... Nach zahlreichen Anproben und Abwägungen entschied ich mich für den Selva Wanderschuh von der Marke Hanwag
Ich hoffe das der Bericht nicht allzu lang wird, aber er liegt mir nun mal am Herzen..Dennoch viel Spaß beim Lesen, zur besseren Übersicht habe ich versucht den Bericht so zu gliedern, ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von jansdarling2002 über Hanwag Selva Lady Wanderschuh 17.03.2010
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Preis, Verarbeitung, Optik, Tragekomfort . . . .
Kontra:
- -
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hi meine Lieben manch einer weiß ja, das ich gerne durch die Natur streife, da gib t es Jahreszeiten, die erschweren einem das ganze ein wenig aufgrund von Witterung, da versagt dann ein normaler Schuh ganz gerne. So suchte ich schon früh im Jahr 2009 nach einem vernünftigen, bequemen und brauchbarem (Wander-)Schuh, letzten Endes bin ich beim Outdoorausrüster Globetrotter etwas geworden. Nach zahlreichen Anproben und Abwägungen entschied ich mich für den Selva Wanderschuh von der Marke Hanwag Ich hoffe das der Bericht nicht allzu lang wird, aber er liegt mir nun mal am Herzen..Dennoch viel Spaß beim Lesen, zur besseren Übersicht habe ich versucht den Bericht so zu gliedern, das man sich das, was einen interessiert heraus suchen kann. . Info Hanwag unter www.hanwag.de kann man sich zur Herstellergeschichte und dem allgemeinen Angebot in Sachen Wanderschuhe informieren. Ich möchte nur auszugsweise erwähnen, das es das Unternehmen schon mehr als 85 Jahre gibt, und sich das Unternehmen für zahlreiche Projekte einsetzt, so unter anderem für die Wildlandstiftung, Luchsprojekte sowie dem Naturpark Zillertaler Alpen. . Fakten rund um den Schuh Normalpreis: 149,95Euro, mittlerweile 99,95Euro, mittlerweile sind Nachfolgemodelle zu haben. Gewicht pro Schuh: 498g. Klassifizierung: Wanderhalbschuh. Material außen: Mixtur aus Velours- und Nubukleder, Material innen: weiches Chromfrei gegerbtes Leder. Fußbett: vorgeformt. Zwischensohle zur Dämpfung, Vibram-Laufsohle: abriebfestes Profil sowie Vibrationseindämmung. Ösen: aus strapazierfähigem Nylon und Metall. Gepolsterter Knöchelschaft. . Entscheidungen müssen getroffen werden Ich bin echt lange herum gegeistert, denn die Schuhe sollten ordentlich verarbeitet sein, und auch optisch ansprechend sein, das ist eh immer mein Manko, entweder sind mir die Schuhe allesamt zu nuttig, oder sie haben einen Absatz, was bei mir aufgrund der Bandscheiben ein absolutes No-Go ist, oder aber sie sehen aus wie Anno 1959. . Meine persönlichen Tipps für den Schuhkauf Schuhe kaufen ist immer schwer, man sollte sich schon vorher im klaren sein, welche Strümpfe trägt man überwiegend? Dünne oder dicke? Daran sollte man denken, wenn man zum anprobieren fährt. Und dann ganz wichtig, und wohla uch jedem Bekannt, nie morgens Schuhe anprobieren, denn morgens sind die Füße schlanker, dann lieber in den Abendstunden, wenn die Füße durch Belastung etwas dicker geworden sind. Sonst findet man morgens den perfekten Schuh, kauft ihn, zieht in dann nachher abends an, und wundert sich, das der Schuh zu stramm sitzt. Weiter sollte man drauf achten, das beim Anprobieren nicht schon die ersten leichten Druckstellen zu spüren sind, denn gerade Wanderschuhe sind meist so gearbeitet, das da nicht mehr viel Dehnungspotential vorhanden ist. Ein wenig geht durchaus, dazu aber später mehr. Und was auch ich auch noch als sinnvoll ansehe, je nach Daumenbreite sollte an den Zehen (bis zur Schuhspitze) 1 bis 1,5 Daumenbreite Platz sein, ist angenehmer beim Bergabwandern. . Meine Schuhe Ich glaube ich war 2 Stunden oder mehr bei Globetrotter, schaute mich um, und selektierte das was nach meinem Geschmack ansprechend war, und dann hatte ich nur noch 2 Paar in der engeren Auswahl. Ich ließ mir meine Größe aushändigen, und testete auf einem steinigen Parcour und lief auch eine Zeitlang durch den Laden, um Gefühl zu bekommen, schnell schied das zweite Paar aus und ich hatte meine Schuhe gefunden. . die ersten Tage [1.Einlaufphase] mit zahlreichen Pflegehinweisen sowie einem eingeräumten Umtauschrecht, konnte ich die Schuhe dann mit nach Hause nehmen. Und dann ging die Prozedur los, ich habe empfindliche Füße, egal wie schön die Schuhe bei der Anprobe passten, meist kriege ich dann doch mal Blasen, vornehmlich an den Hacken. So habe ich es mir im Laufe der Zeit angewöhnt, die Schuhe einzulaufen. So zog ich mir 2 Paar dünne Socken an, klebte vorher an den Hacken noch Pflaster und wuselte durch die Wohnung. Was für ein Gehgefühl, die Vibram-Laufsohle war anfangs wie ein Brett, ich stolperte die ersten Schritte, ok, die Sohle weist eine Dicke von gut 2cm auf, und ist ziemlich fest. So das das abrollen beim Gehen erst einmal schwer fiel. Auch die Schuhform als solches war erst einmal gewöhnungsbedürftig, da an den Seiten doppelt genähtes Leder ist, welches doch noch recht steif ist. Es drückte erst einmal. So musste ich dann doch auf den Tipp des Verkäufers zurückgreifen, den ich an dieser Stelle gerne weiter geben möchte: Man nehme sich eine alte Socke, stopfe diese fest mit Zeitung aus, besprühedieses Konstrukt mit Wasser (Wäschesprüher), stecke es in die Schuhe undstopfe noch Zeitung nach, damit es wirklich superfest wird. Danach die Schuheeinfach irgendwo hinstellen, wo es nicht all zu warm ist, sonst kann espassieren das die Feuchtigkeit zu schnell entzogen wird, und das Leder brüchigwird parallel dazu kann man die Schuhe schon das erste Mal mit einem geeigneten Schuhputzmittel einreiben, so das auch das Außenleder Feuchtigkeit bekommt und Geschmeidigkeit erlangt. Und so ließ ich meine Schuhe ein paar Tage stehen. . die ersten Wochen [2. Einlaufphase] irgendwann nahm ich die nun getrockneten selbst gebastelten Schuhspanner heraus, und ließ die Schuhe noch einen Tag Luft trocknen. Wieder folgte die Prozedur mit Pflastern an der Hacke (denn dort Blasen zu haben ist mehr als schmerzhaft) und den zwei Paar dünnen Socken. Nun wagte ich mich auch aus der Wohnung heraus, kleine Einkaufsrunden folgten. Allerdings band ich die Schuhe noch nicht sonderlich fest zu, und auch nicht bis zur letzten Ösen, denn der Fuß soll sich langsam an die ergonomische Form gewöhnen, bindet man die Schuhe gleich zu fest zu, merkt man es auf dem Fuße, die Fußsohle fängt an zu kribbeln, als wenn er einschläft. Woche um Woche steigerte ich die Festigkeit beim Schuhe zubinden, sowie auch die verwendeten Ösen. Meine Einlaufrunden wurden immer länger, bis ich dann eines Tages soweit wahr, das ich es mir zutraute auch einen 7 Stunden-Dienst auf Arbeit mit den Schuhen zu absolvieren. Rein zur Vorsorge nahm ich aber noch ein Paar Wechselschuhe mit, die kamen aber nicht zum Einsatz. . Persönliches Zwischenfazit Bis hierher war es eine Prozedur, aber dank der Ratschläge seitens des Verkäufers und auch meinen Erfahrungen mit anderen Schuhen, konnte ich eventuell auftretende Problematiken ausräumen. Was mir hier gleich besonders auffiel, eigentlich muss ich Einlagen in Schuhen tragen, weil ich eine Knöchelfehlstellung habe, aber hier brauche ich keinen Einlagentausch vornehmen, das ist für mich natürlich sehr gut. . Empfundener Tragekomfort Schuhkomfort zu erläutern ist immer subjektiv. Was mir gleich sehr imponiert hatte, war der gepolsterte Knöchelschaft, meine Knöchel liegen im Gegensatz zu den Füßen recht niedrig, so hatte ich bisher immer das Problem, das ich grundsätzlich mit dem Knöchel auf der Schuhkante auf lag, hier ist dieser Bereich aber niedrig ausgeschnitten und zusätzlich gepolstert, so dass ich mit dem Knöchel nicht aufliege, und selbst bei unebener Wegfläche ist der Knöchel durch das Polster geschützt, es können keine Druckstellen oder schmerzhafte Momente entstehen. Man mag nun denken, dann kann der Knöchel nicht gut gegen umknicken geschützt sein, Irrtum, nach meinem Empfinden wird der Knöchel auch beim umknicken geschützt, denn dieses kann man mit einer festen Schnürung erzielen, indem man alle Ösen schnürt. Da wirken dann die Dehnungskräfte des Leders. . Weiter hatte ich die Befürchtung -welche sich schnell als nichtig herausstellte- das mir die Fußbett-Sohle im Schuh selber irgendwann zu warm werden könnte, denn im Gesamten Schuh sind keine Klimatisierungslöcher vorhanden, denn ein Wanderschuh soll auch vor Nässe schützen. Aber auch hier wurde ich eines besseren Belehrt. Warme Füße ja, aber keine Schweißfüße, was m.E. daran liegen könnte, das es sich um eine Ledersohle handelt. Ebenso wenig hatte ich nie das Gefühl, das ich auf der Ledersohle das rutschen bekomme, wie ich es schon bei anderen Ledersohlen erlebt habe. Meine Füßchen sind gut gepolstert und werden warm gehalten, aber nicht so warm, das es unangenehm ist. Steigt man mit kalten Füßen ein, dann dauert es allerdings ein wenig, bis der Fuß warm ist. . Vibram-Laufsohle, da war doch noch etwas? Ja, bei normalen Schuhwerk -vor allem wenn man keinen Vergleich kennt- merkt man es nicht, das beim gehen enorme Kräfte auf die Fußsohle sowie die Knöchel und Kniegelenke wirken, die gerne von Fachleuten als Vibration bezeichnet werden, diese Vibrationen sind gar nicht mal so gesund, denn sie beanspruchen die Muskeln und Sehnen sehr stark, und führen zu einer schnelleren Ermüdung derselben. wandert man erst mit den Wanderschuhen und zieht hinterher ein normales Paar an, und spaziert damit weiter, dann merkt man die Unterschiede ganz schön Mittlerweile habe ich wohl alle möglichen Bodenbeschaffenheiten durch, von Schotterwegen, Teerstraßen, Kieswegen, (feuchte) Holzwege,Sandstränden sowie Gras und Glatteis inklusive Nässe, Trockenheit, Schnee und Matsch durch, ich muss schon sagen, selten habe ich mich so sicher bewegt, und das ganze, stundenlang, ohne das mir die Füße weh taten. Ok, vor Glatteis ist man mit diesen Schuhen auch nicht gefeit, denn da kann diese stark strukturierte Sohle auch nicht viel bewirken. Auch das Sohlen-Profil möchte ich ansprechen, ich bin nun schon soviel durch die Gegend gewandert, aber einen sonderlichen Abrieb konnte ich noch nicht entdecken, ebenso habe ich beim Wandern einen verdammt guten Halt bzw. Griff, nichts mehr mit rutschen auf matschigen und schrägen Wegen, kein Rutschen im nassen Gras mehr. Herrlich. Und, das Profil ist so strukturiert, das sich kaum Steine festsetzen. Aber, ja ein kleines Aber gibt es hier, auch wenn die Feste Laufsohle im Laufe der Zeit ein wenig weicher geworden ist, Autofahren kann man damit nicht wirklich, weil man nicht so das Gefühl für die Pedalen hat. Ebenso sollte man in der Einlaufphase darauf achten, das man beim Treppensteigen ein wenig mit Bedacht heran geht, denn das Trittgefühl ist ein wenig anders, eventuell muss man den Fuß auch mal ein wenig höher heben. In den ersten Tagen hatte ich das Gefühl, ich müsste das Laufen neu lernen, aber das Gefühl legte sich schnell. . Verarbeitung, Stabilität auch Punkte, die ich gerne ansprechen möchte, denn dieses ist ja nun Ausschlaggebend für einen Guten Schuh. Fange ich erst einmal mit dem Leder an, dieses ist stabil ohne Frage, in der Einlaufphase ließ es sich noch ein wenig weite, aber nach meinem Empfinden, bewegte sich das im Millimeter-Bereich. Nach Monaten habe ich nun keine mehr der leichten Druckschmerzen die aus der Eingewöhnungsphase heraus resultierten mehr verspüren können, auch keine Blasenbildung oder sonstige unschöne Geschichten. Meine Füße lechzen förmlich nach den Schuhen. Akribisch habe ich mir immer und immer wieder nach zahlreichen Wanderungen meine Schuhe angeschaut, mein Augenmerk lag da insbesondere auf den Ösen, den Nähten sowie dem Übergang zwischen Sohle und Leder. Hier kann ich keinerlei Beanstandungen entdecken, die Ösen -ob nun Nylon oder Metall- sitzen immer noch einwandfrei und haben auch keine scharfkantigen Ecken, also beschädigen sie auch nicht die Schnürsenkel. Ebenso habe ich die Nähte einer wirklich genauen Prüfung unterzogen, hatte ich es schon, das der Nahtfaden gerne aufsplittete, hier nicht, 1A, wie frisch aus dem Werk, liegt vielleicht auch daran, das ich meine Schuhe wirklich pflege, denn ich möchte diese lange tragen. . Ein Wort möchte ich gerne noch zur Schuhzunge verlieren, diese ist nun so gearbeitet, das sie nicht rutschen kann, sprich sie ist an den bzw. in den Schuh integriert, so kann auch starker Regen nicht dafür sorgen, an diesem eigentlichen Schwachpunkt durch zu dringen. Außerdem ist diese Schuh-Zunge leicht gepolstert, so das keine Druckfalten entstehen, falls man den Schuh mal zu fest zubindet. . Nässe? ist für mich kein Thema mehr, ob ich nun über die matschigen Wege wandere, durch den strömenden Regen oder mich direkt in eine Pfütze stelle oder durch springe, ich habe immer trockene Füße, das zeugt für mich von einer Guten Verarbeitung und letztendlich einer guten Pflege. so nun denke ich mal, habe ich alle relevanten Punkte abgearbeitet, wer noch mehr wissen möchte, der hinterlasse mir das entsprechend im Kommi . Pflege der Schuhe, aber wie? Gerade Lederschuhe bedürfen eine vernünftige Pflege. Aber der Reihe nach: Die Schuhe bitte nicht direkt auf die Heizung oder an den Ofen stellen, die Schuhe trocknen dann zu schnell, das Leder kann sich nicht entspannen, und wird schnell trocken, brüchig und Wasser durchlässig. Dann bitte nach dem Tragen die Schuhe weit öffnen, die Einlegesohle raus nehmen, waren die Schuhe einer starken Nässe ausgesetzt, würde ich noch locker Zeitungspapier rein stopfen. Übermäßigen Schmutz wie Sand, Schlamm mit einer harten Bürste entfernen. Keine Wasserputzmittel verwenden, wie diese unsäglichen Spaßpflegemittel die nur aus gefärbtem Wasser bestehen und keinerlei Pflegestoffe habe, und mit einem Schwämmchen aufgetragen werden. Hier bitte Schuhcreme verwenden die entweder mit der Bürste oder Schwämmchen aufgetragen wird, ich persönlich empfehle hier eine von Collonil mit Nano-Protektoren. Vor dem Auftragen der Schuhcreme den Schuh leicht an wärmen und dann die Creme auftragen, mehrere Stunden einwirken lassen und mit einer weichen Bürste dann nach polieren. . Rückblickendes Fazit Uff, endlich, aber mir fiel immer noch soviel ein, was ich als wichtig erachtet habe und möchte nun meine Empfehlung aussprechen. Wer noch Anregungen oder Fragen hat, der darf mich gerne ansprechen, entweder im Gästebuch oder per Kommentar. . Meine lange ausgiebige Suche hat sich letztendlich gelohnt, ich dachte schon ich bekomme für meine komischen Füßchen keine Schuhe mehr, die mir optisch gefallen und mir auch beim wandern eine Freude bereiten. Mittlerweile bin ich soweit, da mag ich keine normalen Schuhe mehr anziehen, denn dann merke ich sehr schnell, das meine Füße und Beine ermüden. Hervorheben möchte ich hier als Bandscheibenpatient noch einmal, das auch der Rücken dank der Vibram-Laufsohle nicht beeinträchtigt wird, mir geht es beim wandern verdammt gut. Ich habe mich an die Sohlen und auch das Gewicht der Schuhe gewöhnt.Ich wusel nun überall und nirgendwo herum, es bringt wieder Spaß durch die Pfützen zu hüpfen ohne hinterher mit nassen Füßen herum zu laufen. . In der bisherigen Tragezeit hat mit der Selva Wanderschuh von der Marke Hanwag keine Probleme bereitet, ich konnte keinerlei Qualitätseinbußen feststellen, sollte dieses mal der Fall sein, werde ich updaten und gleichzeitig die 2-jährige Garantie in Anspruch nehmen, die der Hersteller gewährleistet. Aus meiner Sicht stimmt hier alles, Preis wie auch Leistung in Bezug auf Tragekomfort und Verarbeitung. In diesem Sinne, verabschiede ich diesen -Leider- Mammut-Bericht mit einer Empfehlung für alle, die auf der Suche nach Wanderschuhen mit optischem Schick sind. Ich bedanke mich für das Lesen, Bewerten und kommentieren, Eure wandernde Leseratte Chrissy...die nun überlegt sich noch ein Paar zu kaufen