Haacke-Fertighaus

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Haacke-Fertighaus

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Erfahrungsbericht über "Haacke-Fertighaus"

veröffentlicht 30.12.2017 | Haacke_2016
Mitglied seit : 30.12.2017
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"Erfahrungen Haacke Haus 2016"

Erfahrungsbericht Hausbau mit Haacke Haus 2016


1) Auswahlprozess und Vertragsunterzeichnung
Anfang 2015 haben wir die Entscheidung getroffen in Berlin ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche auf zwei Etagen zu bauen. Folgende Kriterien für die Auswahl des Bauunternehmens waren für uns wichtig:
  • Komplett schlüsselfertige Erstellung ohne dass wir uns wesentlich einbringen müssen, da wir berufsbedingt sehr wenig Zeit haben
  • Solide Finanzsituation des Bauunternehmens um das Insolvenzrisiko zu minimieren (Creditreform-Auskunft)
  • Umsetzung unserer Anforderungen an individuelle Fassadengestaltung und Grundriss
  • Gute Qualität, keiner der berüchtigten Billig-Anbieter
  • Trotzdem natürlich ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis
  • Ein vertraglich fixierter Übergabetermin, der es uns ermöglicht spätestens im August 2016 einzuziehen

Haacke war dann einer der drei Anbieter die in die Endauswahl kamen. Von allen forderten wir ein vertragsreifes Angebot auf Basis unserer exakten Anforderungen an. Auffällig hier:
  • Tendenziell hat sich Haacke stärker mit unseren individuellen Wünschen auseinandergesetzt als die anderen beiden (z.B. Auswahl eines besonderen Balkongitters). Mehrfache Modifikationen des Grundrisses wurden anstandslos umgesetzt.
  • Haacke ist vergleichsweise flexibel was die Hausausstattung angeht. Ein anderer Anbieter wollte uns z.B. unbedingt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe aufschwatzen, obwohl wir uns bereits von Anfang an auf eine Gasheizung festgelegt hatten.
  • Aber: Haacke war auch der einzige Anbieter der für die Erstellung der Angebots auf den Abschluss einer kostenpflichtigen Planungsvereinbarung bestanden hat (ein paar Tausend Euro, die bei Vertragsabschluss wieder verrechnet wurden).
  • Negativ: Mitten im Planungsprozess und den Vertragsverhandlungen merkte der Verkäufer Herr L. an, dass wir uns sehr kurzfristig entscheiden sollten da die Geschäftsführung eine allgemeine Preiserhöhung von 1,5% vorgegeben hätte. Diese fragwürdige Art der Druckausübung war für uns fast ein Grund Haacke sofort von der Liste zu streichen. Obwohl wir erst zwei Monate später unterschrieben haben, wurde uns dennoch der ursprüngliche Preis gewährt.
  • Es war unser Ziel bis zur schlüsselfertigen Übergabe einen einzigen Vertragspartner für alle Gewerke zu haben. Am Tag der Vertragsunterzeichnung waren wir dann überrascht, dass im Gegensatz zu allen vorherigen Vertragsentwürfen die Bodenplatte und die Malerarbeiten plötzlich aus dem Auftragsumfang von Haacke herausgenommen waren und für diese Arbeiten separate Verträge mit Kooperationspartnern abzuschließen waren.
  • Der Unterschied zwischen dem teuersten und günstigsten Angebot lag im sechsstelligen Euro-Bereich (!!), obwohl die von uns kommunizierten Anforderungen an alle drei Hausbaufirmen nahezu identisch waren. Es lohnt sich wirklich zu vergleichen!


2) Bauantrag und Bemusterung

Nach der Vertragsunterzeichnung im August 2015 ging es zügig voran, letzte Details wurden noch geklärt und der Bauantrag wie geplant Anfang November eingereicht. Ende November sollte dann die dreitägige Bemusterung bei Haacke in der Nähe von Potsdam stattfinden. Zur Übernachtung lud uns Haacke in ein nahegelegenes Hotel ein. Erstaunen dann, dass zwei Tage nach der Einladung die Ausladung folgte: Man hätte nicht gewusst dass wir aus Berlin anreisen und die Geschäftsleitung hätte angeordnet, „dass eine Hotelunterbringung leider nicht gestattet ist“. Kopfschütteln. Nachdem wir uns mental schon auf die Übernachtung eingestellt hatten und uns auch eine kleine Auszeit gönnen wollten, haben wir auf eigene Kosten selbst ein Hotel gebucht.

Die Bemusterung bei Frau H.-O. im Haacke-Musterhaus lief sehr engagiert ab und wir erhielten viele gute Ratschläge. Trotzdem ist es sehr anstrengend in drei Tagen viele Entscheidungen treffen zu müssen deren Folgen einen die nächsten Jahrzehnte begleiten werden. Zur Bemusterung gehörten auch auswärtige Termine in einem Treppenstudio und einer Bäderausstellung.

Kleiner Hinweis am Rande falls Sie dort auch zur Bemusterung eingeladen werden: Achten Sie mittags auf die Haustür-Klingel wenn der Lieferservice für das Essen kommt. Wir haben sie nie gehört. Und uns daher entschieden bei unserem Haus auf die Standard-Haacke-Klingel zu verzichten und eine deutlich lautere einbauen zu lassen.


3) Bauphase

Anfang Februar 2016 erhielten wir die Baugenehmigung. Und gemäß dem Zeitplan, der Vertragsbestandteil war, hätte es dann sofort mit den Arbeiten losgehen müssen. Stattdessen fand der erste Baustellentermin erst in der zweiten März-Woche statt (zu diesem Zeitpunkt hätte bereits die Montage des Hauses erfolgen sollen). Schon hier hatten wir das Gefühl dass der geplante Fertigstellungstermin im Juli vielleicht nicht eingehalten werden kann. Aus berufsbedingten Gründen war es für uns aber sehr wichtig noch im August umziehen zu können.

Parallel gab es noch Unklarheiten mit den Anträgen für die Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Frischwasser und Abwasser. Gemäß Vertrag ist der Bauherr dafür verantwortlich dass die Leitungen fristgerecht einsatzbereit sind. Die Dokumente und Bauzeichnungen für die Anträge hatte Haacke zwar bereits im November 2015 vorbereitet. Die Architektin Frau G. hatte uns aber mitgeteilt dass wir mit unserem Bauleiter abstimmen sollten wann diese Anträge abzuschicken sind. Insbesondere ist in den Anträgen der geplante Anschlusstermin einzutragen, und das könne erst dann erfolgen wenn feststeht wie weit die Haacke-Bauarbeiten zu diesem Zeitpunkt sind (die Zufahrt kann z.B. nicht aufgegraben werden wenn Haacke-Fahrzeuge zwingend an das Haus ran müssen). Beim ersten Telefonat mit unserem Bauleiter Herrn H. im Februar 2016 meinte dieser jedoch dass die Anträge schon längst hätten verschickt werden müssen. Soviel vorab: Diese Unklarheit führte im Endeffekt dazu dass der Gasanschluss erst Anfang Juli einsatzbereit war und Haacke den Estrich nicht wie geplant aufheizen konnte. Damit konnte Haacke sich darauf berufen dass wir unserer Pflicht zur pünktlichen Bereitstellung der Versorgungsleitungen nicht nachgekommen wären und eine verspätete Übergabe des Hauses nicht durch Haacke zu vertreten sei.

So richtig bewusst war uns im Vorfeld auch nicht dass wir eine externe Firma beauftragen müssen um die Versorgungsleitungen von der Grundstücksgrenze zum Haus verlegen zu lassen; wir waren davon ausgegangen dass die Versorger das mitübernehmen. Im Übrigen haben wir auch nicht verstanden warum der Antrag für Telekom- und Internetanschluss von Haacke nicht vorbereitet wird obwohl nach unserem Verständnis die Grundversorgung technisch immer über das Netz der Telekom läuft, auch wenn man sich später für einen der Wettbewerber entscheidet. Bei Baubeginn wurde uns dann von Haacke nochmal explizit schriftlich mitgeteilt, dass wir persönlich bei den Netzgesellschaften von Gas, Wasser und Strom Druck machen sollten um eine zeitnahe Fertigstellung der Versorgungsleitungen zu gewährleisten. Und das erforderte einen erheblichen Aufwand: Angefangen von endlosen Warteschleifen in Hotlines, über Subunternehmer die ihre Termine nicht einhalten bis hin zur weit verbreiteten „Wir-sind-hier-nicht-zuständig-Mentalität“. Krönender Abschluss war der Moment, als ein Subunternehmer der Netzgesellschaft der Berliner Wasserbetriebe uns mitteilte das Abwasserrohr im Straßenbereich nicht anschließen zu können da beim Buddeln eine dazwischen liegende Telekom-Leitung gefunden wurde (wusste natürlich vorher keiner). Ich als Bauherr müsse die Verlegung koordinieren. Die Telekom hat sich wiederum gewundert dass sie nicht direkt von den Wasserbetrieben kontaktiert wurde. Endlose Telefonate … Noch schlimmer wurde es dann als die Telekom bei den daraufhin erfolgenden Arbeiten feststellte dass für die Verlegung ihrer Telekom-Leitung wiederum ein Gasrohr im Weg ist … Um es kurz zu machen: Erst Ende August 2016 war der Wasseranschluss einsatzbereit, und unser Telekom-Anschluss erst Ende Dezember 2016.

Haacke fühlte sich für diese zahlreichen Probleme nicht zuständig, denn per Vertrag hatte ich als Bauherr die Versorgungsleitungen bereitzustellen. Juristisch betrachtet mag Haacke recht haben, aus Sicht der normalen Erwartungshaltung eines unerfahrenen Bauherren nicht: Wenn man ein SCHLÜSSELFERTIGES Haus bestellt geht man einfach davon aus dass eine vermeintliche Premium-Baufirma den Bauherren bei Problemen dieses fortgeschrittenen Ausmaßes nicht im Regen stehen lässt. Haacke hatte uns vor der Vertragsunterzeichnung den Eindruck vermittelt, wir bräuchten nur die Anträge für die Versorgungsleitungen zu unterzeichnen und mehr wäre nicht zu tun.

Doch zurück zu den eigentlichen Bauarbeiten: Im März 2016 wurde dann doch noch die Bodenplatte gelegt. Erstaunlicherweise lag der Rechnungsbetrag der von Haacke vermittelten Firma K. nicht unwesentlich über dem vertraglich vereinbarten Wert – obwohl wir vorab ein Bodengutachten zur Verfügung gestellt hatten und es eigentlich keine Überraschungen hätte geben dürfen. Ob berechtigt oder nicht, aus Zeitgründen haben wir den Sachverhalt nicht näher geprüft und bezahlt.

Am 19. April war dann der große Tag, als der Rohbau des Hauses aufgestellt wurde. Es war eindrucksvoll, wie schnell schon nach ein paar Stunden die äußere Struktur stand. In den Folgewochen begannen dann die Arbeiten an der Elektroinstallation, dem Dach und der Heizung. Die Gipsplatten an den Wänden wurden montiert, der Estrich eingebracht und die Fußbodenbeläge befestigt. Dann noch die Installation der Sanitärobjekte, die Fertigstellung der Fassade und der Einbau von Treppe und Türen.

Bei jedem Bauprojekt wird es Mängel geben, bei einem mehr, bei einem anderen weniger. Wir waren dann aber doch überrascht wie lang die Liste wurde. Die Highlights:
  • Auf einem Teil der gemäß Bauplan zu verklinkernden Außenwand wurde stattdessen Putz angebracht.
  • Die Ecksteine der Klinker-Riemchen wiesen ein deutlich dunkleres Rot auf als die in der Fläche angebrachten Riemchen. Unverständlicherweise fiel das während der Anbringung niemandem auf, so dass mehr als 100 Ecksteine wieder entfernt und neue angebracht wurden. Haacke Haus legt Wert auf die Formulierung, dass der Austausch nur aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgt ist.
  • Während der Putzarbeiten im Obergeschoss waren die zum Teil schon angebrachten Klinker im Erdgeschoss nur unzureichend abgedeckt. Farbe tropfte herunter und ließ sich nicht mehr entfernen so dass auch einige dieser Klinkerelemente ausgetauscht werden mussten.
  • Die Wasseranschlüsse für den Geschirrspüler waren an der falschen Stelle montiert.
  • Das Warmwasser-Funktion der Gastherme funktionierte beim Einzug nicht.
  • Die Anschlüsse für die Heizungsthermostate wurden vertauscht: Wenn im Kinderzimmer Nr. 1 die Heizung angedreht war wurde es stattdessen im Kinderzimmer Nr. 2 warm.
  • Mehrere Jalousien und Fliegengitter quietschten oder waren beschädigt.
  • Zwischen der Dielung des Balkons und der Außenwand klaffte eine Lücke von 5 cm und beim Betreten der Dielung gab es Knarrgeräusche.

Insgesamt reklamierten wir während der gesamten Bauphase ca. 50-60 Mängel. Positiv: Die Reklamationen wurden ernst genommen und vom Bauleiter und dem Technischen Leiter abgearbeitet, so dass zum Zeitpunkt der Hausübergabe die meisten Mängel beseitigt waren. Negativ: Der überwiegende Teil dieser Mängel hätte nicht sein müssen, wenn es seitens Haacke Haus eine effizientere Bauüberwachung gegeben hätte. Unser Bauleiter Herr H. war sehr engagiert, kompetent und tat sein Bestes, da er aber seinen Angaben zufolge für 12 Baustellen in ganz Ostdeutschland gleichzeitig verantwortlich war fehlte ihm die Zeit. Daher wurde die Überwachung nicht unwesentlich an den Bauherren und seinen Bausachverständigen delegiert.

Ein weiteres Defizit: Es wurde an uns nicht immer klar kommuniziert wann welche Arbeiten stattfinden, was z.B. für die noch engere Einbindung unseres Bausachverständigen hilfreich gewesen wäre. Im April 2016 erhielten wir einen Zeitplan, der aber schon wenige Wochen später obsolet war. Unsere Bitte nach Aktualisierung des Plans wurde erst im Juli erfüllt, als ein wesentlicher Teil der Arbeiten schon abgeschlossen war.

Es gab während der Bauphase aber auch Punkte die positiv hervorzuheben sind: So konnten wir nachträglich noch ein Dachausstiegsfenster einbauen lassen (wurde bei der Bemusterung vergessen). Zudem montierte Haacke unbürokratisch den Mauerkasten für unsere Abluft-Dunstabzugshaube (hätte eigentlich das von Haacke vermittelte Küchenstudio R. machen müssen, aber obwohl wir den Mauerkasten dort gekauft hatten fühlten die sich „nicht zuständig“). Positiv auch, dass angesichts des Verzugs im Zeitplan die durch Haacke vermittelten Malerarbeiten bereits vor dem Haacke-Übergabetermin durchgeführt werden konnten und wir im Vorfeld bereits einige unserer Möbel unterstellen durften. Mit der von Haacke vermittelten Malerfirma Zoschke & Schmeller waren wir übrigens sehr zufrieden.

Anstelle wie geplant im Juli fand der Übergabetermin dann erst Anfang Oktober statt. Übergabe bedeutet aber nicht dass wirklich alle Punkte erledigt waren: Das Protokoll enthielt einige kleinere Positionen wie z.B. Bereitstellung der vollständigen Hausdokumentation die erst im Frühjahr 2017 abgeschlossen wurden.


4) Zusammenfassung & Fazit

1. POSITIV: Nach Abschluss der Arbeiten sind wir insgesamt mit dem Haus sehr zufrieden. Unser Bausachverständiger hat dem Objekt die Schulnote 2+ gegeben. Eine 1 gäbe es nach seinen Angaben auf dem Markt nicht und die Qualität von Haacke Haus wäre überdurchschnittlich. Wir haben uns gut eingewohnt und trotz allem die grundsätzliche Entscheidung für Haacke nicht bereut, zumal man nie weiß welche Schwierigkeiten bei einem anderen Anbieter aufgetreten wären. Mit ein paar Monaten Distanz zu den Bauarbeiten sieht man einige der ursprünglichen Probleme natürlich auch gelassener.
2. POSITIV: Alle relevanten Mitarbeiter von Haacke waren für uns in der Regel kurzfristig erreichbar. Man konnte mit ihnen offen sprechen, konstruktiv diskutieren und die meisten waren im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr engagiert.
3. NEGATIV: Unser Bauleiter war sehr kompetent und engagiert, aber offensichtlich hatte er zu viele Baustellen gleichzeitig zu betreuen so dass zu wenig Zeit für unser Objekt blieb. Da er seiner Überwachungsfunktion daher nur begrenzt nachkommen konnte wurden viele Mängel erst verspätet festgestellt – zu einem Zeitpunkt zu dem der Aufwand für die Beseitigung bereits deutlich höher war als wenn man sofort reagiert hätte. Die Geschäftsleitung von Haacke sollte verstehen dass hier an der falschen Stelle gespart wird. Unabhängig davon ist es einfach nur unfair die Bauüberwachung in dem geschilderten Ausmaße an den Bauherren und seinen Bausachverständigen zu delegieren.
4. NEGATIV: Der Begriff SCHLÜSSELFERTIGES Haus und der dahinterliegende Gedanke, dass der Bauherr sich zwischen Vertragsunterzeichnung und Übergabe nur moderat um sein Bauvorhaben kümmern muss, ist eine vom Marketing verkaufte Illusion. Wir waren permanent gefordert, sei es bei der Beantragung der Versorgungsleitungen, der Errichtung einer provisorischen Baustraße, dem Treffen von Entscheidungen für Punkte die im Vertrag/Bemusterungsprotokoll nicht detailliert festgelegt sind, der kontinuierlichen Mängelüberwachung oder dem Aufschließen des Hauses für Subunternehmen ohne eigene Schlüssel. Diesen Zeitaufwand haben wir im Vorfeld deutlich unterschätzt und er wurde uns so auch nicht kommuniziert, obwohl wir bei den Gesprächen vor Vortragsabschluss mehrfach auf unsere sehr eingeschränkte zeitliche Verfügbarkeit verwiesen haben. Haacke sollte versuchen hier seinen Vertrieb besser unter Kontrolle zu bekommen und den tatsächlichen Zeitaufwand ehrlicher zu kommunizieren.
5. NEGATIV: Die Bemusterung dauert drei Tage und dieser Zeitraum ist aus unserer Sicht zu kurz. Obwohl wir uns gut auf die Bemusterung vorbereitet hatten stellten sich später viele kleine Unzulänglichkeiten heraus die nicht hätten sein müssen. Zum Beispiel wurde das Stromkabel für die beleuchtete Hausnummer und das Dachausstiegsfenster vergessen. Ein Teil der Außenbeleuchtung lässt sich nicht über Bewegungsmelder steuern. Eine Alarmanlage wäre nachträglich nur mit sehr hohem Aufwand nachzurüsten. Überlegen Sie sich vor allem die Elektroplanung ganz genau da einmal getroffene Entscheidungen sich nach Baufertigstellung nur schwer wieder ändern lassen. In nur drei Bemusterungs-Tagen all diese Entscheidungen „durchzupeitschen“ ist zu kurz.
6. NEGATIV: Falls Sie einen Übergabetermin vertraglich fixiert haben: Bedenken Sie dass diese Vereinbarung nichts wert ist, wenn Sie als Bauherr ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt haben. Und die Auswirkungen dieser Pflichten sind für einen Laien nur begrenzt abschätzbar. Wir haben nicht erwartet dass sich die Fertigstellung der Versorgungsleitungen um Monate verzögern würde und unser vertraglich vereinbarter Übergabetermin in Folge dessen hinfällig wurde. Haacke als ein in Berlin/Brandenburg erfahrenes Hausbauunternehmen konnte das aber eventuell schon ahnen.

Falls Bedarf besteht, können Sie mittels einer privaten Nachricht von mir die Kontaktdaten unseres Bausachverständigen erfragen. Er hat durch unser Bauvorhaben die spezifischen kleinen und großen Macken von Haacke Haus kennengelernt und wir können ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.


5) Gestaltung Außenanlagen

Nach Fertigstellung des Hauses ging es dann mit der Gestaltung der Außenanlagen weiter. Hier verließen wir uns auf einen von Haacke Haus empfohlenen Kooperationspartner, die Firma GPL Ingo Kunde GmbH. Obwohl das Auftragsvolumen im sechsstelligen Euro-Bereich lag, hatten wir des Öfteren den Eindruck als Kunde nicht richtig ernst genommen zu werden. Entscheidungen aus den Abstimmungen vor Ort waren oft nach ein paar Tagen wieder vergessen und es gab zahlreiche Verzögerungen z.B. beim Anlegen des Rasens. Die Begrünung einer kleinen Hangfläche im Garten war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da aufgrund der notwendigen Bewässerung der Rasensamen immer wieder heruntergespült wurde. Eine erfahrene Gartenbaufirma hätte wissen sollen dass sich hier Rollrasen anbietet. Den haben wir dann später erfolgreich selbst angebracht. Größeren Streit gab es auch über den aufgetragenen Boden für die Rasenflächen, der gemäß Vertrag und Rechnung als „Oberboden Klasse 1 mit 30% Kompostanteil“ bezeichnet wurde, in dem sich aber Unmengen an kleinen Steinen, Plastikfetzen und sogar einige Glassplitter befanden. Am Ende war die Schlussrechnung dann auch noch um mehr als 6.000 EUR überhöht. Über einige Positionen konnte man sich streiten, andere wurden definitiv nicht erbracht. Nach längeren Diskussionen akzeptierte die Gartenbaufirma dann unsere Kürzung der Rechnung.

Im Nachhinein war es ein Fehler zumindest bei unserer Grundstücksgröße auf die Beauftragung eines Gartenbau-Sachverständigen zu verzichten, der der Gartenbaufirma gründlich auf die Finger schaut.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • momo40 veröffentlicht 04.01.2018
    Frohes neues Jahr. LG
  • jr4478 veröffentlicht 31.12.2017
    Ein sehr nüchtener Bericht. Mit viele Details die schon professionell dargestellt wurden. Nun ja, Guten Rutsch. Gruß jr
  • Baerchen2571 veröffentlicht 31.12.2017
    Guten Rutsch ins Neue Jahr 2018 wünscht dir Heike
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Ciao

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