Meine GS

5  14.01.2008

Pro:
Ich fühle mich wohl

Kontra:
Jeder siehts halt anders

Empfehlenswert: Ja 

Birgit1957

Über sich: Viel Stress.

Mitglied seit:11.12.2003

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Vertrauende:127

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 205 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Habe heute einen Bericht von lila25l gelesen und war beeindruckt. Habe meinen Kommentar leider etwas zu lang geschrieben und da war er auch schon verschwunden.
Um euch meine Grundschule etwas näher zu bringen, schreibe ich diesen Bericht.

1. Einleitung:
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Unsere GS befindet sich seit 2 Jahren in unserem ehemaligen Gymnasium, welches leider schließen musste. Von unserem ehemaligen Gebäude, welches auf ziemlich neuesten Stand war, mussten wir uns leider verabschieden. Wir teilten uns den Hof, die Turnhalle und den Speiseraum mit unserer Mittelschule. Diese ist jetzt eineSchule mit Ganztagsangeboten. In Zukunft will man sogar einen gymnasialen Abschluss erreichen.

2. Unsere GS:
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Wir sind eine GS, die mehrzügig ist. Wir haben 3 kleinere 1. Klassen, 2 größere 2. Klassen mit je 27 Schülern, 2 3. Klassen mit je 27 Schülern und 3 4. Klassen mit je 18 Schülern.
Wir haben einen Förderverein, hier sind viele Eltern recht aktiv. Jedes Jahr in Klasse 4 haben wir ein Frühlingsfest veranstaltet. Hier konnten sich die Eltern und Kinder aktiv einbringen. In Zukunft wollen wir dies auf Klasse 2 als Bergfest verlagern. Wir haben gemerkt, dass viele Eltern sich hier erst mal kennenlernen und sich dann aktiv beteiligen.

3. Förderpreis:
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Seit dem letzten Schuljahr vergeben wir einen Förderpreis für je einen Schüler jeder Klasse. Diesen wählen die Schüler selbst aus. Hier geht es nicht um Leistung sondern um das Kind im Allgemeinen. Die Kinder sind da wirklich sehr kritisch und die ausgewählten Kids oft sehr überrascht, gehören sie doch manchmal zu den Außenseitern.Hier wird aber auch sehr kritisch eingeschätzt.

4. Was passiert vor der Einschulung:
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Nun komme ich eigentlich zum wichtigsten Punkt, deshalb schreibe ich eigentlich diesen Bericht.
Mit Beginn jedes neuen Schuljahres werden 4 Lehrer ausgesucht, die mit der Betreuung der neuen Grundschüler in den einzelnen Kindergärten Kontakt halten. Dafür steht ihnen eine Stunde pro Woche zu. Sie besuchen die Kinder in den Einrichtungen und arbeiten mit ihnen auf spielerische Weise. Sie basteln, singen und lernen Reime mit ihnen. Dabei beobachten sie die Feinmotorik, erkennen, welche Schüler eine Zahlenmenge bis 6 erkennen können, wer die Farben und geometrischen Formen erkennt und und und.....
Außerdem besucht auch noch die Beratungslehrerin unserer Schule die Einrichtungen. Sie bespricht sich mit den Kindergärtnerinnen und beschäftigt sich mit jedem Kind einzeln. Da kann sie z. B. genau feststellen welche Defizite noch bei einzelnen Kindern vorhanden sind und oft noch beseitigt werden können.
Die Kinder besuchen 2 mal eine Unterrichtsstunde(hier werden auch die Hauskinder eingeladen) in unserer Schule. Dabei nehmen sie aktiv am Unterricht teil, sie dürfen mitbasteln, singen ,malen u.ä. .Sie sind am Ende ganz stolz, wenn sie ihre Arbeiten mit nach Hause nehmen können.
Außerdem werden die Kinder zu einem Spielnachmittag mit ihrer künftigen Klassenlehrerin eingeladen. Dies erfolgt natürlich auf freiwilliger Basis.
Im November oder Dezember laden wir die künftigen Schulanfänger mit ihren Eltern in die Schule ein. Die Eltern werden von der Schulleitung befragt und erhalten erste Infos. Die Kinder werden in Gruppen einzeln mit kleinen Tests überprüft. Hier geht es vor allem darum zu erkennen: welche Kinder sind Linkshänder, kennen noch nicht die Farben, können Mengen bis 6 noch nicht optisch erfassen......
Im Mai laden wir alle Eltern dann zu einem Elternabend ein. Hier sind sie schon in ihre jeweilige Klassen aufgeteilt, lernen ihren zukünftigen Klassenlehrer kennen und erhalten Infos und auch eine Mappe mit wichtigen Infos( Welche Sachen muss ich für mein Kind kaufen. Was besorgt die Schule? Wann und wie findet die Einschulungsfeier statt? Außerdem Infos zum Englischunterricht Klasse 1 , wird über die Volkshochschule gemacht. Die Lehrbücher werden vorgestellt und auch genau abgesprochen wann die Eltern den ersten Obulus zu leisten haben für die Arbeitsmittel. Meist ist hier auch noch ein Wörterbuch im Angebot ,welches die Kinder 4 Jahre begleitet und ein tolles Einschulungsgeschenk ist.
Die Einschulungsfeier findet immer am Sonnabend vor dem 1. Schultag statt. Früher wurde dazu immer ein Gebäude ausgewählt und es fanden zwei Feiern statt.Seit den letzten3 Jahren findet dies unter freiem Himmel in unserem Kurpark statt. Unser "Schmetterling"ist allerdings überdacht. Also stört auch mal Regenwetter nicht. Die Eltern geben ca. 1 Stunde vorher die Zuckertüten ab. Diese werden nach Klassen namenweise auf Tischen sortiert. Soll doch jedes Kind auch die richtige Tüte erhalten.
Kurz vor Beginn nehmen die zukünftigen Klassenleiter ihre Kinder in Empfang und setzen sich mit ihrer Lehrerin auf die vorderen Reihen. Die Eltern nehmen dahinter Platz. Sie "marschieren" dann noch mal mit ihrer Klasse ein. Es folgt eine kurze Ansprache der Schulleiterin und danach ein kurzes Theaterstück der 4. Klassen, kommt immer sehr gut an, werden doch die zukünftigen Erstklässler mit einbezogen
können sogar mitsingen und machen davon auch regen Gebrauch.
Danach werde die einzelnen Kinder auf die Bühne gerufen und erhalten hier von Wichteln ihre Zuckertüte, manche sind schon echt schwer. Haben alle Kinder ihre Tüten erhalten, ist die Feierstunde vorbei. Die Eltern und Verwandten haben jeder Zeit die Möglichkeit Bilder zu machen.

4. Der 1. Schultag:
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Dieser dauert nur 2 Stunden, hier lernen die Kinder ihr Schulgebäude richtig kennen und erhalten meist schon eine 1. Hausaufgabe.

5. Wie geht es weiter:
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Ab dem 2. Tag findet der Unterricht nach Plan statt, ,diesen erhalten die Eltern in der letzten Ferienwoche . Sie können in der Schulküche mitessen und zwischen 3 Essen wählen. Die meisten von ihnen besuchen den Hort, dieser befindet sich nur wenige Meter von unserer GS entfernt.
Die Kinder werden von Anfang an daran gewöhnt ihr Hausaufgabenheft selbständig zu führen, zuerst mit einfachen Möglichkeiten und später auch durch richtige Einträge.
Ca. aller 2-3 Wochen findet in Klasse 1 der Werkstattunterricht statt, dies bedeutet, dass alle Klassen zur gleichen Zeit verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben. Alle Zimmertüren stehen auf und die Kinder können auswählen welche Aufgaben sie erledigen wollen. Dabei gibt es Pflicht- und Wahlaufgaben. Manche muss man allein oder auch mit Partner oder in der Gruppe erfüllen. Dabei ist es völlig egal in welche Klasse man geht, dies ist auch für künftige gemeinsame Werkstätten wichtig.
Diese werden fortgeführt bis Klasse 4, dann aber nicht mehr so häufig.

6. Fazit:
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Ich hoffe , dass ich euch unsere GS etwas näher bringen konnte und stehe euch für weitere Fragen gern zur Verfügung. Ich habe extra keine Namen genannt, sonst wäre das doch sicher Eigenwerbung.

Ich freue mich schon auf eure Kommentare und Bewertungen.
eure Birgit

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
marti22

marti22

03.07.2010 21:54

genauso haben wir das auch gehabt :)) LG Tina

tapio-maunzi

tapio-maunzi

03.01.2010 01:59

Eigenwerbung würde gar nicht gehen, denn man braucht wirklich sehr sehr gute Gründe, warum man sein Kind nicht in die GS vorort bringen will. Das geht nicht so leicht. Gruß Doris

Melle86

Melle86

28.07.2008 16:03

Super Bericht- gerade das mit dem Förderpreis finde ich wirklich toll- sowas stärkt auch den Zusammenhalt unter den Kindern ;-)

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