Nie mehr Wasserkästen schleppen ...
24.05.2004 (23.05.2004)
Pro:
ständige Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser, kein Kistenschleppen mehr, geringe laufende Kosten
Kontra:
etwas höherer Anschaffungspreis
Empfehlenswert:
Ja
 MelanieT
Über sich:
Bitte macht alle mit: http://schleswig-holstein.nabu .de/projekte/fehmarnbelt/info d/05486.html (...
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Nein, liebe Ciao-Leser, es geht hier nicht um den bekannten Soda-Club-Trinkwassersprudler *g* Ich möchte Euch eine Methode der Wasseraufbereitung vorstellen, die nichts mit dem einfachen Zusetzen von Kohlensäure zu tun hat. Oben genanntes Gerät ist aus meiner Sicht sowieso nur für die Haushalte geeignet, bei denen halbwegs sauberes, kalkfreies Trinkwasser aus der Leitung sprudelt.Genug der Vorrede, lieber rein ins Thema. Kennt Ihr das auch? Ihr habt Euch eine Kanne schwarzen Tee gemacht, die erste Tasse eingeschenkt - und dann klingelt das Telefon. Oder die Nachbarin steht vor der Tür, und Ihr kommt erst eine Viertelstunde später dazu, Euch die zweite Tasse zu genehmigen. Wie sieht der Tee in Eurer Kanne jetzt aus? Genauso wie vorher? Wunderbar, dann habt Ihr sauberes Leitungswasser und braucht nicht weiterzulesen. Oder schwimmt auf Eurem Tee eine schlierige, netzartige Schicht, die beim Schwenken der Teekanne in ihre Einzelteile zerfällt? Ist das ganze Gebräu in sich dunkler geworden und setzen sich vielleicht sogar braune Fasern am Boden ab? Schmeckt die zweite Tasse Tee deutlich bitterer? Wie lecker! Dann ist Euer Leitungswasser sehr kalkhaltig und die Wasseraufbereitung durch Umkehr-Osmosemöglicherweise etwas für Euch. Was ist Umkehr-Osmose?Es handelt sich hierbei um ein biologisches Prinzip (Biologen und Chemiker, bitte verzeiht mir die knappe, unfachmännische Darstellung *g*), bei dem - ganz einfach ausgedrückt - Wasser unter leichtem Druck durch eine extrem engmaschige, durchlässige Schicht, die Osmose-Membran, gepresst wird. Diese Membran wirkt wie ein Filter. Hindurch kommen nur Wasserstoff- und Sauerstoff-Moleküle, alle anderen Teilchen (Bakterien, Viren, Chlor, Kalk und andere Schwebstoffe) sind zu groß, um die Osmose-Membran zu passieren. Was auf der anderen Seite der Membran übrig bleibt, ist reinstes, pures Wasser. Wie mache ich aus Leitungswasser Osmosewasser?Auf dem Markt sind Geräte von mehreren Herstellern erhältlich. Da ich mit diesem Bericht in erster Linie dieses Prinzip der Wasseraufbereitung vorstellen möchte, soll hier keine Werbung für den einen oder anderen Hersteller gemacht werden. Ich möchte als Beispiel jedoch die Funktionsweise des Geräts erläutern, welches ich (über meine Eltern, die es bei sich im Haus installiert haben) aus eigener „Anschauung“ und durch den Genuss des Wassers kenne. Das Umkehr-Osmose-Gerät ist im Fall meiner Eltern eine Einbaulösung in der Küche (unter der Spüle) und aus zwei größeren Teilen zusammengesetzt: dem eigentlichen - aus vier Filterkartuschen in einem Kunststoffgehäuse bestehenden - Osmosefilter, der an der Innenwand des Spülschranks hängt, sowie dem Wasservorratstank, der auf dem Boden des Spülschranks steht. Verbunden wird das ganze mit zwei Schläuchen; einer davon ist zwischen Wasseranschluss und Osmosefilter installiert, der andere zwischen Osmosefilter und Wasservorratstank. Dieser fasst 10 Liter. Nach Installation des Geräts erfolgt die Filterung der ersten 10 Liter Wasser. Das Gerät erkennt selbständig, wann der Vorratstank vollständig gefüllt ist und stoppt die Wasserentnahme aus der Leitung. Mittels eines zusätzlichen, kleinen Wasserhahns, der oben auf dem Spülbecken montiert wird, kann das osmosegefilterte Wasser entnommen werden. Nach der Entnahme filtert das Gerät die entsprechende Menge nach, sodass im Vorratstank immer frische 10 Liter Wasser zur Verfügung stehen. Auch wenn über längere Zeit kein Wasser entnommen wird, bleibt das im Behälter befindliche Wasser aufgrund seiner Sauberkeit appetitlich frisch. Wofür kann das Wasser verwendet werden? Nun, in allererster Linie natürlich zum Trinken. Es schmeckt weich, sauber, frisch und hat keinerlei Nebengeschmack. Natürlich ist es still, und somit am ehesten mit Volvic oder Evian vergleichbar. Meine Eltern haben seit der Beschaffung des Geräts keinen einzigen Mineralwasserkasten mehr gekauft. Außerdem nutzen sie es zum Kochen und zur Kaffee- und Teezubereitung. Bei der Umkehrosmose bleiben alle Mineralien im Wasser erhalten, es ist also KEIN destilliertes und damit „totes“ Wasser! Man kann es bedenkenlos ins Dampfbügeleisen oder in die Autobatterie füllen. Auch Pflanzen, die kein kalkhaltiges Wasser vertragen, freuen sich über eine Gießwassergabe mit Osmosewasser. Was kostet der Spaß? Ich möchte nochmals darauf hinweisen, daß ich nur den Preisrahmen des Modells nennen kann, das ich selbst kenne. Die Umkehr-Osmose-Anlage meiner Eltern hat ca. 750,-- € gekostet. Etwa einmal im Jahr steht ein Wechsel der Filter an; die Osmosemembran selbst hat eine Standzeit von ca. 3 Jahren. Wann es soweit ist, wird vom Gerät mittels grünem bzw. rotem Lämpchen angezeigt. Leuchtet es grün, ist alles in Ordnung. Bei „Rotlicht“ müssen die Filter ausgetauscht werden. Ein Komplettwechsel schlägt mit ca. 80,-- € (für Vor- und Sediment-Filter) zu Buche. Im Vergleich zu den Ausgaben für Mineralwasserkästen, die im Laufe eines Jahres für eine mehrköpfige Familie anfallen, sind diese Kosten ein Scherz. Gibt es eine andere Möglichkeit, an Osmosewasser zu kommen? Wer das Wasser erst einmal testen möchte oder die Ausgaben scheut, hat noch eine weitere Möglichkeit, sich mit osmosegefiltertem Wasser zu versorgen. Die Franchising-Kette „Tee Gschwendner“ (früher: „Der Teeladen“), die in nahezu allen größeren Städten Deutschlands vertreten ist, hat in ihren Filialen Zapfstationen für Osmosewasser installiert. 5 Liter osmosegefiltertes Wasser kosten dort 2,90 €. Man kann dort auch 5-l-Kanister mit Zapfhahn erwerben. Fazit Die Wasserfilterung durch Umkehr-Osmose ist eine Möglichkeit, mit einer überschaubaren Investition dauerhaft an qualitativ hochwertiges, sauberes Wasser zu kommen. Wer bisher Volvic oder andere stille Mineralwässer für die Zubereitung von Getränken oder Babynahrung gekauft hat, findet hierin ebenfalls die auf Dauer kostengünstigere Alternative – und erspart sich das Kistenschleppen!So bin auch ich Fan dieses Wassers geworden. Immer, wenn ich meine Eltern besuche, wird der Kofferraum mit 5-l-Kanistern Osmosewasser vollgeladen, die ich dann bis zum nächsten Besuch „verbrauche“. Sollte die örtliche Distanz irgendwann einmal größer werden, werde ich mir mit Sicherheit ein eigenes Osmosegerät zulegen. Wer einmal den Geschmacksunterschied, gerade bei Tee, kennengelernt hat, der will kein Leitungswasser mehr verwenden! (Außer er gehört zu den glücklichen Menschen, die von Haus aus mit qualitativ hochwertigem Leitungswasser versorgt sind.) Innerhalb von wenigen Jahren hat sich der Erwerb der Anlage amortisiert. Sauberes Wasser hat man dann aber für immer!
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04.12.2008 14:28
Ich habe auch ein Osmosegerät (Hersteller Osmofit, Preis knapp 800€) und bin super zufrieden! Das Wasser ist kalkfrei (zumindest ist die Spirale meines Wasserkochers immer blitzblank) und enthält tatsächlich nur noch ganz wenige Mineralien, also noch weniger als z.B. Volvic. Der Körper nimmt das, was er an Mineralien und Spurenelementen braucht, sowieso über die Nahrung auf, von daher keine Bedenken (Ausnahme Fastenkur ;-) ). Ich habe mich mit dem Thema Trinkwasser während meiner Schwangerschaft beschäftigt. Das ist wirklich interessant und das mit den Kontrollen durch die Wasserwerke etc. ist so eine Sache: Es gibt lange nicht für jeden Schadstoff einen Kontrollwert, ergo wird' s auch nicht überprüft - als Beispiel sei Uran genannt, ging kürzlich durch die Medien, oder auch Hormone, Antibiotika... Und wenn ich Bleirohre im Haus liegen habe, helfen mir die Kontrollen auch nicht... Ich möchte mein Gerät jedenfalls nicht mehr missen! LG, Sabine
29.09.2008 16:23
Irgendwie sehe ich den Sinn von Osmosewasser nicht ein. Unser Leitungswasser ist doch gut kontrolliert, sodass man es meiner Meinung nach selbst unbeschwert trinken kann. Ich mache das zumindest und mir geht es gut damit. LG, Stephan
18.09.2008 17:46
Eine Freundin von mir hat sich letztes Jahr einen Osmose-Filter unter die Küchen-Spüle einbauen lassen.