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Wie jedes Weihnachten wird vom großen Spielzirkus Hollywood ein Weihnachtsmärchen verfilmt. Dieses Jahr musste nun also der Grinch - ein amerikanisches Märchen der 50er Jahre dran glauben. Damit das ganze auch ein paar Zuschauer anlockt, wurde kurzerhand noch ein beliebter Schauspieler gewählt, in dem Fall Jim Carrey.
Aber zuerst zu Story. Wir befinden uns in einer Schneeflock (auf das „e“ wurde bewusst verzichtet). Tief dorthin befindet sich das Dorf Whoville mit seinen Bewohnern den Whovianern. Weihnachten wird als das größte Fest des Jahres angesehen und überall herrscht Friede, Freude Eierkuchen. Nur ein Problem, was aber nicht als solches angesehen wird, besteht, und das ist der Kommerz.
Nun gibt’s da noch den Grinch, einen behaarten Einsiedler, der in einer Berghöhle wohnt und von allen gemieden wird, umgedreht allerdings genauso. Zweite Hauptperson ist die Tochter des Briefverteilers, die sich für die Lebensgeschichte des Grinchs interessiert. Bei der alljährlichen Verleihung eines Preises für einen Mitbewohner nominiert die Kleine mit einer liebevollen Begründung den Grinch, was auch auf allgemeine Zustimmung stößt.
Der Grinch wird also eingeladen und ringt noch mit sich selbst, ob er kommt oder nicht. Sein Terminkalender ist ziemlich voll, unter anderem stehen so wichtige Sachen wie Selbstbemitleiden, Trübsalblasen und mit sich selbst essen drin. Er ringt sich aber durch, zu erscheinen. Dies mit der Folge, das alles in riesigem Chaos endet, wobei der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz abbrennt.
Die Dorfbewohner sind entsetzt, der Grinch freut sich. Das kleine Mädchen glaubt trotzdem daran, das der Grinch eigentlich ein gutes Herz hat, was nur verkümmert ist. Nun steht die Weihnachtsnacht vor der Tür, in der jeder seine Geschenke bekommt. Der Grinch beschließt, diese alle zu stehlen, damit Weihnachten ausfällt und führt diesen Plan auch durch. Daher auch der Englische Originaltitel: "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat". Zuerst sind alle entsetzt, dann erinnert man sich aber daran, das Weihnachten das Fest der Liebe ist und nicht nur aus Beschenken besteht. Der Grinch ist so gerührt, das er die Geschenke zurückgibt, mit den Bewohnern feiert und seine große Liebe aus Jugendzeiten wiederfindet.
Soviel zur Story. Insgesamt wäre zu sagen, das der Film recht gut gemacht ist, auch wenn die Story an sich recht langweilig ist. Ein brillanter Jim Carrey gibt aber den richtigen Pep und macht den Film erst sehenswert. In bewährter Manier kommen dumme Monologe und Grimassen vom feinsten, wie man sie schon aus „Die Maske“ kennt. Nette Kleinigkeiten, wie das Transportsystem zum Berg, die Höhle oder sein Hund, der als Schlittenrentier umfunktioniert wird, animieren einen immer wieder zum lachen.
Am genialsten ist aber das, was die Maskenbildner in diesem Film geschaffen haben. Solche Frisuren, wie sie sämtlichen Schauspieler tragen, sieht man nicht noch mal, alle Designer wären begeistert. Auch Carreys Kostüm ist vom feinsten. Jedem wurde dazu noch ein nettes Näschen gebastelt, also wie gesagt, Kostüm- und Maskenbildner haben Arbeit vom feinsten abgeliefert.
Empfehlenswert ist der Film für alle Jim Carrey Fans und für alle, die kitschige Weihnachtsmärchen á la Charles Dickens mögen. Allen anderen, die einfach nur ne Komödie sehen wollen, denen sei von diesem Film abgeraten, man fängt zwischendurch an, sich zu langweilen. Fürs Lachmuskeltraining sollte man dann lieber Scary Movie sich anschauen.
Ansonsten eine geruhsame Adventszeit, auch ohne Schneeflock wünscht euch Darkman!
16.12.2000 20:28
endlich mal wieder ne gute und witzoge meinung...gruß...ivonne