Greif Bräu Anna Festbier

Greif Bräu Anna Festbier

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Der dritte Teil meiner Annafest Reihe möchte ich nunmehr der Biermarke des Josef Greif in Forchheim widmen. Ich bin seit Jahren bekennender Greif Pilstrinker, denn es ist ausgewogen, feinherb und einfach lecker. Selbstverständlich kann es sich eine alt eingesessene Brauerei nicht leisten, kein ... Bericht lesen





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Anna die 3.
Erfahrungsbericht von Sesamkorn über Greif Bräu Anna Festbier
15.07.2006


Produktbewertung des Autors:   

Geschmack: absolutes Mittelmaß 

Pro: kommt aus Forchheim
Kontra: nicht ganz mein Geschmack

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Der dritte Teil meiner Annafest Reihe möchte ich nunmehr der Biermarke des Josef Greif in Forchheim widmen. Ich bin seit Jahren bekennender Greif Pilstrinker, denn es ist ausgewogen, feinherb und einfach lecker. Selbstverständlich kann es sich eine alt eingesessene Brauerei nicht leisten, kein Annafest Bier zu brauen, zumal es auch einen Greif Bierkeller auf den Kellern gibt.

Ja ja, die Keller. Hier muss unterschieden werden zwischen den oberen und den unteren Kellern. Die Oberen Keller sind zumeist mit einem festen gemauerten Haus ausgestattet, das es den Betreibern erlaubt, auch in der kalten Jahreszeit ihr Wirtshaus zu öffnen, um hungrigen und durstigen Besuchern zu Diensten zu sein. Zu den oberen Kellern zählen z. B. der Schützenkeller, der Nederkeller, die Rettel, die Weiße Taube, der Eichhornkeller und die 3 Glocken. Auf der Weißen Taube, dem Neder und den 3 Glocken kann man super essen und das Bier, na ja, ich muss dazu nichts mehr sagen.

Zu den unteren Kellern zählen unter anderen der Winterbauer Keller, der Greif Keller, der Gottla, der Hebendanz Keller und noch einige mehr. Diese Keller haben zumeist nur ein kleines Holzhaus, in dem die Brotzeiten und die anderen Gerichte zubereitet werden. Leider fehlt ihnen die Möglichkeit, während der kalten Monate zu öffnen. Einzig der Winterbauerkeller ist meines Wissens auch im Winter geöffnet.

Nun aber zur Brauerei Greif. Es ist eine vergleichsweise junge Brauerei, die erst seit 1848 besteht. Es ist ein Familienunternehmen, das der Vater, Josef Greif mittlerweile an seinen Sohn, dem Christian Greif übergeben hat. Der hat natürlich auch das Handwerk des Bierbrauers erlernt und er macht seine Sache echt klasse.

Die Adresse, bei der man auch das ganze Jahr über das Bier entweder selbst abholen kann oder es auch in der angegliederten Wirtschaft mit Biergarten genießen kann, ist die
Serlbacher Straße 10
91301 Forchheim
Telefon 0 91 91/72 79 20

Wenn man seinen Kasten Bier selbst an der Brauerei abholt, gibt es dann noch als Naturalrabatt eine Flasche Bier obenauf. Das finde ich spitze. Des is dann noch eine Halbe mehr Genuss… *schleck*

Es gibt dort nichts zu essen, Brotzeiten können mitgebracht werden und daswird gerne gesehen.

Außer dem Festbier, das es dann auch in Flaschen zu kaufen gibt, braut der Christian noch

Das Greif Pils
Ein Helles
Ein Radler
Ein Jubiläums Export Bier
Ein Lagerbier
Leichtes
Ein Weizen hell
Ein Weizen dunkel und
Ein Weihnachtsbier.

Dies natürlich nur zu Weihnachten *lach*

Auf dem Greif Keller im Kellerwald kann man übrigens auch gut Brotzeit machen, hier wird auch warm gekocht. Kalt gibt es u. a. Brotzeitplatten, Obatzten, eingeschnittene Stadtwurst, Schinken- und Käsebrote. Warm gibt es Hähnchen, Currywurst, Schnitzel… Der Keller hat ca. 300 Sitzplätze, die teilweise überdacht sind und so auch vor einem Sommergewitter einen guten Schutz abgeben. Auf dem Keller wird bedient, das heißt, Selbstbedienung ist nur am Brotzeitbrettl und am Bierkrug nötig *lool*

*****Das Festbier*****

zur heiligen Anna wird schon einige Wochen vor dem Annafest angeboten. Hier ist es in diversen Getränkeläden rund um Forchheim zu bekommen. Der Kastenpreis bewegt sich so um die 11 Euro, was ein akzeptabler Preis ist, denn hier bekommt man noch ein Bier von handwerklicher Braukunst.

Das Bier ist, wie sollte es anders sein, in einer braunen Flasche abgefüllt. Stellt Euch mal vor, hier käme was anderes zum Einsatz. Halt, mir fällt gerade ein, man kann das Bier auch im Holzfass oder im Keggfass kaufen. Zur Grillfete im Garten kommt ein Holzfässchen immer gut an. Ich bilde mir ein, das Bier schmeckt am besten aus einem Holzfass. Besser jedenfalls als aus einem Großtankcontainer oder dem Alufass. Aber das kann auch Einbildung sein.

Ausgewiesen wird das Bier durch 3 Etiketten, die rund um die Flasche befestigt sind. Festgehalten werden sie durch Leim, den emsige Helferlein mit dem kleinen Pinsel auf jede Flasche schmieren. Die Etiketten werden dann von 87-jährigen Jungfrauen aufgeklebt. *kicher*

Das erste Etikett ist oben am Hals befestigt und hat einen schweren Stand, gegen die Neigung anzukommen. Dies ist weiß und hat eine goldene Randverzierung und einen grünen Edelreif, der noch mit einem blau-weißen Band verziert ist. Im Weißen Feld steht dann, wie könnte es anders sein "Anna Festbier".

Das 2. Etikett hat es da leichter, weil es mit seiner Größe einfacher ist, sich am glatten Glas zu behaupten. Hier sehen wir ein Gemälde, das den Greif Keller zeigt. Inmitten von Bäumen sehen wir Bierbänke, das Holzhüttla und ein Zelt mit rot-weißen Streifen. Links oben steht in einer verschnörkelten Schrift "Auf zum Greif Keller" und unter dem Bild steht noch mal "Anna Festbier". Oben ist dann noch die Herstelleradresse und die Telefonnummer, aber die kennt Ihr ja mittlerweile.

Die Zutatenliste ist ebenfalls erfasst, sie ist auch denkbar kurz und besteht lediglich aus

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen.

Der Alkoholgehalt ist mit 5,5 % im normalen Festbierbereich.

Das Haltbarkeitsdatum ist auch angegeben, aber unwichtig, denn so lange lebt es sowieso nicht *lach*

Wenn die Flasche eine Drehung macht, sehen wir das 3. Etikett. Dies ist in weiß gehalten und wird vom Wappentier der Brauerei gethront, nämlich einem Greif mit Krallen und Flügeln und "Greif Bräu". Darunter ist das Festprogramm des Greifkellers vom 22.07. bis 31.07 abgedruckt.

Das finde ich echt sinnvoll, man weis schon im Vorfeld, welche Musik einen erwartet.

*****Der Genuss*****

des Bieres zu schildern, obliegt mir nun. Der Kronkorken, der übrigens auch das Greif Wappen trägt, ist mit einem Flaschenöffner schnell geöffnet. Ein leichtes Zischen zeugt davon, das auch Kohlensäure im Spiel ist *lach*

Ich gieße das Bier, das einen angenehmen Farbton ins bräunliche hat, in mein Bierseidel, das die 0,5 Liter Flascheninhalt gerne aufnimmt.

Mit der Nase zuerst. Ich vernehme ein süßes Aroma. Fast schon zu süß… hoffentlich schlägt sich das nicht im Geschmack nieder *fürcht*

Es befindet sich sehr wenig Kohlensäure im Bier, die Schaumbildung hält sich sehr in Grenzen. Das mag zwar auf dem Annafest gut sein, weil dann die Maßkrüge gut eingeschenkt werden aber hier im Bierkrug ist es ehr nicht so schön. Hier würde ich mir eindeutig mehr Schaum wünschen…..

Nun aber testen, was die Zunge dazu sagt. Kühl rinnt es über die selbige und was soll ich sagen, mir ist es zu süß. Eindeutig. Schade darum aber, nein, ich kann nicht sagen, dass es der Hit ist. Es erinnert mich an das Kitzmann Pils aus Erlangen, das hat den ähnlichen süßen Touch, mit dem ich mich überhaupt nicht anfreunden kann. Da kann auch der Hopfen, der nach der Süße ein wenig aufkommt, auch nichts mehr retten.

*****Fazit*****

dieses Berichtes ist leider, dass dieses Festbier bei mir nicht landen kann. Ich bin froh, wenn ich die 3 Flaschen, die ich noch habe, vernichtet habe. Ich bin schon versucht, sie zu verkochen, in einem Schweinebraten in Biersoße zum Beispiel.

Es ist eindeutig zu süß. Sicher, es gibt bestimmt Biertrinker, die werden nun sagen, das ist doch in Ordnung so. OK, sollen sie, ich habe meine Meinung… Ich gebe mal eine Kaufempfehlung, die aber nur knapp.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen, schade, schade, schade….

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und verbleibe mit Liebe zu meiner Sonne Euer harry.
   

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