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“Grüne Weihnacht
...Wunder geschehen – aber nur wenn man daran glaubt“ - so lautet der vollständige Titel des in diesem Winter auf dem Markt erschienenen Taschenbuches, das James Patterson in Zusammenarbeit mit Peter de Jonge bereits 1996 geschrieben hat. Beide Autoren haben hier versucht, ... Bericht lesen
JahreMaterial: Kunststoff (Hauptsächlich)Spur: N - 1:160Grüne WeihnachtChristbaum - beleuchtet - Liebespaar auf Bank GRÜNE WEIHNACHT BELEUCHTETBei Sortimenten bezieht sich der Preis auf 1 Stück.
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Erfahrungsbericht von albertas über Grüne Weihnacht / Patterson, James 14. Dezember 2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
leichte Kost
Unterhaltungswert:
durchschnittlich
Spannung:
durchschnittlich spannend
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
Nette Geschichte, die sich leicht lesen lässt
Kontra:
Hauptfigur ohne wirklichen Tiefgang, Kenntnis des Golfsports ist beim Leser notwendig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wie schon einst John Grisham hat sich auch James Patterson angeschickt, das für ihn und seine veröffentlichten Bücher typisches Thriller-Genre zu verlassen und eine für die Weihnachtszeit passende Geschichte geschrieben. Ob allerdings Weihnachten und der grüne Rasen eines Golfplatzes tatsächlich zusammenpassen, dürfte fraglich sein.
“Grüne Weihnacht ...Wunder geschehen – aber nur wenn man daran glaubt“ - so lautet der vollständige Titel des in diesem Winter auf dem Markt erschienenen Taschenbuches, das James Patterson in Zusammenarbeit mit Peter de Jonge bereits 1996 geschrieben hat. Beide Autoren haben hier versucht, ihre beruflichen und sportlichen Interessen in den Mittelpunkt zu stellen. Herausgekommen ist eine Story über einen gescheiterten Werbtexter, der sich dem Golfsport zuwendet. Passend zur Jahreszeit wurde noch das Weihnachtsfest mit in die Geschichte eingeflochten, so dass einem erfolgreichen Abverkauf in den Buchläden doch eigentlich nichts mehr im Wege stehen sollte.
Story Der Werbefachmann Travis McKinley ist in den 50ern und steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens. Beruflich hat er das Aus vor seinen Augen und auch seine Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war. So kommt es dann, dass er selbst am Weihnachtstag seinen Ausgleich auf dem Golfplatz sucht und ein paar Bahnen auf seiner Heimatanlage spielt. Er war schon immer ein guter Golfspieler, doch an diesem Tag spielt er meisterlich und spürt, dass er den Schwung seines Lebens gefunden hat.
Es kommt wie es kommen muss. Beflügelt von seinen neuen Fähigkeiten verpasst er das Weihnachtsessen mit seiner Frau und den Kindern. Das Verhältnis zu seiner Frau wird daraufhin immer frostiger und auch die befürchtete Kündigung lässt jetzt nicht mehr lange auf sich warten. Doch Travis trägt seine neue Berufung jetzt in sich und hat ein neues Ziel – die Senior-Tour der Profigolfer. Hier will er seine Erfüllung finden und endlich im Leben glücklich sein. Dies ist er in seinem Job als Werbetexter nie gewesen.
Im letzten Moment gelingt es Travis, sich für diese Tour zu qualifizieren, was eigentlich schon ein eigenes Wunder ist, da für tausende von Bewerbern nur acht Plätze zur Verfügung stehen. Die Teilnahme an den Profiturnieren bedeutet für ihn jedoch auch, von zu Hause Abschied zu nehmen und gemeinsam mit seinem neuen Freund und Caddie Earl ein Leben aus dem Koffer zu führen und von Turnier zu Turnier durch die Lande zu reisen. Doch Travis glaubt an sich, sein Spiel und seine Familie und schickt sich an, Erfolg im Sport zu haben und seine Ehe zu retten. Wie und ob ihm das gelingt, soll hier nicht verraten werden.
Lesenswert? Erstmal muss man feststellen, dass James Patterson es mal wieder geschafft hat, sich vom Thriller-Genre zu lösen. Mit „Grüne Weihnacht“ hat er eine herzliche Geschichte geschrieben, die den Leser gut unterhalten kann. Wie immer bedient er sich dabei kurzen Kapiteln, mit denen er die Handlung schnell vorantreibt. Ein Patterson-Buch hat eigentlich nie unnötige Längen, was diese Veröffentlichung zeigt.
Als Hauptfigur ist hier eigentlich nur Travis McKinley zu nennen, dem das „Wunder“ gelingt, seine beruflichen und sportlichen Träume zu verwirklichen und dabei nahezu im Vorbeigehen seine Ehe zu retten. Diese Person wird dem Leser zwar nahe gebracht, doch fehlt ihr eigentlich auch jeglicher Tiefgang. Man interessiert sich für Travis, aber zu keiner Zeit wird man sich ihm während des Lesens so richtig verbunden fühlen. Da hilft auch nur bedingt, dass die Geschichte aus der Sicht dieser Hauptperson erzählt ist.
Um sich auf dem Parkett des Golfsports abzusichern, hat sich Patterson nicht nur auf seine eigenen Amateurkenntnisse verlassen, sondern als Co-Autoren den Journalisten Peter de Jonge an seine Seite geholt. Dieser ist Experte auf diesem Gebiet und sollte unter anderem die notwendige fachliche Richtigkeit der Darstellungen garantieren. Dass sich Patterson für seine Geschichte jedoch gerade in diese Welt des Sports begeben hat, ist der große Schwachpunkt des Buches.
So findet eigentlich fast die ganze Handlung auf irgendwelchen Golfplätzen und bei den unterschiedlichsten Turnieren der US-Senior-Tour statt. Dies führt zwangsläufig dazu, dass das skizzierte Geschehen und vor allem die Bedeutung mancher Szenen vom absoluten Laien nur schwerlich nachvollzogen werden kann. Wer mit dem Sport vertraut ist, mag seine Freude daran haben – alle anderen Leser bleiben jedoch auf der Strecke. Das Buch hat durchaus seine amüsanten und unterhaltsamen Momente, doch kann man diese in meinen Augen nur mit entsprechender Erfahrung nachvollziehen.
Im der Originalfassung, die bereits 1996 in den USA erschienen ist, lautete der Titel noch „Das Wunder auf dem 17ten Grün“. Nur gut, dass man diesen nicht beibehalten hat – würde er doch zu hohe Erwartungen beim Leser wecken. Der Begriff des Wunders ist mir bei dieser Geschichte doch etwas übertrieben. Schreibt man über ein Wunder, muss es den Leser ergreifen und nicht an ihm vorbeiplätschern.
Wer sich nun für dieses Buch interessiert, dem sei gesagt, dass es schon fast ein Schnäppchen im Buchladen ist. Es ist im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und hat die ISBN 3-404-15215-8. Als 159 Seiten starkes Taschenbuch kostet es 6,90 Euro. Eine gebundene Ausgabe ist nicht im Handel erhältlich.
Fazit James Patterson ist es auf der einen Seite gelungen, eine nette Geschichte zu schreiben, die man ruhig mal in der Weihnachtszeit locker lesen kann. Ähnlich wie John Grisham mit „Das Fest“ zeigt der amerikanische Autor, dass er auch in der Lage ist, außerhalb des Thriller-Genres gute Ergebnisse abzuliefern. Er hat sich dabei aber auf ein Terrain begeben, dass für eine Vielzahl der Leser in Deutschland eher uninteressant sein dürfte. Das mag in den USA anders sein, was wohl auch der Grund dafür ist, dass die Veröffentlichung in Deutschland erst acht Jahre später möglich wurde. Eine weiterer Kritikpunkt ist die Darstellung der Hauptfigur, die aus meiner Sicht ein wenig uninspiriert wirkt. Travis McKinley ist für den Leser ein netter Typ, für den man sich aber auch nicht wirklich interessieren muss. Was bleibt, ist eine recht nette Story, die mit ein paar amüsanten Anekdoten rund um das Golferleben gepaart wurde. Dabei zeigte das Autorenduo viel Sachkenntnis, was mir persönlich gut gefallen hat. In der Summe gibt es für „Grüne Weihnacht“ von mir drei Sterne.
Mir hat dieses Buch durchaus gefallen. Aufgrund der geschilderten Problematik kann ich es aber nur bedingt empfehlen. Ist aber auch das Interesse für den Golfsport vorhanden, kann man getrost zugreifen.