Green Mile, The

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Bernd und Hein auf der grünen Meile!

5  31.07.2001

Pro:
Regie, Darsteller, Skript, Optik

Kontra:
Länge, Rahmenhandlung

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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MarsellusWallace14

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:255

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bernd: Grüß dich, Hein!

Hein: Hallo, Bernd!

Bernd: Was steht diesmal auf dem Plan?

Hein: Die Stephen-King-Adaption "The Green Mile" aus dem Jahre 1999, inszeniert von Frank Darabont, der zuvor bereits mit seinem Regiedebüt "The Shawshank Redemption" (1994, hierzulande bekannt als "Die Verurteilten") die Adaption einer Stephen-King-Kurzgeschichte ablieferte und meiner Meinung nach auch einen der besten Filme des Jahrzehnt dabei schuf. Ein sehr ergreifendes, intelligentes, großartiges Gefänisdrama.

Bernd: Da zeigen sich ja ungewohnte Parallelen auf. Denn auch "The Green Mile" ist ein Gefängnisdrama, diesmal nach einer Buchreihe von Stephen King, aber wieder ist es ein Dreistünder geworden.

Hein: Ja, aber jede einzelne Minute des Films lohnt sich, da er einer der besten des Jahres ist.

Bernd: Erst einmal zur Handlung: Tom Hanks ist Paul Edgecomb, ein Gefängniswärter im Amerika der 30er Jahre, der auf der "günen Meile" arbeitet, wie der Gang genannt wird, auf dem die Zellen der zu Tode verurteilten Häftlinge liegen. Er und sein Team mit u.a. dem hünenhaften David Morse, dem jungen Barry Pepper und dem widerlichen Doug Hutchinson geleiten sie letztlich auf den elektrischen Stuhl.

Hein: Eines Tages wird der riesige Schwarze John Coffee (Michael Clarke Duncan) eingeliefert, dem die Vergewaltigung und Ermordung von zwei kleinen weißen Mädchen zur Last gelegt wird. Die ungewöhnliche Erscheinung zeigt auch ungewöhnliche Charakterzüge: er fürchtet sich im Dunkeln und ist für seine imposante Physis sehr schüchtern und zurückhaltend. Aber es steckt ein größeres Geheimnis in ihm...

Bernd: Welches wir nicht verraten sollten, da es höchst effektiv in den Film eingeführt wird.

Hein: Natürlich! Wir wollen dem Film ja nicht die Spannung rauben.

Bernd: Aber laß uns anmerken, daß sich das Leben aller Beteiligten durch Coffees Anwesenheit nachhaltig verändern wird und die einzelnen Beziehungen der Figuren am Ende stimmig aufgelöst werden.

Hein: Ja, aber kommen wir nun mal zu der Qualität des Films.

Bernd: Da kann ich nur sagen. Ich war zutiefst bewegt und war von Anfang bis Ende völlig in die Handlung involviert. Auch wenn die Rahmenhandlung mit einem uralten Paul Edgecomb, der seine phantastische Geschichte einer Mitbewohnerin seines Altenheims erzählt, nicht so recht überzeugen mag, weil sie doch wie ein unnötiges Anhängsel wirkt, so war ich doch absolut begeistert von der geruhsamen, klassischen Erzählkunst von Darabont, der hier ebenso souverän seine Geschichte in seiner beliebten Zeit ruhig und aufrichtig präsentiert.

Hein: Ich muß zwar all den Kritikern Recht geben, daß der Film an "Die Verurteilten" nicht herankommt, aber doch für sich ein sehr guter Film ist, der zwar etwas arg lang geraten ist, aber dafür mit sorgfältig gezeichneten Charakteren, spannender Handlung, tiefgreifenden Emotionen und mit äußerster handwerklicher Präzision sowie grandioser Darstellerleistungen gemacht ist. Wie ich schon sagte, einer meiner Favoriten des Jahres.

Bernd: Selbstredend! Darabont ist ein hervorragender Regisseur und sollte endlich mal in dieser Sparte für den Oscar nominiert werden anstatt immer nur für den Drehbuch-Oscar nominiert zu werden. Und was die Mimen anbelangt: Tom Hanks war nie zuvor so gut. Er scheint sich von Film zu Film in seiner Schauspielkunst zu steigern. Von den zwei Oscar-Rollen in "Philadelphia" (1993) und als "Forrest Gump" (1994) und über "Der Soldat James Ryan" (1998) nun hin zu "The Green Mile" wurde er immer besser und besser und hätte für diesen Film auch wenigstens eine Oscar-Nominierung erhalten müssen, da er keine andere Figur zuvor so glaubwürdig spielte wie den Wärter Edgecomb. Michael Clarke Duncan wiederum ist die Sensation des Films, sowohl physisch wie mimisch imposant, gibt er der Klischeefigur des heiligen Schwarzen viel Emotionalität und hat die Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller mehr als verdient!

Hein: Die übrige Besetzung ist natürlich auch ohne Schwächen! Mit Bonnie Hunt als Edgecombs Ehefrau, Gary Sinise, Graham Green und Michael Jeter als Mitgefangene, dem sympathischen David Morse, dem grandios scheußlichen Doug Hutchinson, der den Bösewicht des Films gibt, James Cromwell als verbitterter Gefängnisleiter usw. Also in Sachen Besetzung ebenfalls ein Highlight des Jahres.

Bernd: Gewiß! Aber auch visuell sehr atmosphärich, dicht und vor allem konstant interessant. Ein großer Film.

Hein: Großartig!

Bernd: Ja! Und was ist IHRE Meinung dazu, werter Leser?

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
DerAußenseiter

DerAußenseiter

10.02.2002 21:09

Eine Bewertung lasse ich aus Fairnessgründen entfallen, denn mit dieser Art der Rezension kann ich nicht das Geringste anfangen. Gruß, Marcos.

HansGruber

HansGruber

23.11.2001 11:38

hanks hat ja auch eine nominierung erhalten, genau wie michael clarc duncan. gegen kevin spacey war hanks allerdings machtlos. feiner bericht, wenn auch in etwas gewöhnungsbedürftigem dialog-stil geschrieben. gruß hans

A_M_Benneter

A_M_Benneter

31.07.2001 17:30

Guter Bericht. Im Original hat der gute immer darauf hingewiesen, sein Name sei "like coffee, but spelled differently, with 'k'". Ist wohl in der Uebersetzung verloren gegangen... Gruss, Mischa

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