4 Mädels, ein kleiner Bub und ein ungeborenes Kind
22.02.2003
Pro:
so vieles
Kontra:
wenige Sache
Empfehlenswert:
Ja
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Hallo liebe Leser und Leserinnen! Großfamilien- Genau um dieses Thema soll es in meiner heutigen Meinung gehen. Während man heute Großfamilien [Familien mit 3 Kinder aufwärts] schon fast verabscheut, so war dieses Thema vor vielen Jahren überhaupt kein Thema. Denn es war normal, dass man damals viele Kinder hatte. Heute hingegen, ist dies leider nicht mehr so normal, denn immer mehr Menschen wünschen sich heute keine Kinder mehr und entscheiden sich stattdessen für die Karriere. Natürlich hat der Staat und auch wir darunter zu leiden, aber darum soll es in dieser Meinung nicht gehen. Viel schlimmer finde ich es, dass die Gesellschaft Großfamilien ins Negative gebracht haben. Wenn wir doch mal ehrlich sind, dann denken einige Menschen doch gleich daran, dass die Eltern nur auf das Geld vom Staat aus sind. Viel schlimmer allerdings finde ich es, dass die Eltern von vielen Kindern grundsätzlich als schlechte Eltern hingestellt werden und auch denkt man sofort daran, dass die Kinder „dumm“ sind, da die Eltern keine Zeit haben, bei den vielen Kindern, sich intensiv um jedes einzelne Kind zu kümmern. Außerdem denken viele Menschen gleich, wenn sie das Wort Großfamilie hören, dass die Kinder schlecht angezogen und erzogen sind. Doch wenn wir alle mal ehrlich zueinander sind, sind dies doch alles nur Vorurteile. Mehr nicht. Natürlich mag es Ausnahmen geben, aber ebenso gut können diese Ausnahmen auch bei Familien mit nur 2 Kindern aufkommen. Ich für meinen Teil bin in einer Großfamilie aufgewachsen und viele Menschen sind einfach nur „baff“, wenn sie erfahren, wie viele Kinder wir sind. Uns kann man inzwischen nämlich an zwei Händen abzählen. 4 Mädels und als Abschluss krönt ein kleiner Bub das Familienglück. Doch nun ist auch das sechste Kind unterwegs…und ehe wir uns versehen, sind wir spätestens im September 6 Kinder. Aber kommen wir als erstes zu meinen Eltern. ~Meine Eltern ~ Im Jahre 1983 lernten sich meine Eltern, damals noch in der ehemaligen DDR, kennen und lieben. Während sie ersten die besten Freunde waren entwickelte sich schnell eine „Liebe“ Meine Mama war damals gerade mal 15 Jahre alt und ging dementsprechend noch zur Schule. Mein Vater ist 5 Jahre älter als meine Mutter und absolvierte damals noch eine Ausbildung als Bäcker. Als sie dann das erste Mal miteinander geschlafen haben, geschah es dann auch schon. 9 Monate später erblickte ich das Licht der Welt, 11 Tage nach dem 16. Geburtstag meiner Mutter. Bis sie endlich mit mir glücklich in einer kleinen Wohnung leben durften, vergingen so einige Monate, so dass ich zuerst bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Bis heute leben meine Eltern mehr oder weniger glücklich zusammen und haben in ihrem jungen Leben doch schon einiges geleistet.Geheiratet haben sie erst 1987, so dass ich sie während ihrer Hochzeit schon ein wenig ärgern konnte. Und schließlich sind wir Anfang der 90iger Jahre aus der ehemaligen DDR hierher nach Niedersachsen gezogen und haben uns vor wenigen Jahren ein Haus gebaut. ~Meine Geschwister~Momentan sind wir wie bereits schon erwähnt 5 Kinder und ich muss schon zugeben, dass ich da so manches Mal auch etwas durcheinander komme. Ab und an vergesse ich das Alter und verwechsele es mit meiner anderen Schwester oder ich rufe meine Schwester mit dem Namen meiner anderen Schwester. Aber es passiert wirklich mal ganz selten *lach* Die Kinder: • Nadine [also meine Wenigkeit] • Maria-Kristina 14 Jahre • Franziska [Franzi] 8 Jahre • Josephine-Michelle [Fini] 3 Jahre • Robin-Paul 9 Monate • Und zu guter letzt das ungeborene Kind *lach* Nadine: Ich bin mit meinen 18 ½ Jahren das älteste Kind der ganzen Familie. Die bringt so einige Nachteile aber auch Vorteile mit sich, so habe ich nach 17 Jahren nicht mehr 24 Stunden meine Geschwister am Hals, da ich seit über einem Jahr aus meinem Elternhaus mit meinem Freund zusammen gezogen bin. Mit meinem Freund bin ich mittlerweile schon über 5 Jahre zusammen und sind vor kurzem in ein schönes Häuschen gezogen. Momentan absolviere ich noch eine Ausbildung zur Altenpflegerin, aber spätestens in einem Jahr dürfte ich dann das Examen in meiner Tasche habe. Als die Älteste hatte ich es nicht immer leicht, zumal die Zustände in der ehemaligen DDR noch etwas anders waren als heute und meine Eltern noch ziemlich jung waren. Von meinen Geschwistern werde ich oft Daddi [nicht Daddy] genannt und muss schon stolz zugeben, dass sie mich alle am meisten lieb haben. Denn sobald ich die Haustür bei meinen Eltern aufschließe, kommen sie alle hintereinander zu mir gestürmt und weichen auch nicht einem Schritt von meiner Seite. *lach* Als älteste Person hatte ich aber auch so einige Pflichten. So musste ich eigentlich fast jeden Tag auf meine Geschwister aufpassen und zudem auch noch den Haushalt schmeißen. Aus diesem Grund bin ich schon sehr glücklich, endlich meinen eigenen Haushalt zu haben.
~Maria~Maria ist das zweite Kind und inzwischen schon 14 Jahre alt. Von uns wird sie oft Ia genannt, da die Lütten Maria irgendwie nie aussprechen konnte, so dass wir alle gleich auf Ia gewechselt sind. Mit Maria hatte ich als kleines Kind noch ein sehr gutes Verhältnis während es später dann einfach nur noch Geschwisterliebe war. Während sie früher ziemlich schnell aufbrausend werden konnte, war bzw. bin ich ein sehr ruhiger Typ. Wegen Kleinigkeiten flogen dann oft die Fetzen, doch seit ich meine eigenen 4 Wände habe, hat es sich zum Glück gelegt. Denn inzwischen hat Maria auch eine 180Grad Drehung gemacht und so verbringen wir oft eins bis zwei Stündchen bei einer schönen Tasse Cappuccino zusammen. Maria übernimmt nun eher die Rolle, die ich früher hatte. Und während wir alle eigentlich braune Haare haben, ist sie das einzige Kind, welches blonde Haare hat, und damit gibt sie auch so manches Mal an *lach* ~Franziska~Seit die Franziska das Licht der Welt erblickt hat, wird sie von uns nur noch Franzi gerufen. Es sei denn, sie hat mal wieder etwas Schlimmes angestellt, da rufen wir sie dann doch mal mit dem vollen Namen. Franzi ist inzwischen 8 Jahre alt und immer wieder muss ich staunen, wie schnell die Zeit vergeht. Da meine Eltern beide gearbeitet haben, musste ich die Erziehung hier übernehmen, da ich die ersten Jahre fast jeden Nachmittag auf ihr aufpassen musste. Heute, wo ich sie nicht mehr so oft sehe, ist es jedes mal sehr komisch, wenn ich sehe, wie sie schon wieder „älter“ geworden ist. Franzi kann ich eigentlich nie böse sein und so weit ich mich erinnern kann, haben wir uns nie irgendwie in der Wolle gehabt, was auch daran liegen mag, dass sie mich auch ein wenig als ihre Mutter ansah. ~Josephine-Michelle~Josephine wird von allen Fini genannt und inzwischen schon 3 ½ Jahre alt. Obwohl sie nicht die Lütte ist, ist sie das Nesthäkchen der Familie und irgendwie bevorzugen wir sie alle. Neben ihrem wunderschönen Aussehen hat sie einfach so eine liebe Art an sich, die wir alle nicht mehr missen möchten. Bisher hat sie wirklich noch keine Dummheiten gemacht oder irgendwelche Kinder etc. geärgert, was die Kleinen ja in diesem Alter schon sehr gerne machen. Neben ihrer sehr lieben Art ist sie auch ein fröhliches, aber auch ruhiges Kind. Und irgendwie bringt sie uns immer zum Lachen. Fini sieht auch der Franzi sehr ähnlich, da sie vor allem auch haargenau die gleiche Haarfarbe haben. Braun mit blonden Strähnen. Und wenn man sie von hinten sieht, so könnte man denken, es wären Zwillinge. ~ Robin Paul~Gott sei dank haben meine Eltern nach 4 Mädels endlich einen kleinen Bub bekommen, der inzwischen schon 9 Monate alt ist. Der Altersunterschied zwischen mir und ihm ist schon sehr groß, doch hier habe ich ausnahmsweise nicht das Gefühl, es wäre mein Kind, da ich auf Robin auch nimmer aufpassen musste. Doch es ist auch kein Geschwisterverhältnis, sondern viel mehr, als ob es mein Neffe wäre. Doch mag ich ihn sehr gerne und man kann schon jetzt erkennen, dass er der Fini und Franzi sehr ähnelt. Mit Robin habe ich bisher auch nicht allzu viel am Hut, denn wenn ich meine Eltern besuche, dann schläft er ausgerechnet dann immer. Aber ansonsten hat natürlich auch er einen Platz in meinen Herzen ~ Die restliche Familie~Ja eigentlich kann man meine Familie nicht nur als Großfamilie bezeichnen, sondern die gesamte Familie. Mein Vater zum Beispiel hat insgesamt noch 3 Brüder, wo von leider schon 2 verstorben sind und einer für mich einen Cousin und eine Cousine hinterlassen hat. Allerdings kommen noch 4 Stiefbrüder hinzu, wobei auch dort schon 3 verstorben sind. Sein anderer Bruder hat 2 Töchter, so dass noch mal 2 Cousinen hinzukommen. Von meinem Vater der Vater ist schon gestorben, als ich ganz jung war. Meine Oma hatte danach dann noch einen Mann und seit Jahren nun den Onkel Peter mit seiner Mutter, also meine Uroma. Dazu kommen aber noch viele Onkels und deren Frau und Kinder von meinem Vater, zu den ich regen Kontakt habe. Bei meiner Mama sieht die Familie noch ein wenig größer aus. So hat sie noch einen Bruder, mein Onkel und eine Schwester, meine Tante plus Kind. Meine Tante hatte sich zwar getrennt, aber ich zu ihren beiden Männern und auch zum Kind ein sehr gutes Verhältnis. Meine Oma mütterlicherseits ist ebenfalls vor ein paar Jahren gestorben. Hinterlassen hat sich über 10 Geschwister und meine Uroma. Die Uroma ist aber auch vor wenigen Jahren verstorben, sowie einige Geschwister. Zu den anderen Geschwistern, die für mich wie Tanten und Onkels sind, habe ich wunderbaren Kontakt. Die Geschwister haben jedoch jeweils selber eine große Familie, und die gehören einfach dazu, so dass ich noch über 20 Schwipps Cousins und Cousinen habe.Mein Opa hat nach dem Tod seiner Frau eine neue Frau gefunden, die ebenfalls ein Kind hat. Er trennte sich zwar von ihr, aber wir haben trotzdem noch regen Kontakt. Mein Opa hatte dann seine alte Jugendliebe wieder gefunden und so kam eine neue Oma, plus 2 Tanten und 2 Onkels mit insgesamt 5 Kindern ins Haus, welche nun meine Cousins und Cousinen sind. Mit Bärbels Familie, wie auch ihre Geschwister, haben wir ebenfalls guten Kontakt. Mein Opa hat allerdings auch noch Cousins und Cousinen, die auf einer Familienfeier ganz und gar nicht fehlen dürfen. Die Familie ist groß und auch wenn es mir ein wenig peinlich ist, ich habe bestimmt wenige Familienmitglieder vergessen. Um einen Überblick zu bekommenEltern [2] Geschwister [5] Onkels [7 plus, die die verstorben sind] Tanten [6] Großeltern [5] Großtanten Großonkels Cousinen [6] Cousins [3] Schwipps Cousinen und Cousins [über20] Plus die ganzen anderen Familienmitgliedern, die mehr zur Familie meiner Eltern und früheren Generationen gehören. ~Familie meines Verlobten~ Die Familie meines Verlobten ist ebenfalls nicht viel kleiner als meine Familie und hätten wir uns nicht in der Wolle bekommen, so wären bei Familienfeiern zwei Personen, meine Schwiegereltern, mehr anwesend. Mein Hasi hat insgesamt noch zwei Schwestern und einen Bruder, die Mittlerweile alle um die Ende 20 bis Anfang 30 sind. Die beiden Schwestern haben schon geheiratet und die Britta und mein Lieblingsschwager, gell Icke *grins*, haben schon ein Kind, so dass ich auch schon Tante bin und es auch bald, so wie es ausschaut, zum zweiten Mal werde. ~Allgemein~ Eine große Familie hat so einige Vor- aber auch Nachteile. Als Kind war es immer berauschend schön, mal da und mal da zu sein und zum Geburtstag und Weihnachten viele Geschenke zu bekommen. Den Überblick dessen hab ich schon ein wenig verloren, gerade was so den ganzen Angehörigen meiner Eltern und Großeltern betrifft, wie Cousins und Cousinen aber auch Tanten und Onkels. Aber ansonsten ist es gar nicht so stressig, wie es sich anhört. Wir feiern ja nicht alle, wenn irgendein Familiemitglied Geburtstag hat etc., sondern meist im kleinen Kreis und sehen uns hin und wieder mal ca. 4-mal im Jahr oder auch erst nach 2-3 Jahren wieder. Große Familienfeiern, wo wirklich fast alle anwesend sind, gibt es selten. Wenn dann treffen wir uns mal so im Restaurant zwischendurch, ansonsten nur zu besonderen Geburtstagen, wie gerade vor kurzem, der 60. meines Opas. Und ansonsten bin ich mit meiner Großfamilie recht zufrieden und mag sie alle samt nicht mehr missen. Zu guter letzt sei gesagt, vom Staat bekommt man bei so vielen Kindern nimmer Hilfe, aber trotzdem haben wir alle samt sehr gute Sachen an und können und so einiges leisten. Liebe Grüße NadineAlias MausiHasiNadine
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19.08.2003 20:47
Hallo Nadine, wow, so eine große Familie ... Bin Einzelkind, alleine von Muttern großgezogen worden ... Gruß, Sven (Zoobremia)
29.05.2003 13:35
Na ja, dass ist ja noch gar nix! Ich hab nämlich ganze 6 Geschwister... =)
13.03.2003 11:10
hihi, ich stell mir grad so ein Familienfest vor, ohje da braucht man ja schon wahrlich einen Festsaal;-). Meine Eltern haben 3 Kinder, damals ich noch zur Schule ging, so vor 20 Jahren, galten wir mehr oder weniger schon als "Großfamilie" und man wurde des öfteren schief angeschaut, so nach dem Motto, wie kann man nur.... Ich persönlich finde, dass sich das in der heutigen Zeit ein wenig geändert hat. Ich hab selbst drei Kinder, bin deswegen aber auch noch nie blöde angemacht worden. Allerdings habe ich mit meinen drei Rackern auch mehr als genug *lach*, so dass sich unsere Familie ganz gewiß nicht noch mehr vergrößern wird (auch wenn mein Mann dies gern hätte *gg*), lg Claudia