Good Bye, Lenin!

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Deutsche Filme sind schlecht. Ich weiß leider nicht, wer diese Verallgemeinerung zuerst ausgesprochen hat, aber ich weiß ganz sicher, dass dieser Satz nicht stimmt. Natürlich gibt es schlechte deutsche Filme, aber es gibt auch genügend Beispiele, die diese These entkräften. Wenn man zum Beispiel ... Bericht lesen





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Good Bye, Lenin! Good Bye, Lenin!
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farbig, Spieldauer: 117 MinutenTon: Dolby
Mehrkanalton AC3Sprache: DeutschUntertitel:
DeutschRegie: Wolfgang Becker. Mit Daniel Brühl,
Katrin Sass u. a.
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Good Bye, Lenin! (DVD) Good Bye, Lenin! (DVD)
FSK: ab 6 Jahre, farbig, Spieldauer: 116 MinutenBild: WidescreenSprache: ... mehr
DeutschUntertitel: DeutschGeschichte wird gemacht.
Nur für den 21-jährigen Alex (Daniel Brühl) geht
nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt
seine Mutter (Katrin Sass), eine überzeugte
Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma
- und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus.
Als sie wie durch ein Wunder nach 8 Monaten die
Augen aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land.
Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu
angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass es
die Aufregung überstehen könnte. Um seine Mutter
zu retten, muss Alex auf 79 Quadratmeter die DDR
wieder auferstehen lassen ...
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Weltbild
Good Bye, Lenin! (DVD) Good Bye, Lenin! (DVD)
FSK: ab 6 Jahre, Spieldauer: 117 MinutenSprache: DeutschUntertitel: Deutsch, für ... mehr
HörgeschädigteRegie: Wolfgang Becker; Mit Daniel
Brühl, Katrin Sass u. a.Geschichte wird gemacht.
Nur für den 21jährigen Alex (Daniel Brühl) geht
nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt
seine Mutter (Katrin Saß), eine selbstbewusste
Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma
- und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus.
Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die
Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem
neuen Land. Sie hat nicht miterlebt, wie
West-Autos und Fast-Food-Ketten den Osten
überrollen, wie Coca Cola Jahrzehnte des
Sozialismus einfach wegspült, wie man hastig
zusammen wachsen lässt, was zusammen gehört.
Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu
angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass sie
die Aufregung überstehen könnte. Alex ist keine
Atempause gegönnt. Um seine Mutter zu retten, muss
er nun auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR
wieder auferstehen lassen. Schnell stellt er fest,
dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt
als erwartet...
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Weltbild
Good Bye Lenin Hostel, Krakau Good Bye Lenin Hostel, Krakau
Das Hostel befindet sich in zentraler Lage im belebten Viertel Kazimierz. Werfen Sie hier ... mehr
in farbenfrohem Ambiente einen Blick auf das Leben
hinter dem Eisernen Vorhang!
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Good Bye Lenin Hostel, Let's Rock!, Krakau Good Bye Lenin Hostel, Let's Rock!, Krakau
Located in Krakws Old Town, Good Bye Lenin Hostel offers dorms and rooms with shared ... mehr
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free access to tea and coffee.ssGood Bye Lenin
Hostel, Let's Rock!
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Good Bye, Lenin! Edition Deutscher Film - DVD Good Bye, Lenin! Edition Deutscher Film - DVD
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Good Bye, Lenin! (DVD) Good Bye, Lenin! (DVD)
Viele Jahre sind nun schon seit dem Fall der Mauer im Herbst 1989 vergangen. Genug Zeit, ... mehr
um mit einem gewissen Abstand auf die historischen
Ereignisse zurückblicken zu können und damit
allen, Wessis wie Ossis, eine neue,
aufschlussreiche Perspektive auf diese zu
vermitteln. Und genau das ist jetzt dem
Filmemacher Wolfgang Becker und seinem
Drehbuchautor Bernd Lichtenberg mit Good Bye,
Lenin! geglückt. Ihre Geschichte aus den Monaten,
in denen alles viel schneller zusammenwuchs, als
es sich je ein Mensch hätte vorstellen können,
wirft ein neues Licht auf die Wiedervereinigung
und mehr noch auf all die chaotischen, oft auch
widerstreitenden Gefühle, die mit ihr
einhergingen. Christiane Kerner (Katrin Saß) ist
gerade auf dem Weg zum Palast der Republik, um
dort den 40. Geburtstag der DDR zu feiern, als sie
mit ansehen muss, wie eine friedliche
Demonstration von der Staatsmacht niedergeprügelt
wird. Unter den Geschlagenen ist auch ihr Sohn
Alex (Daniel Brühl). Und man kann sich nicht
sicher sein, was sie nun eigentlich härter trifft:
das Vorgehen der Volkspolizei oder vielleicht doch
die Erkenntnis, dass ihr Sohn ihre Ideale nicht
teilt. Noch bevor sie sich selbst darüber klar
werden kann, erleidet sie einen Herzinfarkt und
fällt ins Koma. Acht Monate später wacht sie wie
durch ein Wunder wieder auf. Nur ist die Welt nun
eine andere. Die DDR ist Geschichte, und der
Kapitalismus hat Ostberlin mit all seinen
Markenprodukten im Sturm erobert. Das darf sie
allerdings nicht erfahren. Schließlich könnte sie
jede Aufregung töten. Und so beschließt der
21-jährige Alex, ihr zusammen mit den anderen
Mitgliedern der Familie vorzuspielen, dass die DDR
noch immer existiert. Die Idee, die DDR zumindest
in den Wänden einer Wohnung und der Vorstellung
einer Frau aufrechtzuerhalten, ist natürlich der
reinste Irrsinn, und doch hat sie etwas für sich.
Eine absurde Komik geht von Alex' immer
verzweifelteren und auch immer aussichtsloseren
Versuchen aus, seine Scharade fortzuführen. Aber
so absurd ist sein Festhalten an der Vergangenheit
letztlich gar nicht. Wenn er nur wenige Monate
nach dem Fall der Mauer im Supermarkt nach alten
DDR-Produkten sucht und nur Westwaren findet,
stellt sich tatsächlich die Frage, ob alles so
kommen musste, wie es damals kam -- besonders,
wenn man sich bewusst wird, dass seit einigen
Jahren klassische Produkte der DDR durchaus ein
Comeback erlebt haben. Aber Wolfgang Becker geht
es bei diesen Szenen nicht um eine leere Nostalgie
oder sentimentale Verklärung. Er fängt vielmehr
die Dynamik der Ereignisse ein und führt uns vor
Augen, wie wir damals alle von ihr überwältigt
worden sind. Wenn Daniel Brühl mit einer an die
Komik der Slapstick-Zeit erinnernden Besessenheit
und Verzweiflung versucht, eine Lüge zur Wahrheit
werden zu lassen, dann ist es eben keine
DDR-Nostalgie -- wie sie etwa Peter Timm in Der
Zimmerspringbrunnen liebevoll karikiert hat --,
die ihn treibt. Er erschafft nur für seine Mutter
und sich selbst eine andere, ideale DDR. In seinen
Bemühungen offenbart sich ein Traum von einem ganz
anderen Deutschland jenseits der alten
Kapitalismus-/Sozialismus-Modelle, an den nur
1989/90 niemand so recht glauben konnte. Am Ende
muss Alex scheitern, aber das macht ihn längst
nicht zu einem Verlierer. Viel mehr noch als er
haben all diejenigen verloren, die damals eine
einmalige Chance verpasst haben. --Sascha Westphal
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Amazon.de DVD
Good Bye, Lenin! (DVD) Good Bye, Lenin! (DVD)
Viele Jahre sind nun schon seit dem Fall der Mauer im Herbst 1989 vergangen. Genug Zeit, ... mehr
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Ereignisse zurückblicken zu können und damit
allen, Wessis wie Ossis, eine neue,
aufschlussreiche Perspektive auf diese zu
vermitteln. Und genau das ist jetzt dem
Filmemacher Wolfgang Becker und seinem
Drehbuchautor Bernd Lichtenberg mit Good Bye,
Lenin! geglückt. Ihre Geschichte aus den Monaten,
in denen alles viel schneller zusammenwuchs, als
es sich je ein Mensch hätte vorstellen können,
wirft ein neues Licht auf die Wiedervereinigung
und mehr noch auf all die chaotischen, oft auch
widerstreitenden Gefühle, die mit ihr
einhergingen. Christiane Kerner (Katrin Saß) ist
gerade auf dem Weg zum Palast der Republik, um
dort den 40. Geburtstag der DDR zu feiern, als sie
mit ansehen muss, wie eine friedliche
Demonstration von der Staatsmacht niedergeprügelt
wird. Unter den Geschlagenen ist auch ihr Sohn
Alex (Daniel Brühl). Und man kann sich nicht
sicher sein, was sie nun eigentlich härter trifft:
das Vorgehen der Volkspolizei oder vielleicht doch
die Erkenntnis, dass ihr Sohn ihre Ideale nicht
teilt. Noch bevor sie sich selbst darüber klar
werden kann, erleidet sie einen Herzinfarkt und
fällt ins Koma. Acht Monate später wacht sie wie
durch ein Wunder wieder auf. Nur ist die Welt nun
eine andere. Die DDR ist Geschichte, und der
Kapitalismus hat Ostberlin mit all seinen
Markenprodukten im Sturm erobert. Das darf sie
allerdings nicht erfahren. Schließlich könnte sie
jede Aufregung töten. Und so beschließt der
21-jährige Alex, ihr zusammen mit den anderen
Mitgliedern der Familie vorzuspielen, dass die DDR
noch immer existiert. Die Idee, die DDR zumindest
in den Wänden einer Wohnung und der Vorstellung
einer Frau aufrechtzuerhalten, ist natürlich der
reinste Irrsinn, und doch hat sie etwas für sich.
Eine absurde Komik geht von Alex' immer
verzweifelteren und auch immer aussichtsloseren
Versuchen aus, seine Scharade fortzuführen. Aber
so absurd ist sein Festhalten an der Vergangenheit
letztlich gar nicht. Wenn er nur wenige Monate
nach dem Fall der Mauer im Supermarkt nach alten
DDR-Produkten sucht und nur Westwaren findet,
stellt sich tatsächlich die Frage, ob alles so
kommen musste, wie es damals kam -- besonders,
wenn man sich bewusst wird, dass seit einigen
Jahren klassische Produkte der DDR durchaus ein
Comeback erlebt haben. Aber Wolfgang Becker geht
es bei diesen Szenen nicht um eine leere Nostalgie
oder sentimentale Verklärung. Er fängt vielmehr
die Dynamik der Ereignisse ein und führt uns vor
Augen, wie wir damals alle von ihr überwältigt
worden sind. Wenn Daniel Brühl mit einer an die
Komik der Slapstick-Zeit erinnernden Besessenheit
und Verzweiflung versucht, eine Lüge zur Wahrheit
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DDR-Nostalgie -- wie sie etwa Peter Timm in Der
Zimmerspringbrunnen liebevoll karikiert hat --,
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Good Bye Lenin - Ost
Ein französischer Komponist untermalt einen deutschen Film, der 1989 in der gerade ... mehr
aufgelösten DDR spielt! Kann diese Kombination
klappen? Ja, denn der Soundtrack-Lieferant heißt
Yann Tiersen und er präsentiert nach seinem
erfolgreichen Meisterwerk Die fabelhafte Welt der
Amélie zum zweiten Mal feinfühlige,
fassettenreiche Musik.  Gerade mal vier Wochen hat
der in Brest lebende Pariser gebraucht, um eine
ebenso köstliche wie nachdenkliche Tragikomödie zu
vertonen, die "witzig, charmant, großartig" und
laut Prinz "eines der Film-Highlights 2003" ist.
Über zwei Stunden erzählt Regisseur Wolfgang
Becker von einer Mutter, die kurz vor dem
Mauerfall ins Koma fällt. Als sie erwacht, könnte
jede Aufregung tödlich sein. Deshalb tut ihr Sohn
so, als hätte es keine Wiedervereinigung gegeben
und sich in Deutschland nichts geändert, sprich:
Die Berliner Familie lebe nach wie vor im
Sozialismus. Wie das erzählt wird, ist "bittersüß,
urkomisch, tragisch und ganz schön wahrhaftig" (TV
Spielfilm).  Ähnliches trifft auch auf den
Soundtrack zu. Dieser pendelt zwischen romantisch,
melancholisch sowie impulsiv und klingt vereinzelt
gar ein bisschen schräg. Meist gibt das Piano den
Ton an, doch Yann Tiersen zeigt zudem seine
instrumentale Vielseitigkeit: Vom Klavier geht es
zur Geige, von der Geige zur Klarinette und so
weiter. Minimalismus ist in seinen Arrangements
Trumpf genauso wie Abwechslung zwischen den
einzelnen Liedern. Auf ein Solo-Piano-Stück folgt
zum Beispiel eines mit Klavier plus Streicher. Auf
diese Weise entsteht eine vielseitige,
gefühlsmäßig aber stets starke und in sich
schlüssige Musik von ganz eigenem Charakter, die
auch ohne Bilder betört. Mal berührt sie, mal
wühlt sie den Zuhörer auf. Schnell ist klar, dass
Tiersen es faszinierend versteht, viele
verschiedene Stimmungen auf der Klaviatur der
Emotionen anzuschlagen. Fazit: eine ebenso
außergewöhnliche wie hörenswerte CD! --Thomas
Hammerl
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1-6 von 88 Erfahrungsberichten    
> Alle 88 Good Bye, Lenin! Erfahrungsberichte anzeigen
Niemals geht man so ganz...
Erfahrungsbericht von 23Skeebob über Good Bye, Lenin!
29.05.2004


Produktbewertung des Autors:   

Humor durchschnittlich humorvoll 
Spannung wenig spannend 
Anspruch anspruchsvoll 
Action: wenig 
Romantik: geht so 

Pro: hervorragende Mischung aus Tragik & Humor, Schauspieler, Regie,  .  .  .  einfach alles !
Kontra: evtl .  die falschen Erwartungen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Deutsche Filme sind schlecht. Ich weiß leider nicht, wer diese Verallgemeinerung zuerst ausgesprochen hat, aber ich weiß ganz sicher, dass dieser Satz nicht stimmt. Natürlich gibt es schlechte deutsche Filme, aber es gibt auch genügend Beispiele, die diese These entkräften. Wenn man zum Beispiel an den Klassiker „Das Boot“, den aufwühlenden Thriller „Das Experiment“ oder an die Fussball-Familientragödie „Das Wunder von Bern“ denkt, muss man zugeben: das ist großes Kino, made in Germany. Ihr seht vielleicht: ich will eine Brücke schlagen für den deutschen Film, der oftmals mit vielen – unberechtigten – Vorurteilen behaftet ist....und genau aus diesem Grund schreibe ich nun diesen Bericht.

GOOD BYE LENIN

STORY

Zunächst beginnt alles mit einem Rückblick in die Geschichte der Familie Kerner, bestehend aus Mama, Papa und den beiden Kindern Alex und Ariane. Die Kerners leben in Ost-Berlin, sind also gefangen im Sozialismus der DDR. Dem Vater ist das genug, irgendwann setzt er sich in den Westen ab, in eine bessere Zukunft und lässt seine Familie zurück.
Mutter Christiane reagiert apathisch: sie spricht wochenlang kein Wort, und als sie dann letztlich doch wieder zur Normalität zurückkehrt, sucht sie sich eine Art Ersatzehemann: ihr kleines, sozialistisches Heimatland. Sie betätigt sich sozial, wo sie nur kann, und versucht durch Eingaben (in der ciao-Terminologie bedeutet das so etwas wie „Produktvorschlag“), den Lebensstandard ihrer Genossen zu verbessern.

Schnitt. Wir finden uns nun plötzlich 12 Jahre später am selben Schauplatz wieder. Die DDR feiert ihren 40. Geburtstag, aber das Regime bröckelt schon. Auch Alex ist gegen das System und nimmt am gleichen Abend an einer Friedensdemonstration teil, die in Straßenschlachten mit der Polizei ausartet. Während er von zwei Beamten abgeführt wird, entdeckt Alex seine Mutter – sie bricht zusammen, der Anblick hat sie zutiefst geschockt.

Herzinfarkt. Christiane im Koma. Ein schwerer Schlag für Alex und Ariane. Und noch ist nicht sicher, ob sie jemals wieder aufwachen wird. Doch während Mutter Kerner um ihr Leben kämpft und Alex die Hilfsschwester Lara lieben lernt, gehen weltpolitisch unglaublich wichtige Veränderungen von sich: die Mauer fällt, die Grenzen sind offen. Ost und West werden vereint, die DDR zerfällt und wird Teil der Bundesrepublik – und somit stehen den „Ossis“ plötzlich alle Türen offen – nur Mutter Kerner nicht.

Die wacht plötzlich und unerwartet auf. Große Freude bei ihren Kindern, doch sofort die Ernüchterung: wie wird sie, die so überzeugt vom sozialistischen System und seinen Idealen war, damit zurechtkommen, dass dies plötzlich verschwunden ist? Dass die DDR plötzlich dem Kapitalismus Tür und Tor geöffnet hat. Für ihren angeschlagenen Gesundheitszustand wäre diese Aufregung wohl zu groß, die Gefahr eines zweiten Infarktes immens.
Für Alex gibt es nur eine Möglichkeit: seine Mutter muss raus aus dem Krankenhaus, zurück in die 79m²-Wohnung der Kerners. Hier soll für sie die DDR bestehen bleiben. Die Ärzte stimmen dem Plan – wenn auch widerwillig – zu. Und so lebt die DDR weiter – doch das ist gar nicht so einfach....

Ein nur grober Storyüberblick, den ich euch hier gegeben habe. Denn während des Filmes wird noch viel mehr passieren, unter anderem taucht plötzlich der verschollen geglaubte Ehemann von Christiane wieder auf. Aber ich will natürlich nicht zu viel verraten, schließlich gibt es immer noch genügend Leute, die den Film noch nicht gesehen haben.

SCHAUSPIELER

Daniel Brühl spielt Alex und der „Youngster“ zeigt auch hier, weshalb er einer der gefragtesten Jungschauspieler unseres Landes ist. Mit einer beachtlichen Natürlichkeit gibt er den Alex und kümmert sich gleichzeitig so rührend um seine Mutter, dass man ihn als Zuschauer einfach sympathisch finden muss. Seine Mimik und Gestik sind passend und man sieht ihn wirklich gerne in diesem Film. Ein hervorragender Schauspieler, der sicher erst am Anfang einer langen Karriere steht...

Allerdings kommt er nicht ganz an seine Filmmutter, gespielt von Kathrin Sass, heran. Sie liefert eine hervorragende Leistung ab, spielt die kranke, aber dennoch starke Frau hervorragend. Obgleich sie fast immer, wenn sie im Film zu sehen ist, ans Bett gefesselt ist, übt sie eine unheimlich starke Präsenz aus. Denkwürdig ist wohl die Szene, in der Christiane zum ersten Mal nach ihrem Infarkt ihr Bett verlässt und erste Schritte in das „neue“ Berlin wagt. Ihre Mimiken in dieser Szene sind grandios; sie bringt den Unglauben und die Verwirrung, die die überzeugte Sozialistin bei diesem Anblick (West-Autos oder die große Lenin-Statue, die gerade per Hubschrauber abtransportiert wird) befallen, perfekt rüber.

In den Nebenrollen sind unter anderem Maria Simon als Ariane, Chulpan Khamatova, die sehr natürlich und sympathisch Alex’ Freundin Lara spielt, der aufstrebende Florian Lukas als Alex’ bester Freund Denis, Burghart Klaußner als Vater Kerner und Michael Gwisdek, der herrlich Christianes ehemaligen Vorgesetzten Direktor Klapprath gibt, zu sehen.

Eine Schauspieltruppe, die sich sehen lassen kann und die Erwartungen auch in jeder Weise erfüllt. Man schaut den Mimen sehr gerne zu – allerdings haben die natürlich ein leichtes Spiel, verkörpern sie doch ehrliche und realistische Charaktere.

INSZENIERUNG

Die ersten Einblendungen, in denen Alex die Vorgeschichte erzählt, sind schön verwackelt mit der Handkamera aufgenommen, sollen aber die einzigen Überraschungen in der ansonsten eher biederen Inszenierung bleiben.
Der letzte Satz soll jetzt allerdings keinen Kritikpunkt darstellen – die Inszenierung ist ruhig und passt sich damit hervorragend dem Erzähltempo an.
Unterstützt von der stets passend gewählten Filmmusik wissen die Bilder allesamt zu gefallen. Mit viel Liebe zum Detail wurde von Wolfgang Becker und seiner Crew die DDR wieder zum Leben erweckt: seien es die Ost-Produkte, die realistischen Kostüme oder der obligatorische Trabant (und das sind nur die offensichtlichsten Beispiele): hier wurde viel Arbeit investiert, die sich sehen lassen kann!

Erwähnenswert wäre hier vielleicht noch, dass Alex nicht nur zu Beginn des Films, sondern auch während des Werks immer wieder als Erzähler auftritt: mehrmals erklingt seine Stimme aus dem Off, die manchmal in einem herrlich ironischen Gegensatz zu den gerade gezeigten Bildern stehen.

KRITIK

Ich hatte mir natürlich vor dem Kinobesuch schon viel versprochen. Der Trailer hatte schon, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, eine unglaubliche Faszination auf mich ausgewirkt und die vielen Reportagen und Berichte, die man vorher in den Medien lesen, sehen und hören durfte, taten ihr Übriges: meine Erwartungen waren riesig groß, als ich mich damals kurz nach Bundesstart in meinem Kinosessel niederließ. Eigentlich ist es gefährlich, wenn man die eigenen Erwartungen an einen Film so hoch schraubt, da die Gefahr dann groß ist, dass der Film die Erwartungen nicht erfüllen kann und man enttäuscht das Kino verlässt.

Aber nein. GOOD BYE LENIN hat mit Leichtigkeit all meine Erwartungen erfüllen, ja sogar übertreffen können! Das liegt vor allem daran, dass der Trailer eine reine Komödie suggeriert – dabei ist der Film weit mehr als das! Ich war nach dem Kinobesuch völlig begeistert; so begeistert, dass dieser Film nach „Crazy“ der erste Film ist, den ich mir zweimal im Kino angesehen habe. Die Gründe meiner Begeisterung könnt ihr hier nachlesen...

Einiges habe ich ja schon angesprochen: die Schauspielerriege spielt absolut überzeugend und weiß bis in die kleinsten Nebenrollen zu gefallen. Das liegt aber auch an den Charakteren: diese sind so realistisch und auch sympathisch gezeichnet, dass man sie alle lieb gewinnt. Es gibt ja in fast jedem Film einen Charakter, der nervig ist oder der so negativ dargestellt wird, dass man keinerlei Sympathie für ihn empfinden kann. Hier ist das ganz anders: man leidet als Zuschauer richtig mit Alex mit, wenn der feststellen muss, dass der Supermarkt plötzlich alle Ost-Marken aus dem Sortiment gestrichen hat oder wenn die Ersparnisse der Kerners nicht mehr in D-Mark umgetauscht werden können, weil die Umtauschfrist abgelaufen ist.
Selbst dem Vater von Alex und Ariane, der gegen Ende des Films eine wichtige Rolle spielt, kann man keineswegs böse sein, obwohl sein Charakter vorher ausschließlich negativ besetzt ist: was soll man von einem Vater halten, der einfach seine Frau und die Kinder verlässt, um selbst ein angenehmeres Leben zu führen, sich danach aber nicht mehr bei seiner Familie meldet? Aber spätestens, wenn man den betroffenen Gesichtsausdruck von – von Burghart Klaußner dargestellten – Vater Kerner sieht, als er erfährt, was mit seiner Frau geschehen ist, kann man diesem Mann nicht mehr böse sein.

Wie auch schon kurz angesprochen, lässt der Trailer eine eher seichte Komödie vermuten. Zugegeben, der Film hat seine witzigen Momente, und mehr als einmal muss man schmunzeln: beispielsweise, wenn Christianes ehemaliger Chef sturzbetrunken auf der inszenierten Geburtstagsfeier auftaucht und versucht, eine Rede für Christiane zu halten: köstlich, auch durch das in dieser Szene grandiose Spiel von Michael Gwisdek.
Aber vielleicht war es falsch, den Trailer fast nur auf die komischen Szenen des Filmes zu reduzieren; ich glaube, dass viele Kinogänger mit einer verzerrten Erwartungshaltung ins Kino gegangen sind und hinterher enttäuscht waren, weil sie seltener lachen durfte als erhofft.

Doch was diese Kinogänger dem Film als Nachteil ankreiden, lässt sich gleichzeitig als großer Vorteil ausmachen: der Film ist weit mehr als eine Komödie, er ist gleichzeitig Drama, Romanze & Tragödie. Viele unterschiedliche Emotionen werden vom Film hervorgerufen.
Nach wenigen Filmminuten wird ein Protestmarsch gegen das sozialistische Regime gezeigt, bei dem auch Alex teilnimmt. Irgendwann treffen die Protestierenden auf die Polizei und die folgenden Sekunden sind nicht leicht verdaulich: schonungslos wird gezeigt, wie die Polizisten auf die Protestierenden einprügeln, auch wenn sie schon am Boden liegen. Ähnlich gefühlsbetont geht es weiter, wenn Alex’ Mutter auf der Straße zusammenbricht.
Diese Szenen gehen ans Herz, weil sie so ehrlich inszeniert sind.

Die Geschichte – obgleich zunächst recht abstrus – ist glaubwürdig. Eigentlich wird nur die ungewöhnliche Geschichte einer Familie, die direkt von der Maueröffnung und der Wiedervereinigung betroffen ist. Das alles ist eine absolut perfekte Mischung aus lustigen und emotionalen Szenen – ganz große Klasse, wie Becker den Film aufgebaut hat. Das von ihm zusammen mit Bernd Lichtenberg verfasste Drehbuch ist perfekt ausbalanciert. Jedes Mal, wenn Gefahr bestehen könnte, dass der Film zu emotional oder zu langatmig werden würde, wird er wieder aufgelockert. Es ist ganz einfach die Mischung, die diesen Film ausmacht und ihm gleichzeitig Anspruch verleiht.
Obgleich die Grundstory recht einfach ist, gibt es viele Nebenplots, die allesamt zu einem harmonischen Ganzen zusammengeführt werden. Da wäre zum Beispiel Sigmund Jähn, der erste DDR-Bürger im All, der Alex’ großes Vorbild war, als dieser noch ein kleiner Junge war und den Alex plötzlich persönlich trifft – als Taxifahrer. Oder die Liebesgeschichte zwischen Alex und Hilfsschwester Lara. Selbst die ist so glaubwürdig dargestellt, dass sie keinesfalls nervig oder gezwungen wirkt, wie das in so vielen Filmen der Fall ist. Gleichzeitig wirkt der Film aber auch nicht mit Nebenplots überladen – eben die ausgewogene Mischung, die ich schon ansprach.

Sehr positiv ist, dass Beckers Film die DDR nicht ins Lächerliche zieht; ein heikles Thema, das leicht in die Hose gehen kann: Witze über die DDR werden kritisch beäugt, daher muss man den schmalen Grad zwischen Satire & Ernsthaftigkeit meistern, was Becker außerordentlich gelingt. Mit recht einfachen Mitteln: er zeigt auch die guten Seiten der DDR, er lässt die DDR-Bürger in einem guten Licht erscheinen und er zeigt auch, dass nach der Wende nicht alle Probleme mit einem Schlag beseitigt wurden. Dass kleine Seitenhiebe da nicht ausbleiben (Beispiel: Trabant), ist logisch. Becker nimmt sein Thema dennoch ernst – was den Effekt hat, dass der Film sowohl von „Ossis“ und „Wessis“ gesehen und genossen werden kann.

Gleichzeitig aber muss man auch feststellen, dass es im Film natürlich um mehr geht als die Wiedervereinigung. Es geht allgemein um das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Kerners halten auch im wiedervereinten Deutschland trotz schwerer Schicksalsschläge zusammen wie Pech und Schwefel. Auch dieses tiefe Gefühl der Fürsorge und Zuneigung macht den Film liebens- und absolut sehenswert.

FAZIT

So sehr ich auch überlege, mir fällt kein gravierender Kritikpunkt ein, den ich dem Film ankreiden könnte. Wolfgang Becker ist der wohl qualitativ hochwertige deutsche Film der letzten Jahre gelungen. Der Erfolg im In- und Ausland ist ein deutlicher Hinweis darauf.

Alles an diesem Film scheint perfekt zu sein: die wohlbalancierte Story, die trotz zahlreicher Nebenplots nie überladen wirkt und niemals ins Langatmige abdriftet, die herausragende Schauspielerriege, in der sowohl unbekannte als auch bekannte deutsche Schauspieler ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis stellen, oder die vielen echten Emotionen, die der Film nicht nur zeigt, sondern auch beim Zuschauer hervorruft.

Wolfgang Beckers Beitrag zur Wiedervereinigung ist ein Pflichtfilm. Ein Film, der bewegt. Ein Film, der aber auch bestens unterhält. Und wohl gerade deshalb so gut.
Daher – ohne jeden Zweifel – fünf Sterne für dieses absolute Meisterwerk aus deutschen Landen. Und eine eindringliche Empfehlung an all die, denen dieser Film bisher – aus welchen Gründen auch immer – entgangen ist: Anschauen!

Viele Grüße, Holger.

Kurzer Nachtrag:
Es ist ja inzwischen schon eine ganze Weile her, dass der Film in unseren Kinos lief. Daher ist es inzwischen auch möglich, den Film auf DVD oder VHS ins heimische Wohnzimmer zu holen. Eine „normale“ DVD-Version für ca. 20€ (die aber auch schon über einige sehenswerte Extras verfügt) ist ebenso erhältlich wie eine umfassende Box, bestehend aus drei DVDs, die mit allerhand Extras und Zusatzinformationen zum Film vollgepackt sind. Die Kosten für diese „Special Edition“ dürften bei etwa 30 € liegen.
   

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