Über sich:".....Siebzehn Jahr.....blondes Haar....mhh stimmt schon lange nicht mehr. Haarpracht hält sich...
Mitglied seit:30.01.2001
Erfahrungsberichte:321
Vertrauende:292
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 120 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„Und so kam es, dass Starling an den Ort zurückkehrte, wo alles für sie begonnen hatte, das seit langem geschlossene Baltimore State Hospital für geistesgestörte Straftäter. Das alte braune Gebäude, ein Haus des Schmerzes, war verbarrikadiert, über und über mit Graffiti bedeckt, und wartete auf die Abrissbirne. ..............“
So beginnt ein Ausschnitt aus dem neuesten Werk von Thomas Harris. Thomas Harris der 1940 in dem US-Staat Mississippi geboren wurde, begann nach der Schule eine Karriere als Nachrichtenreporter. Einige Zeit später wurde er Redakteur der „Associated Press“ in New York. Mit seinem Erstlingswerk „Schwarzer Sonntag“ aus dem Jahre 1973 versuchte sich Thomas Harris zum ersten Mal als Schriftsteller.
Erst in seinem zweiten Buch dem Roman „Roter Drache“, kam Hannibal Lector das erste Mal in einer nebensächlichen Rolle zum Vorschein, um dann später im Jahre 1988 in seinen bisher größten Erfolg, „ das Schweigen der Lämmer“, endgültig die literarische Bühne zu betreten. Die Verfilmung des Romans (er erhielt 5 Oscars, Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Jodie Foster) führte zu Weltruhm und das Buch wochenlang die Bestsellerlisten anführten. Durch diesen Erfolg erhielt die Romanfigur „Dr. Hannibal Lektor“ Kultstatus. Warum auch immer?? Die Angst vor dem Unmöglichen ??? Hannibal ist das vierte Buch von Thomas Harris, das an „das Schweigen der Lämmer“ anknüpft ......
Wer das Schweigen der Lämmer kennt, weiß das Hannibal an Ende Clarice noch mal aus einer Telefonzelle anruft und fragt:“...haben die Lämmer aufgehört zu schreien...?“ Eine Antwort ist sie ihm schuldig geblieben. Und da knüpft die eigentliche Story an. Lange Zeit hatten sie nicht den leisesten Hinweis darauf wo er sich aufhalten würde. Sie tappten im Dunkel und man hielt ihn für tot, bis Clarice eines Tages einen Brief von ihm bekam. Hatte doch die Begegnung mit dem intelligenten Psychopaten Hannibal im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses für psychisch gestörte Straftäter in Baltimore fast an den Rande des Selbstruins gebracht, hat sie doch ihr innerstes preisgeben müssen um Informationen über einen Serienkiller zu erhalten. Seit der Zeit mehr als erfolglos, und nach einer geplatzten Razzia sollte sie nun endgültig kaltgestellt werden. Doch der Brief von Lector änderte alles..
Über das Buch sowie den Film gab es geteilte Meinungen die mich neugierig machten das Buch selber zu lesen, da der Titel ja schon einiges an Überraschungen parat halten sollte. Und dem war auch so. Hannibal ist bei weitem nicht besser als die vorangegangenen Werke, die ich fast in einem Zuge gelesen hatte. Langatmige Passagen die einen nur schwer zum weiterlesen motivieren konnten, wechselten sich mit manchmal dermaßen brutal, ja fast bis ins Detail beschriebenen Grausamkeiten, die einen manchmal an „Bachmanns Werke“ erinnerten. Prägen doch Genie, Raffinesse und Ekel die Handlung seiner Taten.
Am Meisten habe ich den Biss, den Scharfsinn von der FBI-Agentin Clarice Starling vermisst, die doch so unverstanden wirkte, fern ab von Gut und Böse; ...arme bemitleidenswerte Agentin Starling.... Aber das Buch ist nicht nur langweilig, an einigen Stellen hat es Harris geschafft, in seinem sonst unverkennbaren Stil, dermaßen Spannung zu erzeugen das man sein Vorurteil über das Buch schnell verwirft. Dennoch kommt es viel zu selten vor.
Fast wirkt das Buch wie eine Biographie des Hannibal Lector, ist er doch durch seine nicht leichte und verpfuschte Kindheit zu dem geworden was er ist, ein Mörder mit kannibalischen Ambitionen. Sollte die Vergangenheit die Rechtfertigung des Handelns sein??? Ist doch die Beschreibung des Hannibals wie eine Reise durch mit Horror gespickte Ausuferungen einer abnormalen Seele. Ich denke da hat der Autor bewusst eine klaffende Lücke gelassen um vielleicht die Phantasie vom Leser anzuregen, die ich eigentlich vom Autor erwartet hätte.
Manchmal gewinnt man den Eindruck als sei der Herr Lector der nette Mann von nebenan, hilfsbereit und gütig, um dann zu allen Schandtaten bereit die man sich nicht mal in den kühnsten Träumen ausmalen kann. Ich denke da nur immer an dieses Ritual des Dinierens. Einfach manchmal ohne Worte. Als ich meiner Frau(Sie ist nicht angetan von T.Harris) ein paar Sätze diesbezüglich vorlas, und ich meinen Ekel ausdrückte, fertigte sie mich mit der Äußerung ab, selber Schuld was kauft du dir so einen M...!
Mir fehlte eigentlich während des Lesens die Botschaft die einen sonst erkennen ließen, welche Informationen zwischen den Zeilen stehen. Da kann ich dem Autor nicht folgen. Der Schluss des Buches rundet das entstandene Gemeinbild das ich über das Buch bekommen habe nur ab. Zu viel Vision das es schon wie an den Haaren herbeigezogen wirkt. Am Ende lässt er das doppelt und dreifach raus was ich während des Lesens vermisst habe, Phantasie...
Ich möchte das Buch auch nicht schlecht machen es ist lediglich mein Eindruck. Jeder hat da eine andere Auffassungsgabe und interpretiert andres. Für mich war es eine Enttäuschung, die ich aber selber erfahren musste. Und das hat der Autor mit dem Titel erreicht. Im Kinofilm war ich noch nicht. Da muss ich auch noch alleine hin, weil meine Frau schon kundgetan hat sich diese „Festmahle“ nicht anzuschauen. Aber negative Werbung ist auch Werbung. und vielleicht verstehe ich dann manche Buchpassage besser.....arme kleine Clarice......
Es ist wirklich nur ein Buch für Anhänger des mehr als Aussergewöhlichen. Aber um einen Kontrast zu andern Werken zu haben sollte man es gelesen haben. Daher ist es noch empfehlenswert.
Das Buch ist im Hoffman und Campe Verlag sowie bei Bertelsmann für ca.30,--DM zu haben. Es hat ca. 500 Seiten. ISBN 3-455-02688-5
Hallo, schön, Deine Bekanntschaft zu machen! Und danke für das Lob!
Zu Hannibal: ich kenne die anderen Bücher (Roter Drache halte ich sogar für das bessere).
Aber an dieses traue ich mich nicht. (Graus!) Dein Bericht hat ich auch nicht gerade dazu ermutigt. Ciao!
Hallo,
den Film würde ich persönlich dir auch nicht grad empfehlen. Er ist im eneffekt genauso langweilig wie das Buch zeitweise und wenn dann mal etwas passiert ist es zu extrem, das manche im Kino dabei schon wieder leise vor sich hin lachen mußten, weil es so unglaubwürdig war.
Ich glaub hätte ich nicht 15 Dm für den Eintritt bezahlt, wäre ich wohl spätestens nach einer halben Stunde wieder gegangen.
Gruß Hummel
ich BitzClarice Starling steckt in einer Krise, seit sie eine Drogendealerin erschossen hat. Doch dann wird sie wieder auf Hannibal Lecter angesetzt, der vor sieben Jahr...
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
30.08.2001 10:44
Ich war auch recht enttäuscht. Hatte mir viel mehr erwartet!
10.04.2001 17:09
Hallo, schön, Deine Bekanntschaft zu machen! Und danke für das Lob! Zu Hannibal: ich kenne die anderen Bücher (Roter Drache halte ich sogar für das bessere). Aber an dieses traue ich mich nicht. (Graus!) Dein Bericht hat ich auch nicht gerade dazu ermutigt. Ciao!
06.04.2001 11:01
Hallo, den Film würde ich persönlich dir auch nicht grad empfehlen. Er ist im eneffekt genauso langweilig wie das Buch zeitweise und wenn dann mal etwas passiert ist es zu extrem, das manche im Kino dabei schon wieder leise vor sich hin lachen mußten, weil es so unglaubwürdig war. Ich glaub hätte ich nicht 15 Dm für den Eintritt bezahlt, wäre ich wohl spätestens nach einer halben Stunde wieder gegangen. Gruß Hummel