Ist Harry Potter wirklich so gut?! Teil III
8. Apr 2004
Pro:
Sehr spannend, viele überraschende Wendungen
Kontra:
Einige wenige Wiederholungen aus den ersten beiden Bänden
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
mehr
 LaJungle
Über sich:
Schön, dass Ihr vorbei schaut! Mehr über mich in meiner Visitenkarte ... FREUE MICH RIESIG ÜBER MEIN...
Mitglied seit:16.09.2002
Erfahrungsberichte:240
Vertrauende:71
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 85 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Meine kleine Reihe über Harry Potter möchte ich heute mit dem dritten Band fortsetzen und somit werde ich nun über „Harry Potter und den Gefangenen von Askaban“ berichten. Auch bei meiner heutigen Inhaltsangabe setze ich die ersten beiden Bücher voraus und werde nicht auf die bisherigen Ereignisse eingehen, da man die Bücher, wie ich finde, in der vorgesehenen Reihenfolge lesen sollte und nicht mittendrin anfangen kann. STORY
Für den inzwischen dreizehnjährigen Harry Potter beginnt nun bald das dritte Schuljahr in Hogwarts, der Schule für Zauberei und Hexerei. Die Ferien hat er mal wieder bei den Dursleys verbringen musste, die ihn nun, wo sie wissen, dass er außerhalb von Hogwarts nicht zaubern darf, umso gemeiner behandeln. Eines Tages platzt Harry jedoch der Geduldsfaden und er befördert seine Tante Magda an die Decke. Für diesen Zauber hätte man ihn eigentlich von der Schule werfen müssen, doch nichts geschieht. Im Gegenteil, das Zauberministerium behandelt ihn höchst vorsichtig und scheint um Harrys Wohl besorgt. Wenig später erfährt Harry, dass Sirius Black, der mit dem Tod seiner Eltern zu tun haben scheint, aus dem Gefängnis Askaban ausgebrochen ist und sich auf den Weg nach Hogwarts gemacht hat. Alle befürchten nun, dass Sirius gekommen ist, um Harry zu töten und das zu vollenden, was Lord Voldemort angefangen hat. Harry versucht gemeinsam mit seinen Freunden Ron und Hermine zu erfahren, was es mit Sirius Black auf sich hat und erlebt dabei viele Überraschungen, die seinen verstorbenen Vater, aber auch den verhassten Lehrer Snape in neuem Licht dastehen lassen. Zu allem Überfluss sagt Professor Trelawney, seine Lehrerin für Wahrsagen, ihm auch noch ständig den Tod voraus ...
MEINUNG Den dritten Band der Harry Potter Reihe habe ich, genau wie den zweiten Band, innerhalb von zwei Tagen gelesen, da ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Immer mehr bewegt Joanne
K. Rowling sich von der kindlichen Erzählweise weg und heraus kommt eine spannende und fesselnde Geschichte mit viel Fantasie. Gleich zu Beginn ist klar, dass irgendetwas anders ist, denn man behandelt Harry mit äußerster Vorsicht, immer darauf bedacht, dass ihm nichts geschieht. All dies soll mit einem Manne namens Sirius Black zu tun haben, der jahrelang in Askaban gefangen war und nun ausgebrochen ist, um jemanden zu töten.
Für Harry ist das dritte Schuljahr in Hogwarts deshalb ganz anders als sonst. Er fragt sich ständig, ob und wann Sirius kommt, ihn zu töten und erfährt, dass Sirius mit seinen Eltern befreundet war, sie aber verraten haben soll. Doch auch über seinen Vater erfährt Harry Dinge, die diesen in einem weniger guten Licht dastehen lassen, wie er ihn sich vorgestellt hat, denn gemeinsam mit Sirius hat er seinen jetzigen Lehrer Snape ganz schön drangsaliert. Harry ist traurig, als er erkennt, dass sein Vater nicht so perfekt war, wie er ihn gerne gehabt hätte und begreift, warum Snape ihn so verachtet. Von allen Harry-Potter-Büchern, die bisher erschienen sind, ist das dritte wohl das Buch, in dem Harry am schnellsten und am meisten über sich und seine Vergangenheit erfährt, wenn auch erst nach und nach und mit teilweise überraschenden Wendungen. Da Harry offensichtlich in Gefahr ist, denn Sirius hat sich Zugang zu Hogwarts verschafft, herrschen besondere Sicherheitsvorkehrungen und Harry darf nicht einmal seinen neuen Besen, den ihm ein Unbekannter geschickt hat, ohne weiteres benutzen, da er mit einem Fluch belegt sein könnte, um Harry zu schaden. Die Zeit in Hogwarts ist diesmal also alles andere als Zuckerschlecken, denn Harry ist regelrecht gefangen in den Mauern seiner Schule. Alle anderen Schüler dürfen Ausflüge ins Dorf machen, doch weil Harrys Onkel Vernon ihm die Einverständniserklärung nicht unterschrieben hat, kann er nicht daran teilnehmen, zumindest nicht offiziell. Denn Harry findet einen anderen spannenden Weg, um ins Dorf zu gelangen, der, wie es das Schicksal will, sehr viel mit seinem Vater und der Vergangenheit zu tun hat.
Die Story des „Gefangenen von Askaban" ist wirklich spannend und toll erzählt. Auch hier rundet sich das Bild, das man von hogwarts hat, immer mehr ab und erstaunt stellt man immer wieder fest, wie stark die einzelnen Bücher miteinander verknüpft sind, da gewisse, anfangs erwähnte Dinge, erst jetzt deutlich werden und an Bedeutung gewinnen. Joanne K. Rowling beschreibt wieder sehr bildhaft und fantasievoll, sodass man eine klare Vorstellung von den Ereignissen gelangen kann. Auch geizt sie wieder einmal nicht mit neuen Geschöpfen und Dingen, bei denen man nur denken kann „Was für eine Fantasie sie doch hat". Da sind die Irrwichte, die sich immer in das verwandeln, wovor man am meisten Angst hat, dann gibt es den Hinkepank, der Reisende in Sümpfe und auf falsche Fährten lockt und schließlich die Dementoren, Wesen, vor denen Harry sich besonders fürchtet, da sie einem alle schönen Erinnerungen und Gefühle nehmen, wenn sie in der Nähe sind. Wie auch schon in den beiden vorherigen Büchern, ist die Sprache flüssig und lässt sich gut lesen, so dass man sich nicht sonderlich konzentrieren muss, man kann einfach entspannen. Allerdings finden sich auch in diesem Buch, wenn auch weitaus weniger als im zweiten Band, Erklärungen, die es meiner Meinung nach nicht geben müsste, da man die Bücher in der Regel der Reihenfolge nach liest. So wird wieder einmal erklärt, was Quidditch ist und auch andere kurze Erläuterungen findet man, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Trotzdem stören sie nicht so sehr, als dass es dem Buch einen wirklichen Abbruch täte. Empfohlen wird auch dieser dritte Band Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren, dem kann ich mich anschließen, da es für Kinder unter 12 Jahren vermutlich zu spannend wäre und sich eventuell Verständnisschwierigkeiten ergeben würden, da die vielen sonderbaren Begriffe und die englischen Namen für Verwirrung sorgen könnten. Im Grunde ist man aber bei diesem Band dort angelangt, wo man sagen kann, dass es eher ein Buch für Erwachsene ist, da es schon ein paar weniger kindgerechte Dinge, wie zum Beispiel die Dementoren, gibt.
AUTORIN Von der Sozialhilfeempfängerin zur Millionärin, schon erstaunlich, was die 39-jährige erreicht hat. Die Engländerin schrieb das Buch ursprünglich eher für sich und legte sich bereits zu beginn auf sieben Bände fest, für jedes Schuljahr eines. Heute ist sie die erfolgreichste Autorin der Welt. Seit sie 1997 den ersten Band veröffentlichte, werden alle ihre weiteren Bücher Bestseller. Inzwischen wurden auch schon die beiden ersten Bücher verfilmt, der dritte Teil kommt im Sommer ins Kino ...
FAKTEN Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban Originaltitel: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban Autorin: Joanne K. Rowling Erschienen: 1999 Gebundene Ausgabe mit 448 Seiten Carlsen Verlag ISBN: 3551551693 Preis: 15,50 Euro bei amazon
FAZIT Um die Frage aus meiner Überschrift einmal zu beantworten, muss ich hier sagen, dass zwar nicht alle, aber dieser Teil auf jeden Fall so gut ist, wie man sagt, auch wenn dies meiner Meinung nach immer noch nicht diesen Hype rechtfertigt. Innerhalb kürzester Zeit habe ich die knapp 450 Seiten verschlungen und war fasziniert, wie die Geschichte ihre Wendungen nimmt. Tatsächlich erfährt man erst sehr spät, wie sich alles wirklich zugetragen hat und wer mit wem in welcher Beziehung steht. Da ich Bücher mag, in denen man nicht gleich ahnt, wie es ausgeht, bekommt dieser Band schon mal einen großen Bonus. Im Vergleich mit den noch kommenden Teilen, habe ich lange hin und her überlegt, ob ich vier oder fünf Sterne vergeben soll und habe mich nun für knappe fünf Sterne und eine dicke Empfehlung entschieden.
Dieser Bericht entstand im Rahmen der Aktion „Bücherfrühling 2004“, einer Aktion von Espionne und BlankAttack. Mehr Infos in Espionnes Visitenkarte ...
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
|
|
29.01.2005 19:49
Ein sehr gut gelungener Bericht. Dem entsprechend habe ich ihn auch bewertet.
11.07.2004 18:26
Wie bei den anderen Bände, war das auch ein sehr guter Bericht. Für mich war auch der drritte Teil der Beste, was vor allem an dem Hintergrundwissen aus der Vergangenheit Harrys liegt. Sirius Black ist inzwischen mein Lieblingscharakter der Bücher. Ahe Fpunqr qnf re nz Raqr qrf süasgra fgveog...(Spoiler mit ROT13)
20.04.2004 13:32
die pottermania hat mich nicht erwischt... kasikrul