Hamlet (Film 1996)

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Hamlet (Film 1996)

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Sterben - schlafen - Schlafen!...

5  03.07.2001

Pro:
Beste Verfilmung des Stückes, sehr werkgetreu, Super Schauspieler

Kontra:
SEHR lang (4 Stunden) Pause empfohlen !

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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YetiChris

Über sich: Ja, ich lebe noch... auch wenn ich momentan kaum bei Ciao aktiv bin, ich treibe mich ab und an hier ...

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...Vielleicht auch träumen! Zusammen mit "Macbeth", "Othello" und "Romeo und Julia" ist "Hamlet, Prinz von Dänemark" ist das Synonym für die Dramen William Shakespeares. Nach meiner Ansicht ist es sein genialstes Stück. Und der Spezialist für Shakespeare-Verfilmungen ist für mich Kenneth Branagh.

Seine Hamletversion von 1996 hält sich wie keine andere an das Orignal. Dadurch ist der Film zwar fast 4 Stunden lang (!), aber die Zeit vergeht wie im Fluge. Man fühlt sich sofort in seinen Bann gezogen. Aber der Reihe nach:

***Story***

Der König von Dänemark ist tot! Sein Sohn, Hamlet, ist in tiefer Trauer, die noch verstärkt wird, als seine Mutter, Gertrud, den Regenten und Bruder des Toten, Claudius, heiratet. Zur gleichen Zeit sehen die Wachen vor dem Schloss und Hamlets Freund, Horatio, einen Geist, der sich Hamlet als seinem Vater offenbart und ihm anvertraut, das Claudius der Königsmörder ist. Der Geist verlangt von Hamlet, die Tat zu rächen, seine Mutter jedoch zu verschonen.

Hamlet, schankend zwischen Rachegedanken und Zweifeln, verfällt zum Schein dem Wahnsinn, um sich selbst Klarheit zu verschaffen. Darunter leidet vor allem Ophelia, die Geliebte Hamlets und Tochter des Hofkämmerers Polonius. Dieser versucht seinerseits, hinter den Grund für Hamlets Wahnsinn zu kommen.Mit Hilfe einer fahrenden Schauspielertruppe kann Hamlet seinen Onkel/Stiefvater als Mörder entlarfen. Als er darauf hin seine Mutter zur Rede stellt, ersticht er Polonius, der hinter dem Vorhang lauscht. Als Ophelia vom Tot Ihres Vaters hört, verliert sie den Verstand und tötet sich schließlich selbst.

Als der Sohn Polonius', der heißblütige Laertes, vom Tod seines Vaters und seiner Schwester hört, sucht er wutentbrannt den Schuldigen für diese Taten. Er verbündet sich mit Claudius. Der ließ Hamlet zwar außer Landes bringen (um ihn dort töten zu lassen), aber er hat bereits erfahren, das sich Hamlet unversehrt auf dem Heimweg befindet. Claudius fürchtet Hamlet, da er sich sicher ist, dass er vom Brudermord weiß. Laertes soll Hamlet mit einer vergifteten Schwertklinge zur Strecke bringen. Es kommt zum Kampf, den keiner überlebt. Nur Horatio kann dem Prinzen von Norwegen, Fortinbras, der gekommen ist, um Dänemark zu ehren, von den schrecklichen Geschehnissen berichten.


***Hauptdarsteller***

Hamlet, Prinz von Dänemark (Kenneth Branagh) - Vielleicht nicht der beste Hamlet, den es gab, aber sehenswert.

Claudius, König von Dänemark (Derek Jakobi) - Hervorragend. Er spielt nicht den Brudermörder, er ist es (bitte nicht falsch Verstehen ;o)!)

Gertrude, Hamlets Mutter (Julie Christie) - Die schwächste der Hauptdarsteller, aber solide

Polonius, Hofkämmerer (Richard Briers) - Verschlagen, aber doch etwas naiv. Neben Derek Jakobi die beste Leistung!

Ophelia, Polonius Tochter (Kate Winslet) - Hier verkörpert sie noch besser als in Titanic die unglücklich Liebende. Eine der hübschesten Wasserleichen der Filmgeschichte.

Laertes, Polonius Sohn (Micheal Maloney) - Als Gegenpart zu Hamlet entschlossen und von blinder Wut zerfressen. Sehr gut!


***Nebendarsteller***

Kurzauftritte haben unter anderem:

Jack Lemmon (als Hofwache), Charlon Heston (als Schauspieler), Billy Christal (herrlich als Totengräber!!!), Gerard Depardieu (Als Diener des Polonius) und nicht zuletzt Robin Williams (als Offizier Osrik).


***Fazit***

Kenneth Branagh hat bei diesem Riesenprojekt nur einen Fehler gemacht: Er hat selber mitgespielt. Aber wer kann es ihm verübeln, Der Hamlet ist wohl der Traum eines jeden Schauspielers. Wie dem auch sei: Seine Regie ist hervorragend, die Rollen sehr gut besetzt und teilw. Hervorragend gespielt (am besten: Derek Jakobi, Richard Briers und Kate Winslet). Gerade Kate Winslet muss man besonders hervorheben. Ihr hätte ich so viel Schauspielerische Talent vorher nicht zugetraut (Ich sah "Hamlet" erst noch "Titanic").

Auch sonst ist der Film genial: Werkgetreu wie kein zweiter, sehr gut ausgestattet und vor einer wundervollen Kullise gedreht. Hier macht Literaturverfilmung richtig Spaß, wenn man sich für klassisches Versmaß und 4 Stunden anspruchsvolle Dramatik begeistern kann. Wenn ja, dann unbedingt ANSCHAUEN!!!


Viel Spaß und gutes Sitzfleisch wünscht

YetiChris

Veröffentlicht bei Ciao am 03.07.2001
Veröffentlicht bei Yopi am 02.07.2001
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
peregrinus

peregrinus

12.06.2002 02:19

Wäre vielleicht zu erwähnen, daß es auch kaum eine hastigere Version gibt - Komplettaufführen dauernd sonst so um die 6 Stunden.

nina243

nina243

11.02.2002 11:44

* give every man thy ear, but few thy voice* ich kann dir nur vollkommen zustimmen. sah die originalversion (english) und war gleich hin und weg. obwohl vier stunden an einem stück waren doch recht lang...

funkysusie

funkysusie

10.07.2001 00:38

mir hat die hamlet-version mit mel gibson besser gefallen!! mlg, soozeee

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