MEIN FLEISCH SOLL NICHT NACH AUTO SCHMECKEN !
30. Mar 2002
Pro:
s . o
Kontra:
s . o
Empfehlenswert:
Ja
 Papa_Santano
Über sich:
Man soll ja immer positiv denken. Doch das Licht am Ende des Tunnels ist oftmals auch der entgegenko...
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Vorwort: Nachdem wir den Winter nun hoffentlich endgültig überstanden haben dauert es nicht mehr lange und in jedem zweiten Garten wird am Wochenende gegrillt. Was das besondere an dieser Form des Kochens ist ergibt sich daraus, dass man hier mit meist mehreren Leuten einen gemütlichen Abend verbringt und das Essen, was ansonsten nicht besonders lange dauert, hier über einen großen Zeitraum zelebriert wird. Man kann wirklich von zelebrieren sprechen, denn wann sonst sitzt man mit guten Freunden an der frischen Luft und bereitet sich sein Essen so zu sagen „Open Air“ zu. Ich denke mal jeder wird auch seine speziellen Tipps und Tricks haben, mit denen er beim Grillen ans Werk geht, und meine persönlichen im Bezug auf die Wahl des Brennmaterials möchte ich hier an dieser Stelle vorstellen. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich im WDR Fernsehen eine Sendung gesehen die sich genau mit diesem Thema beschäftigte. Und wenn ich den Recherchen des Senders glauben darf, so grillen über 70% der Leute mit Holzkohle. Kann ich gut verstehen, denn Holzkohle ist einfach in der Anwendung, und wenn man gute Kohle kauft, zeichnet sie sich auch durch eine schön gleichmäßige Glut aus, die einem das Grillen erheblich erleichtert.Mein Tipp zur Holzkohle lautet dann auch nach Möglichkeit nur solche zu kaufen, deren einzelne Stücke möglichst gleichgroß sind. Das hat den Vorteil, dass sich hier eine besonders gleichmäßige Glut entwickelt und man sich die mitunter nervtötende hin und her Schieberei der einzelnen Stücke im Grill sparen kann. Meist wird Holzkohle aber in bedruckten Papiersäcken angeboten, so dass man nicht sehen kann wie groß die Unterschiede der einzelnen Stücke sind. Wer nichts sehen kann, kann aber fühlen, und ohne ein Profi zu sein lässt die Größe der Holzkohle auch durch den geschlossenen Sack förmlich ertasten. Bei der Holzkohle gibt es aber noch mehr Unterschiede, die das spätere Ergebnis merklich beeinflussen können. Ich möchte jedem ans Herz legen nur Holzkohle aus deutscher Produktion zu kaufen. Nicht das ich etwas gegen ausländische Produzenten hätte, aber bei den Billigstangeboten handelt es sich meist um Holzkohle die aus Tropenhölzern hergestellt wurde. Das man die Rodung der tropischen Wälder nicht unterstützen sollte, müsste jedem klar sein. Doch hat diese ausländische Kohle, meist aus Südamerika kommend einen weiteren entscheidenden Nachteil. Dies wird nämlich in den allermeisten Fällen im so genannten Meilerverfahren hergestellt. Dabei wird vereinfacht gesagt ein fast vollständig abgedeckter Holzstapel langsam aber sicher abgebrannt, wodurch schädliche Substanzen zurückbleiben können. In Deutschland wird dieses Verfahren schon lange nicht mehr angewandt, was sich dann auch in einer deutlichen Verminderung der Schadstoffe bemerkbar macht. Und siehe da, sogar Aldis Holzkohle stammt aus deutscher Produktion. Das zweite Brennmaterial das beim Grillen zum Einsatz gelangt sind die Briketts, die mir persönlich nicht so sehr zusagen. Dieses gepresste Brennmaterial zeichnet sich zwar durch eine sehr gleichmäßige Größe und auch ein akzeptables Glutverhalten aus, doch schmeckt mir das Grillgut persönlich nicht so gut wenn es über Briketts zubereitet wurde. In der Anwendung sind Briketts der Holzkohle allerdings weit überlegen. Da wäre neben der gleichmäßigen Größe in erster Linie der fehlende Staub zu nennen. Jeder der mit Holzkohle arbeitet kennt es wenn sich so ein Sack langsam dem Ende zuneigt und man dann fast nur noch Staub hat. Bei den Briketts hingegen ist dies nicht der Fall,da diese schon im Herstellverfahren vereinfacht gesagt zusammengepresst werden, so dass die sich die Staubentwicklung auf ein Minimum reduziert. Qualitätsunterschiede gibt es natürlich auch bei den Briketts zu verzeichnen, die sich dann auch unweigerlich im Preis wiederspiegeln. Vom geschmacklichen her hat über Briketts gegrilltes Fleisch aber nicht dieses gewisse etwas, was den eigentlichen Grillgeschmack ausmacht.Eine ganz andere Variante ist weder das eine noch das andere zu verwenden und ganz einfach auf Holz zu grillen. Klingt ja eigentlich auch logisch, obwohl es viel länger dauert bis man das Grillgut auflegen kann. Denn man muss das Holz vollständig verbrennen lassen, sprich es dürfen sich keine Flammen mehr bilden, was je nach Größe ein sehr langwieriger Prozess ist. Auch eignet sich nicht jedes Holz um als Brennmaterial für den Grill benutzt zu werden. Obwohl es eigentlich auf der Hand liegt, gibt es Zeitgenossen, die ganz einfach den alten Gartenzaun in Stücke hacken und diesen dann als Brennmaterial verwenden. Das Fleisch schmeckt dann auch ganz bestimmt besonders gut, bei all den Farben und Lacken mit denen so ein Zaun im Laufe seines Lebens behandelt wurde. Ganz wichtig ist als absolut unbehandeltes Holz zu verwenden. Damit das ganze aber auch funktioniert muss das Holz zuvor möglichst lange gelegen haben und getrocknet sein, da man es ansonsten vergessen kann. Auch die Art des Holzes spielt eine Rolle. Das Holz von Nadelbäumen eignet sich hier weniger, vielmehr sollte man, wenn überhaupt das Holz eines Laubbaumes nehmen. Und da jedes Holz seinen mehr oder weniger typischen „Geschmack“ hat empfiehlt es sich auch keine Hölzer zu mischen. Es sollte schon nur eine Sorte sein, da das Holz Aromastoffe an das Grillgut gibt, und das Fleisch ja später nicht nach Weihnachtsbaum oder ähnlichem schmecken soll. Der Stand, oder Fundort des Holzes will dann auch noch bedacht werden. An viel befahrenen Straßen kann man sicher sein das sein Holz „verseucht“ ist. Mein Fleisch soll ja nach Fleisch und nicht nach Auto schmecken. Wenn schon ,dann möge man sich bitte in den Wald begeben und möglichst schon im Winter anfangen das Holz für den nächsten Sommer zu sammeln, denn es dauert mitunter sehr lange bis man so ein Stück Baum zum verfeuern gebrauchen kann. Es gibt zwar unendlich viele Stoffe die brennen und glühen, doch eigenen sich diese nicht zum Grillen. Etwas abgefahren, aber durchaus interessant ist es auf „glühender“ Erde zu grillen. Habe ich persönlich noch nicht gemacht, dies aber mal im TV gesehen. Da wird dann ein Erde/Sand Gemisch in speziellen Behältern mit Holzkohle gemischt und dann als Brennmaterial verwendet. Ziemlich abgefahren und auch nicht unbedingt mein Fall, aber probieren würde ich es vielleicht auch einmal. Ansonsten bleibe ich persönlich bei der Holzkohle aus deutscher Produktion, da ich mit ihr bislang noch immer die besten Ergebnisse erzielen konnte.© Papa_Santano am 30,03,2002 für Ciao
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04.04.2002 15:57
ich finde den bericht recht gut obwohl ich nicht so oft grille aber großes lob an cioa das bild passt klasse zu dem thema LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!!!!!!!!!!!!
01.04.2002 16:08
Das ist jetzt der dritte Bericht von Dir, in dem ich darüber informiert wurde, dass Holzkohle möglichst in gleich großen Stücken verwendet werden sollte. Ich hab's jetzt kapiert. :o) Tschau, Manu
31.03.2002 22:13
Wir benutzen auch immer ganz normale Holzkohle, meistens von der Tankstelle, weil unsere Grill-Aktionen immer sehr kurzfristig geplant sind. Die Größe der Stücke haben wir allerdings noch nie gefühlt, gehört das Stochern in der Holzkohle nicht auch irgendwie dazu? Viele Grüße wünscht Tanja!