Tod, Trauer, Menschlichkeit im Block E
17.06.2001
Pro:
Tolle Schauspieler, gute Special Effekte, Spannend und Ergreifend
Kontra:
Nichts für schwache Nerven
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
mehr
 Nightlady
Über sich:
Direkt,Nicht Schüchtern, Nicht Zurückhaltend, Offen,Energiebündel, Romantisch,Manchmal auch Zärtlich...
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Vertrauende:1
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Einleitung: °°°°°°°°°° "The Green Mile", nach dem Roman von Stephen King ist ein Film, der mit großem Staraufgebot gedreht wurde. Unter anderem sind Tom Hanks „Philadelphia“ oder auch Michael Clarke Duncan „Armageddon“ in diesem eher Schockendem Film von Regisseur Frank Darabont vertreten.
Ein Film, der teils eine Düstere Atmosphäre überzeugt, und dessen völlige Handlung den Zuschauer bis zuletzt fesselt und in seinen Bann zieht. Vor allem der Blitz, der Elektrische Stuhl des Blockes E des Staatsgefängnisses und die Ereignisse, die sich stetig zuspitzen, haben mir eine Gänsehaut verursacht.
Eine Todesmeile, ein Block mit einem Gang, der aussieht wie alte Limonen, daher auch „Die Grüne Meile“ genannt, dessen Geschehnisse ihn niemals verlassen werden. Eine Art Intensivstation, wo der Befehlshabende Gefängnisaufseher Paul Edgecomb (Tom Hanks) versucht, den Menschen, die ihren schwersten Gang noch vor sich haben, wenigstens einigermaßen Ermöglicht, in Würde zu sterben.Doch die Ereignisse im Block E werden Paul Edgecomb total verändern, er sieht alles mit anderen Augen... Die Daten des Films: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die Grüne Meile Titel: The Green Mile Regisseur: Frank Darabont Stars: Tom Hanks, David Morse, Bonnie Hunt, Michael Clarke Duncan, James Cromwell Laufzeit: 181 Minuten Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Der Preis: °°°°°°°°° Den Film „Die grüne Meile habe ich mir im Edeka Center für 29,98 DM gekauft, die Videokassette ist mit dem Bild von Tom Hanks ausgerüstet und hat eine Lauflänge von 181 Minuten, danach erfolgt ein kleiner Beitrag zum Making Of zum Film mit Interviews und Sätzen von Schauspielern und Regisseur.
Der Inhalt: °°°°°°°°°°°
Die Gegenwart, ein Pflegeheim für Senioren, es blitzt und donnert und ein Älterer Mann wacht auf. Er macht einen Spatziergang in die Hügel und dann in den Wald. Abends kehrt er heim, im Fernsehraum wird ein Film aus dem Jahre 1930 mit Fred Astaire und Ginger Rogers gezeigt, der Mann fängt an zu weinen. Eine ältere Frau tröstet ihn, und dann erzählt Paul Edgecomb ihr seine Geschichte...
Im Jahre 1935, ein Gefängnis, ein Todestrakt den die Häftlinge nur noch Tod verlassen werden, hingerichtet durch den Elektrischen Stuhl. Paul Edgecomb (Tom Hanks) hat eine starke Blasenentzündung, er pinkelt Rasierklingen. Ein neuer Häftling wird eingeliefert, er soll Zwei Mädchen Vergewaltigt und ermordet haben. John Coffey, ein Hüne, er benimmt sich recht seltsam und ruhig. Als ein weiterer Häftling eingeliefert wird, der sich als Problemfall erweist, Will Whaton und er bei der Einlieferung fast einen Aufstand erzeugt, kommt die Krankheit von Paul Edgecomb immer mehr zum Tragen, kurz vor seinem Zusammenbruch wird er auf Wundersame Weise von John Coffey geheilt.
Nach diesem Vorgang spuckt er das Böse, und die Krankheiten in Form von Schwarzen Fliegen wieder heraus. Es kommt schließlich soweit, das Paul Edgecomb von der Schuld John Coffeys nicht mehr Überzeugt ist. Er fängt an, die Ereignisse zu erforschen, stößt aber bei seinen Recherchen auf Vorurteile und Unmut.
Ebenso die Frau des Direktors Moores, die von John Coffey im letzen Stadium ihres Gehirntumors geheilt wird, hat von ihm geträumt, sie hat Geträumt, das sie sich beide in einem Dunklen Wald begegnen. Doch diesesmal nutzt er das Böse, was er aus ihr heraussaugt, um einen Hasserfüllten Menschen zu bestrafen, Percy, den Aufseher, der Edward Dell auf dem Elektrischen Stuhl verbrennen ließ, weil der Schwamm nicht nass war.
Der Aufseher, der seine Maus Mr. Jingles tötete und die John Coffey wieder ins Leben zurückholte. Ebenso wird Will Whaton von Percy getötet, der danach in eine Nervenklinik kommt. John Coffey hingegen lässt Paul Edgecomb in sein Herz sehen, er gibt ihm ein Teil seiner Kraft, und somit erfährt Edgecomb, das Will Whaton der Mörder der beiden Mädchen ist, er brachte sie mit der Liebe füreinander um.
Dennoch befindet sich Paul Edgecomb in einer Zwickmühle, wie kann er einen Unschuldigen Menschen hinrichten lassen. Einen Menschen, der nur Helfen wollte. Der schwerste Gang für Paul und seine Kollegen beginnt, als John Coffey über die Grüne Meile schreitet, und seinen letzten Weg antritt.
Mein Eindruck: °°°°°°°°°°°°°° Der Film hält sich genau an das Buch von Stephen King, doch „The Green Mile“ unterscheidet sich in so manchen Sachen von seinen Bisherigen Romanen wie „Misery“, der Film ist nicht auf Horror ausgelegt sondern überzeugt durch Menschlichkeit, den die zum Tode verurteilten Häftlinge im Block E durch Paul Edgecomb und seine Kollegen erfahren. Bis auf eine Ausnahme, den des Hasserfüllten Aufsehers Percy verhalten sich alle Menschlich und korrekt.
Aber man fühlt auch die Härte und die Anspannung, die diese Hinrichtungen bei den Häftlingen erzeugen, die Schuldgefühle den sie vor den Hinrichtungen merklich fühlen, ausgedrückt durch Buße und echtes Nachdenken über ihre Taten.
Doch die Ausnahme bildet John Coffey, er scheint dem Leben auf der Erde müde zu sein, daher wählt er den Tod durch den Elektrischen Stuhl. Ich denke dieser Film beschreibt den Gang von Jesus Christus mit seinem Kreuz, so kommt es mir in dem Film „Die Grüne Meile“ vor, in diesem Falle ist John Coffey der Mensch, der für die Sünden anderer bezahlt. Im Todestrakt, wo Menschlichkeit herrscht im Positiven aber auch Negativen Sinne für den Zuschauer. Auch ist der Sinn tiefer, als es scheint, nicht nur die Offensichtlichen Sachen. John Coffey ist in diesem Sinne kein Mörder, sondern er wollte die Mädchen ins Leben zurückholen, die von Will Whaton so Brutal ermordet wurden, jedoch zählte für die Umstehenden Menschen nur die Offensichtliche Tatsache, das er sich im Wald mit den Mädchen im Arm befand und schrie, die Menschen machten sich nicht die Mühe, den wahren Täter zu finden, somit wurde John Coffey zu Tode verurteilt.
Auch die kleine Maus Mr. Jingles, die der Häftling Edward Dell zähmte ist ein Szenario der Menschlichkeit, doch diese Maus kommt auch in der Gegenwart wieder vor, in dem Teil, wo sich diese Verfilmung zu einer Einheit fügt und man den Sinn besser versteht. Wer das nicht lesen möchte, der sollte den Absatz überspringen.
Zum Inhalt: °°°°°°°°°°° Die Strafe für Paul Edgecomb stellte sich erst Jahre später heraus, er hatte den Befehl für Stufe Zwei auf dem Elektrischen Stuhl gegeben, und es war seine letzte Hinrichtung, er ließ sich versetzen. Doch sah er über die Jahre alle seine Freunde sterben, John Coffey hatte ihm Leben gegeben.
Zum damaligem Zeitpunkt 1935 im Block E war er 44 Jahre gewesen, nur war er 108 Jahre und sagt seiner Freundin im Seniorenheim auch voraus, das sie Sterben wird. Er geht mit ihr zu der Alten Hütte, wo er mit seiner Frau Janice (Bonnie Hunt) gelebt hatte, im Wald. Dort ist Mr. Jingles, ein Zeitzeuge, eine Maus, die auch fast so Alt wie Paul Edgecomb ist. Doch auch seine Freundin trägt er zu grabe.
Die Schauspieler: °°°°°°°°°°°°°°°°°
Ich persönlich bin von Tom Hanks in der Rolle des Paul Edgecomb sehr Überzeugt, er spielt diesesmal nicht den eher Witzigen Part sondern vermittelt dem Zuschauer, das er auch ernstere Rollen durchaus Beeindruckend herüberbringt, ich denke da an „Der Soldat James Ryan“ wo er den Kommandant Miller verkörperte, auch eine Ernste und Ergreifende Rolle wie in diesem Film. Er verkörpert Menschlichkeit und Wärme. Ebenso hat mir die Darbietung des Michael Duncan Clarke gefallen, er verkörpert den John Coffey, ein Wunder. Dennoch hat man den Eindruck, John Coffey wäre etwas zurückgeblieben. Diese Darbietung hat mir von ihm sehr gut gefallen, denn das verkörpert nicht den Haudrauf Typen von „Armageddon“ nein, er vermittelte Freundschaft und Menschlichkeit, eine hervorragende Darbietung von ihm.
Mein Fazit: °°°°°°°°°°°
Eine wundervolle Verfilmung nach dem Roman von Stephen King, die sich sehr genau an die Romanvorlage "The Green Mile" hält. Die Schauspieler wie Tom Hanks, Michael Duncan Clarke, Bonnie Hunt, James Cromwell und die Handlung, die sich an Spannung und Darbietung immer mehr zuspitzt sind hervorragend.
Der Film ist Traurig, Schockierend und Offenbart, wie Grausam Menschen sein können, die nur das Offensichtliche sehen wollen, aber nicht das dahinter erforschen. Wer Traurige und eher Bedrückende Filme mag, denn das waren die Gefühle, die ich beim Anschauen empfand, der sollte sich nicht scheuen, dieses Meisterhaft Inszenierte Werk nach dem Roman von Stephen King mal anzuschauen, jedoch ist er nicht für die Schwachen Nerven geeignet.
Liebe Grüße
Eure
Nightlady
© 17.06.2001
Nightlady
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10.09.2001 15:59
Wow, das war eine gelungene Aufbereitung des Filmes. Leider wurde ich von anderen hier abgegebenen Berichten sehr enttäuscht. Deiner jedoch ist sehr gut geschrieben. Allerdings hättest du vielleicht am Anfang darauf hinweisen sollen, dass du die Geschichte (einschließlich Ende) verrätst. Dadurch wird einem potientiellen Zuschauer, der den Film noch nicht gesehen hat, vielleicht zuviel Spannung genommen. Ansonsten wirklich ein gelungener Bericht, den ich gerne mit einem Sehr hilfreich belohne. Weiter so!
13.07.2001 20:05
Wow, dieser ´Bericht ist fast noch besser als der Film. Gruss Grummeldirk
20.06.2001 14:41
Hallo Bianca ! Das war eine klasse Schilderung und Inhaltseinblick in diesen Film.Ich hab ihn leider noch nicht gesehen und auch das Buch gelesen.So wie Du schreibst ist es ein sehenswerter Film.Denke mal die Schauspielerbesetzung gibt ihr übriges dazu.Er ist bestimmt nicht für jeden Schauspieler geeignet und die Auswahl der richtigen dazu war bestimmt auch nicht einfach.Da ist gute Arbeit geleistet worden.Den Eindruck hab ich gewonnen nach dem ich Deinen Bericht gelesen habe.Gruss Roswitha