Good Bye, Lenin!

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!! DIE DDR LEBT AUF 79qm WEITER !!

4  18.02.2003

Pro:
super Story, sehr gute Schauspieler

Kontra:
oft ein wenig zu langatmig

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


LimpBizkitNo.01

Über sich: YEAH, die ersten 125.ooo !!! Jetzt sind es nur noch 125.ooo / wer hilft mir beim endspurt *ggg*_ L...

Mitglied seit:25.05.2002

Erfahrungsberichte:94

Vertrauende:86

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 127 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

da ich ja nun glücklicherweise Ferien habe und in der Nacht nichts zu tun habe, habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder einen Bericht zu schreiben. Zwar wollte ich noch über das Soulfly Konzert schreiben, aber da ich heute mit ein paar Freunden im Kino war verschiebe ich die ganze Sache halt ein wenig *g* Wie ihr ja schon oben lesen konntet soll es nun um den Film „Good Bye Lenin“ gehen. Ich werde nun versuchen meine Eindrücke, sowie ein paar genauere Informationen über den Film wiederzugeben. Ich wünsche euch also viel Spaß beim Lesen !

Im Vorfeld habe ich mich ja schon ein wenig genauer mit diesem Film beschäftigt, sodass ich immer mehr Lust bekam, ihn mir einfach mal anzuschauen. Schon der geschichtliche Hintergrund und die guten Filmkritiken weckten immer mehr Interesse in mir. Als mich mein Freund dann heute fragte ob ich denn mitkommen wolle sagte ich natürlich ja und auf ging es in den Saale Park. Wir gingen in die 17,30Uhr Vorstellung und bezahlten 4,60 €uro. Ob der Preis gerechtfertigt war werdet ihr noch früh genug erfahren, also geduldet euch noch ein wenig *g*


Beginnen möchte ich mit dem Inhalt des Filmes, welchen ich euch nun ein wenig näher bringen möchte. Alles spielt (natürlich) in der DDR, so um das Jahr 1978. Dort lebt Alex Kerner (Daniel Brühl) mit seiner Mutter Christiane (Katrin Saß) und seiner Schwester Ariane (Maria Simon) in einer 79qm kleinen Wohnung. Der Vater von Alex ist in den Westen gegangen und dort mit einer anderen Frau durchgebrannt. Deshalb kommt er auch nicht wieder nach Hause und die beiden „Kinder“ müssen nun ohne Vater aufwachsen. Dies schockte die Mutter so, dass sie in die Psychiatrie eingeliefert werden muss, da sie zu niemandem mehr ein Wort sagt. Nach der erfolgreichen Behandlung wird sie dann aber wieder nach Hause geschickt. Jedoch ist sie nun ein ganz anderer Mensch geworden. Sie engagiert sich nun für den Aufbau des Sozialismus und versucht sich in sehr vielen Dingen zu behaupten.

Dies missfällt Alex jedoch sehr und deshalb nimmt er (wie so viele andere) an Demonstrationen teil, da alle gegen die bestehende Politik sind. Auf dieser Demonstration lernt er Lara (Chulpan Khamatova) eine junge und hübsche Frau aus Russland kenne, welche ihm das Leben rettet, da er fast an einem Stück Apfel erstickt wäre *g*. Er fand sie sehr sympathisch, jedoch wurde sein Gespräch durch die Volkspolizei unterbrochen, da diese die nun gewaltsame Demonstration auflösen wollte. Alex war nun mitten drin und wurde auch sofort von 2 Volkspolizisten festgenommen. Jedoch kommt zufälligerweise gerade Alex` Mutter vorbei und bricht vor entsetzen zusammen, da sie wahrscheinlich von ihrem Sohn sehr enttäuscht ist. Dabei erleidet sie einen Herzinfarkt und da sie erst recht spät behandelt werden konnte fällt sie ein achtmonatiges Koma. Während ihrer Abstinenz verpasst sie so einige wichtige Dinge, wie den Fall der Mauer, die Wiedervereinigung, den Abgang Honeckers und natürlich die Entwicklung und die Veränderungen ihrer Kinder.

Als ob dies noch nicht genug wäre verliert Alex auch noch seinen Job als Fernsehmonteur, da seine Firma abgewickelt wird. Aber glücklicherweise findet er bei einem Westberliner Unternehmen eine Job als Satellitenschüsselverkäufer und fährt nun mit seinem neuen Arbeitskollegen und späteren besten Freund Denis (Florian Lukas) von Haus zu Haus und bringt Satellitenschüsseln an. Da seine Mutter immer noch im Koma liegt besucht Alex sie täglich und trifft bei dieser Gelegenheit zufällig Lara wieder, welche nun als Krankenschwester angestellt ist und sich rührend um seine Mutter kümmert. Alex passt nun jede Früh- und Spätschicht ab um sich mit ihr zu treffen und so kommen sich beide immer näher, bis sie schließlich ihr erstes Date haben. Alex` Schwester ist nun mit dem Burger King Verkäufer Wessi Rainer (Alexander Beyer) zusammen und bekommt auch von ihm ein Kind. Außerdem hat sie nun auch eine Stelle bei Burger King.

Gerade, wenn sich Lara und Alex zum ersten mal richtig ausgiebig knutschen wacht Alex` Mutter nach 8 Monaten auf und dann beginnt auch schon das Problem. Natürlich waren alle sehr froh, dass die Mutter überlebt hat, da dies ja von Anfang an sehr fraglich war, jedoch riet ihnen der Arzt jegliche Aufregungen zu vermeiden und dies ist wirklich sehr sehr schwierig, nach all diesen brutalen Änderungen, die es in Deutschland gegeben hat. Da Alex nun Angst hatte, dass sich jemand im Krankenhaus verquatschen würde, beschloss er seine Mutter auf eigene Verantwortung mit nach Hause zu nehmen. Nun wurden die neuen Möbel wieder rausgeschmissen und die ganzen alten Möbel, sowie die alten Kleidungsstücke wurden wieder zurückgeholt, da ja alles wie vor der Wende erscheinen sollte. Diese Unternehmen wurde jedoch schwieriger, als vorerst gedacht.

Denn nun sausten nämlich Coca Cola Trucks durch die Straßen, die Supermärkte wurden neu aufgefüllt und die alten DDR Produkte wurden aus dem Sortiment genommen. Außerdem wurde ja der Trabbi durch verschiedenste andere Autotypen ersetzt und durch die Lüfte flogen Zeppeline mit Zigarettenwerbung. Spätestens als Alex` Mutter Fernsehen schauen wollte wurde es sehr eng. Da es ja nun die „Aktuelle Kamera“ nicht mehr gab inszenierte er mit seinem besten Freund Denis die unterschiedlichsten eigenen Nachrichten. Auch als die Mutter Spreewaldgurken essen wollte bekam es Alex mit geschickten Tricks hin. Ob sein Spiel nun weiterhin aufging und ob die Mutter es später noch rausbekommen hat müsst ihr schon selber herausfinden, da ich euch jetzt nicht die Spannung nehmen möchte.


Jetzt möchte ich zu den einzelnen Schauspielern noch einige Worte verlieren, da ich mich vorher wirklich sehr fragte, ob die Schauspieler in ihren Schwierigen Rollen zurechtkommen würden. Beginnen möchte ich mit der Mutter Christiane (Katrin Saß), welche sich in ihrer Rolle ja nicht sonderlich bewegen musste, da sie die meiste Zeit im Bett lag. Dies hört sich zwar leicht an, ist es aber keinesfalls. Sie spielte ihre Rolle wirklich sehr gut, da sie ja eine engagierte und gutgläubige Mutter zweier Kinder spielen sollte. Auch die Szene in der Psychiatrie und zum ersten mal auf freier Straße konnte sie wie ich finde sehr überzeugend rüberbringen. Ich finde sie eignete sich für diese Rolle wirklich sehr gut und man kann hier keinesfalls von einer Fehlbesetzung sprechen.

Weiter geht es mit Alex` Schwester Ariane (Maria Simon), welche mehrfach vor der Entscheidung stand, der ahnungslosen Mutter die ganze Wahrheit zu erzählen. Sie hatte im Laufe des Filmes immer mehr Gefallen daran gefunden, ihr eigenes Leben mit ihrem Mann und ihrem Kind zu leben. Später bekommt sie sogar noch ein zweites Kind mit ihrem Freund. Als Verkäuferin bei Bürger King war sie auch die Erste, die Alex` und ihren Vater (Burghart Klaußner) sah. Ihre Rolle spielte sie ebenfalls sehr gut, sodass ich auch bei ihr von einer sehr gut ausgewählten Besetzung sprechen kann.

Die Hauptperson in diesem Film ist Alex Kerner (Daniel Brühl), welcher sich im ganzen Film bemüht, die Wahrheit vor seiner Mutter zu verstecken und ihr das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Er machte auf mich eigentlich einen sehr sympathischen Eindruck und glänzte im größten Teil des Filmes. Auch sein bester Freund Denis (Florian Lukas) spielte seine Rolle als hilfsbereiter Kumpel sehr gut und überzeugte durch seine teilweise lustigen Nachrichtenmoderationen. Beide fand ich ebenfalls sehr gut ausgewählt und ich kann wohl von allen Hauptdarstellern behaupten, dass sie ihre Rollen einfach nur super gespielt haben. An dieser Stelle auch ein großes Lob an Wolfgang Becker!


Nun möchte ich auch langsam zum Fazit kommen, da es nun schon sehr spät ist *g* Also mir hat dieser Film sehr gut gefallen, da er sehr lehrreich und sehr interessant für mich war. Wie ich schon sagte haben mir die Schauspieler sehr gut gefallen und ich fand sie in ihrer Rolle wirklich überzeugend. Auch der Sound und die Kameraführung fand ich sehr ansprechend. Was ich jedoch ein wenig störend fand war die Langatmigkeit, welche teilweise wirklich sehr zu spüren war. Von der Idee her war dieser Film wirklich sehr gut und ich kann auch nur jedem empfehlen, sich diesen genialen Streifen einmal anzuschauen, jedoch werde ich einen Stern abziehen, da er für mich noch nicht ganz ausgereift war, aber 4 Sterne sind ja immer noch sehr gut. Falls ihr also am Wochenende noch nichts zu tun haben solltet, dann geht doch mal ins Kino! Ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen. Hier noch einmal die wichtigsten Informationen :

Länge: 120 Minuten
Ton: DTS/Dolby Digital
Produktionsland: Deutschland
Altersbeschränkung: ab 6 Jahren
Regie: Wolfgang Becker
Genre: Komödie


Ich bedanke mich fürs Lesen, Bewerten und vielleicht sogar Kommentieren ;)
Euch noch eine ruhige Nacht und eine stressfreie Woche!

Bis später ___ Wortanzahl 1418

Bye © LB © den 18.02.03 um 1Uhr
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
StoneXY

StoneXY

17.10.2003 19:34

Mir hat er auch bis auf ein paar kleine Details gefallen. Guter Bericht! Gruß StoneXY

NiemandIstPerfekt

NiemandIstPerfekt

25.06.2003 23:20

Die DDR lebt nicht nur auf 79qm, sondern auch in Ihren Produkten weiter, die immer mehr werden. Irgendein politisches Lied fing mal an: Auferstanden aus Ruinen....Gruß Niemand ;-))

bee000

bee000

03.03.2003 21:51

Habe zwischen sh und h geschwankt... Für meinen Geschmack ein bißchen zuuuu detailliert nacherzählt, ein wenig Straffheit hätte mir sehr gut gefallen... Gruß, Sabine

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