Scannen wie die Profis
09.03.2003
Pro:
Günstiger Preis
Kontra:
Etwas langsam
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Scan-Qualität:
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Verarbeitung
Bedienungsanleitung
mehr
 BLOKK
Über sich:
Mitglied seit:13.10.2000
Erfahrungsberichte:76
Vertrauende:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mein erster Scanner sollte preiswert und brauchbar sein. Kein überflüssiger Schnickschnack; kein Handbuch, das an ein Uni- Studium erinnert, sondern drauflegen – scannen – fertig! Bei webmiles.de wurde ich fündig. Der Scanner wurde dort für 3.200 Webmiles angeboten. Ich hatte aus einer Aktion bei clever-tanken.de (siehe meinen Bericht dort) noch reichlich Miles zur Verfügung und bestellte mir unter anderem dieses Gerät. Die Lieferung erfolgte, wie bei Webmiles üblich, innerhalb einer Woche.
Das mein Computer nicht mehr so ganz auf der Höhe heutiger Technik ist, fand ich heraus, als ich das Gerät anschließen wollte. Es fehlte die USB- Schnittstelle. Die preiswerteste Schnittstelle fand ich übrigens nicht im supergünstigen Media Markt, sondern im Onkel – Otto – Laden ein paar Straßen weiter. Nachdem ich mir das Teil habe einbauen lassen und die mitgelieferte Software installiert habe, konnte das Vergnügen seinen Anfang nehmen. Einfacher geht es wirklich nicht. Um ein Bild zu scannen, genügt es, das Bild auf die Glasfläche zu legen und die linke Taste zu drücken. Der Scanner startet automatisch das Programm im Computer, voraus gesetzt, selbiger ist eingeschaltet. Gescannt wird dabei als Graphikdatei. Es erscheint eine Vorschau des erkannten Bildes und ich werde gefragt, ob ich es wie dargestellt akzeptiere.
In der Regel ist das der Fall und ich bestätige die Vorschau. Erst dann beginnt der eigentliche Scan- Vorgang. Nach Abschluß des Scannens wird die Datei unter –Eigene Dateien – abgelegt. Sollte mir die Vorschau nicht gefallen, weil ich z.B. nur einen Ausschnitt benötige, kann ich mit dem Maus- Zeiger den Ausschnitt festlegen. Gefallen mir die Farben nicht, weil sie vielleicht ein bißchen blaß sind oder das Bild ist mir insgesamt zu groß, lassen sich diese Dinge auf der rechten Seite des Bildschirms ändern.
Als wichtigste Funktion betrachte ich die Veränderung der Bildgröße, weil es massig Platz auf der Festplatte schafft. Ich halte es nicht für nötig, in meinem mp3- Player die Originalgröße des CD-Covers anzeigen zu können; habe es aber ganz gern, wenn ich einen kleinen optischen Eindruck der CD habe. Andererseits ist es manchmal hilfreich, ein Foto in der Größe eines Paßfotos auf DIN A4 Größe zu bringen. Auch das ist möglich und funktioniert erstaunlich gut. Dabei ist die Funktion –Scharfzeichnen- eine große Hilfe.
Der Scanner kann auch das Bild ins Negativ setzen. Für aktive Foto- Freaks sicher eine nützliche Funktion. Ferner können die Bilder schon beim Scannen gedreht oder gespiegelt werden. Die maximale scanbare Größe ist DIN A4.
Praktisch ist vor allem, daß die Software über eine Texterkennung verfügt. Um das zu erreichen, ist es allerdings notwendig, den Scanvorgang vom Computer aus zu starten. Erkannt werden aber nur die gängigen Font- Typen. Mein Versuch, Sütterlin Schrift zu kennen, ist kläglich gescheitert. Die Texterkennung hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen ist eine Textdatei erheblich kleiner als eine Grafikdatei und zum anderen läßt sich der Text unter Word weiter bearbeiten. Aus diesem Grund legt der Scanner die Datei im Word- Format ab.
Beim Installieren legt die Routine einen Icon mit Namen „HP Director“ auf dem Desktop ab. Ein Doppelklick darauf startet das Scannerprogramm. Es erscheinen die Optionen Aufnahmen scannen, wodurch oben beschriebener Vorgang abläuft sowie Dokument scannen. Ferner gibt es die Option Kopien erstellen und Anzeigen und drucken. Nachdem ihr auf Dokument scannen geklickt habt, öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem ihr festlegen könnt, ob es sich um ein reines Textdokument bzw. ein Textdokument mit Grafik handelt, das ihr weiter bearbeiten wollt, oder ob das Dokument als Bild gespeichert werden soll. Soll der Text Beweiskraft haben, ist letzte Option zu wählen.
Danach läuft der Vorgang wie bei den Bildern ab. Wesentlich ist dabei aber wohl nur die Möglichkeit, den zu scannenden Ausschnitt festzulegen. Wobei wir bei dem unvermeidbarem Manko des Gerätes angekommen wären. Es erkennt nämlich keine Frames und Spalten! Ich wollte eine Textseite einscannen, die keinen Fließtext, sondern den Text bunt verteilt in umrandeten Kästen hatte. Heraus kam ein bunter Gemisch von Textfragmenten. Natürlich war alles da, was auf der Vorlage war, aber eine stundenlange Puzzlearbeit ist wohl nicht unbedingt im Sinne des Erfinders gewesen.
Abhilfe schafft in solchen Situationen nur das Scannen der einzelnen Frames. Probleme, die Frames wieder zu einem einzigen Dokument zusammen zu fügen, gibt es nicht. Nach jedem San- Vorgang fragt das Programm, ob ein weiterer San dem Dokument hinzu gefügt werden soll. Beim Scannen von Texten erscheint dann im fertigen Dokument ein Text nach dem anderen im Fließtext. Diese Anfrage erscheint auch beim Scannen von Text als Grafikdokument im Programm Word. Hier ist Vorsicht geboten. Das Programm legt alle Snacks auf einer einzigen Seite ab. Bei 50 gescannten Dokumenten kann es sehr lange dauern, bis ihr die einzelnen Blätter sortiert habt. Dazu ist es erforderlich, dem Word- Dokument entsprechend viele Leerseiten hinzu zu fügen und dann die Scans Seite für Seite zu positionieren. Der letzte Scan liegt übrigens oben, muß also auf die letzte Seite des Dokuments gezogen werden.
Einfacher ist es mitunter, die einzelnen Scans in einem temporären Ordner abzulegen und später unter Word zu einem Dokument zusammen zu fassen. Als weitere recht nützliche Funktion läßt sich der Scanner auch als Kopierer verwenden. Im Prinzip läuft das Ganze ja auch nicht anders als oben bei den Bildern beschrieben. Der einzige Unterschied ist der, das der Empfänger der Daten nicht die Festplatte sondern der Drucker ist. Um diese Funktion in Gang zu setzen, reicht die Betätigung der rechten Taste am Scanner aus.
Damit wäre das Gerät auch schon beschrieben. Ich möchte aber nicht versäumen, einige Nachteile anzumerken. Der Deckel ist zwar erfreulicherweise in der Höhe flexibel, was besonders beim Scannen von Buchdeckeln positiv auffällt. Die Laschen, die den Deckel in der Führung halten sollen, sind allerdings sehr kurz geraten. Eine Höhe von 3cm reicht schon aus, um den Deckel als Einzelteil in der Hand zu haben. Das Problem sollte mit ein paar Gramm Kunststoff mehr lösbar sein.
Ein flottes Kopieren bzw. Einscannen ist mit diesem Gerät nicht möglich. Vor jedem Vorgang muß die Lampe vorgewärmt werden, auch das Scanner farbiger Dokumente benötigt seine Zeit. Pro Scanvorgang müßt ihr mit 2 bis 3 Minuten rechnen. Aber ein schnelleres Arbeiten wäre für den günstigen Preis wohl auch zu viel verlangt. Wie ich Anfangs schon erwähnte, steht mir nicht der Sinn danach, nach der Anschaffung eines neuen technischen Gerätes einen Gebrauchskursus zum Verstehen der Gebrauchsanleitung zu besuchen. Kurz und knapp, aber umfassend und doch selbst für den Laien leicht verständlich stelle ich mir die optimale Gebrauchsanleitung vor. Das von HP beigelegte und etwas großtrabend Benutzerhandbuch genannte Exemplar ist zwar mit 13 Seiten kurz und knapp, aber nicht unbedingt umfassend und leicht verständlich. Hier könnte etwas mehr Kreativität gezeigt werden.
Da hilft nur learning by doing. Falsch machen kann man eh nichts. Das Gerät und das Programm selbst sind idiotensicher. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Scannen. Die unvermeidbaren technischen Details:
Anschluß über USB Port Wählbare Auflösung des Dokuments: 12 dpi bis 999.999 dpi Optische Auflösung der Vorlage: 600 dpi Farbausgabe: 24 bit (Millionen Farben) Scanbare Größe: 1.653 x 2.325 Pixel bzw. 21 x 25 cm
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14.09.2008 16:14
immerhin knapp 5 jahre gehalten, oder ? ;-) naja meiner ist schon älter, läuft immer noch, habe schon tausende Sachen gescannt :-))) man muss ihm halt immer gut zureden und ihm keine Tritte geben :-))))
10.03.2003 12:42
diesen scanner habe ich auch und bin damit sehr zufrieden. habe auch die gleichen erfahrungen gemacht wie du. hp ist eben einfach klasse!
09.03.2003 19:50
ich hab hier immer noch meinen alten hp scanjet 5p rumstehen, aber wenn der mal den geist aufgibt... weiß ich erst recht wieder nicht, welchen ich dann nehmen soll ;) *gg* lg, culith