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Große Erwartungen mit Gwyneth Paltrow nach dem Roman von Charles Dickens ist großes Gefühlskino mit einem leider kitschigen und nicht gerade überzeugendem Schluß. Dennoch lohnt sich der Film in jedem Fall. Die Besetzung wartet mit Top-Stars wie Gwyneth Paltrow und Ethan Hawke auf. Die Handlung des Films zieht den Zuschauer fast magisch und unaufhaltsam in ihren Bann. Die Hauptfigur, ein junger Mann namens Pip mit kaum Bildung und Kultur, bekommt auf einmal von einem unbekannten Gönner die Chance in die gesellschaftliche Oberschicht aufzusteigen. Er schafft dies und wird ein angesehener Künstler, gleichzeitig aber wird er privat nicht glücklich, da Pip seit frühester Jugend unsterblich in Estella verliebt ist, die er auf mysteriöse Weise in einem verwunschenen Haus kennengelernt hat. Diese Frau läßt ihn nicht mehr los und Pip verstrickt sich mehr und mehr in einen Sog verletzter Gefühle, zumal er seinem Stiefvater mit wachsendem gesellschaftlichen Erfolg den Rücken kehrt, da dieser sich nicht in den Oberschichten zu bewegen versteht. Nach und nach klären sich die Hintergründe des Aufstiegs Pips und es wird deutlich, wem er seinen Erfolg zu verdanken hat. Auch diese Erkenntnis jedoch vermag den jungen Mann nicht zufrieden zu stellen. Weiterhin bestimmt nur Estella sein Leben. Es kommt zum tragisch endenden Showdown in einer U-Bahn, dem aber dann doch a la Hollywood ein sehr aufgesetzt wirkendes Ende folgt... Der Film löst sich sehr von seiner Romanvorlage und transponiert das Romangeschehen in die Gegenwart. Wer Interesse an der Lektüre hat, der sollte sich den gleichnamigen Roman von Charles Dickens kaufen. Mir allerdings hat das Buch nicht gefallen. Es verliert sich in uninteressanten Detailschilderungen der englischen Oberschicht im 19. Jhdt. und die Handlungen der Hauptfigur bleiben mir unverständlich. Dem Film tut es gut, daß er sich weitgehend von seiner Romanvorlage löst und lediglich die zugrunde liegende Konstellation zum Gegenstand hat und diese in die Gegenwart überträgt.