Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
viele Aktivitäten, gute Ansätze |
| Kontra: |
zu wenig Lehrer, überfordert und gereizt, viele Kostenpunkte |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute möchte ich gerne einmal meine Erfahrungen als Elternteil mit einer Grundschule mitteilen, nachdem ich ja schon meine eigene Zeit als Schülerin des Hermann-Tast-Gymnasiums in Husum geschildert habe. Nun habe ich mit meinen beiden Söhnen schon die andere Seite kennen gelernt, nämlich, die ein Kind in der Schule zu haben und habe die Grundschule, die meine beiden Jungen besuchen mit den kritischen Augen einer Mutter erleben können. Und nachdem nun die Grundschulzeit meiner Kinder fast abgelaufen ist, nach den Sommerferien werden sie die Schule wechseln, denke ich hier gut vorbereitet über diese Grundschule, die sich einfach Grundschule Eddelak nennt, schreiben zu können.
Fakten:
Die Grundschule Eddelak hat ihren Sitz in dem kleinen Örtchen Eddelak. Sie ist die einzige Schule in dem Ort und hat ein ziemlich großes Einzugsgebiet ihrer Schüler für unsere ländlichen Verhältnisse. So wird sie von den Eddelaker Kindern besucht, ebenso wie den Kindern der umliegenden Dörfer. Das wären zum Beispiel Averlak, Dingen, Dingerdonn, St. Hayn und wenn man möchte auch Blangenmoor, das aber eigentlich zu Brunsbüttel zählt und daher keine Schulpflicht in Bezug auf den Schulbesuch in Eddelak besteht, sondern freie Schulwahl, entweder Eddelak oder die Grundschule Nord in Brunsbüttel aufzusuchen. Ebenso ergeht es meines Wissens nach den Kindern aus Westerbüttel, die auch entweder in Brunsbüttel zur Schule gehen müssen oder aber in Eddelak.
Die Schule liegt in einer ruhigen Sackgasse, die sich passender Weise Schulstraße nennt.
Die Lage:
Wie gesagt, diese Schule liegt in einer Sackgasse. Es brauchen also nur die abholenden Eltern und die Busse, diese Schulstraße passieren, sowie die Anwohner und deren Besucher in den angrenzenden Häuser. Das macht die Schule von ihrer Lage her sehr sicher, denn es herrscht verhältnismäßig wenig Verkehr in der Straße und im Grunde wird dort recht vorsichtig gefahren, da das Vorhandensein der Schule ja bekannt ist.
Man kann die Schule auch von der anderen Seite aus erreichen. Diese Straße nennt sich dann der Kampweg und bildet ebenfalls eine Sackgasse. Dort gibt es auch einen kleinen Parkplatz, der aber eigentlich eher den Anwohnern zusteht, aber bei schulischen Veranstaltungen immer von Eltern mitgenutzt wird. Der Weg zur Schule über den Kampweg ist auch kürzer, der Haupteingang der Schule schneller zu erreichen.
Die Schule selbst verfügt über einen mittelgroßen Parkplatz, der bei Veranstaltungen wie den Bundesjugendspielen, Kindervogelschießen und so weiter NIE ausreicht. Es kann dann aber entlang des angrenzenden Fußballplatzes noch geparkt werden, was aber natürlich unter Umständen einen längeren Weg ausmacht. Das ist prinzipiell zwar nicht schlimm, doch wenn ich zu einer Schulveranstaltung mit meinen kleinen Zwillingen gehen möchte, dann sehe ich doch zu, dass ich zeitig losfahre, denn es ist doch recht mühsam, mit den beiden alleine dann zurechtzukommen, wenn man dann auch noch weiter laufen muss. Doch ansonsten, bevor die Zwillinge geboren waren, hat mir ein Parken am Sportplatz nie etwas ausgemacht. Doch nun ist es etwas beschwerlich. Aber auch das bessert sich, denn meine Töchter werden ja auch immer älter.
An die Schule grenzt ein Sportplatz. Dieser verfügt über ein Fußballfeld und auch einen Platz für Weitsprung, sowie eine kurze Strecke Aschenbahn zum Sprint. Es führt kein kompletter Ring an Laufbahn um den Platz wie ich es sonst von allen anderen Sportplätzen an Schulen kenne. Ferner gibt es eine Hochsprunganlage, die ich aber noch nie in der Nutzung gesehen habe und das obwohl ich immer anwesend bin, wenn Sportfest ist.
Zur Schule gehört auch noch eine Sporthalle, die man in zwei Räume einteilen kann. An den Schulhof grenzt der Kindergarten der Gemeinde Eddelak.
Kinder, die die Schule besuchen?
Die Kinder, die diese Schule besuchen sind in der Regel zwischen 6 und 10 Jahre alt. Es gibt hier jeweils zwei Klassen für die erste Klassenstufe und für jede weitere auch bis zur vierten Klasse. Die ältesten Kinder, die diese Schule besuchen sind elf Jahre alt und haben dann aus welchen Gründen auch immer, eine Klasse wiederholt.
Lehrerschaft?
In dieser Schule gibt es sehr wenig Lehrer. Wie man sehen konnte aus meinem Text gibt es gerade mal acht Klassen an dieser Schule. Diese Klassen fassen in etwa 20 bis 28 Kinder je nach der Stärke des Geburtenjahres. Für jede Klasse gibt es nur einen Lehrer. Das bedeutet, dass wenn nur ein Lehrer erkrankt, eine Klasse ohne Aufsichtsperson, d.h. Lehrkörper ist. Das sind Zustände, die ich als Mutter nicht gut heißen kann. Denn sollten doch wenigstens so viele Lehrer an einer Schule beschäftigt sein, dass ein Ausfall einer Person, nicht so ins Gewicht fällt und die Stunden abgefangen werden können. Ich habe in den vier Grundschuljahren meiner Söhne erlebt, dass ganze TAGE ausgefallen sind, weil ein Lehrer erkrankt war. Das kam in der ersten Klasse in der Winterzeit nahezu regelmäßig vor. Dann in der zweiten Klasse waren es meistens die letzten Unterrichtsstunden, die dann ausgefallen sind, weil Lehrer fehlten. Im dritten und vierten Schuljahr hat man versucht diese Ausfälle zu minimieren. Was aber bedeutete, dass der Unterricht von zwei Klassen in Krankheitsfällen der Lehrer zusammengelegt wird. So ist der für beide Klassen zuständige Lehrer immer am Hin und Herlaufen zwischen den Klassenräumen, ein vernünftiger Unterricht so kaum möglich. Oder aber es wird eine unplanmäßige Sportstunde einberufen, wo dann zwei Klassen miteinander Sportunterricht haben. Dazu dürfen die Kinder dann barfuss und in Unterwäsche antreten, da man zuvor nicht informiert wird, dass die Kinder turnen sollen. Auch das halte ich nicht für so sinnvoll. Gerade mit ca 10 Jahren beginnt es doch in dem Alter, dass man etwas genierlich wird und sich nicht unbedingt dem anderen Geschlecht (oder auch dem eigenen) in der Unterwäsche präsentieren möchte. Diese Missstände beginnen beim Ausfall EINES Lehrers. An eine Grippewelle mag ich dabei gar nicht denken...
Des weiteren ist es so, dass sogar ELTERN in den Unterricht involviert werden. So hat die Deutschlehrerin meiner Söhne eine Initiative ins Leben gerufen, die sich Vorleseeltern nennt. So kommen montags immer eine Anzahl Eltern in die Schule, die mit den Kindern in Gruppen lesen. Eine Gruppe leitete die Lehrerin selbst, die anderen werden eben von den jeweiligen Eltern übernommen. So verhält es sich auch im Werkunterricht. Es wurden Mütter in die Schule geladen, die den Kindern beispielsweise einmal die Woche das Sticken und auch das Häkeln beigebracht haben. Grundsätzlich ist gegen diese Initiativen nichts zu sagen. Die Eltern kommen freiwillig und kostenlos in die Schule, wo sie dann stundenweise helfen. Das ist lobenswert und ich hätte mich auch dafür gemeldet, wenn ich nicht meine beiden 15 Monate alten Zwillingsmädchen zu hause hätte. Doch seien wir mal ehrlich? Ist es Sinn und Zweck der Sache, dass ELTERN ihre Kinder unterrichten? Gibt es nicht genug arbeitslose Lehrer, die diesen Job machen könnten? Sollte die Schule nicht Initiative zeigen und mehr Lehrkörper einstellen? Sollte man nicht das ganze System einmal überdenken? Ich denke, da ist doch einiges im Argen. Denn wenn man mal überlegt, dass zum Beispiel mein Jahrgang damals viel größere Klassen hatte, aber keine Eltern aushelfen mussten, um den Kindern das Lesen beizubringen, kann doch nur an den Lehrplänen etwas schief laufen. Wie bekamen übrigens schon Ende letzten Jahres ein Schreiben, dass die Deutschlehrerin mit dem Pensum der vierten Klasse bereits durch sei. Da hätte sie doch bitteschön nicht so sehr durchhetzen sollen, sondern etwas langsamer und genauer mit den Kindern die Themen abhaken sollen, denn wir haben noch nicht einmal das erste Halbjahr der vierten Klasse abgeschlossen...
Im Allgemeinen haben mich auch die Lehrer unserer Grundschule ziemlich enttäuscht. Da nun schon einmal wenig Lehrer da sind für acht Klassen, habe ich so ziemlich jeden einmal im Unterreicht bei meinen Kindern erleben dürfen. Was ich da gesehen habe, waren zum Teil vom Job gefrustete Frauen, die ihren Frust an den Kindern ausließen. Es wurde geschrieen, getobt und gepöbelt, wenn eine Hausaufgabe mal fehlte und das Kind so lange bearbeitet bis es in Tränen ausbrach und das von der ersten Klasse an. Ich kann mich gut erinnern, dass mein Sohn Kevin einmal morgens ganz normal mit dem Bus zur Schule gefahren ist und mein Mann und ich (durch seine Schicht bedingt) dann einkaufen gefahren sind. Als wir wieder nach Hause kamen, ging das Telefon. Es war die Schule. Man sagte uns, Kevin sei im Schulbus gewesen und NIE in der Schule angekommen. Da war die Panik natürlich groß. Ein Bus, der Kevin hätte nach Hause bringen können, war bis dahin noch nicht auf dem Fahrplan. Er musste also in Eddelak sein oder aber nach Hause GELAUFEN sein. Und das sind auch gute 8 km. Wir fanden ihn in unserer Gartenhütte in der Hängematte schlafend. Er war nach Hause gelaufen von der Schule, als die Kinder im Bus über die Deutschhausaufgabe sprachen, die er vergessen hatte. Und vor lauter Angst vor dieser Frau, ist er einfach nach Hause gelaufen. So soll es nicht sein, denke ich. Gut, er hat eine Aufgabe nicht gemacht. Das war nicht richtig, aber er sollte doch wenigstens soweit gut behandelt werden in der Schule, dass er sich auch traut sich dieses zu gestehen. Dass er es nachholen muss, ist mir ganz klar, aber ein Aufschreiben des Fehlverhaltens und eine schlechte Note dafür hätten ausgereicht. Und so ergeht es seit dem nicht nur unserem Kevin, sondern allen Kindern aus der Klasse. Jeder, der mal etwas vergisst oder schlecht macht, wird von ihr niedergemacht. Gespräche mit dieser Frau nützen nichts und auch den Weg zum Direktor hätte ich mir sparen können. Denn der steht zu seinen Angestellten und lässt uns Eltern wirklich als Unwissende und KinderVERzieher dar stehen. Mit dieser Deutschlehrerin habe ich im Laufe der Jahre schon einiges erlebt und leider auch sehen müssen, wie mein Sohn unter der Frau leidet. Doch es gibt da wirklich schulisch nichts zumachen, sie steht unter einem besonderen Stern, denn sie zeigt sich als engagiert (Festausschuss und stellvertretende Rektoren), da rennt man als Eltern gegen die Wand. Ich habe meinem Sohn gesagt, er solle sich nicht alles so zu Herzen nehmen, was diese Frau sagt und das tut er auch. Neulich malte er als Friedensangebot ein Bild für diese Frau und sie gab es ihm zurück mit den Worten:“ Die Zeit solltest Du lieber auf Deine Hausaufgaben verwenden.“ Sehr pädagogisch, nicht wahr? Mein Sohn ist gerade 10 Jahre alt geworden und dieses Bild, was er wirklich toll gemacht hat, war sein Weg, dieser Frau die Hand zu reichen....
Ebenso hatte ich es, dass ich ihm seinen Arbeitsbogen nachgefahren hatte, den er hatte liegen lassen nach den Hausaufgaben. Da war sie natürlich enttäuscht, dass sie ihn aus ihrer Nicht-Gemachten-Hausaufgabenliste streichen konnte. Als ich dann weg war, hat sie ihn angegiftet, dass es ja toll sei, wenn man einen DIENER hätte. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen... Als Mutter fahre ich meinen Kindern GERNE die Sachen hinterher, wenn ich sehe, dass etwas vergessen wurde. Denn ich weiß, dass es nicht absichtlich passiert und wenn sie sich so lange an die Hausaufgaben setzen, dann sollen sie sie auch dabei haben und vergessen kann jeder mal was.
So habe ich manche Diskussion mit dieser Frau gehabt. Nun habe ich durchgesetzt, dass wir beide sie und ich abzeichnen, was die Kinder an Hausaufgaben aufhaben, damit ich besser kontrollieren kann, was zutun ist. Und sie sieht dann, dass ich GESEHEN habe, was die Kinder machen müssen. So nehme ich ein wenig Druck von meinen Jungen. Über diese Frau könnte ich noch Stories schreiben, die den Rahmen aber sprengen würden.
Die übrigen Lehrer sind eher nichts sagend. Etliche sind ziemlich frisch von der Universität, andere gehören schon länger zum Stammpersonal der Grundschule Eddelak. Doch die wirklich fähigen Mitarbeitet entschwinden der Schule immer wieder nach ein paar Jahren, sehr zum Leid der Kinder. Doch ich kann es natürlich verstehen, wenn man als Lehrer auch aufsteigen will. So hatte mein Sohn mal einen Klassenlehrer, der nach einer kurzen Zeit, nicht mal ein Schuljahr als Klassenlehrer arbeitete, weil er nach Itzehoe als Rektor einer Realschule wechseln konnte. Dieser Mann hat natürlich das einzig richtige getan, aber für diese Schule war er ein Verlust. Und ihn zu ersetzen war noch schlimmer. Denn als er kurz vor den Sommerferien die Schule verließ, fand sich KEIN Ersatz für ihn. Den ganzen Sommer über, war unklar, ob die Stelle besetzt würde. Und erst gut eine Weile nach SCHULANFANG hatte diese Klasse dann wieder eine Klassenlehrerin, denn es war angeblich niemand zu finden für den Posten, was ich mir allerdings sehr schwer vorstellen kann.
Generell kann ich sagen, dass die Lehrer an der Schule oft überfordert sind. Sie sind gereizt und oft unzufrieden in dem Job. Das Ganze ist für mich kein Wunder, denn sie sind einfach unterbesetzt. Würden mehr Lehrer in der Schule arbeiten, würden diese Engpässe gar nicht so schnell entstehen, die dann an den Nerven zehren. Vielleicht wäre es sinnvoller, auch einige Halbtagsstellen anzubieten, die sich dann zwei Lehrer als Stelle teilen können. Ich denke, es gibt bestimmt genug Lehrer(innen), die auch eine halbe Stelle nehmen würden, besonders wenn sie Kinder haben, aber den Beruf nicht ganz aufgeben wollen oder andere Gründe dafür eben. Doch der Schule würde es zu Gute kommen, wenn mindestens zwei Lehrkräfte mehr zur Verfügung stehen würden.
Fächer:
In der Schule werden Deutsch, Mathe, Heimat-und Sachkunde, Religion, Kunst/Werken, Sport, Musik und in der vierten Klasse auch Englisch unterrichtet. Wobei es im Englischunterricht keine Noten gibt, sondern nur ein teilgenommen.
Es ist so, dass für jeden Tag eine Stunde Mathe und eine Stunde Deutsch angesetzt ist( in der vierten Klasse). Da das Stundenplantechnisch aber nicht hinkommt, gibt es jeweils einen Tag ohne Mathe und einen ohne Deutsch, dafür aber von beidem einen Tag mit einer Doppelstunde.
Musik gibt es zwei Mal die Woche, Religion( evangelisch) nur einmal. Das hätte ich anderes herum für sinnvoller gehalten. Englisch gibt es nur einmal pro Woche.
Erfreulicher Weise gibt es in der vierten Klasse drei Mal in der Woche Sportunterricht und zwar schön verteilt auf Montag, Dienstag und Freitag. Leider sind es immer Einzelstunden und keine Doppelstunden, in denen man mehr hätte machen können. Der Sportunterricht ist auch recht eintönig. Es wird sehr viel Tick gespielt, was ja gut für die Bewegung ist, aber ansonsten meiner Ansicht nach wenig Sinn ergibt. Sport im Freien wird auch im Sommer leider wenig gemacht, meist nur, wenn die Bundesjugendspiele kurz vor der Tür stehen. Ebenso verhält es sich mit dem Geräteturnen, das gibt es auch meistens nur kurz vorm Hallensportfest, das im Frühjahr begangen wird.
Sinnvolles Training der Spiele mit dem Ball sind mangels Material nicht möglich. So sind nicht für jedes Kind EINER Klasse Bälle vorhanden, wenn beispielsweise Basketballtraining anstehen soll. Nicht einmal paarweise sind genug Bälle da. Die Kinder müssen dann ihre eigenen mitbringen. Das sind Zustände, wie ich sie weder aus meiner Grundschule noch von meinem Gymnasium als Kind her kenne.
Kopiergeld:
Ärgerlich finde ich das so genannte Kopiergeld, das einmal im Halbjahr eingesammelt wird. Das sind zwischen 5 und 10 Euro pro Familie. Um Himmelswillen, wie viele Kopien müssen meine Kinder von diesem Geld denn bekommen können? So viele bekommen sie bei Leibe nicht, wenn man das mal umlegen würde, was man im Kopieshop für das Geld bekommen würde...
Aber gut, wenn es auch fachlich nicht so vieler Kopien bedarf, was ich auch gut finde, denn ich finde das Arbeiten mit Buch und Heft in der Grundschule einfach sinnvoller als mit dem vielen Zettelwerk, hätte ich doch, was andere Aktivitäten der Schule angeht, gerne mehr Informationen per Zettel. Denn wenn eine Feier ansteht, sei es Schulfest oder ein Erntedankgottesdienst, wäre ich als Elternteil gerne per SCHRIFTSTÜCK seitens der Schule informiert worden. Denn die Kinder haben den Kopf oft so voll, dass zu Hause von den Informationen nur die Hälfte ankommt und dann kann man wieder herum telephonieren bei den Klassenkameraden und dann bruchstückhaft die Informationen zusammensetzen. Im Zweifelsfall wirft das noch oft mehr Fragen auf als vorher...
Schulische Aktivitäten anderer Art:
Einmal im Jahr gibt es ein Hallensportfest, wo die Kinder Turnübungen als Wettkampf in der Halle durchführen. Im Sommer gibt es die Bundesjugendspiele und auch das hier regional bekannte Bosseln. Kurz vor den Meisterschaften wird dann eine Schulmannschaft zusammengestellt und die tritt dann gegen die anderen Schulen des Kreises an. Mein Sohn Kevin war im vergangenen Jahr dabei und wurde zweiter von seiner Mannschaft her.
Dann gibt es auch noch die Kreismeisterschaften aus der Leichtathletik her. Auch dort war Kevin im vergangenen Jahr dabei, da alle Ehrenurkundenträger mit einer gewissen Punktzahl dabei antreten sollten. Er belegte da den 19. Platz als Einzelperson bei den Kreismeisterschaften.
Neben dem Sport ist auch immer das Kindervogelschießen ein Highlight im Schulalltag. Dort werden morgens die Wettkampfspiele für die Kinder gemacht, dann anschließend die Siegerehrung und Deklaration des Königspaares. Nachmittags geht es dann weiter mit einem Festumzug durch Eddelak oder auch Averlak, den Orten aus denen die meisten Schüler stammen und anschließend gibt es einen Tanz in einer Gastwirtschaft. Es feiern immer die ersten und die zweiten Klassen gemeinsam und die dritten und die vierten, da in der Nähe keine Räumlichkeiten sind, die von der gesamten Schule genutzt werden könnten, da die Personenanzahl zu groß ist.
Ab und an gibt es auch Sonderveranstaltungen wie eine Projektwoche. Diese hatten wir 1003. Meine Söhne haben da in verschiednen Projekten mitgewirkt, einmal Akrobatik für Kevin und einmal Umgang mit Ponys und Reiten für Mike.
Ebenso gab es einmal ein Zirkusprojekt, als ein Zirkus an der Schule war und die Kinder dort richtige kleine Nummern einstudieren konnten. Nach einem Tag üben, gab es dann eine Vorführung für die Eltern und Lehrer und Schüler in dem Zirkus. Meine Söhne waren als Tellerartist und Clown mit dabei.
Es gibt Weihnachten immer einen Gottesdienst am Nikolaustag und auch meistens einen zum Erntedank.
In jedem Schuljahr gibt es einen Ausflug der Klasse mit dem Bus. So waren meine Kinder einmal zum Wattwandern, einem in einem Tierpark und einmal im Museeum Molfsee bei Kiel.
Zu Weihnachten fahren die dritten vierten Klassen immer nach Hamburg Altona ins Theater. Das ist zwar ein spannendes Erlebnis für die Kinder, aber meiner Ansicht nach nicht unbedingt notwendig, denn wir haben hier in Brunsbüttel auch ein Theater, das Elbeforum, das gerade in der Weihnachtszeit so tolle Kindertheaterstücke anbietet und letztes Jahr zum Beispiel noch nicht einmal ausgelastet war. Kein Wunder, wenn unsere Schulen nach Hamburg fahren. Das wäre ein Kostenpunkt gewesen, den man bei weitem hätte geringer halten können, denn es wäre auf alle Fälle schon einmal die teure Bahnfahrt der Klassen entfallen.
In der vierten Klasse geht es dann auf eine mehrtägige Klassenfahrt. Im Falle meiner Kinder im Juni 2005 nach Glücksburg.
Ag:
Es gibt in dieser Schule auch Ags. Doch diese Arbeitsgemeinschaften, die meistens in der Frühstunde um 7.15 Uhr beginnen oder nachmittags statt finden, sind rar gesät. Vor allem wird meistens ausgelost und wenn man dann kein Glück hat, kann man an einer AG nicht teilnehmen. So scheiterten schon die Teilnahmen meiner Söhne am Glück bei der Koch-AG und der Theater-Ag. Geglückt ist es nun mit der Plattdeutsch-AG, an der beide teilnehmen konnten. Sie hatten dadurch auch Weihnachten etliche Auftritte in Altersheimen auf Weihnachtsfeiern vom roten Kreuz.
Pausen?
Die Pausen müssen die Kinder auf dem Schulhof verbringen. Sie haben die Möglichkeit ihr eigenes von zu Hause mitgebrachtes Essen dort zu essen oder am von Eltern organisierten Verkaufsstand etwas zu erwerben.
Fundgrube:
Der Hausmeister hat in der Schule einen Raum als Fundgrube eingerichtet. Dort kann man verloren gegangene Kleidungsstücke und Brotdosen der Kinder abholen. Ich habe da nach meinem Krankenhausaufenthalt vor der Geburt der Zwillinge aller Hand abholen können, was die Jungs verbummelt hatten und was Oma und Opa so gar nicht bemerkt haben, da sie sich im Kleiderschrank der Kinder ja nicht so auskannten. Bleiben bis Ende des Schuljahres Sachen in der Kammer, wird dieses an ausländische Kinderheime gespendet. Eine gute Sache, die ich nachvollziehen kann. Denn wenn wir Eltern nicht merken, was unseren Kindern fehlt, dann sind unsere Kleiderschränke und Haushaltswarenschränke wohl doch zu gut gefüllt. Dann können die Sachen nach dieser Frist ruhig gespendet werden.
Meine Meinung zu der Schule:
Ich denke, meine Meinung ist klar zum Ausdruck gekommen. Es fehlt an vielem in dieser Schule, besonders an Lehrkräften.
Ich bin mir bis weilen noch nicht schlüssig, ob ich meine Zwillinge, wenn sie schulreif sind, in diese Schule schicken werde. Glücklicherweise gehöre ich zu denjenigen, die aussuchen können, ob die Kinder nach Eddelak oder Brunsbüttel in die Grundschule gehen. Es muss sich wirkliches einiges getan haben, wenn ich meine Mädchen auf diese Schule schicken sollte. Doch bis dahin, geht noch eine Menge Zeit ins Land. Ich werde mich dann zur gegebenen Zeit aber genauestens erkundigen, wie es sich mit dem Personal in Eddelak verhält und auch ob nun mehr Material vorhanden ist zum Beispiel für den Sportunterricht.
Die Ansätze der Schule sind mit Sicherheit nicht schlecht, gerade was auch das Programm an Schulfeiern angeht, die immer nett ausgerichtet werden. Doch das sind eben die Sachen, die an die ÖFFENTLICHKEIT gelangen, da die Zeitungen darüber schreiben und Eltern und Verwandte zu den Feiern kommen. Was im Unterricht passiert, bleibt da oft verborgen. Daher kann ich dieser Schule keine volle Punktzahl vergeben und muss mich wohl auf zwei Sterne beschränken. Zur jetzigen Zeit, würde es für mich persönlich außer Frage stehen, eines meines Kinder dort einzuschulen, wenn ich wählen kann.