Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Soundtrack, Kürze des Films, Kult |
| Kontra: |
Tonspur, Regie, Kamera, Story, Hauptdarstellerin |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Vor wenigen Tagen hab ich mich mit Lady Alexa unterhalten, und wir waren uns schnell einig, dass mehr Horrorfilme hier vorgestellte werden müssen. Da haben wir dann mal ausführlich überlegt was da noch so interessant wäre und ich hab ihr dann einen Film versprochen den sie garantiert noch nicht kennt. Et Voila das ist das Ergebnis und ich widme das Ganze natürlich Ihrer Ladyschaft Alexa und hoffe auch Euch gefällt der nun folgende Bericht!
Inhalt:
Eine Geheimformel wurde von der Laborassistentin Dawn Day gestohlen, die der seltsame Dr. Witman unbedingt wieder haben will. Dazu ist ihm jedes Mittel recht und er engagiert den wohl verlaustesten Privatschnüffler den er auftreiben kann. Chase Barr ist jedoch nicht nur verlaust sondern auch erfolglos und naiv, was ja nur bedeuten kann, dass er sofort eine Fährte findet und Dawn Day effektiv verfolgen kann. Doch diese hinterlässt inzwischen auch eine blutige Spur, bei der es auch mal vorkommen kann, dass ein Penis abgebissen wird. Nun gut sie hat ihre Prinzipien wenn es um Safer Sex geht.
Aber dennoch lässt der liebe Chase nicht locker, denn es gibt ja beim Beobachten auch viel zu sehen. Unsere kleine Dawn war nämlich auch freiberufliche Prostituierte, die nicht nur sehr unästhetische Striptease hinlegen kann, sondern auch auf Männlein wie Weiblein steht.
Aber was ist das. Männlein und Weiblein reichen ja noch nicht! Es gibt auch noch eine Toy-Show auf einem Friedhof! Das doch super!
Doch was hat es mit der Spritze auf sich, die die liebe Dawn in ihren Dildo stecken kann? Wieso will sie den Dildo grün leuchtende Flüssigkeit spritzen lassen? Ist das nun in?
Nein! Es ist das große Geheimnis der Formel, das unser Freund Chase sehr schnell durch eine Zombieattacke kennenlernt. Das grüne Zeug reanimiert Untote! (Ähm was soll grünes Zeug auch anderes können im Film?)
Folglich ist es nun klar! Unsere Dawn ist eine "Untote-Zombie-Hure-mit-Ausbildung-zur-Laborassistentin" (Ich wette das wird irgendwann ein Troma-Titel) und braucht Unmengen Blut und Dildospiele um am Leben zu bleiben.
Nur Chase ist da eben ein Dorn im Auge, da er die doch sehr verständliche Situation in Dawns Leben nicht verstehen will. Was kann man da tun? Klar! Einen furchtbar sinnlosen Monolog über die Grausamkeiten des Lebens führen und hoffen, dass das Opfer an Hirnblutungen stirbt. Und wenn das nicht hilft eben durch rektale Reanimation einen Zombie erschaffen und auf Chase hetzen.
Dummerweise stirbt der Kerl nur einfach nie! Ein wenig angeknabbert beginnt er nur langsam auch auf Frauen zu stehen (das war bis zu diesem Zeitpunkt nicht sicher!!!) und sich nach ein wenig Flüssigkeitsaustausch zu sehnen. Doch bevor er zuschlägt will er seinen Fall lösen und die kleine Dawn vernichten.
Klar!!! Das wäre nun eine schöne Stelle um die Story zu beenden, aber hey, der Film bietet
noch so viele Höhepunkte, da muss ich einfach noch weitermachen! *g*
Während also Chase auf die Jagd geht ist Dawn inzwischen schon wieder mal geil und fand ihren Weg zu den "Grabbers". Einer Band in einer Hinterhofhalle, die aus grellen Perücken tragenden Freaks besteht, die ihre Körper noch weniger unter Kontrolle haben wie die Muppets und noch dämlicher sich verhalten als die drei Stooges. Zum ersten Mal verdient es in diesem Film wirklich jemand zu sterben und das passiert auch. So entstand wohl die wohl billigste Szene mit Zombies und Untoten in einer Hinterhofdisco die es je gab und auch Chase und Dawn kommen hier zu ihrem endgültigen Duell, soweit das bei Zombies geht, um den erleuchteten Dildo der Reanimation.
Stab:
Regie: Hugh Gallagher
(Gorotica, Gorgasm, Exploding Angel, Draculina Video Magazine)
Dawn: Audrey Street
(Debut)
Chase: Brady Debussey
(Gorotica, Damselvis - Daughter of Helvis, Schlechte Verlierer)
Pat: D'Lana Tunnell
(Teenage Tupelo, Schlechte Verlierer)
Witman: Paul Woodard
(Gorotica, Damselvis - Daughter of Helvis, Teenage Tupelo, Schlechte Verlierer)
Susan: Sherry Lynn Garris
(Damselvis - Daughter of Helvis -> Für Fans!!! Ihre Karriere endete da sehr schnell, aber began mit einem Synchro-Job im Duck-Tales Kinofilm *g* was für eine Karriere!!!)
VW Boy: Riley MaGill
(Damselvis - Daughter of Helvis)
Technische Daten:
Herstellungsland: USA (1994)
Original Titel: Gore Whore
Laufzeit: 69:23Min
Altersfreigabe: FSK 18
Bildformat: 1,33:1
Tonformat: Englisch Mono
Fassung:
So wie es aussieht und mir bisher nur bekannt ist, gibt es nur eine Version von dem Film und ist noch auf Tape. Dieses Tape vertrieb die Firma "ILLTex Productions" und wird nur als Band im Pappschuber in den USA verkauft.
Anmerkung:
Auf dem Cover steht übrigens vollgende Warnung:
"Not for the squeamish or easily offended!" Das wirklich herrlich! Sowas fällt nur den Amis ein als Warnung! Das ja beinah schon wie auf Zigaretten: "Nicht für Nichtraucher geeignet!"
Kritik:
*Story*
Tja tatsächlich, dieser Film hat eine Story! Keine gute und sicherlich keine die bei klarem Verstand entstanden sein muss (das erklärt die vielen Marihuana Poster im Film), aber es ist eine Story mit Anfang, Wendung und Schluss. Das Dumme ist nur, dass sie tatsächlich verfilmt wurde! Die FBI Warnung vor dem Film klärt da einfach nicht genug auf! Dieser Film ist definitiv einer, der Hirnbluten verursacht und auch den Personen in Ihrem Umfeld schadet (ähm, natürlich nicht durch Berichte oder so. Also schön weiterlesen *g*). Es sind einfach ca. 70 Minuten unglaublich dämliche Dialoge, dämliche Sequenzen und absolut sinnlose Aneinanderreihungen von Idioten. Daher absoluter Kult und auf jeder Trash-Video Nacht ein muss!!!
*Regie*
Dieser Film ist tatsächlich der inzwischen dritte Streifen eines Regisseurs, der sicherlich nie die Amateur Liga verlassen hat. Oh, der Anfang klang so gut, und war einfach zu erwarten, aber der Mensch ist tatsächlich seriös geworden. Zwar nur bedingt und nicht als Regisseur, aber dieser Mann ist tatsächlich auch der Produzent von Filmen wie "Lust for Frankenstein" von Jesus (Jess) Franco, den wir ja Alle…. Naja was auch immer!
Aber vielleicht war es auch ganz gut so nur Produzent zu sein, denn von Regiearbeit hat er absolut keine Ahnung. Man merkt, dass er sich damit abgefunden hat Amateur zu sein und haut da auch voll auf die Kacke. Es ist einfach unglaublich, wie man dann dazu neigt, sinnlose Gags in so einen Film zu packen, wo selbst Dildospiele und Striptease wie ein schlechter Witz wirken.
Aber auf der anderen Seite, macht das den Film auch aus, und der Regisseur hat hier definitiv einen der kultigsten "Trash-No-Budget-Filme" gedreht den es gibt. Manchmal hilft es eben auch absolut talentfrei zu sein um Erfolge zu feiern!
*Kamera*
Als Mensch der im Medienbereich arbeitet bin ich ja normalerweise jemand der in der Lage ist ungefähr einzuschätzen, welche Kamera ein Film benutze. Doch hierfür schein ich wirklich einfach zu ungebildet zu sein und kann nicht erraten, was man so in den 90er Jahren als Second Hand alles bekommen konnte. Denn diese Kamera war sicherlich schon über ihrem natürlichen Tod hinaus und hat nicht nur Kratzer auf der Linse gehabt, die man bei starkem Lichteinfall sieht, sondern auch noch das Problem, dass das Licht oftmals falsch gebrochen wurde, beziehungsweise sowas wie weißabgleich noch nicht kannte. Aber naja für einen Amateurfilm tut es das, man ist ja da bereit einiges zu verzeihen!
*Schauspieler*
Es ist verständlich, das für die Hauptrolle nie wieder ein Job-Angebot folgte. Diese Frau kann außer böse in die Kamera schauen wirklich gar nichts. Sie kann nicht einmal nackt in einem Raum sitzen und nichts tun außer einen Spiegel zu halten. Sie wirkt wie ein nasser Sack, der irgendwo in China mal umgefallen sein muss und dann in Amerika weggeworfen wurde. Es ist wirklich grausam und was noch schlimmer ist, diese Frau kann einfach nicht erotisch mit einem Partner agieren. Nein. Definitiv eine Fehlbesetzung, die durch ihre absolute Unfähigkeit wirklich reanimiert wirkt! Super! (ähm Moment, wieso nun ein Lob? Sie ist doch lausig! Hier spielt doch wieder jemand mit der Kausalität!!!)
Vor Brady Debussey hab ich wirklich Angst bekommen, da ich einfach nicht glauben kann, dass jemand so degeneriert sein kann. Mensch der Kerl wirkt perfekt in der Rolle des verlausten Schnüfflers und wirkt auch einfach schmuddelig und das trotz sehr neuer Klamotten. Klar, der Kerl starrt dauernd in die Kamera und man sieht ihm den Gesichtsausdruck "War das nun OK???" wirklich an, aber dafür ist er auch sau doof. Der Mensch kann nicht mal gerade laufen. Man ist fasziniert wie bei einem Unfall, man ist geekelt, kann aber nicht wegsehen.
Den Rest der Crew spar ich mir nun, da hier einfach niemand dabei ist, der auch nur annähernd Talent hätte, oder nochmal in dem Geschäft auftauchte, wenn nicht der Regisseur seine Finger mit im Spiel hat. Besonders möchte ich da auch mal auf die Schauspieler der Zombiefraktion verweisen, die durch ihre Natürlichkeit wirklich wie Zombies wirkten!?
*Soundtrack*
Was denn nun los? Der Soundtrack ist ja gut! Klar die Tonspur ist Mono und schlecht gemacht. Man hört sogar das Kamerarauschen, aber da ist ein Soundtrack. Ich halt es einfach nicht aus. Teilweise klingen die Bands zwar skurril aber gut.
Hier mal eine kleine Ansammlung der doch etwas ungewöhnlichen Bandnamen worunter sich tatsächlich auch eine Band versteckt die es noch zu geben scheint.
Cyclops Joint, Festuta Mucosa, the Sacred Cow, Mestyard, Ustad Oni, Jesus Penis und (unglaublich aber wahr!) Terminus in ihren übelsten Anfängen!!! Das nenn ich mal Soundtrack und Kulturschock! Super!
*Tricktechnik*
Es gibt allein in den ersten 10 Minuten unglaublich viele Effekte, die für damalige Zeiten zwar nicht als Standard galten, aber dennoch gut gemacht waren. So sieht der abgebissenen Penis zum Beispiel ganz ordentlich aus, auch wenn es dann wieder daran scheitert, dass die Schauspielerin sich nicht wirklich Mühe gibt es szenisch zu unterstützen. (Naja als Anmerkung vielleicht. Es kommt drauf an wer den Penis benutzt. Später im Film hat noch so ein Freak das Ding in der Hand, da wirkt er sehr unnatürlich, aber lustig!)
Schön anzusehen sind auch Dinge wie ein Kehlen-Biss, der von der Wunde und vom Blutgehalt sehr gut aussieht. Das Problem sind viel mehr die Anwendungen, die ohne wirklichen Kontext passieren, und natürlich die Kategorie "wie blutet der Mensch" Richtig! Nicht in einem durchgehenden Strahl der Mal kurz eine steilere mal eine flachere Kurve fliegt. Ebenso wie verteilt sich Blut? Richtig! Nicht wie vom Pinsel nach unten getropft! Waah! Die Flecken müssen oval sein, nicht rund.
Aber ich denk das sind dann schon wieder Feinheiten die hier eh keiner erwartet, bzw. wo die Crew eh damit rechnete da schauen eh alle weg. Denn Wegschauen heißt es auch oft genug. Wenn zum Beispiel Detailaufnahmen kommen wie eine zuckende Hand, auf die etwas Blut spritzen soll, sollte man sich einfach merken, die Schläuche ganz zu verstecken und dann nicht einfach filmen, bevor man sich nicht das Bild angeschaut hat. Denn dann hätte man den Schlauch sicherlich gemerkt! Da hilft Übereifer eben leider gar Nichts und man sollte jede Einstellung prüfen.
Fazit:
Was soll ich sagen!? Ich bin stolz darauf auch diese absolute Perle des Trash zu besitzen, die so unglaublich marode schlecht ist, dass mir schon beinah Tränen der Freude in die Augen kommen. Es gibt einfach so viel wirklich Schlechtes, das nicht einmal mehr einen Unterhaltungswert hat wenn man mit Freunden um 4Uhr morgens vor dem Fernseher albert, aber dieser Film ist schlecht und unterhaltsam. Man sieht einfach die verrücktesten Ideen und freut sich schon auf die sinnlosesten Dialoge die es seit Beginn des Tonfilms gibt. Daher bekommt der Film trotz seiner wirklich katastrophalen Aufmachung und Produktion von mir 3 Sterne, da er einfach in einer sehr expliziten Horrorsammlung nicht fehlen sollte. Sozusagen Trashkult!