Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung?

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Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung?

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Erfahrungsbericht über "Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung?"

veröffentlicht 17.08.2017 | Spassprediger
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Ausgezeichnet
Pro einfaches Prinzip, großer Spaß
Kontra Vielelicht der Preis - echte Finnen sägen sich so ein Spiel aber eh selbst zurecht
sehr hilfreich

"Freiluftkegelspaß aus Finnland"

"Dieses Spiel ist der neue Trend geworden und man sieht viele Leute, die Mölkky am Strand oder im Garten spielen."

Das, Herrschaften, kann ich natürlich nur unterschreiben: Vergessen ist "Pokemon Go", ad acta sind die Fidget Spinner - landauf und landab wird gemölkkt, dass die Schwarte kracht. Oder wie der Finne vielleicht sagen würde: Aloitetaan - jetzt geht's los! Aus Finnland nämlich stammt der neue Trend, der in diesem Sommer deutsche Gärten, Strände und Gartenstrände im Sturm erobert - dem Land, dem wir bereits die Mumins, die Leningrad Cowboys und Filme von Aki Kaurismäki verdanken.

Diese crazy people also haben uns nun Mölkky beschert, und die Begeisterungswelle, welche die Finnen längst efasst hat, schwappt nun auch mit Macht zu uns herüber. Es heißt, in seinem Heimatland sei das Freiluft-Kegelspiel so beliebt, dass finnische Saunenhersteller zeitweise über Lieferengpässe geklagt hätten, weil schlicht nicht mehr ausreichend Holz zur Verfügung gestanden habe, um beide Märkte zu bedienen (ob das stimmt, kann ich allerdings nicht mit letzter Gewissheit sagen).

Gekauft haben wir das Spiel übrigens bei einem Online-Versender, gekostet hat es uns knapp 40 Euro, und darauf gestoßen sind wir eher zufällig - nämlich bei dem Versuch, eine Kioskpackung "Milky Way" zu bestellen - "Meinten Sie vielleicht 'Mölkky'?", fragte die Suchmaschine scheinbar harmlos nach, und wir meinten zwar nicht, wurden aber neugierig und kauften schon allein deshalb flugs, weil Mölkky ja in diesen Tagen wirklich in aller Munde ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:
Die rustikal wirkenden Bestandteile des Spiel sind überschaubar, die Regeln einfach.

Die zwölf nummerierten Spielhölzer werden in Form eines stumpfen Dreiecks aufgestellt, und zwar so, dass die Hölzer einander berühren. Die Spieler (sinnvoll sind drei bis sechs, theoretisch kann das Spiel aber mit einer nach oben unbegrenzten Zahl von Teilnehmern gespielt werden - je nach Anzahl empfiehlt sich die Bildung von Mannschaften, im Zweifelsfalle sllte man den heimischen Garte gegen den Sandstrand von Juist eintauschen). Stehen alle Hölzer? Dann nehmen die Mitspieler in einem Abstand von drei bis vier Metern zu den Hölzern Aufstellung. Anschließend versuchen die Mitspieler abwechselnd, mit nur einem Wurf des "Mölkky" (sinngemäß ins Deutsche übertragen: Mölkky) genannten Wurfholzes so viele Spielhölzer wie möglich zu treffen. Die Zahlen auf den Hölzern, welche der Spieler getroffen hat, werden addiert, die Summe wird dem Punktekonto des Spielers gutgeschrieben. Im Anschluss dürfen sich reihum die anderen Mitspieler versuchen, vor jedem neuen Wurf werden die Spielhölzer zunächst neu aufgestellt. Beendet ist eine Partie, sobald ein Spieler 50 Punkte erspielt hat. Der Sieger wird dann zum Mölkky-King erkoren und kann, muss aber nicht, eine Runde Lapin Kulta (finnisches Bier) oder Finlandia (Wodka) ausgeben. Bei Beachtung dieser speziellen Regel wird jede weitere Revanche etwas fröhlicher, aber auch so ist Mölkky eine rechte Gaudi - oder wie der Finne vielleicht sagen würde: Nyt tulee hauskaa Tupaan - jetzt kommt Spaß in die Hütte! Gespielt werden kann übrigens auf jedem Untergrund, der einigermaßen plan ist - ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Kegelspielen, bei denen statt des Wurfholzes eine Kugel zum Einsatz kommt.

Fazit: "Mölkky" ist wie Beer Pong, nur anders (vor allem ohne Bier, damit geht's schon mal los), macht aber eine Menge Spaß - vergesst das Alte-Leute-Spiel Boule und Petanque, die Zukunft gehört Mölkky. Sicher ist es nur eine Frage der Zeit, bis hierzulande offizielle Mölkky-Meisterschaften ausgetragen werden; es bleibt nur zu hoffen, dass diese dann nicht ausschließlich im Bezahlfernsehen übertragen werden.

Das Einzige, das ich an Mölkky suboptimal finde, ist der doch recht stolze Preis, den man hierzulande für ein Exemplar des Spiels berappt.Vielleicht sollte man's doch eher machen wie viele Finnen, die sich ihr Mölkky-Spiel angeblich quasi selbst aus dem Wald holen: Man sagt, selbstgeschnitzte und -gesägte Exemplare, die oft aufwändig von Hand verziert werden, würden in finnischen Familien von Generation zu Generation vererbt. Tauche doch einmal ein Exemplar bei Ebay auf - was selten der Fall sei - erziele es bei Sammlern oft wahre Mondpreise,


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Fredericke07 veröffentlicht 14.10.2017
    sh
  • Ciaochsi veröffentlicht 30.09.2017
    sh
  • dieanke veröffentlicht 18.09.2017
    :)
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Produktdaten : Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung?

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