern einfach wunderbar offen und elegant gestaltet. Sie besteht aus dunkelbraunem Gebälk, eine offenen Halle mit Fischteich und Bepflanzung und einigen dezent gestalteten, modernen Polstermöbeln. Alles wirkt freundlich und hell, und durch die Empfangshalle weht immer ein ganz sanfter Wind. Das Ganze wirkt sehr angenehm und einladend. Nach unserer Ankunft wurde wir auch direkt mit Erfrischungstüchern und einem kühlen Getränk (frisch gepresster Orangen- oder Melonensaft) begrüßt. Der Check-In war vollkommen unkompliziert und unbürokratisch, und wir konnten innerhalb kürzester Zeit unser Zimmer beziehen. Alle Koffer wurden auf einen Wagen geladen und direkt zum Zimmer gebracht.

6. Aufbau der Hotelanlage

Die Rezeption des Goldi Sands ist die zentrale Eingangshalle. Durch ihre sehr offene Gestaltung ist sie auch gleichzeitig der Zugang in alle anderen Bereiche. Rechts und links der Halle befinden sich die Treppenaufgänge zu den Zimmern. Einige Zimmer sind ebenerdig und über geflieste Wege zu erreichen. Direkt neben der Eingangshalle befinden sich das Restaurant, die Bar sowie ein gekühlter Buffet-Raum. Alles ist sehr offen gestaltet ( mit Ausnahme des Buffet-Raums, da dieser klimatisiert ist) und mit großen Deckenventilatoren ausgestattet, die den ganzen Tag eingeschaltet sind und durchgehend für eine gute Durchlüftung und eine leichte Brise sorgen. Da es jeden Tag so zwischen 30-35°C warm wird, ist das auch wirklich nötig. Das Restaurant ist großzügig gestaltet, zwischen den einzelnen Tischen ist ausreichend Platz, so dass es kein Gedränge gibt. Darüber hinaus hat man von jedem Platz aus einen ausgezeichneten Blick auf den Indischen Ozean. Das Restaurant ist ebenfalls komplett gefliest und sehr sauber. Ich war jeden Tag barfuß beim Essen.

Der Restaurantbereich ist nur durch eine Stufe bzw. einen Treppenabsatz vom hoteleigenen Strandbereich abgegrenzt. Hier befinden sich Liegen, Sonnenschirme aus Palmblättern und Palmen. Der Bereich ist vom restlichen Strand etwas abgegrenzt, aber nicht besonders riesig. Da das Hotel aber auch verhältnismäßig klein und nicht überlaufen ist, passt das sehr gut zusammen. Egal, zu welcher Tageszeit man kommt und fragt, man bekommt immer eine Liege und einen Schattenplatz. Am hoteleigenen Strand tummeln sich ein paar Verkäufer und Anbieter von Ausflügen, sie dürfen sich allerdings nur an der Grenze bewegen, sodass die Hotelgäste nicht belästigt werden. Das habe ich im Laufe der Zeit dann auch zu schätzen gelernt. Es kann wirklich unangenehm sein, wenn man ständig von jemandem angesprochen wird, der einem etwas verkaufen will.

Auf einer Erhöhung zwischen Bar, Strand und Hotelzimmern befindet sich der Swimming Pool. Auch von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf’s Meer. Es gibt zwei Duschen, an denen man sich abspülen kann, bevor man den Pool betritt, dazu noch zwei Fußbecken. Die kleinen Fußbecken werden allerdings sehr schnell sehr warm in der Sonne. Manchmal trocknen sie auch aus. Da es aber die Duschen gibt, ist das überhaupt kein Problem. Die Duschen sind unbeheizt - genau wie der Pool. Beide haben ungefähr 27-28°C, man kann also nicht zwangsläufig davon sprechen, dass das erfrischend ist. Eine Beheizung wäre also allenfalls lächerlich. Der Swimming Pool an sich hat einen Poolwart, der den ganzen Tag nichts anderes macht, als den Pool zu reinigen und den Hotelgästen ihre Liegen zuzuweisen und vorzubereiten. Im konkreten Ablauf sieht das dann so aus, dass man sich an ihn wendet, wenn man sich an den Pool oder den Hotelstrand legen will. Man sagt ihm bescheid, wieviele Liegen man braucht und wo man liegen möchte, und er bereitet das dann vor. Jede Liege bekommt eine weiche Auflage in wasserdichter Verpackung und ein hoteleigenes Handtuch. Wenn man möchte, bekommt man auch zwei Handtücher. Dementsprechend stressfrei und durchorganisiert ist das Ganze dann auch. Es ist also absolut nicht notwendig, sich morgens 6:00 Uhr mit seinem Handtuch schon eine Liege zu reservieren, und das macht dann auch niemand. Man bekommt immer eine. Der Swimming Pool selbst ist makellos sauber und klar. Er wird jeden Tag mehrmals gereinigt, und das merkt man dann auch.

Die Hotelzimmer selbst befinden sich im Erdgeschoss und im ersten Stock. Laut Hotelbeschreibung hat jedes Zimmer einen Meerblick, der “durch Vegetation blockiert sein kann”. Genau genommen heißt das, dass man theoretisch das Meer sehen würde, wenn da nicht Palmen und Frangipani-Bäume im Weg wären. Gelegentlich ist auch mal ein Dach im Weg, aber wenn man sich Mühe gibt, kann man wirklich von überall wenigstens ein kleines Stückchen Ozean sehen. Die Parterre-Zimmer haben eine eigene kleine Terrasse im Grünen. Die Zimmer im ersten Stock haben jeweils einen Balkon. Hier können die Größe erheblich variieren. Dazu aber später.

7. Parterre-Zimmer mit Terrasse

Unser Sri Lanka Urlaub bestand aus mehreren Teilen. Die ersten beiden Tage (Ankunft und eine Übernachtung) haben wir im Goldi Sands Hotel verbracht. Anschließend sind wir zu einer Insel-Rundreise aufgebrochen, die 7 Tage gedauert hat. Und danach gab es nochmal 5 Tage Strandurlaub im Goldi Sands. Für unsere erste Übernachtung wurde uns ein Hotelzimmer im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt. Das Zimmer (Nr. 18) war ganz außen, hatte somit eine Außenwand, war daher auch dementsprechend ruhig. Für das Zimmer bekommt man einen Schlüssel mit einem Anhänger aus Metall. Diesen Anhänger kann man im Zimmer selbst dann in eine Art Kartenslot stecken, wodurch der Strom eingeschaltet wird. Dieses System kann man aber auch umgehen. Auch das Personal hat häufig dann Pappkärtchen in den Slot gesteckt, damit die Klimaanlage eingeschaltet bleibt und die Räume nicht überhitzen.

Im Zimmer selbst gab es drei Betten in Normalgröße, die man verschieben konnte. Jedes hatte sehr bequeme Matratzen und Kissen, eine Tagesdecke sowie dünne Laken zum Zudecken. Mehr hat man auch wirklich nicht gebraucht. Außerdem gab es einen Fernseher (den wir nie genutzt haben), eine Klimaanlage (die man wirklich braucht!), einen Schreibtisch mit Stuhl, einen großen Spiegel sowie ein Badezimmer mit Toilette, Waschbecken und Großraumdusche. Duschen, die eine Duschtasse haben, sind hier anscheinend nicht üblich. Die Duschen sind immer begehbare Nischen mit einer Glasfront. Die Wassertemperatur variierte zwischen lauwarm (~27°C) und heiß. Man konnte es sich also nach Belieben einstellen, nur richtig kaltes Wasser gab es nicht. Das hätte es extra gekühlt werden müssen. Damit sind wir aber sehr gut klargekommen, und wir haben die Dusche meist auch mehrmals am Tag genutzt.

Duschbad, Shampoo, Körperlotion, Handseife sowie Duschhaube wurden ebenfalls vom Hotel zur Verfügung gestellt und bei Bedarf dann auch ersetzt. Das Shampoo haben wir zwar nie verwendet, dafür aber das Duschbad. Duft und Konsistenz sind angenehm und frisch, das hat also sehr gut gepasst. Außerdem bekommt man abgefülltes Trinkwasser in Plastikflaschen zur Verfügung gestellt. Das Leitungswasser in Sri Lanka ist nicht zum Trinken oder zum Zähneputzen geeignet. Dort können sich Bakterien befinden, die Durchfall, Erbrechen und andere schöne Dinge auslösen, die man im Urlaub ganz dringend gebrauchen kann. Also - immer schön aufpassen mit dem Wasser. Beim Waschen, beim Zähneputzen und Mundausspülen etc. auf keinen Fall das Leitungswasser, sondern immer das Flaschenwasser benutzen. Diesen Umstand haben wir berücksichtigt, und es kam auch nicht zu unerwünschten Zwischenfällen.

Unser Zimmer war länglich arrangiert und hatte am Ende eine vollständige Glasfront. Außerdem gab es eine große Balkontür, die man öffnen und dann auf die kleine Privatterrasse treten konnte, die sich dahinter befand. Dieser Bereich ist gefliest und verfügt über einen kleinen Tisch mit Aschenbecher und zwei hölzerne Gartenstühle mit sehr breiter Sitzfläche und Lehne. Von hier aus hatte man einen guten Blick auf den Pool, das viele Grün ringsumher und die vielen Streifenhörnchen und Vögel, die hier ihr Unwesen treiben. Wir haben uns auch direkt am ersten Tag mit den Streifenhörnchen angefreundet und uns mit einer Handvoll Mandeln beliebt gemacht. Meine Tochter war völlig begeistert von den Tierchen. Gleich am ersten Tag kamen wir also direkt im Paradies an, und man konnte unbeschwert einfach in den Urlaubsmodus umsteigen. Tropische Wärme, Palmen und blühende Bäume, eigene Terrasse im Schatten, Vögel und Streifenhörnchen rundherum. Es war wirklich herrlich. Die Nächte selbst sind allerdings gewöhnungsbedürftig, das liegt aber nicht am Hotel oder am Zimmer, sondern überwiegend an der Hitze, an die man als Mitteleuropäer ja so gar nicht angepasst ist. Auch nachts sinken die Temperaturen nie unter 25°C, meistens sind es um die 30°C, und es ist immer drückend schwül. Die Umstellung fällt einem nachts besonders schwer, wenn man es gewohnt ist “kalt” zu schlafen - also unter einer dicken Decke mit geöffnetem Fenster. Ohne eine Klimaanlage ist das kaum auszuhalten, und die ist zwar nicht übermäßig laut, verursacht aber trotzdem ein konstantes Rauschen/ Brummen und natürlich auch kühlen Wind. Hier muss man wirklich aufpassen, dass man sich nicht verkühlt und erkältet, wenn die kalte Luft dann auf die verschwitzte Haut trifft.

Generell kann ich sagen, dass mir das Zimmer mit Terrasse und “ein wenig” Meerblick wirklich sehr gut gefallen hat. Meine Familie war zufrieden, und der Urlaub hatte einen wirklich idealen Start.
8. Obergeschoss-Zimmer mit Balkon

Nach unserer Rundreise kamen wir wieder zurück ins Goldi Sands. Die Begrüßung war wie bereits zuvor. es gab ein Erfrischungsgetränk und ein feuchtes Handtuch, um sich das Gesicht und die Hände zu reinigen. Anschließend wurde unser Gepäck wieder auf’s Zimmer gebracht und dort verstaut. Diesmal bekamen wir ein Zimmer im oberen Geschosse (Nr. 124). Der Aufbau des Zimmers war ganz ähnlich, allerdings spiegelverkehrt. Außerdem hatten wir dieses Mal keine Terrasse, sondern einen unfassbar großen Balkon. Im Prinzip war es eher eine Veranda als ein Balkon. Wir konnten uns also weit ausbreiten und z.B. auch ohne Probleme mal unsere Wäsche aufhängen, wenn wir das wollten. Zu den Nachbarn, die einen weitaus kleineren Balkon hatten, gab es einen hölzernen Sichtschutz. Theoretisch hätten wir auch den Ozean von hier aus gesehen, allerdings wurde die Sicht durch Palmen auf der einen und durch das Dach der Bar auf der anderen Seite fast vollständig versperrt. Das ist leider ein kleiner Minuspunkt, wir hatten uns nämlich schon sehr auf den Meerblick gefreut. Da das Hotel aber selbst nur etwa 100 Meter vom Meer weg ist, war das am Ende auch kein Problem. Wir haben die meiste Zeit ohnehin außerhalb unseres Zimmers verbracht. Das Zimmer im Obergeschoss hatte die gleiche Ausstattung wie das im Erdgeschoss, daher werde ich jetzt nicht nocheinmal dezidiert darauf eingehen. Es war alles in Ordnung, wir waren sehr zufrieden mit unserem Zimmer und hatten auch auf unserem Balkon desöfteren Besuch von Streifenhörnchen und insbesondere von Krähen. Krähen sieht man dort generell sehr häufig, sie sind wirklich überall in großen Schwärmen. Weil sie so schlau sind, können sie auch wirklich anstrengend werden, hauptsächlich sind die aber sehr nützlich, weil sie alles sauber halten. Kein angespültes Tier am Strand bleibt dort lange liegen, die Krähen kümmern sich um alles. Gelegentlich kümmern sie sich auch um die Speiseteller der Hotelgäste, wenn diese sie unbeaufsichtigt lassen oder die Kellner nicht schnell genug abräumen. Das ist schon manchmal ein sehr witziger Anblick gewesen.

9. Speisen und Getränke

Generell gibt es im Goldi Sands feste Zeiten für die Frühstücks- und Abend-Buffets. Man kann hier schon relativ früh mit dem Frühstück anfangen, die genauen Zeiten weiß ich allerdings nicht mehr. Da schon sehr früh die Sonne aufgeht und es ziemlich schnell ziemlich warm wird, sind wir oft auch schon früh aufgestanden und zum Frühstück gegangen. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig, die Auswahl ist international. Man kann sowohl Müsli und Cornflakes essen, ein English Breakfast mit gebackenen Bohnen, Würstchen und Toast oder auch etwas Französisches mit Croissants und Marmelade. Ich war ein begeisterter Fan der srilankanischen Küche, auch hier gab es zu jedem Frühstück eine Auswahl an verschiedenen Currys mit Reis oder Gemüsenudeln. Außerdem gab es immer frisches Obst, frische Salate, Gemüse, Säfte und verschiedene Desserts. Natürlich konnte man auch Kaffee und Tee bekommen, diese wurden den Gästen dann direkt an den Tisch gebracht. Der Buffetraum ist klimatisiert, sodass alles Speisen und Getränke gekühlt waren und man sich auch gern zur Erfrischung mal ein paar Minuten im Raum aufhalten konnte.

Das Abendessen war noch etwas abwechslungsreicher. Es gab jeden Abend ein anderes Speisenangebot, oft unter verschiedenen Themen. Wir hatten zum Beispiel einen chinesischen Abend, ein internationales Buffet oder einen Sri Lanka Abend. Zu allen Themenabenden gab es jeweils passende Dekoration sowie Speisen und Getränke. Man hat wirklich gespürt, wieviel Zeit und Aufwand in der ganzen Vorbereitung steckte, und es war auch jedesmal wieder ein Erlebnis. Das Essen insgesamt war wirklich ausgezeichnet. Es wurde immer frisch gekocht und zu meiner Freude sehr obst- und gemüselastig. Vegetarier und Veganer kommen hier auch problemlos voll auf ihre Kosten.

Beim Frühstück waren Tee, Kaffee und Säfte inklusive. Beim Abendessen haben wir dann für unsere Getränke selbst gezahlt. Da wir Halbpension gebucht hatten, mussten wir uns um unser Mittagessen selbst kümmern. An einigen Tagen haben wir daher das Hotel-Restaurant in Anspruch genommen und à la carte gegessen. Auch diese Mahlzeiten waren reichhaltig portioniert, frisch und sehr lecker.

Wenn man einen Ausflug geplant hat und sehr früh losgefahren ist, konnte man an der Rezeption ein Lunchpaket mitnehmen, das man vorher bestellen musste. Das fand ich allerdings nicht so gut. Es waren nur ein paar labbrige Marmeladentoasts darin, die ich gar nicht gut fand. Ein bisschen Obst war auch dabei, aber als Frühstück hat mir das dann nicht gereicht.

10. Service und Sauberkeit

Service und Sauberkeit lassen sich ohne Übertreibung als herausragend bezeichnen. Wer schon einmal einen Strandurlaub gemacht hat, wird wissen, dass man wirklich jeden Tag, auch wenn man sich größte Mühe gibt, das nicht zu tun, Sand mit ins Zimmer und ins Bett trägt. Die Zimmer werden im Goldi Sands jeden Tag gereinigt, hier wird vorallem großer Wert auf Gründlichkeit gelegt, nicht auf Schnelligkeit, und das macht sich dann bemerkbar. Nachdem die Reinigung durch war, lag nicht ein Sandkorn mehr auf dem Boden, die Handtücher waren frisch, die Betten akkurat bezogen, alles aufgeräumt, ordentlich und neu bestückt. Unser Roomboy Sahan hat uns jeden Tag mit neuen Handtuch-Kreationen überrascht. Es war jedesmal wieder eine große Freude, ins frisch gemachte Zimmer zu kommen und nachzuschauen, welche Handtuch-Tiere er heute wieder gefaltet hat. Wir hatten im Laufe unserer Zeit dort Elefanten, Schwäne, Hasen oder Fische, die er für uns gemacht hat. Da es in Sri Lanka üblich ist, dass man dem Personal ein kleines Trinkgeld da lässt, haben wir das auch jeden Tag gemacht und dann immer wieder schöne Kreationen bewundern dürfen.

Eine richtig große Überraschung gab es dann zu meinen Geburtstag, denn ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass irgendjemand (mal abgesehen von meiner Familie) überhaupt Notiz davon nimmt. Zum Frühstück wurde uns dann ein Extra-Platz zugewiesen, es war ein besonders schöner Tisch mit weitem Ozeanblick. Anschließend kamen dann drei Kellner zu uns und haben eine Torte serviert, die eigens für mich angefertigt und beschriftet wurde, eine Kerze angezündet und “Happy Birthday” gesungen. Sie waren dabei so herzlich und auf eine ganz ehrliche Art und Weise fröhlich, dass es richtig rührend war. Ich musste die Kerze auspusten, und dann wurde applaudiert. Danach wurde ich noch von allen gedrückt, und dann konnten wir den Kuchen genießen. Der sah zwar verhältnismäßig klein aus, erwies sich dann aber als äußerst reichhaltig und unfassbar köstlich. Die Köche haben eine traumhafte Kreation aus Vanille-Biscuit, Schokolade und Erdbeeren zusammengestellt, die nicht nur wunderschön aussah, sondern auch überaus schmackhaft war. Die Torte habe ich dann noch mit weiteren Hotelgästen geteilt. Anschließend lagen wir dann am Pool, und als wir später wieder in unser Zimmer kamen, war es mit Handtuch-Schwänen, bunten Blüten und Palmblättern dekoriert. Sahan, der Roomboy, hatte mit der Nagelschere Buchstaben aus Palmblättern geschnitten und einen Geburtstagsgruß auf unserem Bett hinterlassen.

Aber auch unabhängig von Geburtstagen oder anderweitigen Feierlichkeiten war der Service einfach außergewöhnlich gut. Das gesamte Personal war ausgesucht höflich (man wurde immer mit “Sir” bzw. “Ma’am” angesprochen) und hat sich Mühe gegeben, auch etwas ausgefallenere Wünsche zu erfüllen, z.B. bei Getränken, die nicht auf der Karte stehen. Egal, ob es sich um den Gärtner, den Poolwart, den Zimmerservice, Kellner oder Rezeptionisten handelt, es war immer jemand verfügbar, der einem entweder direkt weitergeholfen oder schnell jemanden geholt hat, der sich des Anliegens annahm.

Gelegentlich war sogar der Hotel-Manager selbst vor Ort und hat sich persönlich davon überzeugt, dass die Gäste zufrieden sind. Ich fand es wirklich sehr gut, dass er auch direkt auf die Gäste zugegangen ist, sich nach ihrer Meinung und ihrem Befinden erkundigt hat und sie fragte, ob sie noch Wünsche haben. Da fühlt man sich wirklich sehr gut aufgehoben. Großartig fand ich auch die Kleiderordnung des Service-Personals. Man hat immer sofort erkannt, wer zum Hotel gehört und konnte die Leute dann entsprechend zuordnen. Die Rezeptionistinnen tragen traditionelle Saris (Kleider, die aus einem Tuch gewickelt werden) und sahen immer sehr ordentlich und schick aus. Die Männer trugen entweder Anzughosen und Hemden oder etwas mehr casual den traditionellen Sarong. Das ist ein zusammengenähtes Tuch, eine Art Sack ohne Boden, der als Wickelrock getragen wird. Er ist gleichzeitig elegant und luftig bequem. Mein Mann hat sich direkt auch so einen Sarong gekauft, was u.a. auch vom Hotelpersonal wohlwollend bemerkt wurde. Generell hat man das Gefühl, dass das Hotelpersonal zwar sehr ordentlich arbeitet, aber nicht übermäßig unter Druck steht. Alle machen, trotz Hitze und Arbeit, einen sehr entspannten Eindruck, und man blickt immer in fröhliche Gesichter.

11. Zusatzangebote

Das Hotel verfügt außerdem über einen kleinen Shop, in dem man Postkarten und Schmuck kaufen kann. Sri Lanka ist berühmt für seine reichhaltigen Edelsteinvorkommen, und so kommt es auch, dass man fast überall Juwelen kaufen kann. Das haben wir zwar nicht getan, aber die Postkarten haben mir sehr gut gefallen, sodass ich dort einige gekauft habe.

Darüber hinaus gibt es auch noch ein Reiseleiter-Büro im Goldi Sands, über den man verschiedene Ausflüge auf der Insel buchen kann. Das Büro ist zu bestimmten Zeiten besetzt, in denen man dann mit dem Reiseleiter sprechen und alle möglichen Angebote buchen kann. Diesen Service haben wir nicht genutzt, da wir unsere Rundreise bereits gebucht hatten und zwei kleinere Tagesausflüge über die Strandhändler mitgemacht haben. Hier lohnt es sich, mit dem Hotelpersonal oder anderen Gästen zu sprechen, um zu erfahren, ob die Anbieter seriös sind. Mit unseren Strandhändlern hatten wir wirklich Glück, unsere Ausflüge waren jedesmal ein voller Erfolg und etwa um die Hälfte günstiger als die Angebote aus dem Reisebüro. Es kann sich also durchaus lohnen, so einen Kurztrip in Anspruch zu nehmen.

Neben der Rezeption, die rund um die Uhr besetzt ist, gibt es noch einen Kassenbereich, bei dem man seine Rechnungen bezahlen, Geld umtauschen oder Briefmarken kaufen kann. Alles haben wir mehrfach in Anspruch genommen und waren immer sehr zufrieden damit. Fertig geschriebene Postkarten konnte man an der Rezeption abgeben und sich auch darauf verlassen, dass sie abgeschickt wurde. Alle Postkarten (30+) sind zeitnah und ohne Ausfälle bei den Adressaten in Deutschland und Österreich angekommen.
12. Preise und Bezahlung

Da wir ein Gesamtangebot gebucht haben, kann ich nicht im Detail sagen, was uns das Hotel gekostet hat. Im Internet findet man Angebote im Rahmen von etwa 50 EUR pro Nacht. Ungefähr bei diesem Preis muss unsere Buchung auch gelegen haben. Wir haben Halbpension gebucht sowie drei Betten. Da unsere Tochter schon 13 ist, hat sie den vollen Preis als Erwachsene gezahlt. Inwiefern sich das nun konkret auf den Zimmerpreis niedergeschlagen hat, kann ich nicht mehr sagen. 50 EUR für ein Doppelzimmer mit Halbpension finde ich nicht nur fair, sondern fast schon übertrieben günstig für ein Hotel, das 3,5 Sterne hat, sich aber fast wie 5 Sterne anfühlt.

Auch die Preise im Restaurant waren vollkommen in Ordnung. Man kann nicht sagen, dass sie übertrieben günstig waren, mit denen in einem deutschen Hotel vergleichbarer Klasse sind sie aber bei Weitem nicht zu vergleichen. Für ein alkoholfreies Getränk hat man im Schnitt etwa 2 EUR bezahlt, und die hatten Cocktailsgröße. Zu Mittag essen konnte man für 8-10 EUR pro Person und hat eine wirklich reichhaltige Portion bekommen. Trinkgelder für das Personal sind in Sri Lanka üblich, da auch die Gehälter nicht übermäßig hoch sind. Da das Personal aber unglaublich freundlich und hilfsbereit war, haben wir das auch sehr gern gegeben. Kofferträger, Roomboy und Kellner haben immer etwa 100 Rupien von uns bekommen, manchmal etwas mehr. Das entspricht etwa 70 Cent umgerechnet in Euro, ist also wirklich nicht zu viel und für die Angestellten dort ein schöner Zuverdienst. Die Lebenshaltungskosten in Sri Lanka sind ja nicht mit denen in Mitteleuropa vergleichbar, sodass für die Leute dort 100 Rupien Trinkgeld verhältnismäßig viel Geld sind. Kleiner Vergleich: In Matara haben wir bei einem Bäcker Frühlingsrollen und kleine Teigtaschen für 3 Personen gekauft und dafür 130 Rupien bezahlt. Das war also ein Essen für drei, das uns nicht mal einen Euro gekostet hat (160 Rupien sind etwa ein Euro). Nur, damit man sich mal ungefähr vorstellen kann, was das Geld dort wert ist.

Bezahlen konnte man im Hotel dann entweder direkt bar auf die Hand, per Kreditkarte oder per Rechnung, die man dann einfach beim Auschecken bezahlt hat. Wir haben alle drei Möglichkeiten genutzt, je nachdem welche Variante gerade am praktischsten war. Am liebsten habe ich bar bezahlt und den Kellnern dann noch ihr Trinkgeld zugesteckt.

Fazit

Das Goldi Sands Hotel in Negombo, Sri Lanka ist wirklich uneingeschränkt empfehlenswert. Die Zimmer, die Lage (Stadt und Meer), die Anbindung zum Flughafen und zu Ausflugszielen, Sauberkeit, Service und freundliches Personal - hier stimmt einfach alles. Wir haben unsere Flitterwochen im Paradies verbracht und es kein einziges Mal bereut, dieses Hotel gebucht zu haben. Wer etwas Günstiges sucht, das trotz eines verhältnismäßig niedrigen Preis ein so umfassendes Gesamtpaket bietet, ist hier bestens beraten. Ich vergebe volle fünf Sterne für das Hotel und sein Personal. Danke, dass ihr diesen Urlaub zu einer Traumreise gemacht habt. Ayubowan.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • calimero1111 veröffentlicht 25.08.2016
    bh
  • iceman1005 veröffentlicht 18.08.2016
    bh
  • Sydneysider47 veröffentlicht 17.08.2016
    wow! erstklassig!
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Produktdaten : Goldi Sands Hotel, Negombo

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Klassifikation: Mittelklassehotel

Typ: Hotel

Stadt: Negombo

Zimmer: 70

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