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"The Green Mile" läuft zur Zeit auf einem der Cinedom-Kanäle bei Premiere. Ich hatte schon viel Gutes von diesem Film gehört. Nicht nur wegen des Hauptdarstellers Tom Hanks.
Die Romanvorlage lieferte kein Geringerer als Stephen King. Und man merkt nicht immer, daß der Horrorautor seine Finger im Spiel hatte, bis auf einige mystische Elemente, bzw. Szenen im Film. 180 Minuten Film bedeutet 180 Minuten Sitzfleisch haben, aber man merkt nicht, wie schnell die Zeit vergeht, weil in den 3 Stunden nie Langeweile aufkommt.
Tom Hanks spielt den Gefängniswärter Paul Edgecomb, der sich als alter Mann daran erinnert, wie er in den 30er Jahren täglich mit zum Tode Verurteilten Gefangenen zu tun hatte. Sein Umgang mit den Insassen war immer human und freundlich, im Gegensatz zu manch anderen Wärtern.
Besonders ein Todeskandidat ließ ihn an der Richtigkeit seines Berufes zweifeln. Nämlich: der Fall des schwarzen John Coffeys, dem 2,15 Mann, der zum Tode verurteilt war, weil er angeblich 2 kleine weiße Mädchen umgebracht haben soll.
Edgecomb spürt bald am eigenen Leib, daß der Riese nur äußerlich so gefährlich ausschaut und eigentlich ein herzensguter, etwas einfältiger Mann ist, der keiner Fliege etwas antun kann. Im Gegenteil: John Coffey hat heilende Kräfte mit denen er Krankheiten von anderen in sich einsaugen und wieder aushusten kann. Auch Edgecomb kann so von seiner schweren Blasenentzündung, an der er solange litt, geheilt werden.
Es wird zu einem Gewissenskonflikt für Edgecomb und seine Kollegen, ob die Todesstrafe in diesem Fall gerechtfertig ist oder nicht, zumal Coffey auch noch völlig unschuldig zu sein scheint.
Ob der schwarze Wunderheiler auf dem elektrischen Stuhl sterben muß oder nicht, möchte ich nicht verraten, denn "The Green Mile" ist einer der Filme, den man unbedingt mal gesehen haben muß. Die traurige und etwas mystische Story ist so gut erzählt, daß man gebannt die Handlung verfolgt und bei einigen Szenen nicht die Tränen unterdrücken kann.
Vieles, was einem am Anfang als etwas Unnütz erscheint, wie die Geschichte um die kleine niedliche Maus, die von einem der Insassen gezähmt wird, entpuppt sich als wichtiger Handlungsstrang in der gesamten Story.
Ein Buch könnte nicht besser verfilmt werden. Nicht nur Tom Hanks meistert seine Rolle hervorragend, sondern auch alle anderen Darsteller und nicht zuletzt Michael Clarke Duncan, der den John Coffey verkörpert.
"The Green Mile" zählt für mich zu einem der besten Filme, die ich je gesehen habe und ist für jeden Kinofan ein Muß.
15.05.2001 18:58
...ich hab total geheult...
27.03.2001 22:35
Guter Bericht, den Film fand ich auch gut! GRuß Shafeeq
21.03.2001 10:29
Normalerweise bin ich bei King-Verfilmungen immer ein bißchen skeptisch. Aber diese hier ist wirklich sehr gut gelungen! Gruß, Matze ...