... Es geht um die "HDM Festplattenkühl- und Dämmbox". Gekauft habe ich sie vor ein paar Monaten weil ich meinen PC etwas leiser machen wollte und das ständige Geräusch der Festplatte mich störte.
Warum überhaupt so ein Ding?
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Es gibt einige Gründe um sich ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Cazeran über HDM E-Box 20.12.2005
Produktbewertung des Autors:
Benutzerfreundlichkeit
sehr schlecht
Zuverlässigkeit
schlecht
Qualität:
gut
Verarbeitung
gut
Pro:
Schwingungen und Laufgeräusch sind kaum mehr wahrnehmbar, zu jedem Festplattentyp kompatibel (IDE, S - ATA etc…), keine Aktiv - Kühlung
Kontra:
heizt die Festplatte anstatt sie zu kühlen, überteuert, sehr fummeliger Einbau, verbraucht einen 5,25 Zoll Schacht, sehr schwer (schlecht für LAN - Parties - > Transport), Schrauben zum Einbau nicht beigelegt, sinnlos für Leute mit mehr als einer Festplatte
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Hi Leute,
endlich melde ich mich mit einem Bericht zurück. Bin momentan echt im Abi-Stress. Am 12. Januar ist meine erste Abitur-Prüfung *bibber*.
Ich schreibe wie so oft über ein Computerteil, diesmal aber über keine PC-Komponente sondern über eine Kühllösung von "innovatek". Es geht um die "HDM Festplattenkühl- und Dämmbox". Gekauft habe ich sie vor ein paar Monaten weil ich meinen PC etwas leiser machen wollte und das ständige Geräusch der Festplatte mich störte.
Warum überhaupt so ein Ding? °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Es gibt einige Gründe um sich eine Festplattenkühlung bzw. -dämmung anzuschaffen. Jeder kennt es wenn man auf eine Datei zugreifen will: Das rote Lämpchen beginnt zu leuchten, man hört es rattern und das Gehäuse vibriert leicht. Die E-Box soll Vibrationen dämpfen, den Geräuschpegel senken und das ganze auch noch kühlen. Warum kühlen? Gute Frage. Ab einer bestimmten Temperatur (~ 50°C +) steigt die Wahrscheinlichkeit für Datenverlust und -korruption um ein Vielfaches an. Wer das verhindern will, sollte sich um Kühlung kümmern. Aber speziell eine Festplattenkühlung halte ich für überflüssig, man sollte sich lieber auf eine allgemeine Kühlung des Systems konzentrieren. Fazit: Die E-Box ist eigentlich nur etwas für Silence-Freaks.
Preis / Verfügbarkeit °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Zu kaufen gibt es die HDM E-Box bei vielen Hardware Versandhäusern im Internet. Am leichtesten findet man über Google Händler die das Produkt führen. Zwischen €45 und €60 muss man dafür hinblättern. Ich zahlte damals €60 was mir schon etwas viel vorkam. Aber "naja, wenn's hält was es es verspricht soll's mich nicht jucken" dachte ich.
Der Einbau °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Online gekauft, Betrag überwiesen, eine Woche gewartet und endlich war die E-Box da. Verpackung gab es keine, lediglich ein kleiner Zettel mit der Einbauanleitung wurde mitgeliefert. Da kamen schon die ersten Zweifel auf: "Schon sehr dürftig für so viel Geld…" und ich sollte Recht behalten. Das Ding war echt kein Hit.
Die Box ist so groß wie ein CD-Laufwerk (passt also genau in einen 5,25 Zoll Schacht) und besteht aus vier Teilen. Ein Rahmen an dem die Platte befestigt wird, eine schwarze Box mit kleinen Kühlrippen an dem der Rahmen mit Gummifüßen befestigt ist (um die Vibrationen aufzufangen) und 2 Blenden. Die vordere Blende hat ein Loch in der Mitte damit die Festplatte noch angeschlossen werden kann. Die Blenden sind aus Plastik, der Rest besteht aus Metall. Laut Anleitung soll man das Frontstück abschrauben, den oberen Deckel abschieben, die Festplatte an dem Rahmen anschrauben, das ganze wieder verschrauben , einbauen und anschließen.
Klingt ja einfach, in der Praxis war es das jedoch nicht. Die Frontblende ist mit 4 Schrauben befestigt welche ich ohne Mühe entfernen konnte. Dann wollte ich den Deckel "einfach abziehen". Ich zog und zog aber das Ding rührte sich nicht vom Fleck. Ich schraube sogar die Rückblende ab (noch mal 4 Schrauben) und versuchte es mit drücken……vergeblich. Da rührte sich nichts. Und ohne diese Abdeckung zu entfernen kommt man nicht an die Schrauben um die Festplatte an den Rahmen zu befestigen… Also holte ich einen Hammer und versuchte die Abdeckung vorsichtig zum Abziehen zu zwingen. Doch es tat sich immer noch nichts. Langsam verlor ich die Geduld. Nach weiteren 30 Minuten und einem Riss in der Abdeckung hatte ich es endlich geschafft.
Die Festplatte ließ sich problemlos in den Rahmen einführen, nur das Verschrauben war ein Problem, da die Schraubenfassungen am Deckel sind. Also muss man die Platte nach oben drücken und gleichzeitig schrauben, was aber nicht geht da kaum ein fingerbreit Platz zwischen Rahmen und Box ist. Letztendlich machte ich alles über Kopf, sodass die Fassungen unten waren, zum Glück hat keiner zugeschaut, hat bestimmt lustig ausgesehen…
Mit dem Hammer und einiger Gewalt schaffte ich es den Deckel wieder "aufzuschieben". Die beiden Blenden ließen sich wieder problemlos verschrauben. Nun musste das ganze Ding ins Gehäuse.
Verärgert stelle ich fest, dass sich die Box nicht in einem normalen Festplattenslot unterbringen lässt, ich musste einen meiner drei 5,25 Zoll Schächte opfern. Zum Glück sind die Schraubenfassungen außen an der Box genormt, daher konnte ich Schrauben die bei meinem Gehäuse dabei waren zum befestigen benutzen.
Und schon wieder stand ich vor einem Problem. Die Schraubenfassungen am PC-Gehäuse sind genau so platziert, dass ein CD-Laufwerk genau vorne mit dem Gehäuse abschließt. Nur leider soll bei der Box ja die Blende drinbleiben, man will ja kein Loch im Gehäuse. Also musste ich eine Schraubenfassung weiter hinten benutzen, was aber dazu führte, dass ich nur wenige Zentimeter Platz zwischen dem Ende der Box und dem CPU-Kühler hatte. Die Kabel konnte ich nur mit viel Rumgefummel befestigen. Zum Glück habe ich eine S-ATA-Festplatte, da muss nicht so viel Druck auf die Kontakte ausgeübt werden damit das Kabel richtig sitzt.
Hier muss ich noch einschieben, dass die Liste der kompatiblen Festplatten unendlich ist. Die Schraubenfassungen sind genormt und das Loch in der Frontblende ist so groß, dass sowohl Strom- als auch Datenkabel jeglicher Festplattentypen bequem reinpassen.
Damit war nun endlich der Einbau abgeschlossen. Meine Fingerkuppen taten weh, ich hatte einige Kratzer von den scharfen Kanten und war seelisch am Ende ;)Im Test °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Schon beim Einschalten des PCs fiel mir die verringerte Lautstärke auf. Das Surren der Platte war kaum wahrnehmbar. Als die Startprogramme geladen wurden und das rote Lämpchen wie wild zu blinken begann war ich gespannt. Ich hörte ein leises Rattern. Jedoch so leise, dass es im Normalbetrieb kaum hörbar ist. Ich legte die Handfläche auf das Gehäuse und fühlte keine einzige Schwingungen. Diesen Test hat die Box schon einmal bestanden, immerhin etwas.
Ich war zufrieden. Leise und Vibrationsfrei. So hab ich meinen PC gern. Ich dachte die Sache wäre abgehakt und startete ein Spiel. Nach wenigen Minuten wurde ich mit einem lauten Piepsen zurück auf den Desktop geschmissen. Mein Temperatur-Monitor (SpeedFan) meldete HDD1 mit 56°C. "ÜBERHITZUNGSGEFAHR! MÖGLICHER DATENVERLUST". Na super!
Ich machte den PC aus und hoffte am nächsten Tag wäre alles wieder gut. Am nächsten Tag kam jedoch derselbe Fehler. Früher wurde meine Festplatte im Leerlauf keine 30° warm, nun schwankte die Temperatur ständig zwischen 40 und 50°. Bei Volllast (große Datenmengen, Defragmentierung) ging das ganze sogar auf 60°C hoch.
Das ist inakzeptabel! Also machte ich alles aus und machte mich dran meine Festplatte aus diesem Heizkasten wieder zu entfernen. Von wegen "Kühlung"! "Heizung" wäre wohl eher der passende Begriff.
In einem normalen Gehäuse wird unten vorne Luft angesaugt und hinten oben wieder ausgestoßen. Die Luft durchquert also das Gehäuse mehr oder weniger diagonal, weil es die Wärme der Komponenten aufnimmt und steigt. Der Festplattenkäfig sitzt normalerweise unten vorne und ist damit genau im kühlen Luftstrom. CD-Laufwerke bedürfen meistens nicht der Kühlung, daher gibt es keinen Luftstrom der dort vorbeikommt. Das ist ein möglicher Grund für die hohe Temperatur. Die Kühlrippen an der Box sehen zwar schick aus, sind aber insofern nutzlos weil die Außenhülle nicht direkt mit der Festplatte verbunden ist und die Wärme sich deshalb innen staut.
Fazit °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Das Teil sitzt momentan in meinem Server-Computer der fast an immer ist und auf den fast nie zugegriffen wird. Die dort eingebaute Festplatte ist älter und langsamer, wird somit auch nicht so warm. Da lohnt sich die Box schon eher. In einem aktuellen PC sehe ich für diese Komponente jedoch keine Verwendung. Die Dämmung ist zwar effektiv, bringt jedoch nichts wenn die Festplatte gebraten wird und Daten verloren gehen können.
Und was machen Leute mit mehr als einer Festplatte? Die Gesamtlautstärke eines PCs ist immer gleich der Lautstärke der lautesten Komponente. Also brauchen diese Leute zwei oder drei von den Kästen, da wird nicht nur das Geld knapp, sondern auch die Anzahl an 5,25 Zoll Schächten. Heutzutage haben fast alle Computer sowohl DVD- als auch Brennerlaufwerk, da ist nicht mehr soviel Platz.
Pro: Geräuschdämmung Kontra: Keine Kühlung, sondern Überhitzung
...Ich wollte in erster Linie eine effektive Festplattenkühlung, da meine Maxtor (DiamondMax Plus, 7200 rpm, SATA, 160 GB), leider ziemlich heiß wird. Hat sie im normalen Betrieb eine Arbeitstemperatur von ca. 50°C ohne Kühlung, heizt sie sich mit der HDM E- ...
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