Hafenrundfahrt, Hamburg

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Hafenrundfahrt, Hamburg

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Erfahrungsbericht über "Hafenrundfahrt, Hamburg"

veröffentlicht 04.02.2017 | Mogli2309
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Über sich :
Zurück von der Kreuzfahrt, folgen die Berichte. # Es gibt noch UHU's und Ufo's abzuschießen. Wer trifft? # Einigen sh-Abklickern möchte ich am Liebsten das Bewerten verbieten, was hier fehlt ist eine Blockfunktion!
Ausgezeichnet
Pro sehenswert, interessant, man bekommt viele Informationen
Kontra nichts
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

"Meine erste große Rundfahrt durch den Hamburger Hafen"

Raddampfer am Elbufer

Raddampfer am Elbufer

Hinaus wenn auch nicht auf hohe See,
so doch auf die Wellen der Unterelbe,
damit ich die Stadt auch mal vom Wasser seh,
denn es ist anders als vom Land, eben nicht dasselbe.


Nachdem ich vor einigen Jahren schon einmal, während eines kurzen Aufenthaltes in der Freien und Hansestadt Hamburg, der Metropole an der Unterelbe, eine (kleine) Hafenrundfahrt gemacht hatte, freute ich mich jetzt, dass ich zusammen mit meiner Frau eine Große Hafenrundfahrt machen würde.

Wir frühstückten an dem Morgen schon recht früh in unserem Hotel, ließen es aber dennoch gemütlich angehen und bedienten uns reichlich am umfangreichen Buffet. Dann fuhren wir mit der U-Bahn Richtung Hafen und stiegen am U-Bahnbahnhof Baumwall aus der U-Bahnlinie 3 aus. Hier verkehrt die U-Bahn übrigens als Hochbahn und schon beim Aussteigen hatten wir dann einen sehr schönen Blick auf das Hafengelände, die Musical Spielstätten und die auf der Elbe verkehrenden Schiffe. Auch die Hafencity, mit der damals im August 2016 noch nicht eröffneten Elbphilarmonie, lag unter einem wolkenverhangenen Himmel wie zum Greifen nah vor uns.




Leider war es an dem Tag für den wir die Fahrt eingeplant hatten nicht nur kühl und bewölkt, sondern es nieselte sogar und zeitweise ging das Nieseln auch in richtigen Regen über. Dennoch kauften wir uns am Kassenhäuschen die Karten und schlenderten, während wir auf die Abfahrt des Schiffes warteten, noch über den Pier und gingen an den verschiedenen Anlegern vorbei.

Die Fahrt machten wir mit einem der Schiffe der Firma Ehlers und die zweistündige Fahrt kostete pro Person 20 Euro. Kinder bis 3 Jahre fahren kostenlos, bis 18 jährige müssen 12 Euro zahlen.

Die Preise sind nicht gerade niedrig, aber dennoch finde ich und greife meinem Fazit hier schon einmal etwas vor, gemessen für an dem, was geboten ist, angemessen.

Was sagt die Reederei Ehlers selbst über diese Große Fahrt durch den Hamburger Hafen und die Hafencity?

"Eine Magie aus Fernweh, Abenteuer und Freiheit. Die Hafenrundfahrt führt von den Landungsbrücken, die für den Dampfschiffverkehr bestimmt waren, vorbei an alten Veteranen wie der „Rickmer Rickmers“ durch die Speicherstadt je nach Tide/Wasserstand in den modernen Hafen der Gegenwart. Sie erleben einen Teil des gigantischen Warenumschlags auf engstem Raum von annähernd 140 Millionen Tonnen und lernen die pulsierende Hafenkante als menschliche, arbeitsame, kreative und kulturell wertvolle Perlenkette Hamburgs kennen."


Die Leinen los

Zwar verspürte ich, als inzwischen recht versierter Kreuzfahrer, kein großes Kribbeln, als die Leinen gelöst wurden, und das Schiff sich von den Landungsbrücken löste, ablegte und hinaus auf die Unterelbe fuhr.

Als das Fahrwasser des fast 1.100 km langen Stromes erreicht war konnte man das leicht kabbelige Wasser fast mehr spüren, als das das auf einem großen Kreuzfahrtschiff auf dem offenen Meer der Fall ist. Aber mir machte das nichts aus. Im Gegenteil ich genieße es, wenn ich mich "schwankenden Planken" bewegen darf. Und da jetzt auch der Himmel ein wenig aufriß und uns die Augustsonne ihre Kraft spüren ließ, genoss ich die Fahrt und das Ambiente das mich umgab.

Der Kaptiän lenkte das Bötchen zuerst elbabwärts und sogleich fuhren wir an großen und teilweise riesigen Schiffen vorbei. Auch kleinere Boote verkehren hier auf dem Fluss. So passierten wir einen der Raddampfer, die wir am Abend schon schön beleuchtet auf der Elbe hatten fahren sehen. Auch die gelben König-der-Löwen-Musical-Boote sehen wir.

Nachdem wir einen der Hamburger Elbstrände, die teilweise feinsandig sein sollen, an steuerbord, also auf der rechten Seite des Schiffes, passiert haben steuert der Kapitan sein Schiff nach backbort (links) über die Elbe und auf eine der vielen Anlegesteller der großen, nein riesigen Containerschiffe zu.


An Bord

Während der Fahrt wird der Hafen den Fahrgästen nicht nur visuell nähergebracht, sondern es gibt es über die angebrachten Lautsprecher Informationen und man vieles Interessantes.

Das Löschen und Beladen der Containerschiffe erfolgt zwar nicht vollautomatisch, aber denn sind durch die Automatisierung nicht vielen Menschen zu sehen. Riesige Kräne gleiten auf Laufschienen hin und her, Kräne heben die Container an und transportieren sie weiter.

Wir gleiten an den Schiffen vor und wenn man an den Schiffswänden emporschaut kommt man sich mehr als winzigklein vor. Man hört zwar immer wieder, dass diese Schiffe groß sein sollen, oder sieht auch mal eines im Fernsehen. Aber wie groß diese wirklich sind, das sieht und merkt man erst dann, wenn man sich daneben befindet.

Es ist fazinierend hier zu fahren und sehen und zu erfahren, mit welcher Präzision und wie schnell hunderte oder tausende Container verladen werden können. Und welche Logistik sich dahinter befinden muss auch das ist eine Überlegung wert.

Auch interssant ist es, unter der großen Elbbrücke hindurch zu fahren, die weit den Hamburger Hafen überspannt, denn wann hat man schon einmal die Gelegenheit eine solche Brücke aus dieser Perspektive zu sehen.





Fahrt Richtung Hafencity

Aber die Große Hafenrundfahrt sollte uns ja nicht nur durch den Containerhafen führen, sondern auch durch die Hafencity bzw. die Speicherstadt. Und nachdem wir schon zu Fuß durch die den zum Welterbe der Unesco zählenden Stadteil von Hamburg gelaufen waren, freute ich mich besonders darauf, die alten Speicher von den Kanälen, Fleeten genannt, sehen zu können.




Das Schiffchen fuhr also, die Landungsbrücken backbord liegen lassend, auf die Silouette der Elbphilarmie zu. Auch die Silouette der Stadt und deren Markenzeichen dem Hamburger Michel zog an uns vorbei. Schiffe wie das Museumsschiff die Cap San Diego und der Raddampfer Mississippi Queen passierten wir.






Bald schon fuhren wir unter einer der vielen Brücken, von denen Hamburg mehr hat als zum Beispiel Venedig. in die Hafencity ein. Sogleich ragten hohe Mauern und Häuser neben unserem Schiff auf, das schauckeln des Schiffes ließ nach und wir fuhren auf einem der Fleete weiter. Rechts und links der Fleete grenzen die alten Speicherhäuser direkt an. Auf der einen Seite liegen sie an den landseitigen Straßen, auf der anderen an der wasserseitigen Fleetseite. So konnten die Waren von den Hochseeschiffen kommend mit Booten zu den Speichern transportiert werden, wurden entladen, mit Hilfe von Kränen in diese weitertransporiert und dort dann gelagert und/oder weiterverarbeitet um im Anschluss daran über die Landseite und auf der Straße weitertransportiert werden.




Wie gesagt gehört die Speicherstadt zum Weltkulturerbe der Unesco (seit Juli 2015) und ist der weltgrößte, historische Lagerhauskomplex. Die Bedeutung als Lagerstätte hat wohl in den letzten Jahren abgenommen und zum 01. Januar 2003 wurde sie aus dem Gebiet des Freihafens herausgelöst. Lagergebäude aus rotem Backstein, Fleete und Brücken prägen hier das Bild. Auch wenn hier heute weniger Waren gelagert, verarbeitet und umgeschlagen werden und sich die Bedeutung verändert hat, lohnt ein Besuch immer noch, so vielleicht auch gerade deswegen. Und das nicht nur wie auf der Großen Hafenrundfahrt wie wir sie gemacht haben, sondern auch von der Landseite indem man einem der Museen wie den Minaturwunderland mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt, oder der wirklich interessanten und besuchenswerten Speicherstadt Kaffeerösterei mit angegliedertem Cafe und Museum.



Wir aber fuhren, nachdem wir weiter durch die Fleet gefahren waren zurück in Richtung der offenen Elbe und auf dieser elbabwärts durch das wieder zunehmen kabbelige Wasser auf das Ende unserer zweistündigen Fahrt durch das Hamburger Hafen und die Speicherstadt zu. Wir konnten durch das teilweise verglaste Dach des Bootes noch einen Blick auf die Elbphilarmonie und deren auf einem alten Speicher aufgesetzten Glasfassade werfen und schon bald danach lenkte der Kapitän den Kahn dann auf einen der zahlreichen Stege an den Landungsbrücken zu, legte an und nachdem das Schiffchen vertäut worden war, verließen das Boot und gingen über Stege und Treppen zurück auf die Hafenpromenade.




Fazit

Nach gut zwei Stunden ging eine äußerst faziniernde und interessante Fahrt durch den Hamburger Hafen und die Historische Hamburger Speicherstadt zu Ende. Wir hatten viel Wissenswertes erfahren, über den Hafen, der als Tidehafen zwar 100 km von der offenen Nordsee entfernt ist, aber dennoch bereits von Ebbe und Flut beeinflusst wird. Er ist der größte Seehafen Deutschlands und nach Amsterdam in den Niederlanden und Antwerpen in Belgien der drittgrößte in Europa.

Schifffahrtsrouten verbinden ihn mit mehr als 900 Häfen in über 170 Ländern. Hier ist der Ausdruck Das Tor zur Welt also wohl auch heute noch zutreffend, auch wenn das heute in Zeiten von Flugreisen, wahrscheinlich mehr auf Waren und Güter als auf Menschen zutrifft. Dafür gibt es jetzt aber mehrere Terminals für Kreuzfahrtschiffe und selbst in der kurzen Zeit in ich ich Hambur und dem Hafen gewesen bin, habe ich Schiffe von MSC und Mein Schiff sehen und auch bei der Fahrt elbabwärts Richtung Nordsee beobachten können.

Heute werden die meisten Güter die hier umgeschlagen werden wohl über Container transportiert. So wurden von 140,4 Mio. t Waren die hier 2008 umgeschlagen wurden 95,1 Mio. t in Containern umgeschlagen.

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass der Hamburger Hafen der größte Seehafen Deutschlands ist. Erstaunlich ist aber auch, dass er gleichzeitig auch der zweitgrößte Binnenhafen des Landes ist.

All dies und mehr kann man auf einer Fahrt durch den Hamburger Hafen erfahren. Ich meine, dass ein Besuch in Hamburg unvollständig ist, wenn man den Hafen nicht auch einer Fahrt mit einem der Boote durch ihn gesehen und erlebt hat.


Weiteres

Außer der Großen Hafenrundfahrt (2 Stunden) die wir gemacht haben, gibt es viele weitere Möglichkeiten sich in Hamburg aufs Wasser und/oder ein Schiffe oder Boot zu begeben.

So werden kann man unter anderem Kreuzfahrtschiffe wie die MSC Preziosa oder die AIDAcara besichtigen, es gibt Eventfahrten wie die Osterfeuerfahrt oder Fahrten zum Hafengeburtstag. Es gibt die Hafenrundfahrt (1 Stunden), die Fleetfahrt, Kanalfahrten, den Dämmertörn, Alsterrundfahrten und vieles mehr.


Infos dazu gibt es auf dem nachfolgenden Link.

http://www.hamburg-tourism.de/suchen-buchen/tickets_in_hamburg/bausteine/bausteinliste/hamburg-erleben:-alster-und-hafenrundfahrten/list/?utm_source=bing&utm_medium=cpc&utm_campaign=Baustein%20%3E%20Rundfahrten%20Wasser&utm_term=gro%C3%9Fe%20hafenrundfahrt%20hamburg&utm_content=Hafenrundfahrt


Interessate Links und Webseiten

http://www.hamburg.de/bilder-sehenswuerdigkeiten/238756/bilder-elbstrand/

http://www.hamburg.de/hamburger-hafen/

http://www.hamburg-tourism.de/sehenswertes/historisches-hamburg/museumsschiffe/


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • hochsauerlaender veröffentlicht 09.06.2017
    bh
  • LiebeLilo veröffentlicht 22.04.2017
    Bh
  • LiebeLilo veröffentlicht 21.04.2017
    BH kommt morgen nach, ich konnte dieses "Wäre BH aber ich hab keins mehr deshalb SH" oder "Du hast ja jetzt einen Diamanten, dann brauchst du kein BH mehr" noch nie leiden.
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Produktdaten : Hafenrundfahrt, Hamburg

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Stadt: Hamburg

Region/Bundesland: Hamburg

Typ: Sonstige

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