Mein Wechsel vom Apple iPhone zum HTC Desire S
01.05.2011
Pro:
Benutzerfreundliches Betriebssystem; Sehr gut verarbeitete Hardware;
Kontra:
E - Mail Client hat leichte Schwächen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Klang
Empfangsqualität
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Design
mehr
 fielperson
Über sich:
Mitglied seit:31.05.2007
Erfahrungsberichte:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bei diesem Anwenderbericht stehen der Wechsel von iPhone und der Apple-Philosophie zu HTC Desire S sowie dem Betriebssystem Android im Vordergrund. Die Auflistung technischer Daten erspare ich den Lesern, denn hier gibt es sicherlich genügend andere Quellen. Vielmehr möchte ich denjenigen eine Entscheidugshilfe geben, die sich ebenfalls mit dem Wechsel der Systeme beschäftigen. Ich habe mir ein HTC Desire S gekauft, nachdem ich drei Jahre lang zufriedener Benutzer eines Apple iPhone gewesen bin. Den Anlass zum Wechsel gab einerseits meine Neugier auf das Betriebssystem Android und zum anderen mein Ärger über den aufwendigen Datenabgleich zwischen iPhone und Rechner. Die Entscheidung war auch deshalb nicht leicht, weil alle meine Kontakte im iPhone verwaltet wurden und ich drei weitere Geräte gekauft habe, welche die iPod-Standards erfüllen. Darunter eine Stereoanlage für die Küche, eine Stereoanlage im Wohnzimmer sowie ein Autoradio. In den letzten Jahren habe ich die Vorteile eines Smartphones in vielerlei Hinsicht zu schätzen gelernt. Hierzu zählt vor allem die Möglichkeit, längere Texte auf dem Gerät zu schreiben und dabei unabhängig von Ort und Zeit zu sein.
Die Hardware Ein entscheidender Vorteil vom HTC Desire S sind die Größe und die Form vom Gehäuse, die mit dem iPhone 3G fast identisch sind. Somit passt das Desire sowohl in meine Ledertasche als auch in den Gerätehalter an der Frontscheibe meines Wagens, die ich mir seinerzeit für das iPhone zugelegt habe. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet und hinterlässt auch aufgrund des verwendeten Materials einen wertigen Eindruck. Es liegt sehr gut in der Hand und lässt sich auch sehr gut bedienen. Im Gegensatz zu vielen anderen Nutzern vermisse ich den mechanischen Button in der Mitte des unteren Bedienfeldes in keiner Weise. Das einzige Detail, welches ich mir gewünscht hätte, wäre ein Schalter zum ein- und ausschalten des Tons gewesen. Im direkten Vergleich zum iPhone 4 empfand ich die Hardware in Bezug auf Handling und Form als deutlich attraktiver.
Betriebssystem, Browser, Apps etc. Am meisten gespannt war ich natürlich auf den Umgang mit dem mir neuen Betriebssystem Android. Die Inbetriebnahme und Erstinstallation waren kinderleicht. Die Verbindung zu meinem WLan ging reibungslos über die Bühne. Meine drei E-Mail-Konten (GMX und Strato) liessen sich ebenfalls ohne Beanstandung anlegen. Was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitete, waren die ca. 150 Kontakte, welche über MobileMe von Apple gepflegt wurden. Da es sich bei Android um ein Betriebssystem des Google-Konzerns handelt, musste ich ein Benutzerkonto bei Google anlegen. Dies war innerhalb von 5 Minuten geschehen und erfolgte auch direkt über das Smartphone. Um die Kontakte dann zwischen Apple und Google zu syncronisieren musste ich mich an den Rechner setzten um den MobileMe-Client herunterzuladen und zu installieren. Der Abgleich der Daten ist dann kinderleicht. Es genügt, bei der Abfrage des Anbieters den Haken bei Google zu setzen und den Namen und das Passwort des neuen Kontos einzugeben. Die Kontakte waren innerhalb weniger Sekunden übertragen und in meinem Google-Konto sichtbar. Das Desire S hat die Kontakte ebenfalls Anstandslos übernommen. Es bleibt zu erwähnen, dass der Abgleich und die Pflege von Kontakten und Kalender bei Google kostenlos sind, während Apple hierfür 79,-Euro pro Jahr verlangt.
Als nächstes waren die Apps an der Reihe, welche bei mir im iPhone installiert waren. Der "Market" von Android ist mit dem "App-Store" von Apple vergleichbar und verfügt gefühlt über die gleiche Anzahl an Programmen. Das Herunterladen und installieren der Programme ist mit der Prozedur beim iPhone nahezu identisch. Am meisten gespannt war ich auf die Navi-App von Navigon. Bei meinem iPhone war die Installation enorm zeitaufwändig. Beim Desire S war die Software dagegen innerhalb von 10 Minuten installiert. Bei der Performance der Programme stellt das Desire S mein altes iPhone deutlich in den Schatten, wobei dieser Vergleich sicher nicht ganz fair ist. Die Qualität des Browsers ist der Oberhammer und wird langsam zu einer echten Belastungsprobe für meine Beziehung. Der Seitenaufbau im W-LAN-Netz erfolgt innerhalb weniger Sekunden und auch im 3G-Modus gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Es war jedoch ein völlig neues Erlebnis für mich, nun auch endlich die Videos auf Focus- und Spiegel-Online anschauen zu können. Die Seiten laufen flüssig und das lästige Nachladen von Inhalten welches ich vom iPhone 3G gewohnt war, gibt es auf dem Desire S nicht. Eine weitere neue Erfahrung war der Umgang mit Inhalten. Da ich mit der Syncronisation zwischen iPhone und iTunes eigentlich immer Probleme hatte, waren die Inhalte auf meinem iPhone weder aktuell noch vollständig. Wollte man beispielsweise nur einen neuen Song auf das iPhone laden, wurde stattdessen stundenlang syncronisiert. Oder hat man einen Titel über iTunes auf dem Gerät erworben, liess sich dieser nicht mit dem Archiv auf dem Rechner in Einklang bringen. Kurzum: Ich war in dieser Hinsicht ziemlich genervt von Apple. Ganz anders dagegen die Pflege von Inhalten mit dem Desire S. hier benötigt man überhaupt keine zusätzliche Software, sondern man lädt die gewünschten Fotos oder MP3-Dateien direkt via USB auf das Desire S. Ich hatte noch nie so viele Dateien in so kurzer Zeit auf einem Mobilgerät geladen. Endlich habe ich alle Lieblingssongs dabei und zum ersten Mal ein Fotoalbum. Wenn ich an das - verzeiht mir bitte meine Ausdrucksweise - Geschiss mit iTunes denke, dann steht für mich fest, dass ich mittelfristig nicht zu Apple zurückkehren werde. Ich war überrascht, dass sowohl mein Autoradio als auch meine Stereoanlage im Wohnzimmer mit dem Audioplayer vom Desire S genauso harmonieren, wie mit dem iPod. Ich wurde also auch hier wieder positiv überrascht.
Texte schreiben Die für mich sehr wichtige Funktion des Texte schreibens meistert das Desire S in der gleichen Qualität wie mein altes iPhone. Dieser Text wurde beispielsweise auf meinem Desire S erstellt. Ich würde sagen, hier haben wir eine klassische Patt-Situation.
Mein Fazit Das Desire S begeistert mich in jeder Hinsicht. Die Qualität der Hardware ist hervorragend. Das Betriebssystem ist ausgereift, verfügt über einen großen Leistungsumfang und ist intuitiv zu bedienen. Nach intensivem Test gibt es keinerlei Nachteile gegenüber einem iPhone, sondern das Gegenteil ist der Fall. Der Browser ist vollständig, Dateien können im Gegensatz zum iPhone via Bluetooth übertragen werden und der Anwender ist wieder Herr über die Organisation seiner Daten.
Nebeneffekte Ich habe durch die Nutzung vom Desire S auch den Schwenk von iTunes zu Amazon gemacht, um mir neue Titel zu kaufen. Die Songs, die man sich über Amazon kauft, sind nicht nur günstiger als bei iTunes, sondern sie kommen auch noch im MP3-Format über die Leitung. Deshalb hat es sich auch in dieser Disziplin für mich für's erste "ausgeappled".
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15.06.2011 15:18
Danke für den detailierten Bericht. Wie berhält es sich denn so mit der Akku-Laufzeit? Wie schnell ist der denn leer wen man bspw. viel mit dem Gerät online surft?
19.05.2011 16:16
Schöner Bericht, weiter so! :-)
01.05.2011 21:09
!BH! :)