Heute bewerte ich die Krankenversicherung der HUK. Dabei versuche ich das möglichst kompakt und übersichtlich und sachlich zu formulieren.
Im Vordergrund sollen vor allem Leistungsbeschränkungen stehen.
Leistungseinschränkungen der HUK Tarife
Leistungsstärkste Tarife A, ZA und SE
Gebührenordnung
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Erfahrungsbericht von ET über HUK Coburg, KV 28.07.2008
Produktbewertung des Autors:
Erreichbarkeit im Ernstfall:
fast kein Problem
Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:
fast ohne Zögern
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
schlecht
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
freundlich
Pro:
Kein Preis - /Leistungsverzeichnis bei Heilmitteln, Geburtsfehler - /Krankheiten mit versichert
Kontra:
siehe Textliste
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Heute bewerte ich die Krankenversicherung der HUK. Dabei versuche ich das möglichst kompakt und übersichtlich und sachlich zu formulieren. Im Vordergrund sollen vor allem Leistungsbeschränkungen stehen.
Leistungseinschränkungen der HUK Tarife Leistungsstärkste Tarife A, ZA und SE
Gebührenordnung
Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOÄ - innerhalb der Gebührenordnung
Für Behandlungen die evtl. Sinnvoll sind und sich nicht in der Gebührenordnung befinden wird nicht geleistet. Dies kann problematisch werden wenn eine neue Therapie z.B. in der Schweiz angewandt wird aber hier noch im Zulassungsverfahren steckt. Vor allem in der Krebstherapie kommt dies häufig vor.
Nicht einmal erhöhte Sätze werden bezahlt. Das heisst das z.B. auch keine Anlehnung an bewerte Therapien erfolgt.
Das Risiko kann hier durchaus auch mal 100.000 Euro betragen. Das Risiko besteht allerdings auch in der GKV. Nur hier gibt es dann des Öfteren die Möglichkeit der Patienten an Studien teilzunehmen. So werden die Kosten dann durch andere Institutionen übernommen.
Allerdings gibt es auch Fälle die in der Bild landen und sich jeder fragt warum der Mensch X nun 60.000 Euro Schulden hat.
Psychotherapien
Bezahlt werden max. 30 Sitzungen p.a. . Das reicht für viele Therapien aus, jedoch gibt es Therapien wo man auf 40-60 Sitzungen im Jahr kommt. Eine Therapiestunde kostet gut und gerne 200 Euro
Eine Übetragung der Behandlung auf einen nichtärztlichen Behandler (z.B. Diplompsychologen, Kinderpsychologen) ist nicht erstattungsfähig.
Heilmittel / Hilfsmittel
Krankentransport bei Gehunfähigkeit nicht erstattungsfähig (nur im Notfall)
Fahrten zu Dialyse, Strahlenbehandlung etc. nicht erstattungsfähig
Kein offener Hilfsmittelkatalog. Die Art der Hilfsmittel sind vordefiniert und werden in normaler Ausführung erstattet.
Prothesen (Kunstglieder) werden sehr eingeschränkt erstattet. Dies ist z.B. nach einem Unfall evtl. sehr kostspielig und für den Patienen sehr wichtig.
Atemmonitor und Beatmungsgerät sind in den Bedingungen nicht aufgeführt.
Blindenhund in Bedingungen nicht aufgeführt
Blindenvorlesegerät in Bedingungen nicht aufgeführt
Blutzuckermessgerät nicht in Bedingungen aufgeführt
Brustprothese nicht in Bedingungen aufgeführt. Auch hier die evtl. Problematik nach einem Unfall.
Körperersatzstücke eingeschränkt erstattungsfähig. Auch hier wieder die Problematik nach einem Unfall.
Krankenfahrstühle nur bis 2000 Euro. Ein elektr. Rollstuhl kann aber auch 6000 und mehr Euros kosten. Im Gegensatz zur GKV gibt es keine Härteregeln. Bezahlt wird was in den Bedingungen steht. Ergo max. 2000 Euro
Kunstauge nicht in den Bedingungen aufgeführt.
Liege-/Sitzschalen nicht in den Bedingungen aufgeführt
Ohr-/Nasenprothes nicht in den Bedingungen aufgeführt
Perücke nicht in den Bedingungen aufgeführt
Tinnitusmasker nicht in Bedingungen aufgeführt. Ein Tinnitusmasker kann die Geräusche überdecken und ausblenden.
Unterkunft stationäre Kuren nicht erstattungsfähig
Entziehungsmassnahmen werden, wie bei fast allen Privaten, nicht erstattet.
Bei Zahnärzten ist ein Heil- / Kostenplan vorgeschrieben. Ansonsten 50% Leistungskürzung. Allerdings empfehle ich grundsätzlich einen Heil- / Kostenplan.
Erstattungshöchstgrenzen im Zahnbereich 1000 Euro im 1 VJ. 1000 Euro im 2. VJ. Und 1500 Euro im 3.VJ. Werte mit denen man aber leben kann.
Auslandaufenthalt lediglich 2 Monate weltweit. Gerade privat versicherte Kunden müssen öfter mal beruflich bedingt länger ins Ausland. Das sollte man dann im Voraus berücksichtigen. Wer z.B. im Urlaub plötzlich in ein Kriegsgebiet gerät (z.B. Ausbruch Bürgerkrieg usw. - kann bei Urlaub in Afrika oder woanders passieren oder bei berufstätig im Ausland befindliche Leute) erhält hier auch keine Leistung wenn er nur passiv hier reingekommen ist.
Vorsorge wird auf Selbstbehalt angerechnet. Besser wäre wenn die Vorsorge ohne Anrechnung bezahlt wird.
Naturheilverfahren werden nur bezahlt wenn sie schulmedizinisch anerkannt sind !
Bei den Heilmitteln werden z.B. Ergotherapie und Logopädie nicht aufgeführt. Allerdings gibt es eine offene Heilmittelformulierung die dann besagt das Beseitigungen von Unfallfolgen und Linderung von Krankheiten versichert sind. Etwas schwammig aber immerhin.
Im Zahnbereich werden Inlays wie Zahnersatz erstattet.
Neugeborene die im gleichen Tarif wie der Elternteil versichert werden müssen haben auch den gleichen Selbstbehalt.
Sehhilfen Gläser ohne Begrenzung - Gestell bis 125 Euro alle 2 Jahre ist ok.
Positiv:
Für Heilmittel gibt es keine Summenbegrenzungen und es gibt keinen Preis-/Leistungskatalog. Wäre letzteres der Fall würden nur die Summen die darin stehen oder bestimmte Geräte bezahlt. Da der Katalog nicht aktualisiert werden muss können die Werte dann absolut nicht ausreichend sein.
Kinder sind auch mit Geburtschäden und angeborenen Krankheiten versichert.
Summenbegrenzungen im Zahnbereich nur für 3 Jahre.
Hinweis: Hier wurde bereits der umfangreichste Tarif der HUK gewertet !
Fazit:
Erhebliche Einschränkungen im Bereich der Hilfsmittel und der vor allem in Bezug auf die Gebührenordnung. Alles was richtig teuer werden kann ist eingeschränkt. Beitragsentwicklung
Als die Private Krankenversicherung der HUK vorgestellt wurde stellte man Tarife vor die tlw. 30% billiger waren als vergleichbare Produkte am Markt. Damals sagte der Vorstand das man sich die Tarif nicht leisten könne aber Kunden braucht. Wer sich bei der HUK versichert hat bekam dann nach ein paar Jahren stehts Beitragserhöhungen die immer über manchmal extrem (!) über dem Marktschnitt lagen. Der Effekt ist klar: Die Kunden können oft nicht mehr wechseln, würden die Rückstellungen verlieren und haben vor allem ein neues Eintrittsalter was die schlechten Rückstellungen relativiert. Mittlerweile haben sich die Tarife bei Neuabschlüssen etwas mehr an realistische Werte angenähert. Jedoch wird es weiterhin überdurchschnittliche Erhöhungen geben da auch eine HUK nicht zaubern kann. Die starken Leistungseinschränkungen können doch auf Dauer zu etwas Stabilität führen.
Im Schadenfall
Geleistet wird was in den Tarifen steht. Und das ist halt beschränkt. Was die Regulierungen angeht verfolgt man die Philosophie das die meisten Schäden sich in kleinerem Bereich bewegen und hier wie die meisten Versicherungen kulant reguliert bei Streitpunkten (ausser für Sachen die natürlich nicht in Bedingungen stehen). Wenn es richtig teuer wird dann leistet man nicht und darf natürlich auch die Versicherungsgemeinschaft nicht gefährden.
Weitere Hinweise
Die HUK bietet keine leistungsfähigen Pflegeergänzungstarife. Das Tarifwechselrecht ist sehr eingeschränkt. Das kann z.B. dann ein Risiko werden wenn vorübergehend weitere Personen versichert werden müssen (hohe Beiträge)
Betreuung
Entweder durch Hotline oder durch wenig qualifizierte Vertrauensmänner. Abhängig und natürlich zwangsweise nicht neutral möglich.
Leistungsvergleich zur GKV
Im Bereich Zahnersatz wird mehr geleistet. Die Gebührensätze sind bis 3,5 fach höher. Daher wird man beim Arzt gerne genommen. In einigen Details ist man umfangreicher als in der GKV versichert. Allerdings schlechter bei Psychotherapie, speziellen Nährmitteln, Fahrten zu z.B. Dialyse. Prothesen, Atemmonitor, Beatmungsgerät, Blindenhund, Brustprothese usw. werden von der GKV erstattet, nur eingeschränkt bei der HUK. Auch Entziehungsmassnahmen sind in der GKV versichert. Deutlicher Vorteil durch Implantate und Inlays bei der HUK.
Fazit
Auch hier gilt: Wer sich wirklich im Detail mit dem Tarif auseinander setzt und sich mit allen Risiken dafür entscheidet dem kann an nichts vorwerfen.
In der Regel hat sich aber gezeigt das die meisten Menschen sich kaum so im Detail mit Tarifen auseinander gesetzt haben und daher nicht wissen und auch nicht wissen können was nicht versichert ist.
Langfristig sehe ich Risiken bei der Beitragsentwicklung. Gerade wenn ich mir die jährlichen Erhöhungen im Bestand (ab ca. 3-5 Jahre) anschaue. Tlw. Bis 30% in einem Jahr (je nach Tarif).
Die Beiträge sind nicht besonders günstig sondern auf Grund der Bedingungsaussagen und der eingeschränkten Rückstellungen ganz normal realistisch. Ergänzungen für die Tarife EL
Von dem Tarif EL rate ich ab. Hier gibt es weitere Einschränkungen. Keine Leistungen für Heilpraktiker 20% SB für Arznei-/Verbandmittel bis 500 Euro im Jahr Kuren auch ambulant nicht erstattungsfähig Heilmittel pauschale Eigentbeteiligung von 20% bis 500 Euro im Jahr Hilfsmittel SB 20% bis zum Rechnungsbetrag von 2500 Euro Bei Krankenfahrstühlen wird hier sogar nur bis 1500 Euro bezahlt. Sehhilfen pauschal bis 100 Euro alle 2 Jahre für Gläser und Gestelle. Wahlleistungen im Krankenhaus nicht erstattungsfähig (z.B: Chefarzt, 1-Bettzimmer) Implantate nur erstattungsfähig wenn konventionelle Versorgung aus med. Gründen nicht möglich ist. Gleiches gilt für Inlays Für den Zahnbereich gibt es ein Preis-/Leistungsverzeichnis. Dieses muss im Laufe der Jahre nicht angepasst werden und kann so zu erheblichen Einschränkungen führen. Die vereinbarte Selbstbeteiligung gilt hier für alle Bereiche. Im Tarif A nur für den ambulanten Bereich.
Kurios: Perücken werden nach Chemotherapie im EL Tarif bezahlt , nicht aber im A Tarif gMarkteinordnungen:
Die A Tarife würde ich als mässig leistungsfähig bezeichnen. Die EL Tarife eher als schwach. Das Risiko der Beitragsentwicklungen sehe ich überdurchschnittlich hoch. Gerade auf Grund der Beobachtung von Bestandskunden der HUK.
Persönliche Empfehlung:
Ich rate von beiden Tarifen ab. Warum kann jeder anhand der belegbaren genannten Fakten nachvollziehen. Die Entscheidung muss allerdings jeder für sich treffen. Die Testberichte hier zeigen meiner Meinung nach wie wenig sich die Tester wohl mit ihrer Versicherung beschäftigt haben. Man kann hoffen das sie nicht in die Leistungslücken fallen. Bzgl. der Beitragsentwicklungen ....
Ergänzung:
Um zukünftige Probleme zu vermeiden sind korrekt ausgefüllte Anträge wichtig. Schwer wird das wenn die Antragsfragen ungenau formuliert werden. Daher hier noch eine Stellungnahme zu den HUK Antragsfragen.
In den letzten 3 Jahren Haben Behandlungen, Untersuchungen, Beratungen, Beobachtungen oder Kontrollen durch Ärzte oder andere Heilbehandler stattgefunden? >> Hier muss alles rein was in den letzten 3 Jahren passiert ist. 3 Jahre sind absolut ok.
In den letzten 10 Jahren Wurden stationäre Behandlungen oder Operationen durchgeführt? Erfolgten ambulante oder stationäre Kurmaßnahmen? >>Auch diese Frage ist Standart. Der Zeitraum von 10 Jahren stationär ist ok.
Erfolgte in den letzten 10 Jahren eine ambulante/stationäre psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung/Beratung/Gespräch? >>Auch ok.
Bestehen Beschwerden, Folgen von durchgemachten Erkrankungen oder Unfallfolgen, chronische Erkrankungen, Wehrdienstbeschädigung, Gebrechen oder Beeinträtigungen (auch solche, die einer möglichen Erwerbsminderung zu Grunde liegen), welche?? >>Eine ungenaue Formulierung. So wurde bei einem Kunden von mir z.B. vor 20 Jahren eine Fehlsichtigkeit auf Grund von Schlieren festgestellt. Das muss drinstehen auch wenn er seitdem nicht in Behandlung war. Bei einer anderen Kundin wurde einmal eine leicht gekrümmte WIrbelsäule festgestellt. Auch das müsste rein. Die Formulierung ist zu allgemein und kann im Extremfall dann zu Schwierigkeiten führen.
Die übrigen Fragen sind ok und dürften wenig verfänglich sein da wohl jeder weis ob schon eine HIV Infektion festgestellt wurde oder wie viele Zähne fehlen.
Pro: bessere Leistungen, freie Wahl, weniger Wartezeit Kontra: Kosten
Ich bin ein „gesetzlich Versicherter“ und zwar bei der Barmer BEK. Da bin ich seit rund 20 Jahren und weitgehend zufrieden – allerdings mit Ausnahmen. Gut finde ich das Solidaritätsprinzip der gesetzlichen Versicherungen und auch, dass die Kinder mitversi ...
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Pro: günstiges Preis-Leistungsverhältnis Kontra: leichte Mängel im Service
... im Krankheitsfall von der Krankenversicherung der Huk-Coburg-Versicherungsgruppe, denn bei dieser sehr günstigen und serviceorientierten Gesellschaft bin ich krankenversichert. Nach meiner Ausbildung hatte ich zunächst eine Zusatzversicherung zur ge ...
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Pro: sehr günstige Tarife Kontra: zur Zeit überlaufen, daher Probleme im Service
Als im letzten Jahr meine Verbeamtung anstand, ergab sich zugleich das Problem, dass ich mir eine private Krankenversicherung suchen musste, die die Anteile der Kosten übernimmt, für die die staatliche Beihilfe nicht aufkommt.
So begann meine Recherche ...
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Die Unterbringung im Ein-oder zweibettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt ist normalerweise nur für Privatpatienten, da die Krankenhäuser hier richtig geld verdienen. Gesetzlich Versicherte sind oftmals Patienten "2.Klasse", zumal die Krankenka ...
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Wer eine wirklich günstige private Krankenversicherung mit super Versicherungskonditionen sucht, ist bei der HUK-Coburg goldrichtig. Ich bin bereits seit drei Jahren bei der HUK-Coburg privat versichert, da ich die Beamtenlaufbahn eingeschlagen habe. Ich ...
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