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Handball, was für eine super Sportart

5  25.05.2009 (25.11.2009)

Pro:
Ist nicht auf schönes wetter angewiesen da Hallensport

Kontra:
eigentlich nichts, könnten nur mehr Handballfanartikel geben

Empfehlenswert: Ja 

momo40

Über sich: BH verdiente Berichte kommen ohne jegliche Kommentare auf die Warteliste und erhalten nach und nach ...

Mitglied seit:12.05.2009

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 129 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bevor ich euch schreibe wie wir zum Handball gekommen sind, werde ich euch erstmal wissenswertes über den Handballsport nahe bringen:


Die Spielfläche:


Die Spielfläche ist 40 m x 20m groß, also ein Rechteck. Die Tore befinden sich in der Mitte der der Torauslinie, jeweils davor Torräume. Außerhalb der Torräume ist das Spielfeld.


Tore:


Ebenfalls wie die Spielfläche sind die Tore auch rechteckig und haben eine Größe von 3 m breit und 2 m hoch. Außerdem müssen die Tore im Boden oder an der Wand fest verankert sein. Torpfosten und Querbalken sind entweder aus Holz oder Leichtmetall und haben eine 8 cm quadratische Kantenlänge. Das Tornetz muss so befestigt sein, das der Ball im Tor bleibt und nicht hin durchfliegt.


Torraum:


Der Torraum hat einen Radius von 6 m. Der Radius von 6 m wird jeweils um die innere Ecke der Torpfosten und einer Linie parallel zur Torlinie gebildet. Dieser Torraum darf von Feldspielern nicht betreten werden.


Auswechselraum:


Auf beiden Seiten der Mittellinie befindet sich der Auswechselraum, wo sich die Ersatzspieler, Trainer, hin ausgestellte Spieler und Betreuer aufhalten dürfen.


Spielball:


- Größe III: Männer und männlische Jugend ab 16 (A - Jugend), Umfang 58 - 60 cm, Gewicht 425 - 475 g
- Größe II: Frauen, männliche Jugend ab 12 (C - B Jugend) und weibliche Jugend ab 14 (B - A Jugend), Umfang 54 - 56cm, Gewicht 325 - 375 g
- Größe I: Jugend ab 8 (mJE - D, wJE - C), Umfang 50 - 52 cm, Gewicht 290 - 390


Für den Mini-Handball ( jünger als 7Jahre) gibt es offiziell keine festgelegte Größe und Gewicht, inoffiziell sollte der Ball einen Umfang von 48 cm haben.
Hartz ist ein Haftmittel für den Ball, damit der Ball besser in der Hand zu halten ist und Täuschungen und Trickwürfe besser durchführen kann. Durch die hohen Reinigungskosten ist Hartz aber in den meisten Hallen verboten.


Spielzeit:


- Seniorenbereich und A – Jugend: 2 x 30 Minuten
- C – B Jugend: 2 x 25 Minuten
- F – D Jugend: 2 x 20 Minuten


Die Minis haben Turniere, wobei dort die Zeit unterschiedlich ist, meistens jedoch 1 bis 2 x 15 Minuten, je Anzahl der teilnehmende Mannschaften.
Bei Entscheidungsspiele (z. B. Pokalfinale) wird die Spielzeit, wenn nach der regulären Spielzeit unentschieden steht um 2 x 5 Minuten verlängert. Ist immer noch keine Entscheidung zustande gekommen, kommt es zum 7 m werfen.
Die Spielzeit kann durch den Schiedsrichter unterbrochen werden, wenn dies erforderlich ist, z. b. Wegen eines verletzten Spielers. Auch die Mannschaften können pro Halbzeit ein Time Out (Spielunterbrechung von einer Minute) vornehmen, in dem die grüne Karte auf den Kampftisch gelegt wird. Aber nur die im Ball besitzende Mannschaft darf ein Time Out vornehmen.


Schiedsrichter:


Im Regelfall gibt es zwei Schiedsrichter, die abwechselnd Feld- und Torschiedsrichter
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Handball Handball
Aufgenommen bei einem D- Jungendtunier (2003/2004) meines Sohnes.
agieren. Die Schiedsrichter werden im allgemein von Handballverband gestellt und sollten unparteiisch sein Es kommt jedoch vor, das die angesetztem Schiedsrichter nicht erscheinen. Dann muss die Heimmannschaft für Ersatzschiedsrichter sorgen.


Spieleranzahl:


Jede Mannschaft muss mindestens aus 7 Spieler bestehen – 6 Feldspieler und 1 Torwart. Zusätzlich dürfen maximal 7 Auswechselspieler auf der Auswechselbank sitzen. Somit kann eine Mannschaft aus maximal 14 Spielern bestehen.


''Feldspielern:'''


Der Feldspieler darf den Ball möglichst nur mit der Hand berühren, erlaubt ist aber auch eine Berührung oberhalb des Knies. Maximal 3 Schritte darf ein Feldspieler machen und muss dann den Ball an einen Mitspieler passen. Nur beim Dribbeln dürfen mehr Schritte mit dem Ball gemacht werden.


'''Spielsystem:'''


Im Angriff


- LA - Links außen = linke Außenbahn
- RA - Rechts außen = rechte Außenbahn
- RL - Rückraumlinks = linker Rückraumlink
RM - Rückraummitte = zentraler Rückraum, „Spielmacher“
- RR - Rückraumrechts = rechter Rückraumlink
- KM - Kreismitte = Kreis
- KL/KR - Kreislinks/Kreisrechts (im Spielsystem mit zwei Kreisläufern) = Kreis


In der Abwehr


- AL - Außenlinks = linke Außenbahn, Gegenspieler des RA
- AR - Außenrechts = rechte Außenbahn, Gegenspieler des LA
- HL - Halblinks = linker Rückraum, Gegenspieler des RR
- HR - Halbrechts = rechter Rückraum, Gegenspieler des RL
- HM hinten Mitte = zentraler Deckungsspieler am Kreis
- VM - vorne Mitte = vorgezogener Deckungsspieler, „Indianer“
- IL/IR - Innenlinks/Innenrechts (Mittelblock auf einer Linie) = zwei zentrale Deckungsspieler am Kreis


'''Verstöße gegen Regeln führen zu:'''


- Ballverlust
- Freiwurf an der Stelle des Regelverstoßes, jedoch mindestens 9 m vor dem Tor
- 7 m Wurf


''Besondere Ausprägungen der Verstöße der Regeln führt zu progressives Strafsystem:'''


- die Verwarnung = Gelbe Karte
- die 2 Minuten Zeitstrafe = Spieler muss für 2 Minuten auf die Bank
- die 2 + 2 Minuten Zeitstrafe = Spieler muss für 4 Minuten auf die Bank
- die 2 Minuten Zeitstrafe + Disqualifikation (rote Karte) = Spieler muss aus die Tribüne wenn wer nach der Hinausstellung beleidigend wurde
- die Disqualifikation = erhält der Spieler nicht nur bei gesundheitsgefährdenden Fouls sondern auch bei der 3. 2 Minuten Zeitstrafe. Die Spieler muss auf die Tribüne und die Mannschaft darf nach Ablauf der 2 Minuten wieder komplettieren.
- Ausschluss = härteste Bestrafung, die bei Tätlichkeit eines Spielers gegenüber andere Spieler begeht. Die Mannschaft darf den Spieler nicht mehr ersetzen, der Spieler erhält für eine längere Zeit eine sperre, gegeben falls auch eine Geldstrafe


Kampftisch:


Der Tisch an dem ein Zeitnehmer und ein Sekretär sitzt nennt man Kampftisch. Der Zeitnehmer bedient die Uhr, das heißt er oder sie drückt auf den Start und Stopp Knopf und drückt jeweils die gemachte rote, damit der Zuschauer sieht, wie der Spielstand ist und wie langen noch zu spielen ist. Der Sekretär schreibt im Spielbericht die Strafen, die gemachten Tore, wer die Tore gemacht hat und die Zeiten der Time Outs der Mannschaften auf. Die Heimmannschaft stellt den Zeitnehmer und die Gastmannschaft den Sekretär.


So sind wir zum Handball gekommen:


Ihr Sohn ist ein Junge und deshalb ist Fußball genau das richtige für ihn. Als ich das von einer Mutter - sie war dafür zuständig, Nachwuchsspieler für ein Fußballverein zu gewinnen -, war nur mein Kommentar zu ihr das es noch lange nichts heißt, er müsse Fußball spielen, nur weil er ein Junge ist. Zu diesem Zeitpunkt war mein Sohn 3 Jahre alt und bei ihm wurde endgültig die hochgradige Schwerhörigkeit festgestellt und er bekam seine Hörgeräte. Meine 5 Jahre ältere Tochter war im Turnverein. Immer wenn ich sie dort hin brachte, wollte mein Sohn auch dort bleiben. Die Übungsleiterin sagte, es sei kein Problem. Nach einer Probezeit hab ich ihn dort angemeldet.


Die Jahre vergingen und mittlerweile war mein Sohn 9 Jahre. Ich bemerkte, dass er keine richtige Lust mehr hatte, er wollte was anderes machen. Mein Sohn war beim Fußball zum Probetraining, jedoch gefiel ihm das nicht. Also weiter suchen war angesagt. Es war auch das Jahr, wo er zur Kommunion ging. Seine Patentante wusste nicht so recht was sie ihm schenken sollte. Sie war Jugendwartin in einem Handballverein und meinte, bevor sie ihm was sinnloses schenkt, zahlt sie den Beitrag für ein Jahr im Handballverein. Ich ging mit meinem Sohn zum Handballtraining der E-Jugend. Der Mannschaft wurde von mir und dem Trainer erklärt, wie sie mit meinem Sohn die erste Zeit zu reden haben. Sein erster Trainer kannte ihn schon von der Hörgeschädigten Schule, wo mein Sohn drauf ist. Die Mannschaft hat ihn sofort, trotz seiner Hörbehinderung und Sprachschwierigkeiten akzeptiert. Das fand ich sehr korrekt. Meinem Sohn hats gefallen und so ab ich ihn beim Turnverein abgemeldet und beim handballverein angemeldet.


Mittlerweile ist mein Sohn 18 Jahre alt und hat sein erstes Jahr in der A – Jugend hinter sich. Seine Mannschaft und die eines anderen Vereins hatten eine HSG gebildet, weil beide Vereine den Trainer damals haben wollten und die A - Jugend der anderen Mannschaft nicht genügend Spieler hatte. Die Spieler harmonierten sehr gut, als wären sie schon von klein an zusammen gewesen. Dies war vor den Sommerferien 2009 zu beobachten, als die Mannschaft ihr offizielles Auftretten bei ihrer Kreisligaqualifikation hatten. Bei dieser Qualifikation hatten sie 3 Spiele von jeweils 30 Minuten zu absolvieren und haben alle 3 Spiele ganz klar gewonnen. Somit hatte die Mannschaft als Tabellenführer die Kreisquali geschafft und mussten nicht in die Ehrenrunde. In der Saison 2009/2010 spielte die Mannschaft so gut, das sie die Saison jetzt als Vizemeister beendet haben. Leider bleibt die Mannschaft nicht zusammen, da der 91ziger Jahrgang in den Seniorenbereich müssen. Mit den üblichen 92ziger Jahrgang konnte man keine Mannschaft bilden. Es war eigentlich dann gedacht, das diese Mannschaft dann als 1. Herrenmannschaft zusammenbleibt, aber der andere Verein wollte in der neuen Saison nicht auf die 91ziger nicht verzichten, so geht die komplette HSG in den jeweiligen Vereinen in den Seniorenbereich rüber. Eine sehr gute Lösung hatte eigentlich dann der Verein meines Sohnes: Sie wollten ihre 91ziger und 92ziger Jahrgänge komplett in einer Herrenmannschaft in der neuen Saison spielen lassen, während die anderen Spieler des anderen Vereins getrennt wurden. Doch das klappte nicht ganz so, wie sich der Verein das vorgestellt hat, denn einige müssen den Handball für einige Jahre, wegen Ausbildung und Bund den Handball an den Nagel hängen. Auch mein Sohn macht eine Handballpause, da er er ein Berufsvorbereitungsjahr in Neuwied absolvierte und anschließend direkt in Neuwied eine Ausbildung macht und ist somit nur am Wochenende zu Hause. Die übrigen Spieler haben sich dann entschieden, gemeinsam der 4. Herrenmannschaft zur Verfügung zu stehen.

Aber die HSG – Mannschaft hat ihren tollen Saisonabschluss auf Mallorca gefeiert. Zusätzlich gab es noch ein deftiges Essen und Kegeln mit der gesamten Mannschaft, Zeitnehmer, Betreuer, Trainer und den Eltern, die die Spieler zu den Auswärtsspiele beförderten. So ganz ist die Mannschaft nicht auseinander gegangen, dafür ist der Zusammenhalt zu groß. Sie treffen sich in gewissen Abständen.

Ich selbst bin seit einigen Jahren als Zeitnehmer/Sekretär tätig, sitze also bei fast jedem Spiel am Kampftisch. Es macht mir Spaß am Kampftisch zu sitzen. Man ist viel näher am spielgeschehen dabei und bekommt viel mehr mit. Bei Heimspielen betätige ich die Uhr, dies mache ich am liebsten, da ich da nicht nur die ganze Zeit auf den Schiedsrichter achten muss, sondern mir auch das Spiel dabei anschauen kann, denn man hört mit der Zeit herraus, wenn die Uhr angehalten werden soll. Als Sekretär, das man dann bei Auswärtsspielen ist, muss man doch schon intensiver auf die Schiedsrichter, auf die Uhr und auf die Spieler achten. Denn es muss har genau notiert werden, welche Zeit ein Spiele eine Verwarnung oder 2 -Minuten - Strafe erhalten hat, wann ein Time - Out genommen wurde, welcher Speler das Tor gemacht hat und wie der aktuelle Spielstand ist.


Mein Sohn spielt nicht nur selbst Handball und ich sitze nicht nur am Kampftisch. Nein, wir schauen uns auch Handballspiele der anderen Mannschaften, wie z. B. 1. Herren, 2. Herren und C – Jugend, 1. Damen usw. Es macht nämlich auch Spaß zu schauen was die anderen Mannschaften so machen.


Nur was mich immer wieder Ärgert ist, das in den Nachrichten hauptsächlich nur über Fußball berichtet wird. Über andere Sportarten wie zum Beispiel Handball, Basketball usw. wird kaum berichtet. Auch erhält man wenig an Fanartikel für den Handball. Fußball, Fußball, Fußball überall nur vorwiegend Fußball, dabei ist Handball auch eine super Sportart. Naja vielleicht ändert sich das ja mal.


Mein Fazit

Es gibt für meinen Sohn und auch für mich kein besseren Sport als Handball. Der ganz klare Vorteil ist, dass das ein Hallensport ist, so kann man bei jedem Wetter Handball spielen, ohne das ein Spiel weggen des Wetters abgesagt werden muss. Als Zeitnehmer/Sekretär bekommt man auch viel besser vom Spielgeschehen mit, als Zuschauer auch, aber da ist man doch nicht so Neutral als wenn man am Kampftisch sitzt.


Ich hätte gern aktuelle Fotos eingesetzt, aber mein Sohn ist zur Zeit im Alter wo er sich nicht so gern fotografieren läßt.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Mungi60

Mungi60

09.08.2012 15:59

Auf jeden Fall ist Handball meistens spannend. Gruß Achim

xhertax

xhertax

08.12.2010 16:57

BH! wird später nachgereicht. Hzl. Grüsse, Herta

AndreaRo

AndreaRo

11.08.2010 17:03

Hab ich während meiner Schulzeit gerne gespielt....

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