Groove Street for Life!
01.01.2007
Pro:
Riesige Spielwelt, viel Realismus, Missionsvielfalt( . . . )
Kontra:
-
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Kanyoka
Über sich:
Mitglied seit:16.12.2006
Erfahrungsberichte:71
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nun möchte ich euch Grand Theft Auto San Andreas aus meiner Perspektive etwas vorstellen. Allgemeine, objektive, Informationen: Du bist Carl "CJ" Johnson und kehrst nach fünf Jahren in Liberty City, zurück in deine alte Heimat Los Santos. Eigentlich wolltest du gar nicht zurückkehren, denn der Tod deines Bruders Brian und die Geschäfte deines anderen Bruders Sweet, der dich im Übrigen für den Tod Brians verantwortlich macht, waren für dich unerträglich. Doch deine Mutter kommt plötzlich ums Leben und du möchtest selbstverständlich unbedingt Abschied bei ihrer Beerdigung nehmen, so kehrst du zurück. Kaum angekommen musst du schnell realisieren, dass nichts so ist, wie es war, als du gingst. Deine ehemalige Gang hat keinen Einfluss mehr, bekämpfen sich teilweise gegenseitig; und deine Familie ist zerstritten. Dennoch hattest du vor, die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. Doch zwei korrupte Cops hindern dich daran, so musst du die Stadt wieder unter deine Kontrolle bringen.
Mein Erfahrungsbericht: Da ich schon vom Vorgänger, GTA Vice City, ein großer Fan war, war für mich klar, dass auch dieser GTA-Teil einst in meiner Sammlung verharren wird. Nach ein paar Monaten nach dem Release habe ich mir das Teil dann auch zugelegt. Verpackt war es in einem kleinen, schwarzen, dicken Karton, mit der Aufschrift "Grand Theft Auto San Andreas", und ein paar Bilder vom Spiel. In dem Karton war eine Art DVD-Box, aus Pappe, in dem sich die DVD befand, sowie ein Poster - das gleichzeitig auch eine Landkarte war - und ein Reiseführer für die Städte in San Andreas: Los Santos, San Fierro und Las Venturas, der insgesamt immerhin 78 Seiten umfasst und Informationen wie zum Beispiel Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Fortbewegungsmöglichkeiten (Flughäfen) und Ratschläge für das Nachtleben. Dazu sei gesagt, dass die Städte in San Andreas Kalifornischen Städten nachempfunden sind:
Los Santos = Los Angeles San Fierro = San Francisco Las Venturas = Las Vegas Zunächst beachtete ich den Reiseführer nicht, da ich lieber spielen wollte. Die DVD in das Laufwerk eingelegt, erschien mir auch schon der Autoplaybildschirm und ich konnte das Spiel installieren. Wie gewohnt den Installationspfad auswählen, und abwarten. Insgesamt nahm das Game 4.794.00MB (4.79GB) ein.
Nach der Installation konnte es nun endlich losgehen. Ich schlüpfte in CJ's Rolle.. Nach einem Flug mit dem Flugzeug wollte ich vom Flughafen mit einem Taxi zu dem alten Haus meiner Mutter fahren, wurde aber von zwei Polizisten gestoppt, die mir nicht nur all mein Geld abnahmen sondern mir auch einen Mord anhingen. Nachdem sie mich aus ihrem Wagen raus warfen machte ich mich mit einem Fahrrad, dass ich stahl, wieder auf den Weg zum Haus. Dort angekommen öffnete ich die Tür. Ein Szenario begann: CJ, also ich, schwelgte in Gedanken, hörte Stimmen bis plötzlich Big Smoke aus der Küche kam und mir eins überziehen versuchte. Nachdem ich ihm klar machte, dass ich CJ bin, ließ er von mir ab und begrüßte mich. Wir fuhren gemeinsam zu einem Friedhof, bei dem Sweet und meine Schwester anwesend waren. Sweet gab mir immer noch die Schuld an Brians Tod und warf mir vor, kein Sohn gewesen sein, da ich in den letzten fünf Jahren nicht da gewesen war. Kurz darauf ging das wirkliche Spielen auch schon los.
Es fing mit relativ einfachen Missionen an. Meistens musste ich den Chauffeur spielen und meinen Bruder sowie Ryder in der Gegend herumkutschieren. Von den Gangs, die San Andreas, regierten, wurde ich erstmal verschont. Allen voran machte mich Ryder, ein Mitglied der Groove Street Family (die Gang von den Johnsons) mit den Geschäften in Los Santos bekannt. Mit ihm raubte ich unter anderem die Armee aus, und war in mehreren Schießereien verwickelt. Doch auch Sweet ließ nicht auf sich warten und gab mir jede Menge Aufgaben. Einmal musste ich seine Freundin und ihn aus einem Kugelhagel befreien, einen Drogendealer platt machen und eine Crackhöhle stilllegen. Auch Kendl, die Schwester von Sweet und mir, bereitete mir ab und an Kopfschmerzen. Sie hatte einen Freund der der Latino-Gang angehörte, was Sweet nicht passte. So schickte er mich ab und an um sie zu beschatten und auf sie aufzupassen. Bei den Beschattungen wurde ich auch etwas gefragt, da ich auch Dinge wie eine Lowride-Challange bestreiten musste. Am Anfang bekam ich übrigens keine Belohnung, abgesehen von Respekt. Nach und nach jedoch arbeitete ich mich hoch und schaltete auch die anderen Städte frei, die mir weitere Missionen verschafften. Die Karte von San Andreas empfand ich beim ersten Mal überschaubar. Wurde dann aber eines besseren belehrt, als ich Zugang zu den anderen Städten erfuhr. Teilweise habe ich eine Stunde, Echtzeit, gebraucht, um von einem Ende der Karte an das andere zu fahren. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, aber ab und zu nervte es auch. Es gab eine Mission, in der ich ein Bauernfahrzeug stehlen musste, dass eine ganze Straße beanspruchte. Da massig Verkehr herrschte, hatte ich dementsprechend große Probleme - oder besser gesagt, einen immensen Zeitaufwand - bis ich mit dem Fahrzeug am Ziel eintraf. Ansonsten konnte ich, falls ich Geld hatte, mit einer Airline von einer zur anderen Stadt fliegen. Der Vorteil darin für mich war ganz klar, das es sehr viel schneller geht. Der Nachteil, dass es Geld kostet und ich es nicht beanspruchen konnte, wenn ich keins hatte. Außerdem konnte ich auch Hubschrauber und Jets "Ausleihen", um sie zu fliegen. Ich hatte jedoch Schwierigkeiten diese anständig in der Luft zu halten, und stürzte recht oft ab. Daher war das für mich eine schlechte Alternative.
Die Missionen waren wirklich einfallsreich und sagten mir meistens zu. Verfolgungsjagden und Drive-Bys machten mir am meisten Spaß, während Flugstunden und Missionen die in einer bestimmten Zeit vollendet sein mussten, mir weniger Freude bereiteten - nicht zuletzt wegen der Flugzeugsteuerung, mit der ich bis heute nicht ganz klar komme. Da ich nicht gerne unter Zeitdruck stehe, mochte ich die "Du hast XX Minuten Zeit, um dies und das zu tun" Missionen nicht. Alle anderen waren aber vielfältig und machten großen Spaß. Das Freizeitangebot ist für mich mehr als ausreichend. In Los Venturas konnte ich in Spielhallen Geld setzen um etwas zu gewinnen oder aber, wenn ich schlecht spielte, alles verlieren. Prostituierte gibt es genügend, die für 100,-(+) Dollar in meinen Wagen stiegen und mir ihre Dienste anboten. Zu sehen davon war nichts außer, dass das Auto wackelte. Daher für mich eher uninteressant. Interessanter hingegen war die Möglichkeit, mir eine Freundin zu verschaffen. Bin nach einiger Zeit auch eher zufällig auf eine solche Dame gestoßen und bekam ihre Telefonnummer und sie meine. Sie rufte mich an und ich fuhr zu ihr, um sie zum Essen einzuladen. Bemerkte während der Fahrt, dass sie es nicht mochte, wenn ich zu aggressiv fahre - was sonst meine große Leidenschaft in San Andreas war. Bis zu fünf Freundinnen konnte ich gleichzeitig haben, wobei es dann recht stressig wurde. Denn jede von ihnen wollte selbstverständlich täglich neu erobert werden. Demnach war ich mehr damit beschäftigt von einer zur anderen zu fahren, als den eigentlichen Missionen nachzugehen. Sollte ich eine meiner Freundinnen zu selten besuchen und ihr nicht genügend Beachtung schenken, verließ sie mich. Auch Eifersucht spielt in San Andreas eine große Rolle. Ich musste, wenn ich mehrere Freundinnen hatte, aufpassen, dass ich nicht von einer von ihnen beschattet wurde, wenn ich eine andere ausführte. Zum Glück wurde ich dann aber informiert und konnte gut aufpassen. Der Höhepunkt, wenn ich mich gut um sie kümmerte war, eine Nacht mit ihr zu verbringen. Auch hier gab es nicht wirklich etwas zu sehen; nur zu hören. Außerdem konnte ich Flugstunden sowie Fahrunterricht nehmen, mich in Striplockalen aufhalten und natürlich Passanten überfahren/erschießen. Sport treiben war auch kein Problem und sogar empfehlenswert, da, wenn ich durchtrainiert war, ich höhere Sprünge machen konnte und mehr Ausdauer hatte. Darüber hinaus konnte ich auch Schwimmen, was der Charaktere in der Vorgängerversion von GTA, nicht konnte.
Eine Gang, die am Ende fünf Mann stark sein konnte, wenn ich mich recht erinnere, konnte ich ebenfalls führen. Ich sprach sie an und bat sie, mir zu Folgen. Das taten sie auch, auch wenn sie dabei starben. Mit ihrer Hilfe konnte ich außerdem die verschiedenen Bezirke in Los Santos in erbitterten Straßenkämpfen mit den anderen Gangs erobern. Die Bezirke die mir gehörten, wurden grün dargestellt, währen die anderen lila waren. Nur war es mit bloßen Eroberungen nicht getan, denn die Konkurrenz wollte ihre ehemaligen Teile natürlich zurück haben. So kam es immer wieder zu kämpfen. Blöd nur, dass ich dabei immer dabei sein musste, selbst wenn ich in einer völlig anderen Stadt war. So musste ich mich entweder in ein Auto setzen, selbst fliegen oder eine Airline beanspruchen um zu kämpfen. Immobilien spielten auch bei mir eine Rolle. Häuser zu kaufen gab es mehr als genug. In jeder Stadt - auch auf Land - so musste ich teilweise lange Fahrten auf mich nehmen, um ein Haus zu kaufen. In jedem Haus konnte ich Kleidung finden, die ich zuvor in einem Laden eingekauft hatte und mich umziehen. T-Shirts, Hemden, Hosen, Ketten, Schuhe, Sonnenbrillen, Kopfbedeckungen - alles konnte ich kaufen, in einem nahezu unerschöpflichen Ausmaß. In allen Farbvariationen und vielen Marken. Kostet natürlich bis zu 8000 Dollar für eine Hose! Dies war aber nur in einem Laden so, der Luxusartikel anbot. Die Haare konnte ich mir auch schneiden lassen, wie ich wollte. Angefangen vom Afrolook bis hin zum Cesar mit Bart. Auch Tattoos waren kein Problem, fast überall konnte ich Tattoostudios finden, die mir verschiedene Bildchen anboten.
Insgesamt muss ich sagen, dass mir dieses Spiel sehr viel Spaß macht und immer noch macht. Eine Gang zu führen, Freundinnen zu haben und überhaupt einen ziemlich Realitätsnahen Alltag in einem Spiel zu führen war für mich etwas neues, zumindest in der Dimension. Wie auch im echten Leben gibt es zahlreiche korrupte Beamte, viele Morde und viele Sachen, die einfach nicht sein sollten. Was nun aber nicht negativ ist, keinesfalls. Das Ende vom Spiel hat mich überrascht, also hat man auch hier viel Wert auf eine sich drehende Geschichte gesetzt. Nein, ich verrate nix.. Nun zu den Hauptcharakteren, auf die ich im Spiel traf:
Carl "CJ" Johnson Sozusagen Ich, da ich mich in die Rolle von ihm hineinversetzen musste und seine Geschichte aufarbeitete. Ihn stört es, dass sein Bruder Sweet, ihm immer noch die Schuld am Tod Brians gibt. Außerdem ist er sehr bedrückt, wegen dem Tod seiner Mutter. Sean "Sweet" Johnson Das ist der Bruder von CJ. Eigentlich mag er CJ, doch gibt er ihm Schuld am Tod von Brian, was ihre Beziehung nicht gerade einfach macht. Außerdem ist er einer der Bosse der Groove Street Family.
Melvin "Big Smoke" Harris BS hat die Drive Street vor einiger Zeit verlassen und ist in ein Haus ein paar Blocks weiter gezogen. Dennoch ist er Mitglied der Gang und langjähriger Freund der Johnsons. Lance "Ryder" Wilson Wohnt direkt neben CJ, und ist ein guter Freund von ihm. Wie ich ihn erlebt habe, ist er meistens damit beschäftigt Gras zu rauchen und zu philosophieren. Auch festes Mitglied der Gang.
Kendl Johnson Kendl ist die Schwester von CJ und Sean. Sie ist mit einem Mann einer Latino-Gang zusammen und hat deshalb oft Streit mit ihrem Bruder Sweet. Auf CJ ist sie ebenfalls sauer, da er ihre Familie im Stich ließ. Mark "B-Dup" Wayne Wohnt nicht in der Groove Street, ist dennoch noch Mitglied der Gang. Seine Stimme hat ihm The Game verliehen, nur so nebenbei.
Jeffery "OG Loc" Martin Ein ganz lustiger Kerl, finde ich. Er versucht ein Gangstarapper zu werden, und hat deshalb mehrere Kleindelikte begannen, um ins Gefängnis zu gehen. Außerdem will er scheinbar nicht zugeben, dass er keine Texte schreiben kann, und sie deshalb klaut. Frank Tenpenny und Eddie Pulaski Das sind die zwei korrupten Polizisten, die CJ einen Mord anhängen und ihm all sein Geld abnehmen.
Zu guterletzt die Systemvoraussetzungen: Mindestanforderungen: 1Ghz Intel Pentium III oder AMD Athlon Prozessor, 256MB RAM, 64MB Grafikkarte mit DirectX-9-kompatiblen Treibern, 8x DVD-ROM-Laufwerk, 3,6GB freier Festplattenspeicher für die Minimalinstallation, DirectX-9-kompatible Stereo-Soundkarte
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01.01.2007 19:53
Hallo, hat mir gut gefallen. Interessant ........LG Anja
01.01.2007 19:49
ein übersichtlicher bericht. ich wünsche dir ein frohes neues jahr 2007.
01.01.2007 19:31
Ich kenn noch die erste Ausgabe... schon ein kleiner Unterschied. Was hast du dafür bezahlt? Grüße und happy new year, Jürgen