Produktbewertung des Autors:
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Mild und erfrischend . |
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Nur regional verfügbar . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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In Passau gibt es 50000 Einwohner und fünf Brauereien. Rechnet man die Zahl für München hoch, müßte es dort 125 Brauereien geben. In Passau zählt Hacklberg meines Erachtens mit zu den zwei besten.
Die Brautradition in Passau ist eng mit der fürstbischöflichen Bedeutung der Stadt verbunden. „Im Jahr 1582 erließ Fürstbischof Urban von Trennbach (1561-1598) eine Brauordnung für das Hochstift: unter anderem verfügte er darin, daß das "gemeine Bier" das ganze Jahr über gebraut werden durfte, das "Märzen" jedoch nur von Michaeli bis Georgi. Das Weißbier durfte jeweils nur ein Brauer ein Jahr lang herstellen, dafür aber kein anderes Bier. Noch im 16. Jahrhundert dürfte in der Passauer Ilzstadt eine eigene fürstbischöfliche Braunbier-Brauerei errichtet worden sein. Gleichzeitig entstand in der unmittelbaren Nähe des Schlosses in Hacklberg das fürstbischöfliche Weiße Brauhaus Hacklberg. Das hochfürstliche Bräuhaus sollte vorwiegend den Bierbedarf des Hofes und der Schänke des Domkapitels am Steinweg decken. In gewissem Umfang wurde der Gerstensaft zudem verkauft.“ (Quelle: Brauerei Hacklberg)
Urkundlich erwähnt wurde die Brauerei aber erst 1618. Deshalb geht man bei Hacklberg vorsichtshalber offiziell von diesem Datum aus - bis ältere Urkunden gefunden werden. Die fürstbischöfliche Brautradition bestand bis zur Säkularisation im 19. Jahrhundert. Dann ging die Brauerei an den Staat, sprich den bayerischen König, über.
Dessen Beamte verwalteten das Anwesen aber eher halbherzig, konnten kaum Gewinne erzielen, und so wurde Hacklberg schließlich verkauft. Die Käufer und ihre Erben hatten ein besseres unternehmerisches Geschick und machten mit findigen Zukäufen von Gaststätten die Brauerei zur größten in Passau und Umgebung. 1897 kaufte dann der Passauer Bischof Hacklberg von den Erben der einstigen Käufer wieder zurück, um die Gewinne zur Ausbildung von Priestern zu verwenden. Leider fehlte in den folgenden Jahren das Geld für die erforderlichen Renovierungen, so daß schließlich 1912 ein kompletter Neubau der Brauerei notwendig wurde. Zwei Jahre vor dem ersten Weltkrieg! Denn wie viele andere Brauereien auch litt Hacklberg unter den Weltkriegen: Rohstoffmangel, Zerstörung und schließlich Brauverbot unter der US-Militärregierung.
Erst nach der Währungsreform beginnt die Erfolgsgeschichte erneut. "Gutes Bier für gutes Geld" war das Motto. Wieder spielen geschickte Zukäufe von Gaststätten und anderen Brauereien die entscheidende Rolle. Die Gewinne werden erfolgreich in neuste Technologien investiert, und die Qualität des Biers sorgt erneut für Gewinne. 1897 betrug der Bierausstoß 14500 hl und - zum Vergleich - 100 Jahre später über 330000 hl.
Heute ist Hacklberg die wohl bekannteste Brauerei Passaus. Ihre grünen Kästen findet man in jedem Getränkemarkt der Umgebung. An sonnigen Sommertagen schwebt der berühmte Heißluftballon der Brauerei über dem Abendhimmel, und stellt augenzwinkernd die Frage auf, ob es nicht Zeit für ein geruhsames Feierabendbierchen wäre. Das kann man dann auch im schönsten Biergarten der Stadt einnehmen, der gleich an die Brauerei anschließt. Unter großen alten Kastanienbäumen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. (Mein Tip an jeden Besucher der Stadt!)
Adresse: Brauerei Hacklberg, Bräuhausplatz 1-3,94034 Hacklberg.
Wegbeschreibung: Man verläßt die A3 an der Ausfahrt Passau-Nord Richtung Passau, und nach einiger Zeit (noch vor Passau) geht’s links in den Ortsteil Hacklberg.
Weitere Infos gibt’s auch auf der ansprechenden Homepage der Brauerei: http://www.hacklberg.de
Das Bier, das ich verkostet habe, heißt „Jubiläumsbier“. Es wurde anläßlich des 375jährigen Brauereijubiläums 1993 erstmals abgefüllt.
Bei EINSCHÄNKEN des Biers zeigt sich ein lebhaftes Schäumen, das eine leuchtend weiße Blume bildet. Außerdem duftet es nach einem milden hopfigen Aroma.
Die FARBE schimmert gold-gelb durch das Glas und harmoniert appetitlich mit dem festen weißen Schaum, der sich lange hält.
Vor dem Trinken steigt ein mild-aromatischer malziger DUFT in die Nase. Nicht penetrant, aber sehr interessant.
Am Gaumen entwickelt sich dann ein erfrischender GESCHMACK. Mild, aber nicht langweilig. Genau richtig gehopft und am Ende der runde köstliche Geschmack eines Vollbiers.
Im NACHGESCHMACK zeigt sich das Hacklberger angenehm weich und mild. Mit seinen 5,5 % vol. kommt es daher eher heimlich, aber gewaltig.
Für mich ein Bier, das ich jedem empfehlen kann. Zumindest zum Probieren!
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Flüssiges Gold
Bewertung für Hacklberg Festbier von
schwar
Pro: unbeschreiblich
Kontra: nix
Das Hacklberg Festbier gibt´s leider nur in Passau und um Passau herum. Es wird auch angeblich nur zweimal im Jahr zur Dult (mini-Oktoberfest) gebraut, aber in irgendeinem Getränkemarkt finden sich dann doch ein paar Kästen. Es ist angenehm mild, ohne jed ...
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24.02.2000
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