Wirksame Mittel zum Haarausfallstopp + Webreferenz

5  15.04.2009 (29.02.2012)

Pro:
gute Chancen auf Haarausfallstopp, kann Haarstatus evtl lange halten

Kontra:
wenn die Haare weg sind, hilfts weniger

Empfehlenswert: Ja 

Americana86

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Aufs Herzlichste Willkommen, alle Themeninteressierten,

heute, am 29.02.2012 werde ich meinen Bericht vom 15.04.2009 aktualisieren und vieles ändern, was nicht mehr up to date ist.

Angespornt zu diesem Bericht werde ich davon, dass mein (kritischer) Bericht über das Alpecin Shampoo über 8000 Lesungen zählt und dieser hier 2500 Lesungen.
Außerdem fühle ich mich geehrt, dass die alte Form dieses Berichts unter den 51 Berichten zum Thema von den Nutzern als am nützlichsten eingestuft worden ist und dadurch an Stelle 1 erscheint.
Meine Motivation ist es, eine Plattform zu haben, mit der ich viele Leute erreichen und beeinflussen kann. Ich möchte Leuten helfen, da ich es selbst als angenehm empfinde, wenn ich nützliche Beiträge im Internet finde.

Zum Thema: Das ganze Thema ist eine kleine Wissenschaft für sich. Ich könnte hier auch das 10fache an Text schreiben - dauert mir aber zu lang ^^. Deswegen will ich hier nur einen groben Einblick ins Thema bieten. Der Text hier bezieht sich hauptsächlich auf die männliche Zielgruppe mit anlagebedingtem Haarausfall. Sehr gute und genauere Infos zum Thema findet Ihr unter

www.alopezie.de


Vor allem das Allgemeine Forum auf der Seite ist sehr zu empfehlen.

Eins noch vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist keine Krankheit. Jeder Betroffene ist genauso gesund wie jeder ander Mensch auch und genausoviel wert. Es ist lediglich eine genetische Veranlagung vorhanden, welche zur Folge hat, dass die Haarwurzeln auf männliche Hormone empfindlich reagieren und irgendwann aufhören neue Haare am Oberkopf zu produzieren.

Im wesentlich gibt es folgende Mittel , die nachweislich wirken:

1. Finasterid: Der Wirkstoff war schon längere Zeit als Mittel bei Prostatavergrößerungen im Einsatz, ehe seine „Nebenwirkung“ als Stopper des Haarausfalls bekannt wurde. Es gibt Tabletten mit 1mg Finasterid (Propecia: gegen Haarausfall gedacht) und 5mg Finasterid (Proscar: für Prostataprobleme gedacht). Proscar ist nicht ausdrücklich gegen Haarausfall geeignet. Allerdings kann man durch das Fünfteln von Proscar Generika wahnsinnig viel Geld sparen und hat genau den gleichen Wirkstoff. Man kann die 5mg-Tablette auch noch in mehr Teile zerstückeln, denn selbst so ist eine Wirkung vorhanden.
Mit dem Produkt kann der Haarausfall gestoppt werden oder zumindest (stark) verlangsamt werden. Wenn Haare erst einmal weg sind, wachsen aber (fast) keine neuen mehr.
Wirkungsweise: DHT, ein Abbauprodukt von Testosteron schädigt die Haarwurzeln. Durch Finasterid wird dieses Abbauprodukt blockiert und die Haarwurzeln werden weniger strapaziert.
Erfolgsquote: gut bis sehr gut
Nebenwirkungen: Hier sollte man echt aufpassen! Die Nebenwirkungen können recht heftig sein!
Sie sind aber sehr unterschiedlich von Person zu Person.
Schlimme, aber seltene Nebenwirkungen sind Brustwachstum bei Männern und einsinkende Augen.
Finasterid greift besonders in den ersten Wochen in den Hormonhaushalt ein, was etwa verminderte Libido und Errektionsprobleme bedeuten kann.
In wie weit diese Nebenwirkungen reversibel sind, ist umstritten!
Wer Nebenwirkungen verspürt, dem empfehle ich, die ersten Wochen abzuwarten, dann abzuwägen, ob es ihm das Risiko wert ist.
Wichtig: Nur für Männer !!! Frauen sollten auch nicht mit dem Staub, der beim Tablettenteilen entsteht in Berührung kommen, da der Stoff bei Frauen Unfruchtbarkeit bedeuten kann!
Wirkungseintritt: Mehrere Monate bis über ein Jahr vergehen bis zum Wirkungseintritt.
Stiftung Warentest meint: sehr gut

2. Minoxidil: Ein Mittel zum in die Haare, bzw. eher auf die Kopfhaut schmieren.
Teuerer als die Proscar-Methode. Verschiedene Hersteller.
Selbst nicht ausprobiert.
Wirkungsweise: Ähnlich wie bei Finasterid blockt es DHT, aber dennoch etwas andere Wikrungsweise.
Erfolgsquote: gut
Nebenwirkungen: Kann anfangs oder ab und zu kurzzeitig sehr starken Haarverlust verursachen. Die Haare wachsen normalerweise wieder nach. Allerdings wird häufiger von Nutzern berichtet, dass es ihnen nur geschadet und nicht geholfen hat.
Wirkungseintritt: Mehrere Wochen oder Monate bis zum Wirkungseintritt
Stiftung Warentest meint: gut

3. Nahrungsmittelergänzung: Dies ist kein richtiges Mittel. Man ergänzt die Stoffe, die der Körper nicht von allein in ausreichendem Maße erhält, um möglichst gesund zu leben, was auch einen positiven Effekt auf die Haare haben soll. Allerdings ist es kaum mit den anderen Mitteln zu vergleichen und dürfte auch das Problem nicht lösen, nur leicht bessern.

4. Sonstige Mittel wie Flutamide, Spiro, etc. sind eher für Kenner der Szene geeignet und weniger verbreitet.


Nun möchte ich einen Ausblick geben, wie der Stand der Forschung zu dem Thema ist und was möglicherweise zukünftige Therapien sein könnten:

Es scheint hier alles auf Haarmultiplikationen hinauszulaufen.
Der zugrunde liegende Gedanke: Die hormonresistenten Haare am Hinterkopf sollen benutzt werden, um an den sich lichtenden Stellen neue Harre wachsen zu lassen.
Hier gibt es viele unterschiedliche Ansätze:
Es können beispielsweise einige wenige Haarwurzeln am Hinterkopf entnommen werden, in einer Nährlösung vervielfacht werden, bevor sie am Oberkopf eingepflanzt werden.
Andere Ansätze sehen vor, spezielles Material aus den Haarzellen am Hinterkopf zu entnehmen, zu vervielfachen und per Injektion in die Kopfhaut neue Haare sprießen zu lassen.
Das ist etwas schwer, dies vereinfacht zu beschreiben.

Der Ansatz der Haarmultiplikation klingt mir sehr vielversprechend, zumal es schon zu funktionieren scheint. Das Problem der bereits erfolgreich praktizierten Haartransplantationen, nämlich die begrenzte Anzahl an resistenten Haaren, kann so umgangen werden. Jedoch scheint es noch einige Jahre zu dauern, aus denen auch zu viele werden können. Ganz ausgereift scheint es noch nicht zu sein. Vor allem resultieren bei jedem Patienten bei der gleichen Anzahl an Injektionen eine unterschiedliche Anzahl von neuen Haaren.

Einige Firmen, die Produkte auf den Markt bringen wollen:
Aderans, Histogen, Follicia, RepliCel, etc.

Inwiefern die einzelnen Ansätze erfolgversprehchend sind, ist schwer zu sagen. Sicher werden die Produkte einiger Firmen sich als Flopps entpuppen.
Es stimmt einen aber doch recht optimistisch, wenn man hört, dass Aderans beispielsweise vor einigen Monaten einen neuen Investor gefunden hat, der sich mit 50 Mio. beteiligt.

Manche Firmen planen eine Markteinführung 2013 bzw. 2014.
Dies würde ich aber kritisch betrachten, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass es doch immer länger dauert. Denn eigentlich hieß es vor einigen Jahren schon mal 2010,2011,2012...
Letztlich hilft da nur: Abwarten.

Sehr sehr gute Infos, die den Bericht locker übertreffen findet Ihr auf www.alopezie.de und dort auch im Allgemeinen Forum. Es lohnt sich definitiv sich dort einzulesen.
Die Nebenwirkungen sind im obigen Text nicht vollständig aufgezählt. Informiert euch auf jeden Fall noch wo anders, bevor Ihr mit einem Mittel anfangt. Ich bin kein Arzt ;)


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Birgit1957

Birgit1957

26.04.2009 12:36

Ich habe sehr dünne Haare und an einigen Stellen sieht es schon bissel arg aus, ich verwende da aber lieber wieder Kieselerde:LG

Brandung

Brandung

15.04.2009 09:10

Toller Bericht!

Standardkunde

Standardkunde

15.04.2009 00:53

Interessanter Bericht! - Aber was meinen eigenen Kopf betrifft, da laß ich wohl der Natur ihren Lauf.

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