Erfahrungsbericht über

Harry Potter and the prisoner of Azkaban / Joanne K. Rowling

Gesamtbewertung (15): Gesamtbewertung Harry Potter and the prisoner of Azkaban / Joanne K. Rowling

 

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Smells like... magic!

5  11.04.2003

Pro:
sehr spannend und schön düster; leichtes Englisch; sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant

Kontra:
nichts für Englischunkundige

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau

Stil

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

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alteSchwedin

Über sich: Wo geht die Zeit nur hin...

Mitglied seit:12.04.2000

Erfahrungsberichte:380

Vertrauende:96

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 107 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

It’s Potter-Time! Und deshalb wird es in diesen Bericht um den dritten Band von Harry Potter „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ von Joanne K. Rowling gehen. Ich habe alle vier Bände vor kurzer Zeit bei meinem englischen Buchclub bestellt. Ich brauchte sowieso mal wieder eine Bestellung und da waren gerade die gebundenen Ausgaben der vier Bände von Harry Potter im Angebot. Teilweise bekommt man englischsprachige Bücher gar nicht gebunden und wenn doch, sind sie meist sehr teuer. Ich konnte mich also nicht bremsen, als je zwei Bände zu circa 25 € offeriert wurden. Seit kurzem lese ich die Romane und gestern habe ich den dritten Band beendet, über den ich euch jetzt berichten möchte. Wie immer gebe ich euch einen kurzen Inhaltsabriss, bei dem ich zum besseren Verständnis aber auch einige Vorinformationen aus den ersten beiden Bänden geben muss!


Harry Potter lebt nach dem Tod seiner Eltern bei den Dursleys, der Familie der Schwester seiner Mutter. Dort ergeht es ihm nicht besonders gut, denn die Dursleys hüten sich, ihm eine wie auch immer geartete Freude zu machen. Sie verstecken ihn, damit niemand auf die Idee kommt, sie mit diesem unnormalen Jungen in Verbindung zu bringen. An seinem 11. Geburtstag erfährt Harry jedoch, dass er ein Zauberer ist und auf die Zauberschule Hogwarts gehen soll. Auch sind seine Eltern nicht bei einem Autounfall ums Leben gekommen, wie er dachte, sondern wurden von dem finsteren Magier Voldemort getötet, der bei dem Versuch, auch Harry umzubringen, selbst aller Macht beraubt wurde, während dieser nur eine blitzförmige Narbe auf der Stirn zurückbehielt.
In Hogwarts findet er dann zum ersten Mal in seinem Leben Freunde. Ron und Hermione begleiten ihn durch seine Schulzeit und er hat viel Spaß mit ihnen. Auch lernt er vieles über Zauberei und Quidditch, das liebste Spiel aller Zauberer. Dort trifft er auch zweimal auf Voldemort, kann ihm jedoch beide Male wie durch ein Wunder entkommen. So erfährt er einiges mehr über seine Vergangenheit.

Der dritte Band handelt nun von Harrys drittem Schuljahr.
Nach schrecklichen Ferien bei den Dursleys ist Harry froh, endlich wieder in Hogwarts zu sein. Doch natürlich ist nicht alles so rosig. Schreckliche Gestalten, sogenannte Dementoren, bewachen Hogwarts. Diese sind auf der Suche nach Sirius Black, einem gefährlichen Zauberer, der aus dem Gefängnis von Azkaban ausgebrochen ist. Dieser soll Voldemort den Aufenthaltsort von Harry Eltern verraten haben und bei einem Fluchtversuch mehrere Muggles (Nicht-Zauberer) getötet haben. Jetzt soll er hinter Harry her sein, um das Werk Voldemorts zu vollenden. Wie er ausbrechen konnte, ist allen ein Rätsel, denn für gewöhnlich entkommt niemand den Dementoren, die sich von den glücklichen Erinnerungen der Gefangenen ernähren und diese damit langsam zermürben.
Harry fühlt sich gar nicht wohl, wenn ihm ein Dementor nahe kommt. Er fällt in Ohnmacht und kann nichts dagegen tun. Der neue Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste hilft ihm. Doch Harry kann natürlich nicht das ganze Schuljahr in Gebäude von Hogwarts bleiben, wie er es zu seinem. Zumal auch noch eines von Hagrids geliebten magischen Tieren getötet werden soll. Und am Ende ist mal wieder nicht mehr viel so, wie es einst schien...


Ich habe ja alle vier bisher erschienen Bände auch auf Deutsch gelesen. Da gefiel mir dieser dritte Band am wenigstens von allen, was aber nicht bedeuten soll, dass „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ mir nicht gefallen hat. Nein, der Roman war einfach nicht ganz so genial, wie es die anderen drei Bände waren. Doch als ich jetzt „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ las, wusste ich gar nicht, warum ich damals so empfunden hatte. Dieser dritte Teil unterhielt mich sehr viel besser, als ich erwartet hatte, und ich wunderte mich über mich selbst, warum ich so schnell las. Der Roman unterhielt mich toll und ich konnte manchmal einfach nicht mehr aufhören mit Lesen, so dass ich wahrscheinlich so schnell wie nie bei einem englischsprachigen Roman war.

Einen Großteil zu diesem Lesevergnügen trug natürlich die steigende Spannung in „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ bei. Joanne K Rowling versteht es, diese von einem recht gemächlichen Anfang bei den Dursleys kontinuierlich zu steigern. Schon am Beginn des Romans wird der Grundstein für die Handlung gelegt, die sich dann in Hogwarts voll entfalten kann. Zunächst weiß weder Harry noch der Leser etwas über den Fortgang der Geschichte. Die Geschichte baut sich nur sehr langsam auf, was die Spannung noch mehr erhöht, bevor es zur Explosion kommt. Die Ereignisse überschlagen sich und der Leser wie auch Harry und seine Freunde brauchen eine Weile, bis sie alles in eine geordnete Reihenfolge bringen können, damit sie alles auch wirklich verstehen.
Die Autorin lässt für diese Phase gewisse Ruhezonen in der Story. Dort kann man die Gedanken ein wenig ordnen und über das Geschehene und seine Bedeutung nachdenken. Diese gelungene Abfolge von Stellen, an denen man nur atemlos wissen will, wie es weitergeht und anderen, an denen die Handlung langsam dahinplätschert, macht das Lesen besonders angenehm. Auch werden dadurch Punkte geschaffen, an denen man mal eine kürzere Lesepause einlegen kann.

Die Personenwelt, in der Harry Potter lebt, ist recht komplex. In meiner Inhaltsangabe, habe ich darauf verzichtet, viele Namen einzubringen, da das nur verwirren würde. Wenn man jedoch alle Bände von Harry Potter gelesen hat, kommt man mit den vielen Personen sehr gut zurecht. Zudem werden zwar viele Namen erwähnt, aber die wirklich wichtigen bekommt man öfter zu Gesicht, so dass sie sich automatisch einprägen. Auch finde ich die Namen ziemlich passend. So heißt der gemeine Lehrer Snape, der fiese Schüler Draco Malfoy und der schülerhassende Hausmeister Filch. Ich finde diese Namen sehr passend und so fällt das Merken und die Zuordnung sehr leicht.
Die Charaktere sind recht meist recht einfach gestrickt, damit auch Kinder, für die diese Romane ja eigentlich geschrieben wurden, sie verstehen. Dabei sind sie jedoch nicht trivial, sondern vielmehr sehr ausgewogen, so dass auch Erwachsene am Entdecken der Personen Freude haben.

Die englische Version des dritten Bandes ist sehr einfach geschrieben. Schnelles Lesen ohne Wörterbuch war mir ohne weiteres möglich, zumal mir die Zauberbegriffe schon aus den vorangegangenen Bänden bekannt waren. Diese sind nämlich das einzig Schwierige an Joanne K. Rowlings Stil. Ansonsten sorgen kurze Sätze und gebräuchliche Worte dafür, dass auch ich alles einwandfrei verstehe. Ich habe jetzt, abgesehen von einer Stunde, 9 Jahre Schulenglisch hinter mir und glaube, dass ich beim Lesen von „Harry Potter an the Prisoner of Azkaban“ mehr gelernt habe als in vielen Englischstunden. Außerdem macht das Lesen auch noch Spaß. Und seitdem ich überhaupt englische Bücher lese, hat sich meine Rechtschreibung ziemlich verbessert. So kann man Lernen gezielt mit Spaß verbinden!

Insgesamt kann ich euch „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ wieder einmal nur empfehlen. Der Roman ist sehr spannend und ein wenig düsterer als die Vorgänger, aber trotzdem für ältere Kinder und jüngere Jugendliche geeignet. Doch auch Erwachsene werden wieder einmal ihren Spaß haben, denn Joanne K. Rowling gelingt es auf wunderbare Weise, die Bedürfnisse von Erwachsenen und Kinder in einem einzigen Buch zu erfüllen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und die einfache englische Sprache ist dem Vergnügen überhaupt nicht abträglich! Wenn ihr des Englischen ein wenig mächtig seid, solltet ihr auf alle Fälle mal in diesen Roman hineinlesen.

„Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ von Joanne K. Rowling erschien erstmals 1999. Meine Ausgabe stammt aus dem Bloomsbury Verlag, ist gebunden und mit einem Schutzumschlag ausgestattet, trägt die ISBN 0-7475-4215-5 und kostete mich 12,95 €.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
luise_bruche

luise_bruche

30.10.2004 19:00

Mir gefällt der Bericht sehr gut. Das Wichtigste ist drin, aber auch nicht zuviel Informationen. Sehr schön;-) Gruß Luise

sirjethro

sirjethro

21.04.2003 18:58

*genaudengleichencommentnochmalabgebenkönnte* :)))

kein_Blatt_vorm_Mund

kein_Blatt_vorm_Mund

16.04.2003 10:58

Alte Schwedin, DU bist ja ein Fan, wenn Du das auch auf englisch liest. Schön, dass es leicht verständlich ist. Liebe Grüße, Stefan

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