Erfahrungsbericht über

Hama Bluetooth Stereo Headset GSH-300 Stereo Headset

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Hama Bluetooth Stereo Headset GSH-300 Stereo Headset

 

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Ohne Anschlusskabel klein und fein, Pt. II

4  18.10.2006

Pro:
Laufzeit, Empfangsleistung, Preis, Etui, Ladegerät und Kabel mit Stecker

Kontra:
Sterero - Klang, Verbindungsaufnahme

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

froes

Über sich: ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ Mein Musiktip: „The Black Halo“ von Kamelot, anspruchsvoller...

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1. Intention
2. Auswahl und Beschaffung
3. Auspacken
4. Inbetriebnahme
5. Betrieb
6. Telefonieren
7. Stromversorgung
8. Handbuch
9. Der Hersteller
10. Zusammenfassung und Allgemeines


1. Intention

Der Entwickler meines Lieblings-MP3-Players auf dem Pocket-PC hatte endlich sein Werk, den MortPlayer dazu gebracht, über das Bluetooth AVRCP-Profile ferngesteuert werden zu können. Das war für mich der Anlass nach dem abgebrochenen Versuch mit dem Samsung SBH-100, meine Suche nach einem geeigneten Bluetooth-Stereo-Headset wieder zu intensivieren. Mein Pocket-PC, ein MDA Pro, ist selbst für einen Pocket-PC recht groß, dass man ihn nicht in Ohrnähe herumtragen möchte.
Mit dem Headset sollte man auch telefonieren können. Also muss das Headset- und Handsfree-Profil unterstützt werden.
Ein großes Bügelheadset sollte es auf keinen Fall werden.


2. Auswahl und Beschaffung

Das Goertek GSH-300 war mir in Runde 1 schon aufgefallen, aber es war ein Deutschland noch nicht erhältlich. Unter der Marke Goertek ist es das auch heute noch nicht, von Ebay einmal abgesehen, aber der OEM-Vertreiber Hama hat es in seinen Produktkatalog aufgenommen.
Eine einfache Suche mit Geizhals.at ergab Amazon mit ca. 51 Euro als günstigsten Anbieter unter Einbeziehung der Versandkosten, die von Amazon bei über 20 Euro übernommen werden.
Bei der Lieferung übertraf Amazon sich selbst, dass der am Freitag Vormittag bestellte Artikel am Samstag Vormittag schon ankam.


3. Auspacken

Wie viele Hightech-Produkte ostasiatischer Produktion kam auch das GSH-300 in einem kleinen buntbedruckten Karton mit blauer Grundfarbe, dessen Magnetverschluss von einem Siegel gehalten wurde.
In diesem Karton befanden sich
• das Headset
• ein Transportetui
• ein Steckernetzteil mit USB-Ausgang
• ein USB Kabel
• die Bedienungsanleitung
• ein Beilegeblatt.
Lediglich das Headset selbst wurde durch ein gefaltetes Stück Pappe gehalten, ansonsten keine überflüssigen Tütchen, die erst geöffnet werden müssten.
Das Headset besteht aus zwei Ohrbügelkopfhörern, die durch ein Kabel verbunden sind, dass durch zwei aufgefädelte Perlen längenverstellbar ist.

Die Hörer des Headsets sehen aus wie zwei leicht konische flache Zylinder aus schwarzem poliertem Material mit einem quer darüber verlaufendem Streifen aus gebürstetem Aluminium und der Aufschrift "Hama". Rings um die Seitenfläche befindet sich ein
Bilder
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  • Hama Bluetooth Stereo Headset GSH-300 Stereo Headset Bild 21855415 tb
  • Hama Bluetooth Stereo Headset GSH-300 Stereo Headset Bild 21855453 tb
Hama Bluetooth Stereo Headset GSH-300 Stereo Headset Bild 21855302 tb
Produktbild
Ring aus blaugrauer Plaste. Dieser Ring trägt beim rechten Kopfhörer einen Dreiwegeschalter für Start/Stop, vor und zurück. Laut und leise werden durch einen separaten Wippschalter realisiert. Zwischen den Schaltern und dem Vebindungskabel zwischen beiden Hörmuscheln befindet sich unter einer Klappe ein Mini-USB-B-Anschluss zum Laden.
An diesem Ring befindet sich ein um 90 Grad verdrehter kleinerer Zylinder, der als Gelenkhülse für die Ohrbügel dient, und der Anschluss für das Ladekabel. Die Ohrbügel sind aus Plaste und haben gummiverkleidete Enden.
Der silberne Querstreifen trägt beim rechten Hörer die Status-LED, den Rufknopf und in der Nähe des Bügelgelenks die Mikrofonöffnung.


4. Inbetriebnahme

Im Handbuch wird empfohlen, das Headset vor dem ersten Betrieb vollstandig zu laden. Also das übliche Warten.
Mit dem Rufknopf wird das Headset an- und durch fünf Sekunden langes Drücken sichtbar geschaltet. Nun braucht nur noch mit dem Bluetooth-Manager des MDAs nach einem neuen Gerät gesucht und dieses aktiviert zu werden. Als Profile werden nur "Drahtloses Stereo" und "Freisprechen" gelistet.
Trotzdem funktioniert bei Musikwiedergabe z.B. mit dem MortPlayer oder Windows Media Player die Wiedergabesteuerung, dass auch das AVRCP ünterstützt werden muss, ohne dass es extra aufgeführt wird.
Mit diesem Headset fiel mir beim Musikhören erstmalig auf, dass an manchen Stellen merkwürdige Artefakte in der Art eines knisternden Echos zu hören sind. Beim Samsung SHG-100 war mir dergleichen nicht aufgefallen.


5. Betrieb

Das Headset hat eine vergleichsweise gute Empfangsleistung. Die angegebenen zehn Meter werden natürlich trotzdem nicht erreicht. Beim Verlassen des Zimmers wird es häufiger geschafft, dass die Tonübertragung nicht aussetzt. Ein Abbruch der Verbindung erfolgt erst im übernächsten Zimmer, was vom Headset durch ein Piepen signalisiert wird. Die erneute Verbindungsaufnahme erfolgt nicht immer automatisch. Es muss manchmal die ferngesteuerte Software oder Bluetooth oder (...) neu gestartet werden, dass die Tonausgabe wieder über das Headset erfolgt. Dieses Verhalten ist aber auch stark von der Bluetooth-Ton-Quelle abhängig.
Dabei konnte ich noch keine Systematik erkennen, wie eine Verbindung wieder sauber zustande gebracht werden kann.

Die Bedienknöpfe haben eine sehr unterschiedliche Form, dass sie durch Anfassen zu unterscheiden sind. Mit etwas Gewöhnung weiß man dann auch schon vorher, wo man hintasten muss.

Allgemein ist der Klang bedingt durch die locker auf dem Ohr aufliegende Form sehr filigran. Umgebungsgeräusche werden deutlich wahrgenommen. Das mag je nach Geschmack oder Verwendungszweck zum Vor- oder Nachteil gereichen. Bei der Teilnahme im Straßenverkehr als Fußgänger stört, die geringere Isolation. Andererseits kann man sich nähernde Fahrzeuge hören.
Die Kopfhörer haben eine Dicke von ca. zwei Zentimentern. Diese zwei Zentimeter hat man links und rechts am Ohr hängen, was mir Anfangs ein ungutes Gefühl bereitet hat. Dazu kommt, dass der rechte Kopfhörer im Betrieb blau blinkt, was doch etwas merkwürdig aussieht.

Das Headset kann laut Handbuch mit acht Geräten gepaired werden. Ob dabei auch das gleichzeitige pairen mit einer Audio-Quelle und einem Moboltelefon möglich ist, darüber schweigt sich das Handbuch aus. Ich konnte das nicht ausprobieren, da mein MDA beide Funktionen in einem Gerät vereint.


6. Telefonieren

Laut Handbuch soll ein einmaliges Drücken der Ruftaste die Sprachwahl starten und ein zweimaliges Drücken die Wahlwiederholung.
Seltsamerweise bleibt beim einmaligen Drücken manchmal die Sprachwahl stecken, dass sie manuell bendet werden muss, was bei einem Headset nicht im Sinne des Erfinders ist, beim zweimaligen Drücken jedoch funktioniert die gestartete Sprachwahl. Eine Wahlwiederholung ist mir noch nicht geglückt.
Die Musikunterbrechung bei Anruf funktioniert wie vorgesehen. Die Musik wird leiser, das Headset signalisiert selbst einen Anruf und blendet den Rufton vom MDA ein. Mit der Ruftaste kann das Gespräch angenommen werden.
Ein fünfsekundiges Drücken der Ruftaste weist den Anruf ab. Das ist mir ein bisschen zu lang. Will man durch einen Anruf nicht gestört werden, hat man sicher auch keine Muße, fünf Sekunden auf eine Taste an seinem Headset zu drücken.
Die Funktionen Makeln und Konferenzschaltung werden prinzipiell unterstützt, hängen aber in ihrer Verfügbarkeit vom Provider ab.
Eine Stummschaltung des eingebauten Mikrofons ist durch längeres Drücken der Start-/Pause-Taste möglich.


7. Stromversorgung

Das Headset besitzt einen festeingebauten Lihium-Ionen-Akku, der über das mitgelieferte Ladegerät geladen werden kann. Leider hat auch Goertek nicht auf Mini-USB_A, sondern auf Mini-USB-B gesetzt, welches weitaus weniger verbreitet ist, mir in der letzten Zeit aber zunehmend begegnet. Die Version von Hama hat glücklicherweise ein Hama-USB-Netzteil und ein Adapterkabel dabei, dass jemand, der ständig mit Computer zu tun hat nur das Adapterkabel mitzuführen bräuchte, welches gemeinsam mit dem Headset in das Transportetui passt.
Das Laden selbst dauert ca. zwei Stunden. Ich habe nicht mit der Stopuhr daneben gestanden.

Mit einer Sprech-/Standby-Zeit von 14/200 Stunden (Angabe Goertek) oder 15/300 Stunden (Angabe Hama) erreicht der Kopfhörer Spitzenwerte und schafft es selbst bei Dauerbetrieb einen vollen Tag zu überbrücken.


8. Handbuch

Das Handbuch ist ein A5-großes Heftchen mit 28 Seiten (den Umschlag eingeschlossen), das aus 7 zusammengehefteten A4-Blättern besteht. Darin wird die Bedienung in Deutsch, Englisch, Spanisch Italienisch, Flämisch und Dänisch abgehandelt.
Dabei stehen dreieinhalb Seiten der deutschen Bedienungsanleitung zur Verfügung. Die Buchstaben des Zeichensatzes haben unregelmäßige Abstände und Strichstärken, wodurch das Druckbild etwas holprig aussieht.
Prinzipiell wird mit Unterstützung von gelungenen Zeichnungen die Bedienung kurz und knapp erklärt.
Auf Seiten des zu verbindenden Gerätes (Telefon, PDA, ...) wird immer auf die Bedienungsanleitung des Herstellers verwiesen, was bei der Vielzahl der möglichen Gerätetypen durchaus verständlich ist, aber erst einmal nicht weiterhilft.
Insgesamt hätte man sich mit dem Handbuch etwas mehr Mühe geben können.


9. Der Hersteller

Der eigentliche Hersteller, Goertek, ist in Europa eher unbekannt, und ich hatte zuvor auch noch nie von ihm gehört. Er bietet verschieden Bluetooth-Geräte und akustische Komponenten an. Unter goertek.com findet sich eine Produktseite mit wenigen Informationen und eine sehr kurze Q&A-Seite.
Die Firma Hama vertreibt eine große Anzahl von fremdproduzierten Produkten, deren Qualität immer vom guten Händchen der Einkäufer abhängt. Da Hama eine bedeutend breitere Produktpalette unterstützt, ist anzunehmen, dass der Support natürlich schlechter sein wird als der, den der Hersteller liefern könnte. Weiterführende Informationen ließen sich bei Hama nicht finden. Es gibt aber ein allgemeines Kontakt-Formular.


10. Zusammenfassung und Allgemeines

Mit dem GSH-300 von Goertek/Hama erhält man ein Bluetooth-Headset mit langer Laufzeit und guter Empfangsleistung.
Die Qualität der Stereowiedergabe ist etwas schlechter als bei einem Nokia HS-12W, dafür ist aber die Empfangsleistung besser (möglicher Abstand zwischen der Tonquelle und dem Headset).
Wenn die Bluetooth-Verbindung einmal steht, lässt sich gut damit arbeiten oder relaxen.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut und ich spreche dem GSH-300 hiermit meine Empfehlung aus. Das unmittelbar vergleichbare Bluetake BT450Rx lässt es bei einem geringeren Preis und besseren Eigenschaften locker hinter sich.
Mein persönlicher Favorit bei Bluetooth-Stereo-Headsets ist es nicht geworden. Dafür ist mir das erneute Verbinden mit meinem MDA manchmal zu umständlich.


© 2006 by froes

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mozarteum

mozarteum

18.09.2007 21:53

toll, was in diesen kleinen stöpseln steckt ... .-)) lg detlef

madenwirt

madenwirt

03.01.2007 17:55

das ist gerade das dritte bh, was du heute von mir abstaubst ;) wie die anderen verdienst du dieses bh durch die vorbildliche gliederung, den angenehm zu lesenden text (und natürlich wegen dem hilfreichen inhalt ;) ) lg madenwirt

kleenerknuffi

kleenerknuffi

29.12.2006 00:16

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