Nachdem ich nun anfang April aus meiner ersten "eigenen" Wohnung ausgezogen bin, möchte ich diesen Bericht schreiben, als Warnung für jeden der eventuell einmal mit der HAUSplus zu tun hat.
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Die HAUSplus Verwaltungsgesellschaft mbH ist eine in Berlin tätige Wohnungsverwaltung, die einige Wohn- und Gewerbeimmobilien verwaltet. Eigentümer sind in der Regel Dritte die die HAUSplus beauftragt haben.
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Ich (bzw. wir) sind im März 2010 in einer 4 Zimmer-Wohnung mit ca 105m² eingezogen. Vermietet und verwaltet wurde die Wohnung von der HAUSplus Verwaltungsgesellschaft mbh.
Wir (ich, meine Freundin und unser Mitbewohner) haben zuvor alle nicht in Berlin gewohnt, meine Freundin und ich auch noch bei unseren Eltern. Wir sind aus 3 verschiedenen Städten nach Berlin gekommen, entsprechend umständlich hat sich das Umziehen an sich gestaltet. Als quasi letzte in Frage kommende Wohnung haben wir uns damals unsere zulünftige Wohnung angeschaut.
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Die Besichtigung
Die Besichtigung ist von einem Makler organisiert worden. Da die Wohnung unter den sozialen Wohnungsbau fällt, mussten wir keine Provison bezahlen, entsprechende Klauseln die bspw. von einer Mietzinserhöhung sprechen, finden sich im Mietvertrag.
Das Gebäude ist ein Block von Mehrfamilienhäusern die keine 15 Jahre alt sind. Die Wohnung ist eine Mesionette-Wohnung unterm Dach.
Bei der Besichtigung fiel auf, dass gerade an den Velux-Fenstern im oberen Stockwerk Schimmel an den Fenstern war. Das wurde entsprechend bemängelt und es wurde zugesagt, dass diese rechtzeitig entfernt werden.
Eine WG sei kein Problem und mit der Hausverwaltung abgesprochen. Einige weitere Änderungen wie bspw. die explizite Nennung einer WG im Mietvertrag wurden vom Makler zugesagt. Insgesamt war der Eindruck positiv. Wir haben uns also im die Wohnung beworben.
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Das Anmieten
Etwas nervig wurde es im nachhinein. Vom Makler zugesagte Dinge wurden von der Hausverwaltung auf einmal verneint. Außerdem sollten nun von uns allen, Elternteile dem Vertrag beitreten, als Bürge.
Die Kommunikation mit der Verwaltung lief schleppend und die Kommunikation mit dem Makler war fast noch schlimmer. Letztlich sind 2 Elternteile dem Vertrag beigetreten, die Wohnung war gemietet. Die Miete betrug 799€ Warm, 524€ Kalt, entsprechend wurden 1572€ Kaution hinterlegt.
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Die Übergabe
Hier beginnt nun langsam das Unheil. Wegen unserer Wohnsituation konnte nur mein Mitbewohner die Wohnungsübernahme machen. Ich kann entsprechend nur wiedergeben was er mir damals mitgeteilt hat.
Der Mensch von der Hausverwaltung hat sich bei verschiedenen Dingen geweigert, diese in das Übergabeprotokoll aufzunehmen. Das Protokoll war sowieso sehr oberflächlich. Es wurden auch nur 3 Haustürschlüssel übergeben, obwohl die Fausregel bei Schlüsseln "Anzahl Hauptmieter+1" lautet.
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Die ersten Monate
Am ersten Wochenende im März sind wir dann also eingezogen. Als erstes durften wir feststellen, das kein Herd und keine Spüle in der Wohnung waren, obwohl sie da sein sollten. DIe ersten Wochen wurde also mit einem Campinggaskocher gekocht und in der Badewanne gespült.
Außerdem funktionierten einige Steckdosen in der Küche nicht, und das Deckenlicht hatte keinen Lichtschalter. Da die Hausverwaltung sich nicht geregt hat und wir sowieso eine Küche kaufen wollten, haben wir das getan. Die Quasi günstigste EBK von Poco Domäne, aber sie hat ihren Zweck erfüllt.
Zum anschließen des Elektroderdes haben wir einen Elektriker geholt. Nun, dem standen nach kurzer Zeit die Haare zu berge. Der Herdanschluss war offensichtlich alles, aber nicht sachgemäß verlegt. Das Kabel lag aufputz, die Herddose war falsch angebaut und die Verkabelung entgegen jeder Vorschrift. Der Elektriker hat also das gröbste gerichtet, und den Herd angeschlossen. Netterweise hat er sich auch gleich noch unser Steckdosen-Lichtschalter-Problem angeschaut, mit dem Ergebnis, dass die Steckdose unter dem Funktionslosen Lichtschalter in der Küche, nicht geerdet ist. Wer ein bisschen Ahnung von Elektronik hat, weiß das das fatal sein kann. Also Hauverwaltung angerufen und auf einen Techniker gedrängt.
Eine Woche später kamen dann auch tatsächlich 2 Elektriker. Die meiste Zeit haben sie geflucht (auf übelste o.O), aber letzlich die meisten Dinge in Ordnung gebracht. Die nicht geerdete Steckdose war eigentlich ein Lichtschalter. Zwei lichtschalter im genau zu sein. Diese steuerten das Licht und den Abzug. Trotz 2 Stunden Suchen konnte nicht rausgefunden werden wo 2 der Steckdosen herkamen oder wie man sie in Betrieb nehmen könnte.
Die Küche war da, der Schimmel kehrte zurück. Es wurde nochmal Kalt draußen, und das Packeis auf den Gehwegen war sowieso nich nicht verschwunden. Nun hatten wir quasi immerzu Kondenswasserprobleme in den Zimmern mit Dachschrägenfenstern. Wir haben uns also schlau gemacht, und unser Lüft-Verhalten an die Empfehlungen angepast, regelmäßig stoßgelüftet usw. Als es draußen wärmer wurde, verschwanden auch die Kondenswasserprobleme erstmal.
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Die letzten Monate
Der Sommer war ok, kein großer stress. Kurz nach uns sind auch einige weitere Familien in das Haus eingezogen. Jeder hatte mehr oder minder gravierende Probleme. Eine Familie erzählte von feuchten Wänden, bei den anderen kamen Nacht für Nacht Schwardrone von Silberfischen aus allen Ritzen und ausflüssen. Bei allen hat die Hausverwaltung sich nicht weiter gekümmert, bei dem Ungezifer berief man sich wohl auf einen Paragraphen im Mietvertrag, dass die Ungezieferbekämüfung Mietersache sei.
Als es Kälter draußen wurde, kam auch unser Kondenswasserproblem zurück, und je kälter es Wurde, um so schlimmer ist es geworden. Die Hausmeister die sich nach Mietbeginn des Problems den Schimmel angesehen haben, haben damals nichts gemacht, inzwischen sorgte die Feuchtigkeit dafür das Fensterrahmen und aus die Tapete die Feucht wurde anfing zu schimmeln. Den Höhepunkt erreichte das Problem als wir bei -20° Außentemperatur innen am Fenster ein Eisbrett hatten (und das bei Heizung auf 3!) Es wurde also Druck bei der Hausverwaltung gemacht, die uns kurz darauf einen Besuch abstattete. Ein Mensch, der wohl so etwas wie einen Sachverstöndigen darstellen sollte, holte allerlei Messinstrumente hervor und begann um die Fenster herum zu messen. Die Luftfeuchtigkeit im Zimmer mit dem schlimmsten Befall betrug 40%. Daran lag es also nicht. Dann maß er die Temperaturen der Wand ums Fenster herum und gab sich geheimnisvoll.
Ich bin kein Experte, aber ich kann das Internet benutzen. Die Geräte die er benutzt hat findet man problemlos bei Amazon. Der Abstand darf idr. nicht über 50cm betragen, der Mensch stand aber stets 1-2 Meter von der Wand entfernt. Trotzdem fanden sich an dem Tag der Messung (Außentemp 0°) im Mauerwerk Temperaturen von <9° (d.h., selbst bei 40% rel Luftfeuchte wird hier Feuchtigkeit kondensieren).
Dann Fuchtelte er mit einem Feuchteindikator in der Luft herum, der eigentlich einzig und ausschließlich der Messung von Materialfeuchtigkeiten dient. Letztlich teilte man uns mit, man könne keine abschließende Aussage treffen, aber normalerweise sei das Lüftungsverhalten der Mieter schuld, und man müsse eine Langzeitmessung machen. Die Geräte hiervor sollten noch vor den Weihnachtsfeiertagen aufgestellt werden und 1-2 Wochen bei uns verweilen.
Wie inzwischen gewohnt versetzte uns die Hausverwaltung bis Anfang Januar, und stellte da in 4 Zimmern des oberen Stockwerks 4 Messgeräte von Conrad auf.
Nach ca 2 Wochen kam dann die Hausverwaltung wieder und nahm die Geräte mit. Es folgte Funkstille.
Ende Januer wurde die Wohnung gekündigt, weil die WG auseinander geht.
Nachdem sind die Hausverwaltung nicht gemeldet hatte, habe ich dann Ende Februar dort angerufen und nachgehakt. Dort teilte man mir mit, das keines der Messgeräte verwertbare Informationen aufgezeichnet habe. Weiterhin wurde ich gefragt, ob wir nicht an den Geräten manipuliert hätten. Ich hab meinen Mund vor empürung kaum wieder zubekommen. Natürlich war es inzwischen zu Warm für eine erneute Messung.
Meiner Meinung nach liegt der Verdacht nahe, dass die Messgeräte gezeigt haben das wir vorbildlich lüften und heizen (denn das haben wir) und die Messung somit nur ein Beweis wäre, der für uns spricht.
Da durch die Feuchtigkeit und vorallem das Eis Schäden an den Fenstern und deren Lackierung entstanden sind, musste geklärt werden wer dafür aufkommt, aber die Hausverwaltung wollte sie zu dem Zeitpunkt nicht äußern und vertrößtete das Gespräch auf die Vorbesichtigung der Wohnung.
Dazu sollte man noch sagen, das die Fenster auf grauenvolle Weise und keinesfalls professionell gestrichen wurden. Ich vermute also, das auch vormieter Probleme mit Kondesnwasser und Schimmel hatten.
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Die Vorbesichtigung
Die Dame, die für uns zuständig ist kam garnicht erst. Statdessen kam ein Mitarbeiter der Hausverwaltung mit Verspätung und ging durch die Wohnung. Viel sagte er nicht. Dübel raus, Löcher zu, ggf. Streichen. Das war mir auch klar, hat also nicht lange gedauert.
Im Nachhinein wurden also alle Bohrlöcher mit Acryl verschlossen und übergestrichen. Beim Streichen konnte man wunderbar feststellen, dass die Wände 1. Mehr Gelb als weiß waren, und 2. definitiv keine Maler am Werk waren. Ziemlicher Pfusch und das quasi überall in der Wohnung.
Wir haben also dort gestrichen wo es nötig war. Sah nicht perfekt aus, aber auch nicht schlechter als Vorher. Dann wurde die Wohnung Gesaugt, Gewischt und war fertig für die Übernahme...dachten wir.
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Die Übergabe
Auch zur Übergabe kam die Dame von der Hausverwaltung mit fast 45 Minuten verspätung. Immerhin wurde zum eigentlichen termin angerufen und die Verspätung angekündigt.
Dann ging es durch die Räume, und als die Dame auf den Türrahmen nach Staub suchte war schon klar das es kein Happy End geben würde. Es wurde unterstellt wir hätten nicht ausreichend gereinigt. Außerdem wurde jede einzelne Wand bemängelt, auch Wände die wir garnicht gestrichen haben. Im Endeffekt wollte die Hausverwaltung nun das wir die Wohnung Grundreinigen, und komplett Streichen.
Als wir Schlagwörter wie "Besenrein" fielen ließen, wurde ganz schnell ein anderer Ton angeschlagen und uns mit dem Anwalt gedroht. Da es nicht möglich war sich auf einen Kompromiss zu einigen, wurden die Schlüssel abgegeben und wir warten nun auf das Schreiben der Hausverwaltung.
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Inzwischen...
gestern rief die Hausverwaltung an, sie hätten einen Nachmieter. Da die Wohnung aber Unvermietbar wäre, müssten sie den neuen Mietern Geld zum renovieren geben. Man sei aber gewillt sich auf einen Vergleich von 900€ zu einigen.
Da dies Angebot völlig absurd ist, habe ich es entsprechend abgelehnt. Es folgten Drohungen von Entschädigung, weil die Wohnung nicht vermietet werden könnte etc.
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Fazit
Finger weg von der HAUSplus wenn es nur irgend geht. Wenn es nicht anders geht, jede kleinste schramme im Übergabeprotokoll vermerken und Fotos machen. Weigern sich die Menschen der Hausverwaltung, Übergabeprotokoll NICHT unterschreiben!
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01.12.12
Inzwischen ist der Auszug eine ganze Weile her, ich berichte nochmal, was sich seitdem ereignet hat:
Wir haben das Vergleichsangebot von 900€ abgelehnt und auf unser Recht auf nachbesserung gepocht. Es wurde ein Termin vereinbart, wir wollten die Schlüssel bei der Hausverwaltung abholen um die Renovierungsarbeiten durchzuführen. Farbe wurde gekauft, alles war bereit.
Im Büro der Hausplus passiertde dann wieder etwas wo einem die Kinnlade runterfällt: Die Dame an der Rezeption sagte uns, wir könnten nicht in die Wohnung, diese sei bereits vermietet. Und das nach einer schriftlichen Terminvereinbarung ohne jegliche Vorwarnung. Weiter sagte sie, sie wäre autorisiert uns ein neues Vergleichsangebot zu machen: 300€ und die Geschichte sei aus der Welt.
Nach einer Rücksprache mit Rechtsanwalt und Mitmietern haben wir uns dann entschieden die 300€ zu bezahlen um ruhe zu haben. Daraufhin bekamen wir auch unsere Kaution erstattet, abzüglich 150€ Sicherheit, die noch einbehalten wurden.
Ruhe hatten wir, bis die erste Nebenkostenabrechung (für 2010) kam. Wir mussten sage und schreibe 450€ nachzahlen, obowhl wir kaum geheizt hatten.
Nun ein kurzer Rückblick gaanz an den Anfang:
Vor dem unterschreiben des Mitvetrages, wurde uns auf Nachfrage, die Nebenkostenabrechnung der Vormieter geschickt (die übriegsn weniger als ein Jahr dort gewohnt haben). Diese Nebenkostenabrechnung war mit dem Vermerk "extremes Heizverhalten" gekennzeichnet. Offensichtlich eine Unterstellung um uns zu täuschen, denn die Heizkosten für Fernwärme scheinen auch schon bei unterdurchschnittlichem Heizverhalten enorme Kosten zu verursachen.
Auf die Nebenkostenabrechnung für 2011 warten wir übrigens nach wie vor. 30 Tage hat die Hausplus noch, danach wird umgehend die restliche Kaution eingefordert.
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Ergänzung 31.01.2013
Dies wird wohl die letzte Ergänzung dieses Artikels.
Am 19.12.2012 ging tatsäclich noch die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2011 bei uns ein. Für 4 Monate (Januar -April) wurden 333€ Nachzahlung gefordert. Es liegen keine Formfehler vor, aber das Heizverhalten das für eine derartige Nachzahlung notwendig wäre, ist kaum möglich.
Ende Dezember setzte ich eine Frist von 2 Wochen zur Erstattung des verbleibenden Kaution. Mit verspätung wurde diese OHNE Zinsen am 24.01.2013 überweisen.
Da die Kosten für ein Einschreiben vermutlich höher wären als der Zinsertrag verzichte ich auch darauf die Zinsen einzufordern.
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Hiermit endet meine Odyssee mit der HausPlus. Ich kann nur jedem raten, haltet euch von dieser Hausverwaltung fern. Nehmt Wohnungen von großen Hausverwaltungsgesellschaften wie der GSW, Gewobag etc.