Erfahrungsbericht über

Grundig 32VLC9140

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Aus gutem Grund - Grundig (Update)

3  30.09.2011 (27.02.2012)

Pro:
Sehr guter Fernseher mit gutem Preis/Leistungsverhältnis

Kontra:
USB - Recording etwas umständlich

Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

mehr


lemmy47

Über sich: Neuen Bericht eingestellt und weitere Berichte in Arbeit. Bin zuverlässiger Gegenleser, wenns auch m...

Mitglied seit:23.10.2006

Erfahrungsberichte:75

Vertrauende:60

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 167 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Für eilige Leser vorab die Kurzform dieses Berichtes. Wir haben uns im Internet über redcoon für 470 € einen Grundig LCD Fernseher vom Typ 32 VLC 9140 S gekauft (Bildschirmdiagonale 81 cm) und sind mit dem Fernseher bis auf das umständliche USB-Recording sehr zufrieden. Nein, unser neuer Fernseher ist nicht 3-D-fähig, hat keinen Internetzugang und lässt sich auch nicht mit einem SmartPhone steuern. Wer trotzdem mehr über den Kauf bzw. über diesen Fernseher wissen möchte kann Teile meines Berichtes oder gar den ganzen Bericht lesen.

Inhalt:
WARUM GERADE DIESEN FERNSEHER?
DER KAUF
DIE LIEFERUNG
LIEFERUMPFANG
TECHNISCHE DATEN
INBETRIEBNAHME
TÄGLICH FERNSEHEN
AUFNAHME VON FERNSEHSENDUNGEN
KUNDENDIENST
TON – EINSTELLUNGEN
WEITERE MÖGLICHKEITEN
BETRIEB MIT ZWEITEM SAT-RECEIVER
F A Z I T

°°° WARUM GERADE DIESEN FERNSEHER? °°°

Bis zu diesem Sommer haben wir täglich in die Röhre geschaut. Wir hatten uns vorgenommen keinen neuen Fernseher zu kaufen so lange der alte Fernseher noch funktioniert. Dann ging der alte Sat-Receiver kaputt und der neue Sat-Receiver wollte sich mit unserem Fernseher nicht richtig vertragen weil z.B. die Schrift zu klein und unscharf war und deshalb nicht gelesen werden konnte. Auch das Bild war kleiner und irgendwann lief unser Konto über und schrie nach einer neuen Abbuchung. Das war dann die Entscheidung zum Kauf eines neuen Flachbildschirmes.
Wenn ich mal ehrlich bin, davor habe ich mich schon lange gedrückt. Der Markt an Fernsehern ist so riesig und unübersichtlich und man weiß gar nicht so richtig, wo man anfangen und auf was man achten soll. Wir hatten uns schon mal an der Größe des Bildschirmes mit 81 cm Diagonale festgebissen und bei dieser Größe haben die LCD bzw. LED Bildschirme den Vorrang vor den Plasma-Fernsehern. Das war es aber auch schon. Welche Marke soll man kaufen? Da auch bessere Marken wie Philips, Sony, Panasonic oder Grundig auch billigere Fernseher im Angebot haben ist die Entscheidung nicht leicht. Bei der Ausstattung habe ich mich entschieden, dass der neue einen Tripleband-Tuner haben sollte d.h. neben dem fast immer vorhanden Tuner für das terrestische Fernsehen und dem oft miteingebauten Tuner für das bei uns nicht vorhandene Kabelfernsehen sollte der Fernseher auch einen Tuner für das Satellitenfernsehen mit USB-Recording haben. Damit wäre alles in einem Gerät und mit einer Fernbedienung bedienbar, was die Sache ja leichter machen sollte. Weiter hatte ich bei meiner Suche mit bekommen, dass billigere Fernseher die Lautsprecher hinten am Gehäuse haben und den Ton nach hinten oder nach unten abstrahlen. Wenn schon ein neuer Fernseher, dann wollte ich auch einen solchen mit Lautsprecher nach vorne haben. Klar kann man schlechte Lautsprecher bzw. schlechten Ton am Fernseher mit einer Heimkinoanlage aufpeppen aber das wollten wir nicht.
Wir haben uns Fernseher in Geschäften und bei Bekannten angeschaut. Die meisten Informationen habe ich aber aus dem Internet geholt. So kam ich irgendwann einmal zur Marke Grundig deren Internetauftritt übersichtlich war, alle technischen Daten, Preise und auch Vergleiche zwischen den einzelnen Fernsehern anbot und das in deutscher Sprache. Mit den o.a. Vorgaben kam ich bei Grundig, einer anständigen (ehemals) Deutschen Firma zu dem Modell 32 VLC 9140 S zum Preis von 699 €. Außer dem Preis gab es noch einen Nachteil und das war der mit 130 Watt doch recht hohe Stromverbrauch. Das war aber bis zu diesem Preis das einzige Model mit Sat-Receiver und USB-Recording.
Der letzte Vergleich mit Panasonic, dort hatte mir die Fernbedienung mit den großen Tasten gut gefallen aber nicht die Preise, und mit Sony, der mit Internetzugang und vielen technischen Feinheiten wie automatische Abschaltung, wenn sich nichts mehr vor dem Fernseher bewegt, glänzte, brachte mich dann doch wieder zurück zu Grundig. Obwohl ich inzwischen bei Ciao in einem Bericht gelesen hatte, dass Grundig an die Türkei verkauft worden sei, hielt ich weiter an der Entscheidung fest. Schließlich hatte ich meinen letzten Grundigfernseher, ein gerade noch tragbares Model mit 56 cm Bildschirmdiagonale, nach 30 Jahren in funktionsfähigem Zustand entsorgt.

°°° DER KAUF °°°

Bei Grundig selbst stand der Preis für diesen Fernseher bei 699 €. Genau so viel wollte auch ein Fachhändler bei uns hier auf dem Land. Die geilen Leute von Saturn wollten uns diesen Fernseher für 599 € verkaufen und im Internet bei HSE 24 kostete der gleiche Fernseher nur noch 499 € plus Versandkosten und einer Lieferzeit von 12 Tagen. Wenn das so weitergeht mit den Hunderter-Schritten dann soll es mir recht sein, dachte ich. Das nächste billigere Angebot fand ich bei t-online-shop.de für 480 € und 0,00 € Versandkosten und einer Lieferzeit von 4 Tagen. Bei Ciao las ich dann zwei Berichte mit dem Inhalt: Nie wieder t-online-shop.de“. Also suchte ich bei Ciao weiter und fand mehrere Anbieter für unseren Fernseher mit Lieferzeiten bis zu einem Monat. Nur bei redcoon stand „sofort lieferbar“ und der Preis lag bei 456 €. Dazu kamen noch Nachnahmegebühr (4,99 €), Versand (7,99 €) und Käuferschutz (0,98 €) so dass der Endpreis bei 469,96 € lag. Über redcoon las ich fast nur gute Bewertungen im Internet. Laut redcoon beträgt die Garantiezeit 24 Monate und nur der Hersteller ist für den Garantieservice zuständig. Das bedeutet, dass defekte Geräte bei mir kostenlos abgeholt und wieder geliefert werden. Noch schnell das ok von der Chefin eingeholt und den Fernseher in den Warenkorb gelegt und fertig geklickt. Das war es dann.

°°° DIE LIEFERUNG °°°

Die Bestellung wurde von mir an einem Samstag gegen 11.00 Uhr abgeklickt und am Dienstag in der kommenden Woche wurde gegen Mittag der Fernseher durch die Post geliefert. Der Fernseher war in einem riesigen Karton doppelt verpackt und kam unbeschädigt bei uns an. Wir waren begeistert aber wie im richtigen Leben hat alles zwei Seiten. Deshalb musste ich den sehr schweren alten Röhrenfernseher erst mal nach draußen schleppen was nicht ganz einfach war, denn ich habe ja Rücken.

°°° DER LIEFERUMPFANG °°°

Geliefert wurde der bestellte Fernseher, 1 Stromanschlusskabel, 1 Fernbedienung mit Batterien, eine Bedienungsanleitung und eine Rechnung. Ein HDMI-Kabel oder eine DVB-T Antenne wurde nicht mitgeliefert.

°°° TECHNISCHE DATEN °°°

Hier nur die wichtigsten technischen Daten. Alles andere kann bei Grundig nachgelesen werden.
32 „/81 cm LC-Display
Full-HD-Auflösung 1920 x 1080
100 Hertz Technologie
Dynamisches Kontrastverhältnis 50.000 : 1
MPEG 4 fähiger Satelitten- Kabel und DVB-T Tuner
2 USB 2.0 Anschlüsse
USB-Recording Funktion
4 HDMI Eingänge
CI plus Slot für verschlüsselte HDTV-Programme
EURO-AV Buchse
Kopfhörerbuchse
VGA-Anschluss für PC
Betrachtungswinkel Super Wide
6000 DVB-S Programmspeicherplätze
2 Breitband und 2 Hochtöner frontal
Musikleistung 2 x 20 Watt, Sinus 2 x 10 Watt
Gewicht 11 kg.

°°° INBETRIEBNAHME °°°

Den Fernseher aufstellen, an den Strom anschließen und die Fernbedienung mit den Batterien bestücken macht keine Probleme und wird hier nicht einzeln beschrieben. Das erste kleine Problem tauchte bei der Bedienung der Fernbedienung auf. In fast jeder Fernbedienung gibt es eine ok-Taste welche drumherum 4 Tasten für Programm (oben und unten) und Lautstärke (rechts und links) hat. Dass der kleine Knubbel der ok-Taste selber auch noch nach oben/unten oder rechts/links bewegt werden kann um in einem Menü etwas auszuwählen war mir neu.
Für die Inbetriebnahme gibt es einen Installationsassistenten mit dem man das Land, die Sprache, den Betriebsmodus usw. einstellen kann. Die Satellitenprogramme sind nicht vorinstalliert was ja auch nicht viel bringt, weil es immer neue Programme gibt. Der Programmsuchlauf für die Satellitenprogramme beginnt automatisch wenn man sich für die Basisinstallation (nur Satellit Astra 19.2) oder für die Profiinstallation (Satelliten auswählen) entschieden hat. Ich hatte mich spontan für die Basisinstallation entschieden. Die gut 3.000 Fernsehprogramme vom Satellit Astra lassen sich anschließend auf maximal 4 Favoritenlisten sortieren was keine Schwierigkeiten macht.

Für das USB-Recording habe ich eine externe 2,5“ Festplatte von Samsung angeschlossen die der Fernseher sofort erkannte. Nur das Aufnehmen von Fernsehsendungen funktionierte anfangs nicht immer zufriedenstellend was ich in einem extra Kapitel beschreibe.

°°° TÄGLICH FERNSEHEN °°°

Hat man keine Aufnahme von Fernsehsendungen programmiert kann man den Fernseher über den gut zugänglichen Schalter links unten hinter dem Fernseher ganz ausschalten. Schaltet man dort wieder ein ist der Fernseher auf Standby wobei er erst nach einigen Sekunden auf die Fernbedienung anspricht. Von Standby mit der Fernbedienung eingeschaltet dauert es 25 Sekunden bis Bild und Ton da sind und allerdings auch gleich die angeschlossene Festplatte zur Verfügung

Bilder von Grundig 32VLC9140
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Grundig 32VLC9140 Grundig Fernseher 32VLC9140
Unser Fernseher mit dem zweiten Sat-Receiver darunter.
steht.
Das Fernsehbild war von Anfang an so super, auch von den Farben her, dass ich daran noch nichts verstellt habe. Bei diesem Fernseher muss man nicht direkt davor sitzen, um ein gutes Bild genießen zu können. Selbst in einem ganz spitzen Winkel ist das Bild vom Kontrast und den Farben her noch toll anzusehen und verblasst nicht. Der Ton ist natürlich auch super aber am Ton habe ich allerdings schon ein paar mal rumgebastelt. Über die vielen Einstellmöglichkeiten vom Ton möchte ich in einem eigenen Kapitel schreiben. Auf alle Fälle sind die Frontlautsprecher sehr gut und liefern immer einen guten Ton.
Bei der Fernbedienung muss man anfangs zwei oder dreimal in die Bedienungsanleitung schauen weil z.B. die Taste „i“ nicht nur Informationen bringt sondern auch als „EXIT-Taste“ funktioniert. Den Rest lernt man dann einfach durch probieren. Als Mango der Fernbedienung möchte ich die 4 Farbtasten bezeichnen weil sie einfach grau sind und in der Mitte einen dünnen blauen, gelben, grünen oder roten Strich haben der bei weniger als 100% Sehstärke nicht einfach zu erkennen ist. Die gleichen grauen Tasten mit den dünnen Farbstrichen kommen im Menü auch auf dem Bildschirm vor und sind auch dort schlecht zu unterscheiden. Farbtasten die ganz farbig wären würden die Bedienung vereinfachen, würden aber natürlich nicht so todschick aussehen. Die Fernbedienung hat auch eine Eco–Taste die laut Bedienungsanleitung keine Funktion hat. Da fallen mir die Waschmaschinen aus den 70er Jahren ein die fast alle eine Eco-Taste hatten. Als die Stiftung Warentest bei einigen Waschmaschinen festgestellt hatte, dass diese Taste in der Waschmaschine nirgends angeschlossen war ging der Boom mit den Eco-Tasten wieder zurück.
Was mir beim täglichen Fernsehen aufgefallen ist sind die für wenige Sekunden sichtbaren Einblendungen beim Senderwechsel. Unten links im Bild werden Datum und Uhrzeit eingeblendet und oben links im Bild sieht man das gewählte Programm und die empfangene Sendequalität. Diese ist meistens 576i und nur bei HD-Sendungen 720p oder gar 1080 i wobei optisch der Unterschied kam feststellbar ist. In einem Zeitungsartikel habe ich gelesen, dass bis zu einer Bildschirmdiagonale von 37“ HD Ready für den Fernseher genügen würde, weil erst ab einer Bildschirmdiagonale von 40“ der volle Genuss von Full HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten zu erleben sei.

°°° AUFNAHME VON FERNSEHSENDUNGEN °°°

Wir schauen über Satellit Fernsehen wozu ein Sat-Receiver benötigt wird. Der ist bei unserem Grundig Fernseher bereits eingebaut und über den können mit einer angeschlossenen externen Festplatte auch Fernsehsendungen aufgenommen und wiedergegeben werden. Wir nutzen das recht häufig und da es bereits unser vierter digitaler Sat-Receiver ist bin ich bei dem Thema bald Fachmann. 3 Berichte über verschiedene Sat-Receiver habe ich bei Ciao bereits geschrieben so dass ich auch Vergleichsmöglichkeiten habe. Beim letzten Bericht hatte ich geschrieben, dass die Bedienung für das Aufnehmen von Fernsehsendungen zu kompliziert sei. Entweder ist das bei Grundig wieder der Fall oder ich bin bald schwer von Begriff.

Fangen wir bei den leichtesten Übungen an. Klingelt das Telefon beim Fernsehen oder sollte man einmal für kleine Mädchen gehen müssen wird einfach die Pausentaste gedrückt. Das Bild bleibt stehen und im Hintergrund wird temporär im Time-Shift Betrieb bis maximal 10 Minuten die Fernsehsendung aufgenommen und ist daher schon mal nur für kurze Gespräche am Telefon geeignet. Habe mich bei der Gelegenheit nicht getraut zu schreiben, dass die Lösung von der Zeit her eher für Männer .... Kommt man wieder zum Fernseher, kann die Sendung mit der Wiedergabetaste (Pfeil nach rechts) weiter angesehen werden. Mit der Stopp-Taste gelangt man gleich wieder zur Livesendung. Die Szenen im Time-Shift-Speicher werden automatisch gelöscht. Klingt zwar auch schon etwas kompliziert, ist aber einfach.

Die nächst einfachere und sicher am meisten benutzte Möglichkeit ist die Aufnahme von Sendungen über den elektronischen Programmführer, bei Grundig TV-G genannt. Am einfachsten ist es, wenn man schon den Sender eingeschaltet hat, bei dem man aufnehmen will. Dann einmal mit der Pranke auf die TV-G Taste und der Bildschirm zeigt links die Sender die leider unsortiert sind wie sie vom Satelliten heruntergeladen wurden. Rechts auf dem Bildschirm ist dann das Programm des gerade gewählten Senders aufgelistet. Man schiebe die ok-Taste auf der Fernbedienung mit dem Wurstfinger einmal leicht nach rechts und kann dann auf der rechten Liste die aufzunehmende Sendung markieren. Danach muss nur noch die Aufnahme-Taste gedrückt werden. Auf diese Art lassen sich beim gleichen oder nach Umschaltung auf einem anderen Sender auch mehrere Aufnahmen programmieren. Bis zu 25 Aufnahmen lassen sich insgesamt programmieren was ein ordentlicher Wert ist. Das Menü wird mit der „i-Taste“ (ist zugleich die Exit-Taste) verlassen. Will man nachsehen was alles programmiert wurde oder möchte man gar etwas an der Programmierung ändern drückt man wieder die TV-G Taste. Einmal die gelbe Taste für „Timer“ und dann die blaue Taste für „Timerliste“ drücken und schon sieht man die Timerliste. Da man diese Liste doch öfters mal braucht wäre eine eigene Taste Timerliste sicher ein Fortschritt.
Eine sogenannte Direktaufnahme einer laufenden Sendung oder einer Sendung aus der Programmliste laufen eigentlich gleich ab. Gestartet wird mit der Aufnahmetaste und die Aufnahmedauer richtet sich nach der jeweiligen Sendung.
Dann gibt es noch die Aufnahme durch manuelle Dateneingabe. Dazu wird wieder die TV-G Taste gedrückt und danach die gelbe Taste einmal für „Timer“ und ein zweites mal für „Timer erstellen“. Auf dem Bildschirm erscheint eine Liste auf der ganz oben „Erinnerung“ steht. Das muss man umklicken in „Aufnahme“ sonst geht die Aufnahme schon mal in die Hose. Darunter wird das Programm ausgewählt und die Datums und Uhrzeiten für Start und Ende der Aufnahme eingegeben und ganz wichtig, mit der grünen Taste abgespeichert. Das Menü wird wieder mit der „i-Taste“ verlassen. Hat man alles richtig gemacht, ist auch die Aufnahme im Kasten. Klingt doch bis jetzt alles machbar und verständlich.

Nach der Aufnahme will man die Fernsehsendung auch mal ansehen und da geht es eigentlich schon los. Auf der Fernbedienung gibt es eine Taste „PRnP-Archiv“. In dem Archiv sind alle aufgenommenen Fernsehsendungen nach Sendern sortiert aufgelistet. Manche Sendungen stehen auch zwei oder gar drei mal drin weil die Aufnahme in Teilen abgespeichert wurde, was aber am Sender liegt. Man muss sich also nur eine Sendung raussuchen bzw. markieren und kann im Vorschaufenster den Beginn der Aufnahme sehen und hören. Mit der Wiedergabetaste wird die Sendung im Großformat wiedergegeben und kann, wenn der Sender das nicht unterbunden hat, auch Vor- oder Zurückgespult werden. Dafür stehen 4 Geschwindigkeiten von 2-fach bis 16-fach zur Verfügung. Klingt ja bis hierher noch ganz gut oder?
Was ist aber, wenn ich nur einen Teil der Sendung ansehen kann oder will? Bei den ersten zwei meiner digitalen Sat-Receiver konnte man an mehreren Stellen im Programm Markierungen setzen, zu denen dann schnell hingezappt werden konnte. Somit stand dem ungetrübten Ansehen des Restfilmes nichts mehr im Wege. Beim dritten Sat-Receiver konnte man keine Markierungen setzten aber der Abbruch der Wiedergabe wurde automatisch registriert und durch drücken der ok-Taste konnte die Wiedergabe genau an dieser Stelle fortgesetzt werden. All dies hat der Grundig Sat-Receiver definitiv nicht, weshalb ich alleine schon einen Stern von den 5 möglichen abziehen möchte. Um es zu verdeutlichen was ich meine hier ein Beispiel. Wir waren schon öfters am Samstag nicht zuhause oder hatten selber Gäste. Kam dann „Wetten dass..“ im Fernsehen haben wir es eben aufgenommen. Die nächsten Tage hatten wir weder die Zeit noch die Geduld 3 – 4 Stunden „Wetten dass...“ am Stück anzusehen. Also haben wir die Sendung aufgeteilt, was ja bei den bisherigen Sat-Receivern möglich war, nur nicht bei Grundig.
Dafür kann beim Grundig Sat-Receiver während einer Aufnahme aus dem Archiv heraus eine andere Fernsehsendung angesehen werden. Das funktioniert.
Was anfangs nicht immer funktionierte war das ansehen einer Fernsehsendung, welche zugleich im Hintergrund aufgenommen wird weil z.B. die Ehefrau wegen Abwesenheit diese Sendung an einem anderen Tag auch ansehen möchte. Habe das mit einer 1 stündigen Fernsehsendung versucht. Nach ca. 40 Minuten kam auf dem Bildschirm die Meldung: „Verarbeitung“. Das bedeutet dass die Aufnahme verarbeitet sprich gespeichert wurde und dass dann die letzten 20 Minuten der Sendung fehlten, obwohl ich nichts getan hatte. Nicht mal die Fernbedienung hatte ich in der Zeit berührt.
Was ebenfalls nicht immer funktioniert dass man den Anfang einer für das Aufnehmen programmierten Fernsehsendung ein Stück weit anschaut und sich dann für ins Bett gehen entscheidet. Dazu schaltet man den Fernseher ab wobei auf dem Bildschirm die Meldung kommt, ob die Aufnahme fortgesetzt werden soll. Bestätigt man mit ja kommt die Meldung, wie lange die Aufnahme noch laufen soll. Die Eingabe erfolgt in Minuten und für eine einstündige Sendung habe ich dann 60 Minuten eingegeben. Diese Eingabe muss mit der grünen Taste bestätigt werden und danach schaltet der Fernseher ab. Das die Aufnahme weiterläuft sieht man am blinken an der externen Festplatte. Das Ergebnis am nächsten Tag war eine Aufnahme auf der vorne z.B. 5 Minuten fehlen, weil man die schon angeschaut hatte und auf der hinten wieder die ominösen 20 Minuten fehlen. Das nervt dann schon, vor allem wenn es ein Krimi war.
Was spricht dagegen, wenn eine programmierte Fernsehsendung weiter aufgenommen wird, auch wenn der Fernseher ausgeschaltet wurde. Will man die Sendung nicht mehr, ist sie auf dem Datenträger doch einfach zu löschen. Warum muss dann noch zweimal eine Rückfrage bekommen die man beide male bestätigen muss und dann muss auch noch die Länge der Fernsehsendung in Minuten eingegeben werden. Das ist sicher etwas für Technik-Freaks aber Otto Normalo wäre sicher froh, wenn die Abfragen nicht kämen. Diese Prozedur ist auch nicht in der Bedienungsanleitung erwähnt und so wird man bei den ersten malen von einer Abfrage überrascht, die nur gefühlte 5 Sekunden auf dem Bildschirm erscheint und dann weg ist. Es wäre es auch denkbar, dass ich anfangs vergessen habe, die Minuteneingabe mit der grünen Taste zu bestätigen weil alles so schnell gehen musste. Daher vielleicht auch die Fehler beim Aufnehmen. Weniger wäre in diesem Punkt sicher mehr und vor allem Bedienerfreundlicher.

°°° KUNDENDIENST °°°

Nach den ersten Fehlprogrammierungen habe ich mir erlaubt an Grundig bzw. an technik@grundig.com ein Mail zu senden mit dem Betreff „Probleme mit USB-Recording“. An drei konkreten Beispielen habe ich erläutert was beim USB-Recording nicht oder nicht zuverlässig funktioniert. Ich habe auch um baldige Antwort gebeten.
Nach 6 Tagen kam eine kurze Mail von Grundig in der stand, dass die Fehler an einer älteren Software liegen könnte. Ein Softwareupdate könne nur durch einen Grundig-Fachhändler erfolgen, an den ich mich wenden solle. Als die Mail kam war ich mal wieder nicht zuhause. Auf der Mail stand auch keine Telefonnummer sondern nur eine FAX-Nummer. Findig wie meine Frau ist hat sie von der FAX-Nummer die letzten 4 Zahlen weggelassen und eine „0“ hinzugefügt. So landete sie bei Grundig in der Zentrale und verlangte den Mann, dessen Name unten auf der Mail stand. Dieser Mann war ziemlich ungehalten weil meine Frau bei ihm anrief und wollte zuerst wissen, wie sie an seine Telefonnummer gekommen war. Dann gab er ihr zwei Namen von Fachhändlern in unserem Raum. Einer der Fachhändler war ein uns gut bekannter Inhaber eines kleinen Elektrofachgeschäftes. Bei ihm hatten wir schon mal Probleme mit einem Gerät, dass wir bei ihm gekauft hatten mit dem Ergebnis: Reklamation zwecklos. Den wollten wir dann wirklich nicht wieder fragen. Der zweite Fachhändler war im entfernten Freibug und ging schon gar nicht ans Telefon.
Übrigens hatte ich bereits vor der Mail versucht über den Punkt „Software aktualisieren“ im Menü dieses Problem selbst zu erledigen. Nach ca. 10 Minuten wurde mir angezeigt, dass keine aktuelle Software zur Verfügung stehe. War in dieser Zeit nicht doch eine kleine Ergänzung heruntergeladen worden? Denn nach dieser Prozedur war die Fehlerquote plötzlich bei Null.
Jetzt wird es richtig interessant. In der Grundig Bedienungsanleitung steht unter Garantiebedingungen: Gewährleistungsansprüche können nicht direkt bei Grundig geltend gemacht werden. Sollte eine Störung auftreten so bitten wir Sie, sich mit ihrem Fachhändler bzw. mit der Verkaufsstelle in Verbindung zu setzen.
Reedcoon hat im Internet zum Thema Garantie bei Grundig geschrieben dass der Kunde sich bei Störungen direkt an die Fa. Grundig wenden solle, da nur der Hersteller für den Garantieservice zuständig sei. Eine Abwicklung über den Händler ist hier nicht möglich. Da wird der schwarze Peter wie so oft hin und her geschoben.
Wie es dann im Ernstfall wirklich aussieht und wer den Fernseher in der Garantiezeit repariert weiß ich selbst noch nicht.
Inzwischen habe ich mit dem Sendungen aufnehmen so viele Versuche gemacht, dass ich auch ohne Fachhändler zurechtkomme. Zuletzt hat die Aufnahme immer funktioniert. Manchmal hatte ich schon den Eindruck, dass nicht nur ich bei den Versuchen lerne, sondern auch die Software. Klingt zwar komisch, aber hier ein Beispiel. Die letzten beiden Sat-Receiver hatte ich mir kurz hintereinander gekauft und ich hatte auch zwei verschiedene externe Festplatten. Die Festplatte welche ich eigentlich im Wohnzimmer haben wollte wurde nur vom anderen Sat-Receiver im Büro erkannt und umgekehrt konnte ich mit der zweiten Festplatte nur am Sat-Receiver im Wohnzimmer arbeiten. Wochen später habe ich mal versucht, ob der eine Sat-Receiver die Aufnahmen vom anderen Gerät wiedergeben kann. Da haben plötzlich beide Sat-Receiver auch beide Festplatten erkannt.

°°° TON EINSTELLUNGEN °°°

Am Bespiel der Ton-Einstellungen möchte ich aufzeigen, dass es auch an diesem Fernseher viele individuelle Einstellmöglichkeiten gibt wobei einige Dinge durch technische Lösungen in Richtung Hörgenuss gut geregelt sind. Es sind dies die Funktionen AVL die eine einheitliche Lautstärke beim umschalten von Fernsehprogrammen gewährleistet oder auch die patentierte Audio-Technologie SRS TruSurround XT die nur die eingebauten Lautsprecher benötigt um einen Surround-Soundeffekt zu erzeugen. Diese kleinen Helferlein können natürlich auch abgeschaltet werden um dann in der Einstellung „Benutzer“ über einen Equalizer einen eigenen Hörgenuß zu finden.
Im Menü findet man unter Toneinstellungen zuerst die Lautstärke die durch die Fernbedienung jederzeit von 0 – 100 eingestellt werden kann und bei jeder Änderung im Bildschirm angezeigt wird. Die weiteren Einstellungen müssen dann jeweils im Menü erfolgen. Zum Thema Balance einstellen brauche ich nichts schreiben. Bei Tonart gibt es Stereo (Werkseinstellung). Man kann auf Mono oder wenn es die Sendung erlaubt auch auf Originalton (Dual II) oder auf die synchronisierte Fassung (Dual I) umschalten. Bei Ton-Modus kann man zwischen dem bereits erwähnten SRS oder der Einstellung „Normal“ oder „Räumlich“ wählen was das Klangbild verbreitert. Es hört sich dann wirklich so an, als würde man in einer großen Halle vor einer riesigen Bühne sitzen und dort die gute Audioanlage genießen. Der Ton ist dann auch gefühlt lauter nur ist der Bass trotz voller Einstellung beim Equalizer nicht ganz so satt wie bei einer großen Anlage mit Bassbox. Es gibt noch eine Klangvorgabe mit den Einstellungen Natürlich, Musik, Sprache und Benutzer. „Benutzer“ hatte ich schon erwähnt und bei Sprache sind offensichtlich die Sprachfrequenzen angehoben so dass es fast wie am Telefon klingt. Bei der Einstellung „Musik“ ist das Volumen etwas vergrößert und die Bässe sind deutlicher zu hören. Die Einstellung „Natürlich“ ist Werkseinstellung und wird von mir auch meistens verwendet. Wie der Name schon sagt klingt alles sehr natürlich und angenehm. Zum Schluss möchte ich noch auf die Audiodeskription, eine Audiountertitelung für sehbehinderte Menschen hinweisen. Wenn es die Sendung dann hergibt werden Aktivitäten, Umgebung, Szenenänderungen, Gesten und Gesichtsausdrücke der Schauspieler beschrieben was zusammen mit dem normalen Ton übertragen wird. Ich habe das mal aktiviert, habe aber jetzt seit einer Woche keinen Sender gefunden, der die Audiountertitelung überträgt.

°°° WEITERE MÖGLICHKEITEN °°°

Der Grundig Fernseher kann alle analoge und nicht verschlüsselte digitale Fernsehprogramme empfangen. Ein Slot für die HD+ Karte der privaten Fernsehanstalten ist nicht vorhanden.
An den beiden USB-Buchsen können verschiedene Datenträter wie externe Festplatte, USB-Stick oder digitale Cameras angeschlossen werden. Bei der Wiedergabe von Bildern wird automatisch zwischen jedem Bild ein immer wechselnder Bildübergang eingeblendet wie ich feststellen konnte. Mit der Fernbedienung können kompatible Grundiggeräte wie DVD-Player ebenfalls gesteuert werden.
Bei Fernsehsendungen kann die Audiosprache ausgewählt, Untertitel eingeblendet und mit einer Zoomfunktion das Bild vergrößert werden. Mit einer Zapp-Funktion kann zwischen zwei Fernsehprogrammen hin und her gezappt werden. Im elektronischen Programmführer TV-G kann durch eine Filterfunktion nach bestimmten Programmtypen gesucht werden.
Natürlich sind auch Bildformate, 16:9, 3:4, Auto, Panorama und Letterbox, umschaltbar.
Bei Videotextbetrieb können die Schrift vergrößert und zudem der Bildschirm geteilt werden um neben dem Videotext auch das Fernsehprogramm ansehen zu können.
Es gibt auch einen Einschalttimer und einen Ausschalttimer (Sleep Timer) sowie eine automatische Abschaltung. Ist diese aktiviert schaltet der Fernseher nach 5 Minuten in Stand-by wenn kein Bildsignal gesendet wird.
Digitale terrestische Fernsehprogramme (DVB-T) mit 576i können automatisch oder manuell gesucht und installiert werden. Die Aufnahme solcher Programme über TVG ist ebenfalls möglich. Für den Betrieb mit DVB-T muss nur eine entsprechende (Zimmer-) Antenne angeschlossen werden.
Dann gibt es sogenannte Jugendschutzeinstellungen in denen Sendungen autorisiert, Menüs gesperrt oder Tasten gesperrt werden. Dafür gibt es jeweils einen PIN-Code der auch geändert werden kann.
Der Fernseher kann als PC-Monitor angeschlossen und betrieben werden. Ein CA-Modul für verschlüsselte Fernsehprogramme (Sky) kann in dem entsprechenden Schacht am Fernseher eingesteckt werden.
Alle Einstellungen lassen sich auch wieder auf die Werkseinstellung zurücksetzen. Die Software des Fernsehers kann automatisch oder manuell aktualisiert werden.
LNB-Einstellungen, auch für motorisierte Antennen sind im Menü möglich.
Natürlich gibt es auch eine Wandhalterung für diesen Fernseher.

°°° BETRIEB MIT ZWEITEM SAT-RECEIVER °°°

Mit meinem letzten SilverCrest Sat-Receiver hatte ich einige Fernsehsendungen aufgenommen, welche wir noch nicht angeschaut hatten. Ein Abspielen dieser Sendungen von der externen Festplatte direkt am Grundig Fernseher war wie zu erwarten war nicht möglich. Da der SilverCrest Sat-Receiver einen Antenneneingang und einen Antennenausgang hat habe ich den Sat-Receiver vor den Fernseher gehängt. Das Sat-Antennenkabel geht beim SilverCrest Sat-Receiver rein und auch wieder raus zum Grundig Fernseher. Über ein HDMI-Kabel an den Anschluss HDMI 2 am Fernseher angeschlossen können wir jetzt mit dem SilverCrest Sat-Receiver die alten Aufnahmen noch ansehen. Beim Normalbetrieb bleibt der SilverCrest Sat-Receiver ganz ausgeschaltet und kann so den Betrieb des Fernsehers auch nicht stören.

°°° F A Z I T °°°

Wegen dem Fernsehprogramm im Sommer hätten wir uns keinen neuen Fernsehapparat kaufen müssen den außer den täglichen Nachrichten kamen fast nur Wiederholungen von alten Sendungen und das müssen wir nicht gehabt haben.
Mit Bild, Ton und den Bedienmöglichkeiten des Fernsehers sind wir sehr zufrieden. Das Gerät hat ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Der Fernseher selbst und auch der eingebaute Sat-Receiver bieten sehr viele Einstellmöglichkeiten was vor allem das Aufnehmen von Fernsehsendungen auf einen externen Datenträger umständlich macht. Auch hat man beim Abspielen aufgenommener Fernsehsendungen keine Möglichkeit eine Markierung zu setzen, von der aus später die Aufnahme weiter angeschaut werden kann. Dies sind die Gründe, warum ich nur 4 und nicht 5 Sterne für den Fernseher vergebe.
Will heute mal großzügig sein. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit, für die Kommentare und Bewertungen.
LG K.-H.

Update 06.12.2011:
Nachdem bestimmte Fehler beim Aufnehmen von Fernsehsendungen immer wieder auftraten habe ich Mitte September den von Grundig benannten Kundendienst in Freiburg angerufen und dort auch 2 Tage später einen Termin bekommen an dem ich mit meinem Fernseher vorbeikommen konnte. Auf meinen Fernseher wurde die neueste Softwareversion aufgespielt und 90 Minuten später konnte ich den Fernseher wieder abholen.
Zuhause stellte ich fest, dass gewisse Fehler wie Abbruch der Aufnahme während der Sendung nicht mehr vorkamen. Andere Fehler waren aber noch aktiv. So wurde bei längeren Sendungen immer noch die ersten 15 Minuten nicht abgespeichert und jede zweite bis dritte Sendung wurde zwar aufgenommen und abgespeichert, konnte dann aber nicht abgespielt werden. Nach weiteren Wochen der Fehlersuche und Versuche mit verschiedenen Festplatten rief bei Grundig direkt an. Inzwischen war ich entsprechend sauer und deshalb sagte ich gleich, dass ich nur noch einen Reparaturversuch zulasse und wenn dieser erfolglos sein sollte, dann möchte ich einen anderen funktionierenden Fernseher oder mein Geld wieder haben. Die Dame am Telefon sagte mir, dass ich mich noch mal an den Kundendienst wenden solle und ob ich einen neuen Fernseher bekomme entscheide dann der Kundendienst. Also rief ich beim Kundendienst wieder an und dort wurde mir versprochen, dass in den nächsten Tagen mit Grundig abgeklärt werde ob es zeitnah ein neues Update gibt welches meine Probleme löst oder was Grundig sonst alternativ anbietet.
Als der versprochene Rückruf ausblieb fragte ich nach ca. 14 Tagen nach. Man entschuldigte sich weil es nicht üblich sei, dass eine Anfrage so lange dauern würde. Mein Vorgang müsse irgendwie untergegangen sein. Mir wurde ein Rückruf in den nächsten 3 Tagen versprochen. Tatsächlich wurde ich nach 2 Tagen vom Kundendienst zurückgerufen. Mir wurde die Version der neuesten Software durchgegeben und auch beschrieben, wie ich den Softwarestand am Fernseher abfragen könne. Wenn der Softwarestand stimme, die von mir eingesetzte externe Festplatte nicht mehr als 500 mA Strom brauche und auf NTSF umformatiert wäre würde Grundig garantieren, dass das USB-Recording funktioniere.
Die vor Wochen aufgespielte Softwareversion war tatsächlich noch auf dem neuesten Stand. Das mit dem Stromverbrauch der Festplatte war nicht so einfach nachzuvollziehen aber die Formatierung der Festplatte von FAT32 auf NTSF ist auch für einen Laien am PC schnell zu schaffen.
Was soll ich sagen, die Aktion ist jetzt schon 3 Wochen her und seitdem habe ich zum testen und für unseren Gebrauch ca. 20 Sendungen aufgenommen ohne dass auch nur ein einziger Fehler aufgetreten ist. Es geht also!!! Längere Sendungen wie „Wetten dass“ werden jetzt in einer einzigen Datei abgespeichert was mit FAT32 nicht möglich war.
Wie ich inzwischen erfahren habe kann längst nicht jeder Fernseher mit NTSF formatierten Festplatten etwas anfangen so dass die Umformatierung nicht für alle eine Lösung ist.
Wir sind jetzt natürlich wieder bzw. noch mehr von unserem neuen Fernseher begeistert.

Noch ein kleiner Hinweis von mir. Bei den meisten Sat-Receivern gibt es nicht nur die Option „Aufnahme“ sondern auch die Option „Erinnerung“. Anfangs dachte ich immer, dass ich das nicht brauche und jetzt nutze ich es häufig. Angenommen ich möchte um 19.45 Uhr eine Fernsehsendung ansehen. Dann programmiere ich auf dem Sender für 19.45 Uhr eine „Erinnerung“. Egal ob ich bis 19.45 Uhr eine andere Sendung sehe oder ob ich vor dem ausgeschalteten Fernseher sitze. In beiden Fällen kann ich meine Sendung um 19.45 Uhr ansehen weil sich der Fernseher zu der Zeit einschaltet oder bei laufendem Betrieb auf den richtigen Sender umschaltet. Man muss dann nicht immer ständig auf die Uhr sehen, um den Anfang der Sendung nicht zu verpassen.

Update 27.02.2012:
Nach dem Motto wer billig kauft, kauft zwei mal, haben wir inzwischen einen neuen Fernseher gekauft. Etwa 2 Wochen nach dem letzten Update dieses Berichtes war plötzlich wieder eine aufgenommene Fernsehsendung auf unserem Grundig Fernseher zwar abgespeichert aber nicht abspielbar. Kurz darauf kamen wir abends nach Hause und wollten eine Fernsehsendung, welche gerade aufgenommen wurde, von Anfang an ansehen, was die letzten Wochen ja funktioniert hatte. Nach dem einschalten des Fernsehers sahen wir die Bilder in Falschfarben. Gesichter waren entweder dunkelgrün oder kräftig blau. Nach dem Ende der Aufnahme war diese Sendung auch nicht abspielbar. Als der Fehler kurz darauf ein drittes mal auftrat waren wir nicht mehr ratlos sondern stinksauer. Ich rief bei Grundig an und schilderte das Problem. Dort wurde mir gesagt, dass ich den Fernseher ein drittes mal zum Kundendienst bringen müsse. Dort werde das Gerät dann von Grundig abgeholt und überprüft. Nach maximal 20 Tagen würden wir ein Ersatzgerät oder eine Gutschrift bekommen. Nach 19 Tagen erhielt ich vom Kundendienst die Antwort, dass wir eine Gutschrift über den Händler bekommen würden. Diese Antwort bekam ich per Mail auch schriftlich worauf ich die Nachricht gleich an redcoon, wo wir den Fernseher gekauft hatten, weiterleitete. Ich will mir das Geld auszahlen lassen und wie lange das dauert werde ich demnächst in einem Satz noch dranhängen. Es ist inzwischen so weit. Nach einigen Rückfragen und genau 24 Tagen kam das Geld von redcoon auf mein Konto und zwar genau die Summe, die der Fernseher ohne Versand u.a. gekostet hatte.

Ich löcherte natürlich den Kundendienst weil ich den Eindruck hatte, ich bekomme eine Gutschrift weil Grundig zumindest in der Preisklasse zur Zeit kein funktionierendes Gerät hat. Die Kundendienstleute waren mit Aussagen natürlich sehr vorsichtig. Ich bekam nur im Gespräch per Zufall mit, dass derzeit mehrere Geräte zu Grundig eingeschickt wurden. Da mir der Grundig Fernseher bis auf die Fehler beim USB-Recording gut gefallen hat und Grundig mit dem Model 32 VLE 6230 ein neues Gereät mit LED Technik und halbem Stromverbrauch anbietet rief ich nochmals bei Grundig an. Ich wollte konkret wissen, ob der neue Fernseher die gleiche Hardware (DVB-S Tuner) und Software wie mein bisheriger Grundig Fernseher hat. Ich bekam auf mehrfache Nachfrage immer nur eine ausweichende Antwort. Deshalb haben wir schweren Herzens keinen Grundig Fernseher mehr gekauft.
Als letztes Fazit fasse ich zusammen, was ich die letzten Tage so alles zusammengetragen habe. Grundig bietet günstige Fernseher mit guter Ausstattung an und verkauft deshalb auch viele Geräte. Gleichzeitig hat Grundig sehr viele Reklamationen und kommt mit Ersatzteilen und Gutschriften gar nicht mehr nach. Möge sich jeder ein eigenes Bild davon machen. Von mir gibts nachträglich einen weiteren Stern abgezogen.

Ich bedanke mich für Euer Interesse.
LG K.-H.


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hochsauerlaender

hochsauerlaender

30.03.2013 11:21

Leider für heute kein BH mehr frei, daher muss ein SH mit 5 ***** leider ausreichen.

manuelmama

manuelmama

20.12.2012 10:45

BH! LG Sabine

christianpirker

christianpirker

30.11.2012 08:53

toller Bericht!

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