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Am Wochenende war bei uns Grillparty angesagt. Mußte einfach zum jährlichen Pokalfinale mal wieder sein. Neben allerlei Leckereien wie Forellen aus der Zucht eines Bekannten oder Roatbeef müssen natürlich Bratwürste auf den Grill. Da mir persönlich die Coburger Fettschwengel, die man zudem noch über Fichtenzapfen ziemlich verbrennen läßt, nicht sonderlich munden, habe ich mir Nürnberger Rostbratwürste besorgt. Die bekommt man in Coburg natürlich nicht so einfach beim Metzger, daher habe ich sie mir bei PLUS besorgt. Ins Regal gelangt, 1,49 Euro für 14 Stück (respektive 300g) bezahlt und ab damit. Für alle die sich jetzt verwundert die Augen reiben, ja die Angaben sind richtig, 14 Stück wiegen nur 300g, denn die Nürnberger Rostbratwürste sind die ganz kurzen, dünnen. So wie ein Finger. Davon gehört auch gleich ein halbes Dutzend auf die Semmel.
Erst zu Hause merkte ich, daß es sich bei den Bratwürsten um welche handelt die wirklich aus der Frankenmetropole stammen und somit ihren Namen zurecht tragen. Sie waren zudem aus der Wurstfabrik des Uli Hoeneß, seines Zeichens hauptberuflich Manager des Fußballclubs Bayern München, genannt HOWE. Laut Aufschrift werden die Dinger jährlich DLG prämiert und sind vorgebrüht für Grill und Pfanne. Die Inhaltsstoffe sind so wie man es von einer Bratwurst erwartet, also tote Schweine, Gewürze und noch ein paar Sachen die man nicht vermutet, wie Zuckerstoffe und Säuerungsmittel. Nichts spektakuläres also.
Als ich die Teile am Grillabend dann ausgepackt habe ist mir gleich etwas positiv aufgefallen. In der Packung war kein Gelee wie bei anderen Bratwürsten üblich die man in einer Plastikfolie kauft, sondern in der Packung waren einfach nur die kleinen, unschuldig blassen, Rostbratwürste. Also rauf mit den Dingern auf den heißen Grill (ich hatte gewertet bis die Coburger Ihre Fetteile in offenem Feuer verkohlen haben lassen und bis nur noch Glut im Grill war). Durch den geringen Durchmesser waren die Würste schnell durchgebraten und ansehnlich braun bis dunkelbraun und konnten sich dem Geschmackstest stellen. Wenn der Grill ordentlich heiß ist, sind die in 5 Minuten fertig, ebenso in der Pfanne.
Merke: Zu einer Bratwurst gehört niemals, unter keinen Umständen dieser Welt KETCHUP, sondern scharfer oder mittelscharfer Senf (Kinder sind mal davon ausgenommen, denen ist es sonst wohl zu scharf). Wenn kein Senf, dann am besten die Rostbräter pur verzehren. Und am besten Sauerkraut und eine Semmel dazu. Beim Grillen gab es natürlich kein Sauerkraut, so war die einzigste Beilage die Semmeln. Einen Eigengeruch konnte ich nicht feststellen, es roch einfach nach gegrilltem Fleisch. Und das ist auch gut so. Knackig sind sie und innen genau in der richtigen Konsistenz. Es sind keine Fett- oder Knorpelbrocken vorhanden und das Brät ist fein durchgedreht. So stelle ich mir eine Bratwurst vor. Sie ist überhaupt nicht fettig (wie eben andere bereits erwähnte „Modelle“) und schmeckt fein nach gewürztem Schweinebrät. Deutlich herausschmecken läßt sich aus den Gewürzen der Majoran, ohne daß er allerdings aufdringlich wirkt. Sie schmecken einfach herzhaft. Sättigen tun die Dinger genauso wie andere Bratwürste, nur daß man eben um die gleiche Menge zu erreichen eine größere Anzahl vertilgen muß.
FAZIT: Die Nürnberger Rostbratwürste von HOWE sind eine preisgünstige und ziemlich schmackhafte Alternative wenn man auf eine etwas feiner Variante der Bratwurst steht und die grobe Variante gerne mal links liegen läßt. Über den Preis braucht man wohl sowieso nicht diskutieren. Nicht einmal 50 Cent pro 100 g. Die Dinger gibt’s übrigens auch bei ALDI und könnten dort vielleicht sogar noch ein paar Cent billiger sein. Ich ziehe trotz all der Pluspunkte einen Stern ab, weil eine „echte“ Nürnberger vom Metzger oder aus einer Bratwurstküche halt doch frischer, besser, leckerer und vermutlich auch mit weniger seltsamen Inhaltsstoffen gesegnet ist.
Die Produktdetails bitte ich bei "Streichfähigkeit" zu ignorieren. Obwohl meine Angabe natürlich richtig ist. Sie läßt sich schlecht streichen.
Nachtrag aus der Zeitschrift ÖKOTEST: "Große Ehre für Bayern-Manager Uli Hoeneß: Die Zeitschrift „Ökotest“ hat Grillwürste von 25 Herstellern auf Herz und Nieren untersucht - und vergab an die von Hoeneß' Wurstfabrik „HoWe“ hergestellten Nürnberger Rostbratwürste die Note „sehr gut“. "
Würstchen vom Hoeneß - da wird mir schlecht!!! Eigentlich hättest Du ein nh verdient, wie kann man nur ein Produkt der Bayers.. mögen? Trotzedm liebe Grüße vom Smurfelchen ;-)
16.06.2003 11:21
bei uns ist jedes Wochenende Grillen angesagt *gg*, guter Bericht !! LAtino :)
11.06.2003 20:49
Würstchen vom Hoeneß - da wird mir schlecht!!! Eigentlich hättest Du ein nh verdient, wie kann man nur ein Produkt der Bayers.. mögen? Trotzedm liebe Grüße vom Smurfelchen ;-)
07.06.2003 23:55
Da gab ich dir recht die Dinger sind zwar net schlecht aber vom Metzger sind die Würstchen besser