Golf - Anfänger - Tipps & Tricks

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Hallo alle zusammen! Heute möchte ich mal einen Bericht über mein neuestes Hobby schreiben, das Golfen. Dies ist also der Bericht eines absoluten "Golf-Laien". Ich kann somit nur über meine eigenen, noch sehr frischen Erfahrungen erzählen. Wer einen professionellen Golf-Bericht erwartet, ... Bericht lesen





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Wir golfen-haben aber trotzdem noch Sex ;-) NEU
Erfahrungsbericht von ilona_01 über Golf - Anfänger - Tipps & Tricks
31.07.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Entspannung, Bewegung an der frischen Luft
Kontra: Muskelkater nach den ersten Versuchen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo alle zusammen!

Heute möchte ich mal einen Bericht über mein neuestes Hobby schreiben, das Golfen.

Dies ist also der Bericht eines absoluten "Golf-Laien". Ich kann somit nur über meine eigenen, noch sehr frischen Erfahrungen erzählen. Wer einen professionellen Golf-Bericht erwartet, ist hier (noch) falsch. Ich werde den Bericht, so oft wie möglich, auf den neuesten Stand bringen, indem ich meine Erfahrungen ergänze.

So kam ich zum Golfen
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Mein Mann und seine Familie sind schon seit Jahren leidenschaftliche Golfer. Ich selber habe mich aber stets gegen diese "Sportart" mit Händen und Füßen gewehrt, bis vor kurzem.

Ich konnte das schlechte Gewissen meines Mannes nicht mehr ertragen. Jedesmal wenn er zum Golfplatz fuhr, fragte er mich mindestens 25 mal, ob ich auch wirklich nix dagegen habe, wenn er mich allein lässt. Meine Antwort war immer die selbe: "Nein mein Schatz, fahr ruhig." Da ihn dies aber irgendwie nie so richtig beruhigte, artete das Ganze dann sogar noch in Stress für ihn aus. Schnell zum Golfplatz fahren, nur 9 Löcher spielen und dann sofort wieder nach Hause fahren, nicht das es noch Ärger gibt. Hat und hätte es zwar nie gegeben, aber er wollte mich trotzdem nicht zu lange alleine lassen.
So beschloss ich, wenn ich schon nicht selber spiele, fahre ich halt einfach nur so mit zum Golfplatz, als Zuschauer sozusagen. Das wurde mir aber schnell zu langweilig und so entschied ich mich dann doch dazu die Platzreife zu machen.
Ich muss nochmal dazusagen: Der Sport ansich hat mich zu diesem Zeitpunkt nicht im Geringsten interessiert, ich fand ihn schlichtweg langweilig und dachte er wäre nur was für Senioren. Der einzige Grund, weshalb ich mich dafür entschied, war die Aussicht auf entspannte Nachmittage mit meinem Eheman an der frischen Luft und mit etwas Bewegung.Gesagt, getan.


Zur Geschichte des Golfsports (Quelle: Wickipedia)
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Allgemein gelten die Schotten als Erfinder des Golf, es gibt jedoch auch eine Reihe von anderen Theorien, die den Ursprung in Kontinentaleuropa sehen. Häufig genannt werden dabei Holland, Frankreich und Brüssel. Aber auch schon im alten Ägypten, im antiken Rom und im frühen Japan, Korea und China finden sich Hinweise auf ein Spiel mit Ball und Schlägern.

Das erste schriftliche Zeugnis des Golf in der heutigen Schreibweise stammt aus dem Jahr 1457, als das schottische Parlament mit König James II. als treibender Kraft "ye fut ball and ye golf" verbietet mit der Begründung, es lenke vom Üben des Bogenschießens ab. Der Bann wird von den Königen James III. (1471) und James IV. (1491) noch einmal bekräftigt.
Bald darauf wird bekannt, dass James IV. selber Golf spielt, denn eine Rechnung über für ihn angefertigte Golfschläger taucht im offiziellen Etat des Hofes auf.
Aufgrund der königlichen Unterstützung durch König Karl I. verbreitet sich Golf im 16. Jahrhundert über ganz Großbritannien. Der erste bürgerliche Golfer findet 1527 Erwähnung, ein gewisser Sir Robert Maule soll auf den Barry Links in der Nähe des modernen Carnoustie gespielt haben.
Von nun an wird Golf immer populärer.

Golf war bei den Olympischen Spielen 1900 und 1904 sogar olympische Sportart.

Die Regeln
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Die ersten schriftlich niedergelegten Regeln stammen aus dem Jahr 1744 von den Gentlemen Golfers of Leith. Die modernen Golfregeln haben ihren Ursprung jedoch in dem 1754 gegründeten Royal & Ancient Golf Club of St Andrews (R&A). Heute werden sie gemeinsam von R&A und USGA herausgegeben und sind in der aktuellen Fassung bis Ende 2007 gültig.
Eine Besonderheit im Golf ist das sehr große und weitgehend natürlich belassene Spielfeld, so dass die Regeln eine Vielzahl von denkbaren Situationen abdecken müssen. Aus diesem Grund ist das Regelwerk umfangreicher als das der meisten anderen Sportarten, und auch erfahrene Spieler sind gelegentlich unsicher, welche Regel in einem bestimmten Fall anzuwenden ist. (Auch deshalb wollte ich eigentlich nicht mit dieser Sportart anfangen).

Jeder nationale Golfverband (in Deutschland der DGV) hält zu diesem Zweck eine Expertenkommission vor, die strittige Regelfragen beantwortet, sofern sie den Sachverhalt für eindeutig hält.


Das Ziel
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..... des Spieles ist, einen Ball mit möglichst wenigen Golfschlägen von einer als Abschlag bezeichneten Fläche, in ein mehrere hundert Meter entferntes, rundes Loch zu spielen. Das Spielfeld umfasst zwischen 9 und 18 Spielbahnen, die insgesamt über 7.000 Meter lang sein können.

Es gibt an jeder Bahn 3 Abschläge: den Profi-, den Herren- und den Damen-Abschlag. Der Profi-Abschlag ist am weitesten vom Loch entfernt, danach kommt der Herren-Abschlag und die kürzeste Distanz liegt zwischen Damen-Abschlag und dem Loch.

Für jede Spielbahn ist eine bestimmte Par-Zahl (Par=Professional Average Result) definiert. Dies ist der Score, den ein sehr guter Golfer im Durchschnitt an diesem Loch erzielt. Entscheidend für die Festlegung des Par ist hauptsächlich die Länge des Lochs, nicht die Schwierigkeit, die zusätzlich durch Bunker, Hügel, Wasser usw. gegeben ist und separat als Course- und Slope-Rating angegeben wird. Die
meisten Golflöcher sind entweder Par 3 (Länge Herren in Metern: bis 229, Damen: bis 192), Par 4 (Herren: 230-430, Damen: 193-366) oder Par 5 (Herren: ab 431, Damen ab 367). In äußerst seltenen Fällen gibt es auch Par-6-Löcher oder mehr.
Ein sehr guter Golfer soll die Distanz bis zum Grün in zwei Schlägen unter Par überwinden und dann mit zwei Putts einlochen, um letztendlich das Par zu spielen. Ein 18-Loch-Platz weist häufig vier Par-3-Löcher, zehn Par 4 und vier Par 5 auf. Somit ergibt sich üblicherweise ein Par von 72 für die gesamte Runde. Bei 9-Loch-Plätzen halbieren sich diese Zahlen entsprechend, wobei sich gerade unter den 9-Loch-Plätzen viele Kurzplätze finden, die hauptsächlich aus Par-3-Löchern bestehen.

Das hört sich nun alles leichter an als es ist. Denn die Bahn ist nicht schnurgerade und besteht nicht nur aus einer einheitlichen Rasenfläche sondern aus dem sog. Fairway (dort ist das Gras angenehm kurz), seitlich davon befindet sich das Semi-Ruff (etwas längeres Gras) und dann, ganz am Rand das Ruff (pure Wildnis mit teils hüfthohem Gras und Gestrüpp). Um das Ganze noch komplizierter zu machen, gibt es noch verschiedene Hindernisse: Wasser, Sand-Bunker, Biotope.
Wenn man z. B. seinen Ball ins Wasser oder ins Biotop schlägt, bekommt man einen Strafschlag. Fällt er in den Bunker bekommt man zwar keinen Strafschlag, aber es ist nicht ganz so einfach da wieder rauszukommen.
Bleibt man mit seinen Schlägen jedoch auf dem Fairway, kommt man einigermassen leicht bis zum sog. Grün (die Fläche rund um das Loch, wo der Rasen nur einige Millimeter lang ist) von dort kann man dann den Ball ins Loch putten (Putten ist ein bestimmter Schlag, bei dem der Ball nur ganz leicht "geschoben wird").
Ich dachte anfangs das Putten wäre genauso einfach wie Minigolf, aber ich lag total falsch. Beim Minigolf hat man ja eine ebene Fläche. Beim Golf ist es schließlich eine Rasenfläche, die natürlich nicht eben ist und somit der Ball nicht immer schön geradeaus rollt. Man muss also vorher immer "das Grün lesen" (sich den Boden um das Loch genau anschauen) um zu wissen wie man den Ball schlagen kann.

Zu den ganzen Regeln kommt dann noch die sog. Etikette. Diese schreibt verschiedene Verhaltensweisen vor, die beim Spiel eingehalten werden sollen. Diese ausführlich zu beschreiben, wäre zu umfangreich, deshalb hier nur ein Beispiel: Auf dem Grün sollte man vermeiden durch die sog. Puttinglinie zu gehen. Dies ist die Strecke zwischen Ball und Loch. Wenn man zwischen Ball und Loch hindurchgeht, kann man nämlich den Rasen niederdrücken und damit die Laufbahn des Balles völlig verändern.

Das Handicap
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Wenn von Golf gesprochen wird, fällt eigentlich immer auch das Wort "Handicap". Das Handicap gibt an, wie gut ein Spieler ist (vereinfacht ausgedrückt). Je niedriger das Handicap, desto besser ist der Spieler. Ein Anfänger startet bei 54 und kann sich dann in Turnieren verbessern.
Wie sich das Handicap errechnet ist ziemlich schwierig, aber ich werde hier mal versuchen, anhand eines Beispiels, es ungefähr zu erklären.

Ein Profi braucht für einen Golfplatz mit 18 Löchern insgesamt 100 Schläge. Wenn ein "normaler" Spieler für denselben Platz nun 120 Schläge braucht, so hat er ein Handicap von 20, braucht er 150 Schläge so ist sein Handicap 50.

Dies ist natürlich nicht die genaue Berechnung, aber so kann man es sich wenigstens einigermassen vorstellen.

Die genaue Berechnung verstehe ich selber auch noch nicht, aber sollte ich sie irgendwann kapieren, werde ich es hier auch genauer erklären.


Meine Erfahrungen
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Wie wohl die meisten Leute, dachte auch ich, dass Golf nur ein Sport für die "Reichen und Schönen" ist. Ich dachte immer das es auf einem Golfplatz sehr steif und vornehm zugeht. Damit lag ich allerdings vollkommen falsch! Golf wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem Sport für die Allgemeinheit. Es gibt inzwischen Golfplätze auf denen man sogar ohne Platzreife spielen darf. Der Golfclub in dem ich jetzt spiele (Golfclub Landau), hat sich Gemütlichkeit und Freundschaftlichkeit groß auf die Fahnen geschrieben. Dort duzt sich jeder und abends, nach dem Spiel, wird noch in gemütlicher Runde beisammen gesessen. Auch die Mitgliedspreise werden immer erschwinglicher. Eine Mitgliedschaft im Fitnesstudio ist auch nicht billiger.
Das gleiche Image galt noch vor ca. 15 Jahren auch für Tennis und das ist nun auch ein Sport für Jedermann.

Mein zweites Vorurteil war, dass ich Golf nie als richtige Sportart angesehen habe. Bis ich es selber probiert habe. Am nächsten Tag hatte ich einen brutalen Muskelkater in den Armen und auch in den Beinen. Wer 18 Löcher auf einem Golfplatz geht, hat schnell mal einen 7 km langen, 4-stündigen Spaziergang hinter sich, bei dem er jedoch auch noch sein Bag schleppen muss und sich auf das Spiel zu konzentrieren hat. Gut, es ist nicht so anstrengend wie z. B. Tennis, aber nach einem Tag auf dem Golfplatz ist man richtig geschafft.

Ich bin nun gerade dabei meine Platzreife zu machen, ohne die ich nicht auf dem Platz spielen darf. Bis jetzt macht es mir mehr Spaß als ich vorher dachte. Einen so kleinen Ball mit dem schlanken Golfschläger zu treffen und dann noch 100 Meter und weiter zu schlagen, ist schon ein Erfolgserlebnis und steigert den Ehrgeiz noch weiter zu kommen :-)
Ich hoffe in spätestens in 4 Wochen meinen "Führerschein" zu haben, um dann noch ein paar Wochen zusammen mit meinem Mann spielen zu können.

Wenn ich dann endlich ein "zugelassener Golfer" bin, werde ich diesen Bericht aktualisieren und meine neuen Erfahrugen schildern. Wenn ich dann noch die Zeit dazu hab ;-)

UPDATE
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Am Freitag war es endlich soweit, ich habe meine Platzreife bekommen *freu*
Jetzt darf ich endlich mit meinem Mann auf den Golfplatz.

Ich hatte mir das Ganze viel komplizierter vorgestellt, da man für die Platzreife eine theoretische und eine praktische Prüfung (wie beim Führerschein) ablegen muss.

Da mein Lehrer Engländer ist, war es jedoch nur halb so schlimm. In England, so hat er mir erzählt, braucht man nämlich überhaupt keine Platzreife. Das ist nur eine "Spinnerei" der ordnungsliebenden Deutschen. Seine Meinung zu dieser Schikane: "Golf ist auch nur ein Sport der Spaß machen soll, also wozu dieser Aufwand??"

So durfte ich die Theorie-Prüfung zu Hause machen (einzige Bedingung meines Lehrers "... aber alleine!" natürlich mit einem Augenzwinkern).
Diese Prüfung besteht aus Fragen zur Etikette, zur Sicherheit und zu den Grundregeln. All das ist aber, für einen normal denkenden Menschen (auch für Nicht-Golfer) eine Frage der Logik (das man den Schläger nicht in Richtung anderer schwingt, ist nicht grade schwer zu begreifen).
Zur Vorbereitung bekam ich mit meinem "Starterpaket" eine Zusammenstellung eben dieser Punkte (ca. 6 doppelseitige DINA 4 Blätter). Nach dem Ausfüllen wird der Fragebogen, natürlich, kontrolliert. Wie mir gesagt wurde ist da aber noch nie jemand durchgefallen. Und sollte ich doch zu viele falsche Antworten gegeben haben, würde sich mein Lehrer nochmal kurz mit mir drüber unterhalten. Also bloß kein Stress... ;-) Natürlich hab ich bestanden.

Die praktische Prüfung ist ebenfalls nur eine Formalität. Ich musste insgesamt 6 Löcher spielen. Offiziell darf man dazu 33 Schläge brauchen. Der Lehrer darf, ebenfalls offiziell, währenddessen keine Tips geben, sondern nur zusehen und die Schläge zählen. Da es, zumindest meinem Lehrer, total egal war ob ich 20 oder 500 Schläge brauchte, lief die Prüfung sehr locker ab und er gab mir auch des öfteren sehr nützliche Ratschläge. Ich brauchte übrigens 28 Schläge wofür ich sehr gelobt wurde und vor Stolz beinahe geplatzt wäre :-)

Es gibt vielleicht sogar Golfclubs, wo man diese Prozedur umgehen kann. Aber auch wenn man nur in Deutschland die Platzreife braucht, würde ich jedem empfehlen, der mit dem Golfspielen anfangen will, Trainerstunden zu nehmen.
Die gesamte Familie meines Mannes spielt zwar Golf, teilweise sogar seeeehr gut, aber lernen können sie es einem trotzdem nicht richtig.
Wie man den Schläger richtig schwingt, sich richtig zum Ball stellt usw. kann einem bloß ein Profi beibringen. Und um wirklich Spaß an diesem Spiel zu haben, braucht man Erfolge. Wenn man nur so auf den Ball einschlägt, ohne ihn wirklich weit damit zu befördern, macht es keinen Spaß.

Das Fieber hat mich zwar noch nicht vollkommen gepackt, aber das könnte vielleicht noch passieren, wenn ich so gut weiterspiele wie bis jetzt. Und das sagt ein früherer absoluter "Golf-Gegner".

Also auf zum nächsten Golfplatz und macht mal nen Schnupperkurs, vielleicht gefällts euch ja auch :-)

Wenn ich mein erstes Tournier hinter mir hab, werd ich natürlich wieder darüber berichten. Aber das wird wohl vor dem nächsten Jahr nicht eintreffen.
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Ich danke wie immer allen fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!


   
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