Handball

Erfahrungsbericht über

Handball

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Handball

 

Alle Handball Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Handball - Temposport für schnelle Köpfe

5  20.06.2008

Pro:
schnell, dynamisch, agil, beweglich, rasant

Kontra:
nichts für Weicheier

Empfehlenswert: Ja 

bjlghs

Über sich: Frühling lässt sein blaues Band wieder .....Lest doch mal bei meinen Vertrauten, was es Neues gibt. ...

Mitglied seit:01.12.2004

Erfahrungsberichte:103

Vertrauende:31

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Handball - Temposport für schnelle Köpfe

Es ist stets schwierig, das eigene Hobby so zu beschreiben, dass man nicht nur von einem begeisterten "Wow" ins nächste fällt, sondern den nötigen Abstand zu bekommen, um auch die Schwächen, bzw. die Nachteile, eines selbst gepflegten Hobbys darzustellen, bzw. zu berücksichtigen. Ich will es trotzdem versuchen.

Ich betreibe den Handballsport bereits seit meinem 13. Lebensjahr und habe bis ins biblische Alter von 51 Jahren aktiv selbst gespielt (Oberliga Hamburg beim HSV / Studentenauswahl Uni Hamburg / und auch ganz lange Betriebssport). Während meines Sportstudiums in Hamburg war Handball natürlich mein Schwerpunktfach und dort durfte ich dann nach Beendigung meines Schwerpunktfachs selbst Studenten über 2 Semester als Lehrbeauftragter ausbilden. Seit meinem 18. Lebensjahr habe ich in einigen Vereinen und im Hamburger Handballverband als Trainer gearbeitet, was ich auch heute noch versuche. Seit vielen Jahren bin ich in unserem Kreis auch als Schiedsrichter aktiv. Ich habe also einen durchaus tieferen Einblick in die Materie nehmen können.


Handball, was ist das?

Handball heißt Handball, weil man mit der Hand einen Ball spielt. Nun, das wird sich jeder ob des deutlichen Namens sicher selbst schon gesagt haben. - Okay, das war jetzt zu einfach.

Nächster Versuch: Handball ist ein Spiel, bei dem Mann/Frau oder Kind versuchen, unter Mithilfe einer festgelegten Anzahl von Mitspielern/Innen und unter Einhaltung der dereinst festgelegten Regeln den Ball in das von einer Partnermannschaft verteidigte Tor zu werfen. Gewinner des Spieles ist, wer in einer zuvor festgelegten Spielzeit mehr Tore erzielt als die Partnermannschaft, im allgemeinen Sprachgebrauch auch Gegner genannt. So in etwa könnte eine Präambel für den Handballsport aussehen, aber es gibt nirgendwo eine Eingangsbeschreibung, was Handball eigentlich ist.

In Wikipedia wird das ganze so definiert: (Zitatanfang) Handball ist eine Sportart, bei der zwei Mannschaften aus je sieben Spielern (sechs Feldspieler und ein Torwart) gegeneinander spielen. Das Ziel des Spiels besteht darin, den Handball in das gegnerische Tor zu werfen und somit ein Tor zu erzielen. Die Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit, die zweimal 30 Minuten beträgt (bei Jugendmannschaften kürzere Spielzeiten), die meisten Tore erzielt hat, gewinnt. (Zitatende)

Handball ist aber gerade heute in der sehr Profisport-orientierten Gesellschaft ein rasanter, erlebnisreicher, physisch harter, höchst schneller und ein die gesamte Physis fordernder Sport, der an Tempo für Kopf und Körper schwer zu überbieten ist. Wer Handball spielt und das erfolgreich tun will, muss über ein gutes Reaktionsvermögen und ein ebenso gutes Koordinationsvermögen verfügen. So weit so gut.

Handball-Organisationen

Wie jede Sportart in Deutschland gibt es auch im populären Handball-Sport eine große
Pyramide an Organisationen, die ganz oben mit dem Deutschen Handball-Bund endet. Doch fangen wir ganz unten an.

Die Sportvereine mit Handballabteilungen oder auch die reinen Handballvereine bilden in ihren Regionen auf Kreisebene die unterste Organisationsform, die so genannten Kreisverbände. Diese Kreisverbände haben in ihren Bezirken die nächsthöhere Organisationsstufe. Über den Bezirken stehen die Landesverbände der einzelnen Bundesländer.

In der nächsten Stufe haben sich verschiedene, benachbarte Landesverbände zu Organisationen zusammengeschlossen, die unterhalb des Deutschen Handball-Bundes die zweithöchste Organisationsform des DHB bilden, zum Beispiel der Nordostdeutsche Handballverband (NOHV), der aus den Landesverbänden Schleswig-Holsteins, Hamburgs, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburgs und Berlins besteht. Darüber steht dann nur noch der DHB, in dessen direkter Regie die 1. und 2. Bundesliga Männer und Frauen ablaufen.

Ich arbeite derzeit in Glinde innerhalb einer Spielgemeinschaft mit der TSV Reinbek als Trainer einer Frauenmannschaft in der neu geschaffenen Kreisoberliga. Für die Einordnung meiner Mannschaft in dieses Pyramidengebilde ergibt sich beispielhaft folgende Reihenfolge:

- Deutscher Handball-Bund (DHB) -
- Nordostdeutscher Handballverband (NOHV) -
- Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) -
- Region Süd (hier ist mein Team eingeordnet, denn die Region Süd (ehemals Bezirk Süd) betreibt die Kreisoberligen der Region)
- Darunter gibt es noch die Handball-Gemeinschaft Lauenburg/Stormarn (Kreishandballverband)

Die Namensgebung innerhalb der Unterteilungen unterhalb der Landesverbände ist durchaus unterschiedlich, aber die Anzahl der Hierarchiestufen sind überall annähernd gleich. Soweit zur Organisation dieser faszinierenden Sportart.


Spielordnungen

In jeder der genannten Organisationsformen wird der Spielbetrieb durch so genannte Spielordnungen geregelt. Ordnungen sind ohnehin sehr weitgehend verwendete Regelungen für alle Bereiche des Handballsports.

Es gibt Spielordnungen (SpO), die alles regeln, was mit dem eigentlichen Spielbetrieb zu run hat. Die Schiedsrichterordnungen (SrO) regeln die Rechte und Pflichten der Schiedsrichter in den Verbänden. In der Rechtsordnung (RO) werden alle Sanktionsmöglichkeiten über die beendeten Spiele hinaus festgelegt und wie die Rechtsinstanzen aufgebaut sind. Ein netter Satz erläutert die Jugendordnung (JO). Dieselbe enthält "ergänzende Bestimmungen für die Organisation der Deutschen Handball-Jugend als Gemeinschaft aller Jugendlichen im DHB" - Was für ein Satz!

In der so genannten Trainerordnung (TO) wird das Lizenzwesen behandelt (Festlegen von Lizenzen) und die Gültigkeitsbereiche der Lizenzen beschrieben. Die Gebühren und Kosten für bestimmte Leistungen des Verbandes (der einzelnen Verbände) werden festgelegt in der Finanz-/Gebührenordnung (FGO).

Und dann gibt es noch die allseits beliebten und in fast jedem Jahr in Teilen wieder veränderten Durchführungsbestimmungen, in denen Auf- und Abstiege geregelt sind. Jeder Unterverband hat das Recht, regionale Belange, die von den DHB-Vorgaben abweichen können, in eigenen Durchführungsbestimmungen zu formulieren.


Kinder- und Jugendhandball

In Schleswig-Holstein, und das wird in allen anderen Landesverbänden nicht anders sein, starten die Kinder in einem Alter von 5 bis 6 Jahren mit dem organisierten Spielen. Dabei handelt es sich um die bei uns als F-Jugend bezeichnete Jugendklasse, in der es in unserem Kreis z.B. keinen Spielbetrieb mit Punktspielen gibt, sondern so genannte Spielfest, auf denen F-Jugendmannschaften zum Handballspielen in Turnierform zusammenkommen.

Doch bei solchen Spielfesten geht es nicht um Punkte und Meisterschaften, sondern um gemeinsames Spielen, um Geschicklichkeitsspiele mit und ohne Ball, um Teamaufgaben zwischen den Handballspielen, also kurz um ganz viel Spaß für die Kids. In dieser Altersklasse kann auch noch koedukativ gespielt werden, will heißen gemischt mit Jungen und Mädchen in einer Mannschaft (übersetzt beidgeschlechtlich, aber das hört sich irgendwie blöd an).

Darüber bereits organisiert in Spielklassen erleben die 8-10jährigen Handballer/innen den Handballsport in der Spielklasse der E-Jugend. In dieser Klasse wird schon um Punkte und Meisterschaften gerungen. Aber über die Kreisebene gehen diese Meisterschaften nicht hinaus.

Wenn die Mädchen oder Jungen nach zwei Jahren E-Jugend das zarte Alter von 10 erreicht haben, wechseln sie in die Spielklasse der D-Jugend (10-12 Jahre). Gerade in dieser und auch in der darauf folgenden Alterspielklasse der C-Jugend erlebt man unendlich große Körperlängen der Kinder, die in der D-Jugend beginnend die Pubertät einläuten und durchlaufen und rasante Wachstumsveränderungen zeigen können.

In der C-Jugend (12-14) und in der D-Jugend (10-12) kann es schon vorkommen, dass Jugendliche mit 1,80 Körperlänge auf Gegenspieler(innen) treffen, die rund 30 cm kleiner sind. Das muss aber nicht heißen, dass die Langen immer besser spielen, als die Kleineren, denn gerade im Handball kommt es auf Beweglichkeit, schnelle Koordinationen und auch geistiges Tempo an. Und da kann insbesondere im Bereich Beweglichkeit eine kleinere Spielerin durchaus erfolgreicher spielen als "Längere" und dann meist unbeweglichere Gegenspielerinnen.

In D- und C-Jugend werden dann auch schon Meisterschaften über den Kreis hinaus durchgeführt und es gibt Spielklassen, die Auf- und Abstiege mit sich bringen. Zum Beispiel gibt es einen Aufstieg von der Kreisklasse in die Kreisliga und von der Kreisliga in die Kreisoberliga….

Das alles gilt dann in gleichem Maße für die beiden oberen Alterseinteilungen der B- und A-Jugendlichen (14-16 und 16-18 Jahre), in denen es sogar Deutsche Meisterschaften gibt. Mit dem Erreichen des 19. Lebensjahres beginnen dann die Erwachsenen-Spielklassen, die in den oben angegebenen Organisationsformen ablaufen.


Anforderungen

Handball ist ein den ganzen Spieler fordernder Sport, der neben vielen physischen Anforderungen auch ein gutes Reaktionsvermögen erfordert. Laufen, Springen, Drehen, Stoppen, Passen, Fangen und Werfen sind die Bewegungsformen, die im Handball gefordert werden. Arme und Beine werden also gleichermaßen beim Handballspielen gefordert und werden dementsprechend auch im Training geschult.

Handball ist ein Sprintsport und erfordert flinke Beine. Das Handballfeld ist üblicherweise 40 Meter lang und der schnelle Sprinter legt innerhalb eines Spiels häufig kurze Sprints über 20-25 Meter hin, um die Spielfläche zum gegnerischen Wurfkreis möglichst schnell zu überwinden. Das nennt man dann einen Tempogegenstoß oder auch Schnellangriff.

Fuß und Kniegelenke und die Beinmuskulatur werden also in einem Handballspiel ständig zum Teil extrem stark gefordert. Insbesondere durch schnelle Drehungen und Sprünge (Sprungwurf) werden die Muskulatur, Gelenke, Bänder und Sehnen beansprucht und müssen deshalb durch regelmäßiges Training auf diese deutlichen Spielbelastungen vorbereitet werden.

Bei allen Aktionen im Handballsport laufen stets so genannte komplexe Handlungen ab, was insbesondere bei den ganz Kleinen in der F-Jugend natürlich Schwierigkeiten bereitet, wenn man mit dem Handballsport beginnt. Gerade bei den unteren Altersklassen kann man sehr schön beobachten, wie eingeschränkt z.B. das periphere Sehvermögen der Kids ist, denn bis etwa ins Alter von 12-13 erfassen Kinder das Geschehen seitlich vor ihnen nur in einem eingeschränkten Blickwinkel.

Das ist vor allem im Straßenverkehr ein Problem, dass man immer wieder gerade als Autofahrer bedenken muss, wenn man Kinder am Straßenrand stehen sieht. Beim Handball führt diese Einschränkung dazu, dass Kinder in der Vorwärtsbewegung oft den unmittelbar seitlich vor ihnen laufenden Mitspieler nicht sehen können, demzufolge diesen auch ins Spiel nicht einbeziehen können, wenn sie nicht den Kopf drehen.

Geschicklichkeit, Beweglichkeit, schnelles reagieren, sowohl physisch wie geistig sind wichtige Elemente der Handballausbildung. Ballspieler/innen müssen, um erfolgreich sein zu können, Flugbahnen von Bällen, Laufgeschwindigkeiten von Mitspielern/innen und eigene Fähigkeiten oft blitzschnell koordinieren, was dazu führt, dass gerade im Kindesalter oft krasse Leistungsunterschiede auftreten, wenn Schnellere auf Langsamere, Bewegliche auf weniger Bewegliche, und technisch Begabte auf technisch nicht so Begabte treffen.

Man sagt zwar, dass man jeden Sport in jedem Alter beginnen kann, aber das trifft auf Handball nur sehr eingeschränkt zu. Die Ausbildung von Kindern im Handballsport dauert oft sehr lange und Kinder, die erst mit 14 oder 15 Jahren einsteigen, haben oft bis ins Erwachsenenalter hinein technische Defizite, die ihren persönlichen Erfolg im Spiel beschränken.

Es macht also Sinn, Kindern bereits im zarten Alter von 5-6 das Handballspielen anzubieten. Meist kann man recht schnell erkennen, ob ein Kind mit den Anforderungen klar kommt und vor allem Spaß am Spiel um und mit dem Ball hat. Grundsatz ist, dass je früher man beginnt, Handball zu trainieren, umso besser wird die Grundlagenausbildung sein, die eine weiterführende technische Ausbildung erfordert. Reiten kann man auch noch umfassend als Erwachsener lernen, Handball dagegen eher nicht. Für den Handballsport gilt in deutlichem Maße das alte deutsche Sprichwort: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…


Handballregeln

Das gegebene Regelwerk für den Handballsport erschließt sich mit all seinen Facetten auch langjährig spielenden Handballern(innen) nur bedingt. Anders gesagt, es ist schon ziemlich umfassend und auch kompliziert. Und dazu auch noch in Teilen durchaus missverständlich ausgedrückt. Wikipedia gibt dazu eine wie ich finde ganz verständliche Definition: (Zitatanfang) Die Regeln beziehen sich auf das Verhalten aller Beteiligten (Spieler, Offizielle, Zeitnehmer und Sekretär sowie Schiedsrichter) während des Spiels (dazu zählen auch die Pausen) auf dem Spielfeld und die technischen Grundvoraussetzungen zum Durchführen eines Spiels.

Ein kleines Beispiel für umständliche Regeldarstellung ist dieses bzgl. eines Einwurfes:
- Der Einwurf wird ohne Pfiff der Schiedsrichter (ausgenommen 15:5b) von der Mannschaft ausgeführt, deren Spieler den Ball vor dem überqueren der Linie oder Berühren der Decke oder einer über Spielfläche befestigten Vorrichtung nicht zuletzt berührt hatten - . Das lasse ich jetzt mal ohne Kommentar wirken.

Die Handballregeln sind vorrangig im Sinne der Verletzungsvorbeugung so ausgelegt, dass diese "Kontaktsportart" nicht ausarten kann. Zwar sind Körperkontakte absolut nicht zu vermeiden, aber die Kontakte in einem gesundheitlich vertretbaren Rahmen ablaufen zu lassen, ist Ziel der engen Auslegung der Regeln. Als aktiver Schiedsrichter erlebe ich es leider immer wieder, dass Spieler/innen angeheizte Emotionen nicht im Griff haben und bewusst foulen.

Aufgabe der Schiedsrichter/innen ist es, diese Spieler/innen entweder so zu sanktionieren, dass sie schon innerhalb des Spieles verdeutlicht bekommen, dass die nächste Verfehlung ihre Teilnahme am Spiel beendet, oder aber durch hartes Eingreifen (Rote Karte / Ausschluss) für weitergehende Sanktionen den Boden zu bereiten.

Im Amateurbereich kann stets nur gelten, dass jede/jeder, der oder die am Wochenende an einem Handballspiel teilnimmt, doch bitte am darauf folgenden Montag gesund wieder der gegebenen Arbeit nachgehen können soll. Dass dies bei den Profis der Bundesliga gelegentlich nicht so aussieht, ist sicher auch darin begründet, dass es bei den Profispielen halt um oft sehr viel Geld geht und da kann dann schon mal öfter die Fairness der Spieler/innen kurzfristig ausgeblendet sein.

Betrachtet man dann allerdings die Regelauslegung (was ist ein Foul?) in der Bundesliga im Kontrast zu den Spielen zum Beispiel in den Ligen, in denen ich schiedsrichtere, dann ist meine Auslegung um Längen enger, weil die Amateure, deren Spiele ich leite, weder die physische Belastungsfähigkeit noch die erforderliche Reaktionsfähigkeit mitbringen, um hohem Druck dieser Art ungeschadet widerstehen zu können.

Die Bewertung von Spielhandlungen und die Anwendung der Regeln darauf sind natürlich auch immer persönliche Ermessenssache, wie dass in anderen Sportarten ähnlich ist. Zwar ist der Schiedsrichter im Handball nicht ganz so "geschmacksorientiert" wie die Schiris beim Eiskunstlaufen, Dressurreiten und Turmspringen, aber auch im Handball gibt es fast immer vier Meinungen, wenn sich drei Schiris zu einem Fall äußern sollen-.


Fazit

Handball ist ein höchst rasanter, kräfteraubender, physisch anspruchsvoller Sport, der hohe technische, taktische und psychische Belastungen mit sich bringt. Training für den Handballsport bedeutet immer auch eine umfassende physische Ausbildung, die den ganzen Körper anspricht und umfassend stabilisiert.

Als Zuschauer ist sicher die Tatsache, dass viele Tore fallen, ein wesentliches Merkmal des Interesses und der Begeisterung. Und natürlich die nie aufhörende Schnelligkeit und Agilität (Action), die jedes Spiel prägen, je höher die Spielklasse, umso intensiver ist die Beweglichkeit, die Wucht und das Tempo.

Wer einmal in einem der neuen Handballtempel (in Hamburg zum Beispiel die Color Line Arena - siehe meinen Bericht dazu) ein Bundesligaspiel erlebt hat, wird sich der Faszination dieses temporeichen, agilen, intelligenten Spiels nicht entziehen können.

Der sich in einer Handballmannschaft ergebende Gruppenzwang, die Notwendigkeit, seine eigenen Fähigkeiten in ein Team einzubringen und die Erkenntnis, dass der Einzelne mit seinen persönlichen Stärken nur dann zur Wirkung kommt, wenn er sich der Unterstützung seiner Spielkameraden/innen sicher ist, haben einen hohen pädagogischen Wert für Kinder und Jugendliche. Das Gemeinschaftserlebnis in einer Handballmannschaft ist sehr intensiv, persönliche Lerneffekte in Sachen Gruppendynamik einfach "unbezahlbar".

Ich kann den Eltern von Kindern ab 5-6 Jahren wärmstens empfehlen, ihren Kindern neben anderen Sportarten (wie Golfen, Tennis, Reiten, Ballett, Turnen und Schach) auch Handball anzubieten, um ihnen früh zu zeigen, wie schön Gruppenerlebnisse dieser Art sind. Übrigens habe ich in meiner langjährigen Trainerarbeit auch viel mit den ganz Kleinen zu tun gehabt und immer wieder festgestellt, dass Kinder in diesem Alter sehr schnell feststellen, wo ihre persönlichen Möglichkeiten so greifen, dass es ihnen Spaß macht, auch in einem Team erfolgreich zu trainieren. Sicher finden Sie in ihrer Umgebung einen Verein, der in einer F-Jugend-Gruppe Handball anbietet.

bjlghs

http://de.wikipedia.org/wiki/Handball
http://www.sis-handbal l.de/
http://www.deutscherhandballbund.de/
http://www.handball-info.de/
http://www.handballregeln.de/
Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Leuchttuermin

Leuchttuermin

07.09.2008 21:12

Tragen Handballer Reizwäsche?! :-P

lila25l

lila25l

25.07.2008 15:47

Da lasse ich gerne mein "BH" da! Ich habe gespielt als Kind, mein Mann hat gespielt als Kind und nun spielt unser ältester mit einer Begeisterung in der Schule!

leonardo500

leonardo500

04.07.2008 00:41

Deine Begeisterung für diese schöne Sportart kommt aber auch ohne ständiges "wow" gut rüber, war mir ein Vergnügen :o) LG Saskia

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Mehr über dieses Produkt lesen
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2881 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (20%):
  1. Leuchttuermin
  2. lila25l
  3. Mundi1
und weiteren 2 Mitgliedern

"sehr hilfreich" von (80%):
  1. jockel2001
  2. duderally
  3. sevenoften
und weiteren 17 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.