Wie im Schlaraffenland
03.05.2012
Pro:
Riesiges Produkt - Angebot
Kontra:
Kaum Preis - Ersparnis möglich
Empfehlenswert:
Ja
 dik1609
Über sich:
Ich bin 54 und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare - Gegenlesungen sind selbstvers...
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Der besten Ehefrau von allen kommt die Verantwortung dafür zu, dass dieser Bericht überhaupt entstehen konnte. Sie hatte antike Möbelstücke im Internet eingekauft - und die mussten von uns abgeholt werden. So führte uns der Weg in Richtung Köln/Bonn, und da wurde auch der Schreiber dieser Zeilen plötzlich ganz wach. Denn so weit war es nun wirklich nicht mehr vom Möbel-Abholort bis nach Bad Godesberg. Und da, das wusste ich einfach, gibt es einen Haribo-Shop. Als ausgewiesener Fan des Bonner Süßwarenherstellers hatte ich schon immer einmal diesen Shop besuchen wollen, es fehlte allerdings die Gelegenheit. Jetzt war sie da. Und da die Gattin schon froh genug darüber war, dass sie einen Möbel-Schlepper gefunden hatte, machte sie gern das Zugeständnis des kleinen Umwegs.
Der Ort des Geschehens Das Navigationsgerät im Auto funktionierte nicht. Also versuchten wir, mittels Landkarten und dann einer im "Schnäppchenführer Deutschland 2010/11" veröffentlichten Wegbeschreibung den Ort der Sehnsüchte zu erreichen, was allerdings zunächst schwer fiel. Entweder ist die Verkehrslage in Bad Godesberg verändert worden - oder aber die Beschreibung im Schnäppchenführer war einfach nur schlecht. Nach einigen Irrungen, Wirrungen und Nachfragen aber erreichten wir dann doch das avisierte Ziel, wobei allen mir Nachfolgenden gesagt sei, dass sie von Bonn aus kommend über die B 9 (Bad Godesberger Allee) fahren müssen, um dann unmittelbar vor einem großen Straßentunnel nach rechts abzubiegen. Hier ist der Shop auch ausgeschildet und nach wenigen 100 Metern erreicht. Die postalische Anschrift lautet: Haribo Shop, Friesdorfer Straße 121, 53175 Bonn-Bad Godesberg, Telefon (02 28) 9 09 29 30.Laut "Schnäppchenführer" gibt es weitere Shops in 08112 Wilkau-Haßlau, Haaraer Straße 7-13, in 52643 Solingen-Gräfrath, Wuppertaler Straße 76, und in 97350 Mainbernheim, Gebr.-Schmidt-Straße 14.
Unsere Ankunft Wir fuhren frontal auf das zu, was nach Haribo aussah, mussten noch einmal rechts abbiegen und sahen auch schon den Eingang des Shops sowie einen großen Parkplatz, auf dem wir unser Auto problemlos und natürlich kostenlos abstellen konnten. Und dann leuchtete uns auch schon der berühmte Goldbär am Eingang des Geschäftes entgegen. Dass offenbar gerade eine Schulklasse ihren Besuch in Bonn zu einem Abstecher in den Haribo-Shop genutzt hatte, sorgte für allgemein gute Laune bei allerbestem Sommerwetter.
Die Öffnungszeiten Danach hatte ich zuvor gar nicht geschaut - aber wir wurden diesbezüglich nicht enttäuscht und durften den Süßigkeiten-Wahn ausleben. Eingekauft werden kann hier von Montag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 18 Uhr, Samstags von 10 bis 16 Uhr.
Ich betrete das Geschäft Nun hatte ich endlich die Pforte durchschritten - und fühlte mich wie im Schlaraffenland. Überall Haribo-Produkte, eines besser als das andere! In einem riesigen Laden mit geschätzt mehr als 300 Quadratmetern Verkaufsfläche gab es all die leckeren Dinge, die ich einerseits so gern esse und die andererseits schon seit Jahren sämtliche Versuche torpedieren, das eigene Gewicht zu reduzieren. Das alles wurde sehr ordentlich angeboten, schön in Regalen präsentiert und in verschiedenen Verpackungsgrößen feil geboten. Das vollständige Haribo-Sortiment präsentierte sich, wobei es auch Produkte gab, die ansonsten nur außerhalb Deutschlands (zum Beispiel in Skandinavien) erhältlich sind. Und was es da alles zu entdecken gab! Für die Kinderspielecke und die kleine museale Darstellung der Haribo-Geschichte hatte ich gar keine Augen. Dafür aber zum Beispiel für die Candy-Bar, an der der Kunde seine Haribo-Lieblingsartikel selbst mischen und später an der Kasse vor dem Bezahlen wiegen lassen kann. Da gab es sogar nach Farben (und Geschmack) vorsortierte Bärchen! Und meine geliebten Lakritz-Schnecken waren sogar in 3-Kilogramm-Beuteln erhältlich. Irgendwie sorgte das alles bei mir für Begeisterung pur - bis ich endlich einen Blick auf die Preisschilder warf. Und die sorgten für Enttäuschung, denn die normalen 200-Gramm-Tüten sollten jeweils 75 Cent kosten. Wenn ich daheim auf Sonderangebote aufpasse, bekomme ich die so manches Mal schon im normalen Supermarkt für 59 Cent. Diese Erkenntnis sorgte dafür, dass ich von der Produktvielfalt nach wie vor begeistert war, von den Preisen aber weniger.Aber es ließ sich ja doch noch etwas sparen. Ganz hinten rechts in der Ecke des Ladens waren Kartons aufgestapelt - mit sogenannter Bruchware. Jeder Karton mit 4 Kilogramm Inhalt sollte 8,45 Euro kosten - was einem 200-Gramm-Preis von 42 Cent entspricht - das ist wirklich unschlagbar preisgünstig! Der Nachteil dabei ist allerdings, dass der Kunde nicht weiß, was die Kartons enthalten. Und dabei kann es von Karton zu Karton auch Unterschiede geben. Ich griff trotzdem zu, und war später nach dem Öffnen des Kartons auch nicht enttäuscht - alles leckere Haribo-Ware, die schon ihre Abnehmer finden wird :-) Etwas schwer war es übrigens, im Geschäft Personal zu finden, das beim Finden des einen oder anderen Artikels behilflich sein kann - irgendwie waren alle Angestellten stets sehr beschäftigt und ich traute mich nicht recht, die Damen und Herren auch anzusprechen. Aber eigentlich reicht es ja auch, wenn man sich durch den Shop treiben lässt. Als ich dann doch irgendwann einen jungen Mann anzusprechen wagte und ihn fragte, ob es neben den Kartons mit Bruchware möglicherweise weitere preisreduzierte 2.-Wahl-Ware gebe, verneinte er das. Schon seit langer Zeit, so die Auskunft, sei Derartiges im Shop nicht mehr zu finden - schade eigentlich!
Was es sonst noch gibt Nicht nur Haribo-Leckereien sind im Bonner Shop im Angebot, es gab auch eine begrenzte Auswahl an Schokolade (Ritter Sport) und Keksen (Leibniz). Das alles reizte mich aber nicht besonders, obwohl es auch Schokolade in großen Tüten billiger als im normalen Supermarkt gab. Interessant allerdings war die Merchandising-Abteilung des Geschäfts, in der wir für die Enkelkinder jeweils einen gelben Haribo-Goldbären als Kuscheltier kauften, wenngleich wir darauf verzichteten, solche Dinge wie Haribo-Kugelschreiber, Haribo-Schreibtischunterlagen oder ähnliches käuflich zu erwerben - das Angebot war hier aber auch riesig. Dazu gehörten im übrigen auch sehr schöne Dosen mit Motiven aus längst vergangenen Zeiten, die sicherlich als kleine Schmuckstücke ihre Freunde finden werden.
An der Kasse Die beste Ehefrau von allen und ihr Gatte kamen mit vollen Einkaufswagen an die Kassen (nur eine war besetzt, Wartezeiten aber gab es nicht), wo dann auch noch kostenfrei etwas genascht werden konnte: In einem Aufsteller an der Kasse stand eine bunte Haribo-Mischung zum Hineingreifen für alle Kunden bereit. Die Plastiktüten zum Transport des Einkaufs (natürlich mit Haribo-Motiven!) gab es umsonst. Ansonsten aber mussten wir alles bezahlen, was wir uns ausgesucht hatten, wobei wir es noch soeben schafften, die Rechnung mit unseren Barmitteln zu begleichen. Ich glaube aber, dass auch mit EC-Karte bezahlt werden kann.
Mein Fazit Diesen Besuch möchte ich nicht missen. Es ist für Haribo-Fans einfach umwerfend, das wirklich komplette Produktangebot des Herstellers in einem Geschäft vorzufinden. Die Auswahl also ist riesig - die Preise aber haben leider nichts mit denen eines Fabrik-Verkaufs zu tun, wenn einmal von den Kartons mit Bruchware abgesehen wird. Nun habe ich diesen Shop einmal selbst erleben dürfen - aber das reicht dann auch. Für einen weiteren Besuch bei Haribo in Bonn sehe ich eigentlich keine Veranlassung, denn die meisten Produkte erhalte ich in meinem Heimatort preisgünstiger - wenn ich denn warte, bis sie wieder einmal im Sonderangebot sind. Naja, für die nächsten Wochen habe ich ohnehin einen mehr als ausreichenden Haribo-Vorrat angelegt.
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19.11.2012 14:18
interessant und wieder eine Schuld beglichen, LG
11.05.2012 16:29
ein wirklich super bericht, bh folgt
08.05.2012 21:56
sicherlich einen Besuch wert, nur leider weit weg...