Der alte Bus glänzt in seinem knalligen Rot, nachdem Zhao (Zhao Benshan) – erst widerwillig – dem Vorschlag seines Freundes folgend das ausgediente Fahrzeug zu einem „Hotel Happy Times“ – einem Nest für Liebespaare in einem Park – ausgebaut hat. So will er an das notwendige Kleingeld, immerhin ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Posdole über Happy Times 06.12.2002
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Überzeugende Tragikomödie aus China
Kontra:
Manchmal etwas übertrieben
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der alte Bus glänzt in seinem knalligen Rot, nachdem Zhao (Zhao Benshan) – erst widerwillig – dem Vorschlag seines Freundes folgend das ausgediente Fahrzeug zu einem „Hotel Happy Times“ – einem Nest für Liebespaare in einem Park – ausgebaut hat. So will er an das notwendige Kleingeld, immerhin 50.000 Yuan, kommen, um endlich, nach etlichen gescheiterten Versuchen eine Frau heiraten zu können. Seine Verlobte (Dong Lifan), wohl beleibt und Mitglied der Möchte-Gern-Neureichen von Dalian, einer aufstrebenden chinesischen Hafenstadt, will schließlich von einer Ehe (mit ihm oder wem auch immer) etwas haben. Das Rot steht bei Regisseur Zhang Yimou für das Glück, oder besser: für Hoffnung auf ein bisschen Glück. Der pensionierte Fabrikarbeiter Zhao ist so etwas wie ein Stehaufmännchen. So schnell lässt er sich vom Schicksal, sprich: den Folgen der Kapitalisierung Chinas nicht unterkriegen.
I N H A L T
Doch wie das Schicksal (eben der Kapitalismus und seine Staatsbürokratie) so spielt, läuft bei Zhao meistens alles schief. Der Bus wird von den Behörden abtransportiert. Und die beleibte Verlobte mit ihrem noch beleibteren Sohn weiß bald Bescheid, dass die Geschichte von Zhao als Hoteldirektor eine faustdicke Lüge ist.
Bevor es jedoch so weit ist, muss Zhao noch mit einem ganz anderen Problem zurecht kommen. Bei der avisierten Braut nämlich lebt die Stieftochter ihres Ex-Gatten, der sich mir nichts dir nichts aus dem Staub gemacht hat, um angeblich in einer anderen Stadt das Geld für eine Augenoperation seiner Tochter zu verdienen. Die 18jährige Wu Ying (Dong Jie) ist nämlich blind und die „Braut“ Zhaos sieht ihre Chance, das ungeliebte Mädchen endlich los zu werden. Zhao soll es in seinem Hotel unterbringen und ihr dort Arbeit verschaffen. Kaum ist Wu aus dem Haus, räumt die Verlobte Wus Zimmer aus und setzt ihren Sohn hinein. Rückweg für Wu ausgeschlossen.
Leicht gesagt – eine Arbeit für Wu – für einen Mann, der, um zu etwas zu kommen, sein Leben auf lauter Lügen aufgebaut hat. Als ihm seine Verlobte – mehr nebenbei – erzählt, zu einem guten Hotel gehöre auch ein entsprechender Massagesalon, richtet Zhao mit einigen Freunden und Verwandten in einer stillgelegten Fabrik aus Altmaterial einen Schein-Massagesalon her, um Wu dort arbeiten zu lassen. Seine Freunde und Tante Liu wechseln sich als Kunden bei Wu ab. Allerdings wird das Geld, das sie Wu zahlen müssen, immer weniger. Irgendwann wird der Schwindel auffallen. Und zudem hat Wu nur ein Ziel: endlich genug Geld zu verdienen, um zu ihrem Vater zu fahren ...
I N S Z E N I E R U N G
„Happy Times“, das klingt nach Hoffnung, Zuneigung, aber auch nach Verzweiflung, Lüge und Betrug, wenn man Yimous Film gesehen hat. Zhao baut seine Hoffnungen auf die Lüge, etwas darzustellen, was er nicht ist. Eine Frau an seiner Seite (die er nicht einmal liebt und die man auch nicht lieben kann) scheint der sehnlichste Wunsch des Lebenskünstlers, der sich durch die Abfallprodukte einer neuen Zeit in China hindurch mogelt. Wie ein Märchen erscheint „Happy Times“, das Märchen von der bösen Stiefmutter mit dem ekelhaften, verzogenen Sohn, der ein Eis etc. nach dem anderen in sich hineinfrisst, und dem armen, blinden Aschenputtel, das Vater und Mutter verloren hat und jetzt bei der verhassten Stiefmutter nicht einmal Eis bekommt, wenn Gäste anwesend sind. Aber das Glück des Märchens ist nicht das Glück dieser Geschichte aus einem sich radikal ändernden China.
Zhao ist ein Lügner par excellence. Immer neue Tricks und Betrügereien lässt er sich einfallen, um irgendwie nach oben zu kommen – hoffnungslos. Da kommt ihm Wu in die Quere. Und Zhao kann nicht anders, als der 18jährigen das Leben mit Lügen so angenehm wie möglich zu machen. Wu hat sehr schnell durchschaut, dass der Massagesalon keiner ist und die Kunden auch keine wirklichen Kunden. Doch sie spielt mit, jedenfalls eine Weile.
Yimou schaut auf die Loser, die Verlierer, die zumindest so viel Kraft aufbringen, sich ein bisschen Glück im Unglück zu sichern, auch wenn es auf Betrug aufgebaut ist. Aber wie soll man in einer Welt glücklich werden, die keine Chance auf Glück lässt? „Happy Times“ ist im Unterschied zu früheren Filmen Yimous („Rote Laterne“, „Keep Cool“) kin vordergründig politischer Film. In China selbst, so der Regisseur selbst, wird der Streifen kaum auf Interesse stoßen. Im Ausland dagegen geltend Yimous Filme als kleine Kostbarkeiten über den rasanten Wandel in seiner Heimat.
F A Z I T
Zhao Benshan und besonders Dong Jie als Wu Ying leisten hervorragende schauspielerische Arbeit in einer Tragikomödie, die mehr über das heutige China verrät als jede Dokumentation. Die Annäherung zwischen Wu Ying und Zhao – durch die Umstände hervorgerufen – ist exzellent gespielt und ohne Künstlichkeit inszeniert. Ein kleines Meisterwerk, manchmal leicht übertrieben, aber wirklich nur leicht, das leider nur mit wenigen Kopien in deutsche Kinos kommen wird.
Wertung: 9,5 von 10 Punkten.
Happy Times (Xingfu shiguang) China 2000, 96 Minuten Regie: Zhang Yimou
Drehbuch: Gui Zi, nach einem Roman von Mo Yan Musik: San Bao Director of Photography: Hou Yong Schnitt: Zhai Ru Spezialeffekte: – Hauptdarsteller: Zhao Benshan (Zhao), Dong Lifan (Verlobte), Fu Biao (Fu), Len Qibin (Fanty), Dong Jie (Wu Ying), Li Xuejian (Li), Niu Ben (Niu), Gong Jinghua (Tnate Liu), Zhang (Hongjie (Lao Zhang), Zhao Bingkui (Lao Bai)
Offizielle Homepage: http://www.happytimes-derfilm.de Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0303243
Weitere Filmkritik(en): „Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert): http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2002/08/080903.html
„Los Angeles Times“ (Kenneth Turan): http://www.calendarlive.com/movies/reviews/cl-movie000051320jul26.story
Pro: Wunderschön und intelligent gemacht Kontra: Die Untertitel sind schwer lesbar
Leider hatte ich im Dezember 2002 mal kurz geblinzelt und dadurch "Happy Times" (Xingfu Shiguang) verpasst. Dieser Film war so schnell wieder aus den Kinos verschwunden, dass ich gar nicht so sicher bin, dass er überhaupt lief - nachdem er durchaus groß a ...
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Pro: - eine der besten TV-Serien der letzten Jahre - Kontra: - nichts -
...Die gute Nachricht: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Die schlechte Nachricht: Das Leben wird nicht unbedingt einfacher, und umsonst ist wirklich nur der Tod, aber nicht, was danach kommt.
Georgia ?George? Lass (Ellen Muth) hat wirklich Pech. Gerade erst hat die junge Frau bei der Zeitarbeitsfirma ?Happy Time? ihren ersten Job angetreten, da trifft sie der Blitz aus heiterem Himmel ? und zwar ausgerechnet in Form einer Klobrille. Die ist das Überbleibsel einer russischen Raumstation, und leider ist das Trümmerteil beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht verglüht. Bevor George sich versieht, hat das Ding sie schon am Kopf getroffen und vom Leben zum Tode befördert.
Das Dasein als Tote entpuppt sich für George als anders und vor allem sehr viel arbeitsreicher als gedacht. Statt einem Plätzchen auf Wolke 7 wartet auf George nämlich...
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Pro: viel Blut, sehr spannend, teilweise humorvoll Kontra:
...Ende des 18. Jahrhunderts: In den nahegelegenen Wäldern der kleinen Ortschaft 'Sleepy Hollow' treibt ein kopfloser Reiter, gespielt von Christopher Walken, sein Unwesen. Schon viele Tote fand man dort, alle enthauptet. Ichabod Crane, gespielt von Johnny Depp, der New Yorker Polizeicommissioner, muss dem unheimlichen Mörder trotzen - auch um das Herz seiner angebeteten Katrina Van Tassel, gespielt von Christina Ricci, zu erobern. Am Ende gibt es natürlich ein Happy-End.
Ich hoffe ichhabe jetzt nicht zu viel verraten.
Mit Sleepy Hollow ist Regisseur Tim Burton mal wieder ein sehr gelungenes Werk....
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...fliegender Schnee
Tony Leung (in the Mood for Love) als gebrochenes Schwert
Donnie Yen als Himmel
Zhang Zivi (Tiger and Dragon) als Schülerin von gebrochenem Schwert
Regie: Zhang Yimou (Happy Times, Rote Laterne)
Allgemeines:
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Wer "Tiger and Dragon" kennt kann sich so ungefähr ein Bild über diesen Film hier machen. Nur ist "Hero" ruhiger geworden, die Geschichte steht hier mehr im Vordergrund und wird mit tollen Bildern dargestellt. Die Kampfsequenzen sind vergleichbar mit "Tiger and Dragon". Zum Beispiel gibt es ein Kampf beider Frauen inmitten farbenfroher Bäume. Beide flattern und schweben hin und her, bis sie über den Baumkronen schweben und sich gegenseitig verfolgen. Es ist fast wie ein fliegendes Ballett. Eine weitere Kampfszene spielt auf und über einem See. Die beiden Männer Namenlos und gebrochenes Schwert...
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