Vielleicht liegt es an jenem ästhetischen Purismus, der offensichtlichen Zurückhaltung mit der sich die Visualität des Bildes hinter der Akzentuierung von Worten versteckt, aus dem George Clooneys Inszenierung so etwas wie elaborierte Schönheit gewinnt. Selbst die schwarz-weißen Bilder sind ... Bericht lesen
Good Night,And Good Luck
"See it now" ist Titel der Sendung des Fernsehsenders CBS, in der Reporter Edward Murrow ... mehr
und sein Produzent Fred Friendly echte Skandale aufdecken. Der Bericht über einen ehemaligen Marinepiloten, der zu unrecht aus der Armee geworfen wurde schlägt jedoch große Wellen. Der Bericht hetzt nicht nur Mitglieder der Armee, sondern auch Werbekunden und sogar den Senator McCarthy gegen das Reporterteam auf. Woraufhin sie in der nächsten Sendung McCarthy selbst zum Thema machen, der wiederum zu einem gewaltigen Gegenschlag ausholt.
AC3Sprache: Deutsch, EnglischUntertitel: DeutschUSA, 1953. Senator Joseph McCarthy inszeniert eine landesweite Hexenjagd gegen vermeintliche Kommunisten, klagt Unschuldige in Schauprozessen an und zerstört ganze Existenzen. Auch im Newsroom von CBS ist die Angst angekommen. Doch Fernseh-moderator Edward R. Murrow lässt sich nicht einschüchtern. Unter dem Motto \"Fakten statt Mutmaßungen\"" berichtet er in seiner Sendung \""See it Now\"" über einen Piloten, der ohne triftigen Grund aus der Luftwaffe ausgeschlossen wurde. Damit bringt er nicht nur die Armee, sondern auch Werbekunden und Chefetage gegen sich auf. Trotzdem bleiben er und seine Mitstreiter, angeführt von dem Produzenten Fred Friendly und dem Reporter Joe Wershba, standhaft. In der nächsten Sendung nehmen sie McCarthy selbst ins Visier. Der holt schnell zum Gegenschlag aus... Mit seiner zweiten Regiearbeit liefert Hollywood-Star George Clooney ein packendes, stilistisch perfektes und hervorragend besetztes Drama ab, das nicht nur Reporterlegende Edward R. Murrow ein Denkmal setzt, sondern die Unentbeh"
präsentiert, beleuchtet der Film vergangene Ereignisse, die bis heute Bestand haben, denn die Notwendigkeit einer freien und unabhängigen Presse ist wichtiger denn je. Innerhalb von neunzig Minuten zollen Autor/Regisseur George Clooney und sein Co-Autor Grant Heslox auf effiziente und spannende Art und Weise der journalistischen Integrität des legendären CBS-Nachrichtensprechers Edward R. Murrow Tribut, der die um sich greifende und übereifrige antikommunistische Hetzjagd des Senators von Wisconsin Joseph McCarthy in den Jahre 1953 und 1954 anklagte und sich als Wahrheitssuchender gegenüber den Machenschaften von Unternehmen und Regierung ruhmreich hervortat. Murrow, gespielt von David Strathairn, ist ein hartnäckiger Realist, der sich durchaus bewusst ist, welche schmierigen Taktiken gegen ihn in Einsatz kommen werden. Clooney liefert als Murrows Produzent von "See It Now" und engstem Vertrauten Fred Friendly die nötige Unterstützung, was zusammen mit dem Chef von CBS, William Paley (Frank Langella), der trotz ständiger Bedrohung durch Repressionen Murrows Seite vertritt, ein tapferes, aber nicht gänzlich furchtloses Triumvirat senderseitiger Unbeugsamkeit bildet. Clooney (Sohn des lange Jahre in Cincinnatti als Nachrichtenmann tätigen Nick Clooney), der durch die klare Schwarzweißfotografie von Robert Elswit die elektrisierende Atmosphäre innerhalb des CBS-Fernsehstudios während der frühen Jahre des Fernsehens einfängt, beweist seine Fähigkeiten als Regisseur, indem er große Themen und eine angesehene Besetzung nutzt und sich bei ethisch komplexen Themen nie durch Vereinfachungen aus der Verantwortung stiehlt. Good Night and Good Luck ist schon jetzt ein Klassiker, der sicher all jene Auszeichnungen verdient, die er erhalten dürfte. Jeff Shannon
vermeintliche Kommunisten, klagt Unschuldige in Schauprozessen an und zerstört ganze Existenzen. Auch im Newsroom von CBS ist die Angst angekommen. Doch Fernseh-moderator Edward R. Murrow lässt sich nicht einschüchtern. Unter dem Motto "Fakten statt Mutmassungen" berichtet er in seiner Sendung "See it Now" über einen Piloten, der ohne triftigen Grund aus der Luftwaffe ausgeschlossen wurde. Damit bringt er nicht nur die Armee, sondern auch Werbekunden und Chefetage gegen sich auf. Trotzdem bleiben er und seine Mitstreiter, angeführt von dem Produzenten Fred Friendly und dem Reporter Joe Wershba, standhaft. In der nächsten Sendung nehmen sie McCarthy selbst ins Visier. Der holt schnell zum Gegenschlag aus... Mit seiner zweiten Regiearbeit liefert Hollywood-Star George Clooney ein packendes, stilistisch perfektes und hervorragend besetztes Drama ab, das nicht nur Reporterlegende Edward R. Murrow ein Denkmal setzt, sondern die Unentbehrlichkeit unabhängigen Journalismus' vor Augen führt. Der Film wurde für sechs Oscars nominiert und gewann die Preise für das beste Drehbuch und den besten Hauptdarsteller auf dem Festival in Venedig wie auch den Europäischen Filmpreis für den besten Nicht-Europäischen Film 2005.
vermeintliche Kommunisten, klagt Unschuldige in Schauprozessen an und zerstört ganze Existenzen. Auch im Newsroom von CBS ist die Angst angekommen. Doch Fernseh-moderator Edward R. Murrow lässt sich nicht einschüchtern. Unter dem Motto "Fakten statt Mutmassungen" berichtet er in seiner Sendung "See it Now" über einen Piloten, der ohne triftigen Grund aus der Luftwaffe ausgeschlossen wurde. Damit bringt er nicht nur die Armee, sondern auch Werbekunden und Chefetage gegen sich auf. Trotzdem bleiben er und seine Mitstreiter, angeführt von dem Produzenten Fred Friendly und dem Reporter Joe Wershba, standhaft. In der nächsten Sendung nehmen sie McCarthy selbst ins Visier. Der holt schnell zum Gegenschlag aus... Mit seiner zweiten Regiearbeit liefert Hollywood-Star George Clooney ein packendes, stilistisch perfektes und hervorragend besetztes Drama ab, das nicht nur Reporterlegende Edward R. Murrow ein Denkmal setzt, sondern die Unentbehrlichkeit unabhängigen Journalismus' vor Augen führt. Der Film wurde für sechs Oscars nominiert und gewann die Preise für das beste Drehbuch und den besten Hauptdarsteller auf dem Festival in Venedig wie auch den Europäischen Filmpreis für den besten Nicht-Europäischen Film 2005.
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Erfahrungsbericht von JerryMaguire über Good Night, And Good Luck 14.04.2006
Produktbewertung des Autors:
Pro:
wahrscheinlich der beste Film des Jahres
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Vielleicht liegt es an jenem ästhetischen Purismus, der offensichtlichen Zurückhaltung mit der sich die Visualität des Bildes hinter der Akzentuierung von Worten versteckt, aus dem George Clooneys Inszenierung so etwas wie elaborierte Schönheit gewinnt. Selbst die schwarz-weißen Bilder sind auf ein Minimum an Strahlkraft zurückgeschraubt, vermischen sich mit den permanenten Schwaden von Zigarettenrauch zu einem vagen Grau, einer Atmosphäre des Konspirativen, einem Anflug von nostalgischer Rückschau, einem Blick zurück auf die Anfänge des Fernsehens, der medialen Verantwortung inmitten einer ausufernden Form der Willkür - die Ära Mccarthy als Sinnbild schwankender Ideologien.
Die Kommunistenhatz des Senators Joseph R. McCarthy, der aus tiefster und patriotischer Überzeugung an einer Infiltration des amerikanischen Staatsapparates durch kommunistische Spione und Sympathisanten festhielt, entwickelte in den 50er Jahren eine methodische Konsequenz, die umso erschreckender erschien, konnte diese undurchsichtige Situation, geschaffen aus Angst, Unwissenheit und Misstrauen, doch aus einer scheinbar gefestigten Demokratie heraus entstehen, die sich nun ihrer eigenen Werte beraubte. Als Hexenjagd tituliert folgte zahlreicher Verunglimpfungen zu Unrecht Verdächtigter und faktisch falscher Behauptungen, der gezielte Ausschluss mutmaßlicher Kollaborateure, die in dieser oder jener Form kommunistische Kontakte besaßen. Terror und Hysterie waren die Folge.
Clooney konzentriert sich in der filmischen Aufbereitung dieser Ereignisse auf die räumlichen Beschränkungen, die er sich selbst auferlegt. Mittelpunkt der Handlung ist das Produktionsgebäude des Fernsehsender CBS - Columbia Broadcasting Systems. Es ist eng, es scheint dunkel, Rauchverhangen sind die meisten der karg ausgestatten Büros und Studios. Hier entstehen Nachrichten, hier wird aus einer einfachen Meldung ein landesweites Problem. Das Produktionsteam um den bereits zu Lebzeiten legendären Edward R. Murrow (David Strathairn) zielt in der Berichterstattung direkt auf McCarthy und seine Kommission, ein schmaler Grat, der zwischen politischer Stellungnahme und der Gefährdung eigener Glaubhaftigkeit den gesamten Sender vor eine innere Zerreißprobe stellt.
Von außen werden die Informationen an Murrow und sein Team herangetragen. In ihrem eigenen Mikrokosmos existiert nur eine vorgegaukelte Sicherheit, doch jedem Zweifel zum Trotz attackieren sie McCarthy dort, wo sich viele aus Furcht um die eigene Courage zurückziehen. Es ist ein patriotisches Statement, das George Clooney in dokumentarischer Reinheit wiedergibt, die Aktualität des Sujets wohl beachtend. In Worten wird da gefochten, mit Präzision und Prägnanz erkämpft sich Murrow eine Position der Standhaftigkeit, der Fernsehjournalismus ist an dieser Stelle das, was er sein soll. Information, Weitergabe von Wissen, kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigem Chaos. Die Dialoge sind brillant, dennoch sind es vor allem Murrows Monologe, deren imposanter Vortrag die Bedeutung jeder Silbe auf ein Maximum potenziert. Clooney inszeniert hier eine Ikone, doch ohne Mittel der Überhöhung oder Übertreibung, Simplifikation ist auch hier die regierende Triebfeder, was gesagt wird steht für sich, was getan wird zählt. Das alles ist spannend und lehrreich zugleich, in höchstem Maße anspruchsvoll und unbequem. Die Akkuratesse mit der sowohl Wort und Bild korrespondieren erreicht eine faszinierend hochwertige Qualität, die man in all den politischen Filmen der letzten Jahre in dieser stilistisch einprägsamen und klassischen Form selten gesehen hat.
Irgendwo ist dies auch die Geschichte des kleinen, aufrichtigen Mannes, der sich gegen seine eigene Regierung stellt, sein eigenes Ego opfert, um der höheren Sache zu dienen. Clooney erzählt uns auch diese Geschichte, weil sie Teil des Gesamten ist, doch niemals stellt sich die Frage nach pathetischer Übertreibung oder gar moralischem Zeigefinger. Es ist ihm ein Meisterwerk gelungen, ein Film über das Fernsehen, über die Menschen hinter den Nachrichten, ein klassisches Stück Zeitgeschichte, aufklärend, ungestüm, dokumentarisch, unterbrochen von der nostalgischen Coolness der 50er, repräsentativ in wunderbaren Jazz-Klängen zu der großartigen Stimme von Diane Reeves. Ein Ensemblefilm, herausragend besetzt, fulminant gespielt - und ganz ohne Übertreibung - mit David Strathairn in einer Lebensleistung. So unaufdringlich wie der Film beginnt endet er auch wieder, seiner eigenen Zurückhaltung entsprechend, um die eigene Bedeutung wissend. Ein ganz großer Film.
Pro: brilliante Bilder und Schauspieler, sehr interessantes Thema Kontra: nichts
Dass die Medien einen wichtigen Einfluss auf die Menschen haben, ist wohl allgemein bekannt. Auch wenn dieser auf Anhieb nicht unbedingt bemerkbar sein muss. Beim Fernsehen wird der Einfluss vor allem an einem Merkmal deutlich: Nahezu jeder Haushalt besit ...
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Dort wo die Vergangenheit eine intelligente Reflexion der Gegenwart ist, erreichen Regisseure und Produzenten bei mir oftmals einen Punkt, an dem ich mich vor Respekt verneige. Der Schmelztiegel an geballter Zelluloidpower, ausgehend von einer vergangenen ...
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Pro: Intelligent, gute Schauspieler Kontra: zu spannungsarm
Ist George Clooney mit seiner zweiten Regiearbeit ein anspruchsvoller Film gelungen? Ja, definitiv. Ist George Clooney ein spannender Film gelungen? Daran kann man zweifeln."GNAGL" erfordert Hintergrundwissen und das nicht zu knapp."Wer McCarthy ist, welc ...
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Pro: Thematik, Aktualität, politischer Film, gute Darsteller, anspruchsvoll Kontra: Es fehlt an Dramatik und Spannung
Die USA kämpfen für die Freiheit - die eigene und die der westlichen Welt. In den USA selbst müssen dafür aber angeblich die Freiheitsrechte eingeschränkt werden. Menschen werden ohne Prozess verurteilt und diese Urteile gründen sich nicht auf Beweisen un ...
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Pro: Schwarz-Weiß Aufnahme erhöhen Authentizität; sehr gute schauspielerische Leistung; sehr gutes Bild der damaligen Verfolgung von Kommunisten; Kritik an den Massenmedien / politischen Machenschaften auch heute gültig; kein Film für die Masse Kontra: 93 Minuten können kurz vorkommen; wenige Handlungsorte
Einleitung:
Wie es die Ironie so möchte, verfasse ich in kurzer Zeit einen erneuten Bericht zu einem Kinofilm mit (und dieses Mal auch von) George Clooney. Als George Clooney in meinem Bericht "Clooney in der Falle des Hinterzimmer-Gemauschels" ...
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...Good Night, and Good Luck
Der Film GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK von George Clooney kam am 06.April 2006 in die Kinos, ist seit 10. Oktober als DVD im Verleih und seit 17. November im Verkauf erhältlich.
● INHALT:
In den frühen 50er Jahren startet der republikanische Senator Joseph Raymond McCarthy eine rücksichtslose Kampagne und einen Kreuzzug gegen vermeintliche Kommunisten. Doch der CBS -Fernsehjournalist Edward Murrow (David Strathairn) macht solch einen Fall in seiner Nachrichtensendung "See it Now" publik und zeigt einen Bericht über ein zu Unrecht suspendierten Air-Force-Piloten. Dadurch gerät er und sein Team in die Schusslinie der Regierung und sie müssen sich nun entscheiden ob sie weiterhin dem Druck von außen standhalten oder versuchen mit ihren Sen...
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Pro: wichtiges Thema, gute Geschichtsstunde Kontra: als Film funktioniert das für mich nicht, noch teure DVD
...interessanter als der Film selbst.
Allerdings enthüllt das Interview auch, warum der Film eben als Film nicht funktionieren kann, wenn Clooney darauf verweist, dass man dafür keine einzige Szene erfunden habe: Szenen, die eine persönliche Identifikation ermöglichen, sind eben meistens die, in denen Menschen ehrlich ihre Schwächen, Zweifel und Beweggründe zeigen, und das geschieht normalerweise nicht in öffentlichen Auftritten, die hinterher von anderen bezeugt werden könnten.
Das Interview geht dann geben Ende noch weit über Themen dieses Films hinaus, so dass auch Clooney-Fans noch ein wenig auf ihre Kosten kommen.
Auch das Interview ist natürlich auf Englisch mit deutschen Untertiteln.
"Filmfestival Venedig Special":
Das sind einfach nur mit Musik unterlegte Bilder vom Filmfestival, mit Stars und Sternchen und allem, was dazu gehört, und was...
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...eine Problemkette heraufbeschwört, deren Auswirkungen für alle spürbar sind. So bricht niemand den Teufelskreis, der durch einen Schuss zweier marokkanischer Jungen ausgelöst wurde.
Dabei wirken die Episoden unheimlich kompakt. Unchronologisch nähert man sich dem Kern, indem man, trotz der räumlichen Distanzen und unterschiedlicher Zeitebenen, immer den Eindruck eines großen Zusammenhangs vermittelt. Verantwortlich dafür sind in erster Linie Rodrigo Prieto (Kamera) und Stephen Mirrione (Schnitt). Präzise fängt Prietro ("Brokeback Mountain") in dokumentarischer Stilistik, im Wechsel zwischen Nähe und Entfernung, herrliche Bilder der Originalschauplätze der umfassenden Länder ein. Verdichtet wird das Geschehenen durch die Montage von Mirrione (ebenso hervorragend in "Good Night, and Good Luck."), der zeitliche Differenzen egalisiert, so dass...
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