... Zusammen streifen Sie durch die Wälder (die titelgebende "Grüne Wüste") der Umgebung und träumen von mutigen Rittern und weißen Fräuleins, graben sogar "ihren" Ritter aus, bei einer Ruine, in der sie ihr Refugium eingerichtet haben. Sie mögen sich und wollen beide mal berühmte Archäologen ... Bericht lesen
nimmt Anno Sauls Grüne Wüste eine ganz besondere und äußerst faszinierende Stellung ein. Schon sein Schauplatz, ein kleines Dorf am Rande des Odenwalds, ist ungewöhnlich, zog es die meisten deutschen Filmemacher der letzten 20 Jahre doch fast immer in die Großstädte. Doch noch mehr überrascht Sauls Entscheidung, den Eltern seiner jugendlichen Helden Katja und Johann beinahe genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie den beiden selbst. Die Erwachsenen sind hier einmal nicht nur komische Stereotypen oder engstirnige Klischeefiguren; sie haben ihre eigenen Probleme, die das Leben ihrer Kinder noch weiter komplizieren. Katja (Tatjana Trieb) und Johann (Robert Gwisdek) verbindet ihre Liebe zum Wald und seinen Legenden. Sie träumen davon, einmal Archäologen zu werden und der lokalen Sage vom tapferen Ritter Heinrich auf den Grund zu gehen. Doch dann erkrankt Johann an Leukämie, und alle Träume von Liebe und einer gemeinsamen Zukunft beginnen zu zerbrechen. Zudem zerbricht zur selben Zeit noch die Ehe von Katjas Eltern Doris (Martina Gedeck) und Detlef (Ulrich Noethen) an seiner Verschlossenheit und an ihrer Affäre mit Johanns Vater Simon (Heino Ferch). Alle Figuren in Grüne Wüste werden zwischen tiefer Verzweiflung und einem Vertrauen auf eine glücklichere Zukunft hin- und hergerissen. Dabei gelingt es Tatjana Trieb und Robert Gwisdek genauso wie den erwachsenen und viel erfahreneren Stars Martina Gedeck, Ulrich Noethen und Heino Ferch, diesen Zwiespalt auf höchst eindrucksvolle Art zu verdeutlichen. Ihr Leiden und ihr Hoffen wirkt nie gespielt. Beides besitzt eine Wahrhaftigkeit, die einen regelrecht hineinzieht in dieses sensible Melodram. Selten hat ein Regisseur im deutschen Kino die Natur, insbesondere den Wald, so lebendig und frei von Klischees in Szene gesetzt wie hier Anno Saul. Der Widerspruch, der in dem Titel Grüne Wüste zu stecken scheint, löst sich auf in den wunderbaren Cinemascope-Bildern des Films. Der Wald ist hier eine bedrohliche Wüste, die den Menschen verschlucken kann, aber er ist auch der grüne Quell des Lebens, in dem Katja die Kraft findet, die sie braucht. So wird der Odenwald beinahe zu einer eigenen Figur in diesem Drama um Liebe und Tod. Die Ambivalenz, mit der sich Saul ihm nähert, spiegelt auch seine Einstellung zum Leben. Trotz aller Schmerzen und Schicksalsschläge, die Katja und die anderen beinahe zerstören, gibt es doch noch Hoffnung. --Sascha Westphal
Grüne Wüste [VHS] (Video)
In der Reihe der Teenagerfilme, die in den letzten Jahren in Deutschland entstanden sind, ... mehr
nimmt Anno Sauls Grüne Wüste eine ganz besondere und äußerst faszinierende Stellung ein. Schon sein Schauplatz, ein kleines Dorf am Rande des Odenwalds, ist ungewöhnlich, zog es die meisten deutschen Filmemacher der letzten 20 Jahre doch fast immer in die Großstädte. Doch noch mehr überrascht Sauls Entscheidung, den Eltern seiner jugendlichen Helden Katja und Johann beinahe genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie den beiden selbst. Die Erwachsenen sind hier einmal nicht nur komische Stereotypen oder engstirnige Klischeefiguren; sie haben ihre eigenen Probleme, die das Leben ihrer Kinder noch weiter komplizieren. Katja (Tatjana Trieb) und Johann (Robert Gwisdek) verbindet ihre Liebe zum Wald und seinen Legenden. Sie träumen davon, einmal Archäologen zu werden und der lokalen Sage vom tapferen Ritter Heinrich auf den Grund zu gehen. Doch dann erkrankt Johann an Leukämie, und alle Träume von Liebe und einer gemeinsamen Zukunft beginnen zu zerbrechen. Zudem zerbricht zur selben Zeit noch die Ehe von Katjas Eltern Doris (Martina Gedeck) und Detlef (Ulrich Noethen) an seiner Verschlossenheit und an ihrer Affäre mit Johanns Vater Simon (Heino Ferch). Alle Figuren in Grüne Wüste werden zwischen tiefer Verzweiflung und einem Vertrauen auf eine glücklichere Zukunft hin- und hergerissen. Dabei gelingt es Tatjana Trieb und Robert Gwisdek genauso wie den erwachsenen und viel erfahreneren Stars Martina Gedeck, Ulrich Noethen und Heino Ferch, diesen Zwiespalt auf höchst eindrucksvolle Art zu verdeutlichen. Ihr Leiden und ihr Hoffen wirkt nie gespielt. Beides besitzt eine Wahrhaftigkeit, die einen regelrecht hineinzieht in dieses sensible Melodram. Selten hat ein Regisseur im deutschen Kino die Natur, insbesondere den Wald, so lebendig und frei von Klischees in Szene gesetzt wie hier Anno Saul. Der Widerspruch, der in dem Titel Grüne Wüste zu stecken scheint, löst sich auf in den wunderbaren Cinemascope-Bildern des Films. Der Wald ist hier eine bedrohliche Wüste, die den Menschen verschlucken kann, aber er ist auch der grüne Quell des Lebens, in dem Katja die Kraft findet, die sie braucht. So wird der Odenwald beinahe zu einer eigenen Figur in diesem Drama um Liebe und Tod. Die Ambivalenz, mit der sich Saul ihm nähert, spiegelt auch seine Einstellung zum Leben. Trotz aller Schmerzen und Schicksalsschläge, die Katja und die anderen beinahe zerstören, gibt es doch noch Hoffnung. --Sascha Westphal
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Erfahrungsbericht von great-seaman-spiff über Grüne Wüste (1999) 30.01.2001
Produktbewertung des Autors:
Pro:
gute jugendliche Hauptdarsteller
Kontra:
schwache erwachsene Hauptdarsteller
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Kurze Einschätzung: Man sollte sich auf jeden Fall nicht von seinen Ressentiments (deutscher Film, Drama zumal und auch noch Kinder in den Hauptrollen...) überrollen lassen und diesen Film ignorieren. Man verpaßt was!! Zum Inhalt: Im Mittelpunkt steht Katja (Tatjana Trieb, die kleine Lara aus "Jenseits der Stille") und ihr Freund Johann (Robert Gwisdek) leben in einem kleinen Ort in Niederbayern. Zusammen streifen Sie durch die Wälder (die titelgebende "Grüne Wüste") der Umgebung und träumen von mutigen Rittern und weißen Fräuleins, graben sogar "ihren" Ritter aus, bei einer Ruine, in der sie ihr Refugium eingerichtet haben. Sie mögen sich und wollen beide mal berühmte Archäologen werden. Jenseits dieses Refugiums sieht die Welt allerdings ganz anders aus: Katjas Mutter -ein Nervenbündel- hat eine Affäre mit Johanns allein stehendem Vater, und ihr Vater schaut ohnmächtig zu. Das kleine Glück der beiden Jugendlichen wird jäh zerstört, als sich ein heftiges Nasenbluten Johanns als Symptom der Leukämie, sprich Blutkrebs, herausstellt - er muß in Therapie. Währenddessen spitzt sich der Konflikt zu Hause zu. Der von Sorge um seinen Sohn zerfressene Simon (Heino Ferch) macht Katjas Mutter immer stärkere Avancen, diese kann sich allerdings nicht entscheiden, pendelt zwischen Liebe, Begehren und Verantwortung hin und her. Auch als Johann aus dem Krankenhaus kommt, entspannt sich die Lage nicht wirklich...ganz im Gegenteil. Wie es so war: An dem Film fiel mir zunächst einmal auf, daß es ein Mädchen ist, das in der Krise über sich hinauswächst und erwachsen wird. Meist sieht man in den Filmen nur Jungen, die über eine Krise eine Entwicklung durchlaufen. Das ist hier auf angenehme Art anders. Und man muß die Schauspieler loben. Die zwei jugendlichen Hauptdarsteller, wohl gemerkt. Was die Erwachsenen in ihren Rollen alles "verspielen", die jugendlichen Mimen machen das alles wett! Kleinere "Ungereimtheiten" sieht man eher am Rande, so bezweifle ich beispielsweise, daß Krankenhausstationen, auf denen Kinder und Jugendliche mit Krebs behandelt werden, SO aussehen. Auch scheint sich der Film nicht wirklich für eine bestimmte Epoche entscheiden zu können. In dem Niederbayrischen Dörfchen wir konsequent auf irgendwass wie Mitte der 80er gesetzt (die Inneneinrichtung, der Uralt-Apple auf Johanns Schreibtisch etc), bei Außenaufnahmen in Frankfurt wird das dann aufgebrochen und plötzlich rollen die grünen Regionalzüge und blauen Interregios anno 1999 durchs Bild. Das hätte man mit wenig Aufwand vermeiden können. Andererseits hat man sich beispielsweise mit dem MakeUp sehr viel Mühe gegeben: Johann sah schon erschreckend krank aus, ohne daß es künstlich wirkte. Eine der stärksten Szenen des Films spielt im Krankenhaus und es gibt sehr gut die Befindlichkeit einer krebskranken Person wieder: Johann versucht zunächst Katja, die mit einigem Aufwand ausgebüchst um ihn zu besuchen, loszuwerden. Vorgeblich will er einfach nur seine Ruhe, doch hintergründig befindet sich er im Kampf mit sich selbst und mit seinem Cocoon, den er zum Schutz um sich herum gesponnen hat: "... doch wenn Du da bist, weiß ich, was mir alles fehlen wird wenn ich tot bin. Das ist so gemein!" Zusammenfassend ist der Film nicht perfekt und trägt an manchen Stellen möglicherweise zu dick auf, aber es bleibt ein sehr sehenswerter Film mit zwei großartigen Hauptdarstellern. Daten: "Grüne Wüste", Deutschland 1999, 93min, Farbe, 1:2,35 (Scope), Dolby Digital, Regie: Anno Saul.
Pro: nette neue Geschichte Kontra: etwas langweilig
Grüne Wüste
KATJA FALLER und JOHANN LECHNER sind zwei 14 jährige Erwachsenen Kinder, die in Deutschland in so einem Häuserdorf leben. Rund herum ist Wald. Irgendwie hat KATJA so ne richtig dämliche Mutter, die sich um wenig kümmert, nur um si ...
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Pro: einfühlsam, leise, wunderschön Kontra: fällt mir nichts ein
"Grüne Wüste" handelt von einer wachsenden Teenagerliebe und letzten Endes auch von den Chancen und Grenzen der Phantasie. Katja, eine 14jährige, wohnt in einem Dorf am Odenwald. Zusammen mit ihrem Freund Johannes erobert sie den Wald als Zufluchtsort vor ...
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Deutschland hat wieder zugeschlagen und einen neuen Film in Szene gesetzt. Neu?! Nein, das kann man nun wirklich nicht behaupten, denn „Grüne Wüste“ enthält – man kann fast schon sagen – typisch deutsche Elemente: Zwei dicke Freund ...
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Still lächelnd sitzt Tatjana Trieb („Jenseits der Stille“) im Schulbus, was uns vermitteln soll: Hier hat ein Mädchen die große Krise ihres Lebens überwunden. Eigentlich hat sie nicht den geringsten Grund, sich zu freuen: Ihre Eltern haben sich getrennt u ...
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...Es begab sich, dass ich diesen Donnerstag zum Big FM Wake Up Kino nach Karlsruhe gegangen bin. Am Vortag habe ich erfahren, dass der Film Grüne Wüste kommt. Also hab ich noch die Kritik im Internet gelesen. Es wurde ein itter darin erwähnt, so verging mir ...
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Pro: Die Elite der deutschen Schauspieler, Witzig!, im gesamtclassement ein runder Film! Kontra: Die echten Spieler Alba Berlins sind nicht vorhanden, Sportszenen sind nachgestellt, wirken aber dennoch überzeugend!!
...Titel: Wo ist Fred?
○ Darsteller: Til Schweiger, Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara, Christoph Maria Herbst
○ Regisseur: Anno Saul
○ Drehbuch: Bora Dagtekin, Cinco Paul, Ken Daurio
○ Musik: Marcel Barsotti
○ Format: Dolby, PAL, Surround Sound
○ Sprache: Deutsch
○ Region: Region 2
○ Bildseitenformat: 16:9
○ FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
○ Studio: Ufa/DVD
○ DVD-Erscheinungstermin: 14. Mai 2007
○ Spieldauer: 107 Minuten
○DVD Features:
-Audiokommentar des Regisseur
-Interviews mit Cast & Crew
-Making Of
-B-Roll
-Trailer
ASIN: B000NIN06A
Preis: 9,90 ? (durchschnittlicher Preis für eine Neuversion, bei Amazon können gebrauchte DVDs auch schon ab 5,50? gekauft werden!)
Weitere Werke des Regisseurs Anno Saul:...
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